Presse

DatumQuelleTitelVerfasser
20.09.2015Endlich hat der berühmte Personenschützer sein Buch auf dem Markt
10.10.2014Eine Legende geht in den Ruhestand
07.03.2012RBB-ZIBBEine Knallharte Ausbildung- Teil 2Programm Vorschau
06.03.2012RBB-ZIBBEine Knallharte Ausbildung-Teil 1Programm Vorschau
04.03.2012RTL2 NTVBerufsziel-Bodyguard F. Hassfurth
11.02.2012Berliner ZeitungMit Leib und LebenKirsten Niemann
20.3.2011Pro7 Bodyguard LadyProgramm Vorschau
19.05.2011PNNDer Filmpark BabelsbergJana Haase
12.03.2011MAZEine Frau für alle FälleIldiko Röd
24.09.2010PRO SIEBEN-GALILEOBODYGUARD TRAINING
02.04.2010Zeit Online- www.zeit.de/karriere/beruf/2010-03/bKöpfchen ist wichtiger als Muskeln
.02.2010Bund + BerufIn der Wirklichkeit angekommen?U. Snelsire
05.01.2010Stern TV
14.12.2009ARD Die Bodyguards "Lima" und Golf"ARD
21.11.2009Manager MagazinDEUTSCHLAND HEUTE Bodyguards
10.11.2009PNNAm Samstag kamen Prinz Vladimir von Jugoslawien
25.10.2009Berliner KurierEine Frau steht ihren Mann IRolf Kremming
25.10.2009Berliner KurierEine Frau steht ihren Mann IIRolf Kremming
20.10.2009PNNJack Nicholson. Den haben wir schon mal Tommy
06.10.2009Potsdamer Neueste NachrichtenPreisgekrönter Schutz
02.10.2009IHK PotsdamQualifizierung im Unternehmen
02.10.2009IHK Zeitung"Qualifizierung im Unternehmen"
29.09.2009Die harte Schule für Deutschlands Elite
09.04.2009Potsdame Exklusiv + MAZ
07.04.2009SWR FernsehenSchlaglicht
.01.2009Bund und BerufPersonenschützer - Helden im HintergrundU. Kania
..2009Von Möchtegerns und Kopfarbeitern - Das Hombrero-Interview
4.9.2008PNNEr schützte Scheichs, Staatspräsidenten Tommy
.12.2008Tigerentenclub MagazinWie wird man Schutzengel ?
.08.2008Top Magazin BrandenburgZu guter letzt Horst Pomplun
.08.2008Bund und BerufDeutsches Know-How und südamerikanisches FlairKarsten Bernstein
20.07.2008Revolver Man wird schon mal nervös IAxel Schröder
20.07.2008RevolverMan wird schon mal nervös IIAxel Schröder
20.07.2008RevolverMan wird schon mal nervös IIIAxel Schröder
20.07.2008RevolverMan wird schon mal nervös IVAxel Schröder
..2008Berliner MorgenpostWächter der WichtigenKirsten Niemann
..2008FocusLehre fürs LebenAndreas Wenderoth
.10.2007Die Zeit - HamburgRettung in letzte SekundeSabine Hoffmann
.10.2007Deutsche Welle- Beyern2Leibwächter- Schule in PotsdamAxel Schröder
.09.2007MaximMit Schirm,Charme und KanoneHeuer-Menn
.05.2007PLAYER MAGAZINSie fürchten weder Tod noch TeufelJörg Heuer Günther M
.03.2007Bund+BerufAusgebildete Personenschützer erhalten IHK-ZertifikatE. Reimann
.02.2007Bund+BerufPersonenschutz ist nicht mehr wegzudenkenUlbricht
.01.2007Zastita Bosnische SicherheitsmagazinTjelohraniteljD. Arnautovic
.01.2007Bund und BerufPersonenschutz - AktuellI:.K
..2007Besuch in China 2007
..2007Berliner MorgenpostLeibwächter mit guten ManierenKirsten Niemann
.12.2006Der TagesspiegelZwischen Peking und PotsdamPNN
.10.2006Tageszeitung aus Peking mit ÜbersetzungBesuch in Peking - zwei interessante Freunde
11.04.2006IHK-Potsdam - HomepageWirtschaftsdelegation aus dem Reich der Mitte in der IHK Potsdam
11.04.2006PNNBodyguards aus Fernost mit deutscher AusbildungKay Grimmer
.02.2006Bund+BerufIHK lobt Engagement derInternationalen FACHAKADEMIE für SICHERHEITU.Greif
..2005 (III.Quartal)Magazin- Potsdam LifeDie PersonenschützerVerhoeven
21.07.2005PNNBodygards für ChinaJuliane Wedemeyer
21.07.2005Märkische AllgemeineBombe an der BarCarola Hein
20.07.2005IHK-Potsdam - HomepageKünftige Personenschützer in der IHK-Potsdam
..2005INFOradio rbbBodyguard-Schule (Interview mit Audiofile)Eva Beisiegel
..2005Westfälische NachrichtenDamen bevorzugt
Weibliche Bodyguards wie Undine Kania verunsichern jeden Angreifer
Frank Paschen und Jürgen
..2005Frau Von HeuteMeine Leidenschaft ist, andere zu schützen
..2003ZeitungBodyguards mit Zertifikat
..2003ZeitungEisiges Vergnügen
..2003StadtAnsichtenTischherren, gut in SchussJörg Meyerhoff
..2003PlayboyTod in der Nudeldose
..2002Potsdamer Neueste NachrichtenBodyguards mit Zertifikat: Potsdamer Firma für Ausbildung ausgezeichnetSabine Schicketanz
..2002Berliner KurierSüsses Lächeln - harte Typen: Bodyguards aus Brandenburg
..2001Berliner Morgenpost"Frauen schießen besser"Dieter Weirauch
..2001BILDDie Lara Croft von BrandenburgMarkus Schmidt
..2001BZ BerlinIch bin die deutsche Lara CroftMarkus Schmidt
..2001Kraftmeierei bringt es nichtUte Sommer
..2001STERNVon Menschen, Marmor & MäusenBirgitt Lahann
..2001TagesspiegelDie märkischen Schwestern von Lara Croft
..2001ARDKIKA - Bodyguardausbildung
..2001BarrettLiebe Leser ! Horst Pomplun
..2001Sat 1Wie wird man ein guter Bodyguard
..2000BarettAusbildung: Engagement für Sicherheit
..2000M?rkische AllgemeineBlitzschnell zupacken Ulrich Joho
..2000PlayboyDie Partisanen J?rger Heuer
..2000M?rkische AllgemeineJoops Model-Entdeckung heiratet in PotsdamAndreas R?hl
..2000NEUE POSTMit Intelligenz, Charme und KanoneKlaus D. Zelgin
..2000Pro 7Bodyguard mit Zertifikat
..2000TagesspiegelDie märkischen Schwestern von Lara Croft
..2000MAXPersonenschutzausbildung
..2000ARDTigerenten-Club
21.12.1999Polizeipräsidium PotsdamZusammenarbeit zwischen Polizei unf pirivaten Sicherheitsdiensten
..1999unbekannt007 in Potsdam - Sicherheitsschule bildet aus
..1999Berliner MorgenpostPotsdam Privat : Ausgezeichnetmall
..1999Upper Keys IndependentJames Bond-type Couple Resides in Key LargoJill Zima
..1999SAT 1N.N.
..1999Steglitzer VolksblattSicherheit für Stars und Sternchenst
..1999Wirtschaft Regional - IHK PotsdamSicherheitsfachkraft Personenschützer/in mit IHK-Zertifikat
..1999IHK ZeitschriftUnauffällig, aber wirksam: Engagement für SicherheitBernd Schenke
..1998ZDFBesuch seiner Excellenz in Berlin
..1998Bodyguard als Sündenbock
..1998USADeutschlands berühmtester Bodyguard zu Gast
..1998ORF/SFPersonenschutz - weltweit
..1998Berliner KurierPersonenschutz vom "Feinsten"
..1998Personenschützer sind keine Selbstmörder
..1998BILDSo feiert ein Bodyguard seinen 50.Inga Gr?mminger
..1998ARDVenezuelanischer Präsident in Deutschland
..1997Spandauer VolksblattZwei Kladower sind weltweit gefragthem?
..1997M?rkische AllgemeineAttacke mit dem GummimesserMaren Hoffmann
..1997H?rryetBodyguard Tuerkler
..1997BRAVODeutschlands ber?hmteste "Bodyguardin"
..1997Pro 7Deutschlands ber?hmtester Personensch?tzer
..1997Potsdamer Neueste NachrichtenEin Besuch bei den Bodyguard-Azubis VTP
..1997Potsdam am SonntagEin Knall, und alle liegen flach
..1997M?rkische Allg. ZeitungF?r 1900 Mark in 90 Stunden zum Bodyguard
..1997Berliner MorgenpostGartenfest vom Feinstenmall
..1997Neue WocheKnallhartes Training für den Ernstfall
..1997Berliner MorgenpostLeute in Potsdam
..1997Potsdam am SonntagNACHGEFRAGT: Müller macht eine Ausbildung zum Bodyguard
..1997RTLPersonenschutzausbildung
..1997Prinz in Seide in der Spielbank
..1997Berliner ZeitungSchlagstock, gutes Benehmen und DiskretionDietgard Tomczak
..1997Berliner KurierUnter dem Schutz der AmazonenRolf Kremming
..1997Verhalten bei Geiselnahme
..1997.....Verliebter Bodyguard SCH
..1997War es Mord? Gedanken eines Personenschützers
..1996BILDBodyguard Ewa Maria schießt im Notfall scharf
..1996STERNLeibwächter der Königsfamilie
..1996100 o BWSie leben gefährlich
..1996S?ddeutsche Zeitung"Das gibt einen ganz bestimmten Kick"Marlies Wiedenhaupt
..1996M?rkische Allgemeine"Eastwood war Klasse, Costner war Kitsch"R. Plagemann
..1996Berliner Kurier am Sonntag70 Stunden Training bis zum Bodyguardjc
..1996SFBAlexanderplatz
..1996CoupBodyguard als Leibw?chter f?r Prominente
..1996SAT 1Die "Elite" und ihr Personenschutz
..1996BILD am SONNTAGIm Schnellkurs zum Bodyguard
..1996Potsdamer NachrichtenKraftpakete sind nicht gefragt, sondern M?nner und Frauen mit IntelligenzKlaus B?strin
..1996BILDPotsdams " Villa Bodyguard" Marcel Henninger
..1996Potsdamer MorgenpostPromi-Sch?tzerhm
..1996Berliner KurierSie haben einen ernsten Blick
..1996LAURASie ist hart im Nehmen und Austeilen
..1995Berliner MorgenpostEin Berliner Personensch?tzer hat die Nase vorn
..1995Potsdamer Neueste NachrichtenEin Bodyguard folgt bis in den PrivatbereichG?nter Br?ning
..1995Berliner MorgenpostLeibw?chter der K?nigsfamilie er?ffnet Schule
..1995Potsdamer StadtkurierSchildb?rgerstreiche um das KGB-St?dtchen V. Kl.
..1995Selfdefense? womit?
..1994ZDFDas KGB-St?dtchen
..1994BILD am SONNTAGDeutschlands Bodyguard
..1994BILDDie "Elite"
..1994Potsdamer KurierKGB-Gel?nde f?r eine Personenschutzfirma
..1994Holland TVPersonenschutz statt KGB-Soldaten
..1994ARDPotsdamer KGB
..1993TV Hören und SehenBerliner als Leibwächter für Königsfamilie
..1993D?sseldorfer ExpressBodyguard retten Prinzessin
..1993ZDFFeuer im Breidenbacher Hof
..1993D?sseldorfer NachrichtenFeuer im Breidenbacher Hof
..1993Die WeltFeuer im Zimmer der Saudi-Prinzessin
..1993RTLGro?brand im Hotel
..1993BILDNobel-Hotel: Feuer bei Prinzessin Rima!
..1993ARDPrinzessinen gerettet
..1993SAT 1Sie retteten die Prinzessin
..1992Spandauer VolksblattEr schützt Schauspieler, Sportler und ScheicheAnnette K?hler
..1992Ich bin ein Personensch?tzer
..1992BILDK?nigen aus Qatar in D?sseldorf
..1992D?sseldorfer ExpressKranke K?nigstochter - Rettung in D?sseldorf
..1991SFBDie Reichen
..1991Deutsche WelleEines der bekanntesten Deutschen Personenschutzunternehmen
..1991M?nchener TageszeitungHoher Besuch in M?nchen
..1991RTLPersonenschutz
..1991FPR KurierPersonenschutz
..1990BILDBruder vom König in Deutschland mit Bodyguard
..1990Volksblatt"Was sie wirklich tun"
..1990Es geschah in Berlin
..1990BZPrinz in Seide in der Spielbank
..1989BZ /Berliner ZeitungIhr Dienst bei der Polizei-Reserve ist Gold WertUlrike Krieger
..1989D?sseldorfer ExpressAus dem Leben eines Scheichs
..1989Grundwissen im Personenschutz
..1989Berliner MorgenpostIhr Dienst bei der Polizei-Reserve ist Gold Wert
..1988Berliner MorgenpostPrinz in Hamburg zu Besuch
24.09.10PRO SIEBENBODYGUARD TRAINING
..Tagesspiegel"Angreifer von rechts - Deckung!"Thomas Loy
Endlich hat der berühmte Personenschützer sein Buch auf dem Markt

20.09.2015
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Eine Legende geht in den Ruhestand
10.10.2014
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Eine Knallharte Ausbildung- Teil 2

Der VTP-Service ist eine der härtesten Bodyguard-Akademien Deutschlands. Hier lässt sich sich Sylvia Heinichen zur Personenschützerin ausbilden. Im zweiten Teil unserer Reportage haben wir sie bei einer praktischen Übung begleitet. Der Job von Sylvia Heinichen ist es, eine junge Frau zu schützen - notfalls mit ihrem Leben. Während der Übung soll alles möglichst realistisch sein. Bei echten VIPs sind immer mehrere Fahrzeuge im Einsatz, um die Sicherheit zu erhöhen. Ausbilder Horst Pomplun überwacht die Szenerie sehr genau, denn die Aktion muss fehlerfrei über die Bühne gehen.
 
Seit über dreißig Jahren bildet der Ex-Polizist angehende Leibwächter aus. Auch seine Frau Ewa machte ihre Ausbildung bei ihm. Polin war Anfang der achtziger Jahre eine der ersten Frauen in der Branche. Die englische Königin, saudische Prinzen und Staatchefs, sie alle haben sich von den Pompluns schützen lassen. 
 
Action und Glamour: der Beruf des Personenschützer hat für viele ein schillerndes Image. Doch die Realität sieht anders aus. Es werden keine schießwütigen Kraftprotze gebraucht, sondern Leute mit Selbstbeherrschung und kühlem Kopf. 

Sylvia Heinichen hofft, dass sie in ein paar Monaten ihre Weiterbildung geschafft hat. Klappt alles, hat sie dann ein Zertifikat von der IHK in der Tasche und darf sich "Sicherheitsfachkraft Personalschützer" nennen. Beitrag von Andrea Schneider

Quelle: RBB-ZIBB, 07.03.2012 (Programm Vorschau)
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Eine Knallharte Ausbildung-Teil 1

Eine knallharte Ausbildung Neben Schloss Cecilienhof in Potsdam liegt eine der härtesten Bodyguard-Akademien Deutschlands. VTP-Service heißt sie und wird betrieben von Horst und Ewa Pomplun. zibb hat eine künftige Personenschützerin bei ihrer Ausbildung begleitet. Die 53-jährige Ewa Pomplun war eine der ersten weiblichen Personenschützerin in Deutschland überhaupt und bildet hier gemeinsam mit ihrem Mann Personenschützer aus. Schieß- und Fahrtraining gehören genauso zum Programm wie die theoretische Vorbereitung auf den Ernstfall.

Es ist ein hartes und schweißtreibendes Geschäft, in dem weibliche Bodyguards besonders gefragt sind. "Sie erregen weniger Aufsehen als Männer und arbeiten auf keinen Fall schlechter", sagen die Pompluns. zibb hat eine angehende Personenschützerin begleitet.

Quelle: RBB-ZIBB, 06.03.2012 (Programm Vorschau)
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Berufsziel-Bodyguard
http://video.weltderwunder.de/playerv/vod-player/video/0_as0cp9ie/
Quelle: RTL2 NTV, 04.03.2012 ( F. Hassfurth)
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Mit Leib und Leben

Quelle: Berliner Zeitung, 11.02.2012 (Kirsten Niemann)
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Bodyguard Lady

Bodyguard-Lady Immer mehr Prominente und Wirtschaftsbosse fragen nach weiblichen Personenschützern, vor allem weil Frauen in der Öffentlichkeit unauffälliger wirkt. Aber kann eine Frau diesen facettenreichen Job genauso gut erledigen wie ein Mann? Sierra, 28, Mutter von zwei Kindern, will Personenschützerin werden. Im Laufe eines Jahres hat die Hotelfachfrau aus Halle sechs Bodyguard-Kurse mit ca. 1000 Stunden Unterricht besucht und dafür rund 6.500 Euro ausgegeben. In der Potsdamer Sicherheitsakademie werden Nahkampf, Schießen, körperliche Fitness, Stressresistenz, permanente Aufmerksamkeit ebenso trainiert wie gutes Benehmen. Wir begleiten Personenschützerin Sierra von der Ausbildung bis zu ihrem ersten heißen Einsatz Gedreht wurde bei der 
„Internationalen Fachakademie für Sicherheit VTP-Pomplun“ 
in Potsdam 
www.vtp-pomplun.de

Quelle: Pro7 , 20.3.2011 (Programm Vorschau)
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Der Filmpark Babelsberg

 

Quelle: PNN, 19.05.2011 (Jana Haase)
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Eine Frau für alle Fälle

 

Quelle: MAZ, 12.03.2011 (Ildiko Röd)
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BODYGUARD TRAINING

BODYGUARD TRAINING BEI DER POTSDAMER FACHAKADEMIE

http://www.prosieben.de/tv/galileo/videos/clip/31967-ausbildung-bodyguard-1.2050196/

Quelle: PRO SIEBEN-GALILEO, 24.09.2010
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Köpfchen ist wichtiger als Muskeln

www.zeit.de/karriere/beruf/2010-03/beruf-personenschuetzer Wenn es ruhig bleibt, haben sie gute Arbeit gemacht: Personenschützer sorgen dafür, dass den ihnen anvertrauten Menschen nichts passiert und riskieren ihr Leben. Einen hundertprozentigen Schutz vor einem Angriff können auch die besten Personenschützer nicht gewährleisten, sagt Horst Pomplun, Präsident des Weltverbands der Personenschützer und Chef einer Security-Firma. "Aber sie können das Risiko eines Attentats auf ein Minimum reduzieren", sagt der Bodyguard. Dieser Aufgabe stellen sich Pomplun und seine Mitarbeiter mit jedem neuen Auftrag. Häufig müssen die Sicherheitskräfte eine Person sogar 24 Stunden begleiten. Vor jedem Auftrag steht ein umfassendes Briefing. Wie sieht der Umkreis des Aufenthaltsorts der schutzwürdigen Person oder der Weg dahin aus? Wo könnten potenzielle Angreifer auflauern? Eine umfangreiche Analyse hält Pomplun für genauso wichtig wie die konzentrierte Aufmerksamkeit während des Auftrags. "Der eigentliche Feind unserer Arbeit ist die Routine. Wer in seinem Job Routine aufkommen lässt, wird leicht nachlässig. Und das kann gefährlich werden", sagt der Personenschützer. Seit mehr als dreißig Jahren arbeitet er in diesem Job und hat Klienten aus aller Welt betreut, und zwar ohne Zwischenfälle. Darunter war die Musikgruppe Scorpions, der ehemalige Ministerpräsident Manfred Stolpe oder der König von Saudi-Arabien. Oft genügt allein die Anwesenheit der Personenschützer, um eventuelle Angreifer abzuschrecken. Doch nicht immer ist Präsenz zeigen der richtige Weg. "Wenn Prominente, deren Kinder oder Firmenchefs von zwei dunkel gekleideten Männern mit Stöpsel im Ohr begleitet werden, macht das die Personen für manchen erst interessant. Sicherheitskräfte, die die zu schützende Person unauffällig begleiten, sind oft die bessere Strategie", erklärt Pomplun. Für solche Inkognito-Einsätze sind beispielsweise Frauen geeignet. Sie sind gern gesehen in dem Beruf, der überwiegend von Männern dominiert wird. Das Klischee vom abenteuerlustigen Zweimetermann mit viel Kraft als Idealbesetzung hält Pomplun ohnehin für überholt. In erster Linie sollen Personenschützer etwas im Kopf haben, sagt er. Und Pomplun selbst? Er wird bei seinen Einsätzen gern mal "Papa" genannt. Darüber hinaus erfordere der Job eine gute Allgemeinbildung und Vorsicht, Disziplin und Lebenserfahrung. Auch Diskretion und Zuverlässigkeit bringen einen in diesem Beruf weiter. Wer besonnen agiert, sportlich ist und über eine gute Kondition verfügt, erfüllt die wesentlichen Anforderungen an den Job als Bodyguard. Die Ausbildung zum Personenschützer ist nicht staatlich geregelt. Voraussetzung für die Ausbildung bei einem privaten Sicherheitsunternehmen ist lediglich ein polizeiliches Führungszeugnis. "Daher gibt es leider auch immer schwarze Schafe, die mangelhaft ausgebildet sind und keinen guten Schutz bieten", sagt Pomplun. Für die Ausbildung zum staatlichen Personenschützer - etwa beim Bundeskriminalamt - gelten allerdings strengere Vorgaben. Neben einer gehobenen Schulbildung ist auch der Beamtenstatus erforderlich Pomplun bildet seine angehenden Personenschützer mit IHK-Zertifikat aus. Unterrichtet werden unter anderem Gesetzeskunde, Psychologie, Taktik und Evakuierungsmaßnahmen, aber auch Selbstverteidigung und der Gebrauch der Schusswaffe. Wichtigstes Arbeitsgerät ist und bleibt indes das Gehirn. "Zu 95 Prozent findet Personenschutz unbewaffnet statt. Vorausschauendes Handeln und einen kühlen Kopf bewahren ist wichtig", sagt Pomplun. Die Ausbildung zum privaten Personenschützer schlägt mit 6500 Euro zu Buche. Die Kosten dafür trägt der Ausbildende selbst. Aufgrund des hohen Gefahrenpotentials, das der Beruf mit sich bringt, ist der Lohn recht hoch. Als Anfangsgehalt sind 3000 Euro die Regel. Bedarf an Personenschützern ist durchaus gegeben. Sie sind in Unternehmen in Personenschutzabteilungen und bei Sicherheitsunternehmen angestellt, staatliche Personenschützer sind entsprechend im Staatsdienst tätig.

Quelle: Zeit Online- www.zeit.de/karriere/beruf/2010-03/b, 02.04.2010
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In der Wirklichkeit angekommen?

 

Quelle: Bund + Beruf, .02.2010 (U. Snelsire)
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Quelle: Stern TV, 05.01.2010
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Die Bodyguards "Lima" und Golf"

ARD 06.+07.12. am 13.12 SWF und am 14.12.2009 RBB Die Bodyguards "Lima" und Golf" Ihr Beruf ist die Gefahr. Sie sind die Schutzengel der Stars, Politiker und Firmenbosse und wenn es hart auf hart kommt, geben sie ihr Leben für das eines anderen: Bodyguards. Im Tigerenten Club berichten zwei Bodyguards über ihren außergewöhnlichen wie gefährlichen Beruf und zeigen, was einen guten Personenschützer ausmacht. Dazu gehören eine genaue Einsatzplanung, detektivisches Gespür, geschickte Tarnung, knallhartes Kampftraining, jede Menge Mut und Nerven wie Drahtseile. Bodyguard - ein riskanter und beinharter Job, für den man berufen sein muss. Die Zuschauer erwartet ein spannender Tigerenten Club mit extra viel Action.

Quelle: ARD, 14.12.2009 (ARD)
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DEUTSCHLAND HEUTE Bodyguards

Nie war die Prominenten-Dichte in Berlin so hoch wie in diesen Tagen. Und da haben natürlich auch die Security-Agenturen alle Hände voll zu tun.
Und - immer mehr Bodyguards werden gebraucht. Denn nicht nur Politiker und Schauspieler, sondern auch die Stars von Casting-Shows gehen nicht mehr ohne Bodyguard in die Öffentlichkeit.

Horst Pomplun ausgezeichnet mit div. hohen Orden und Verdienstkreuzen ist Deutschland berühmtester Bodyguard der schon für Könige und Staatspräsidenten verantwortlich zeichnete, einer der weiss,

welchen Anforderungen ein guter Bodyguard heutzutage genügen muss.

Deshalb hat er auch in Potsdam die "Fachakademie für Sicherheit" gegründet, wo er junge Leute zu Bodyguards ausbildet. Deutschland Heute ist einen Tag lang dabei und beobachtet die verschiedenen Ausbildungssituationen. Dabei wird klar: ein knallharter Job, den einige der jungen Leute unterschätzt haben.
Die Ausbildung bei Ihm ist das Geld wert, wie viele der Seminaristen uns mitteilten.

Leider gibt es in Deutschland jedoch sehr viele „Nachmacher“ die teilweise noch nicht einmal was von ihrem Job verstehen oder unserer Ausbildungsprogramm stehlen bzw. kopieren sagt uns ein Mitarbeiter. So kommen nicht selten Seminaristen zu ihm obwohl sie schon woanders eine Ausbildung begonnen haben doch nicht zufrieden waren. Nur eine gute Internetseite ist halt nicht alles.
Traurig, dass viele heute keinen Stolz mehr haben selber was mit ehrlicher harter Arbeit auf die Beine zustellen.

Quelle: Manager Magazin, 21.11.2009
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Am Samstag kamen Prinz Vladimir von Jugoslawien

10.11.2008 Tageszeitung PNN Es war ein Besuch bei Freunden: Am Samstag kamen Prinz Vladimir von Jugoslawien mit Ehefrau Prinzessin Brigitta nach Potsdam und besuchten den Personenschützer Horst Pomplun und seine Frau Ewa. "Wir sind mit den Pompluns seit Jahren eng befreundet", sagte Prinzessin Brigitta, die als Designerin arbeitet und unter anderem Kleider für die 2005 verstorbene Schauspielerin Ilse Werner entworfen hat. Für die beiden Königlichen Hoheiten war es nicht der erste Potsdam-Besuch: "Potsdam ist eine sehr schöne Stadt", erklärte Prinz Vladimir, der neben dem Londoner Wohnsitz auch zwei Paläste in Serbiens Hauptstadt Belgrad besitzt. Das Prinzenpaar nutzte einen offiziellen Termin in Berlin als Anlass für den "Abstecher" nach Potsdam: Gestern wurde in Tempelhof eine neue serbisch- orthodoxe Kirche eröffnet.

Quelle: PNN, 10.11.2009
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Eine Frau steht ihren Mann I

 

Quelle: Berliner Kurier, 25.10.2009 (Rolf Kremming)
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Eine Frau steht ihren Mann II

 

Quelle: Berliner Kurier, 25.10.2009 (Rolf Kremming)
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Jack Nicholson. Den haben wir schon mal

Jack Nicholson. "Den haben wir schon mal beschützt", wussten der Potsdamer Personenschützer Horst Pomplun und seine Frau Ewa zu erzählen. Im legendären "Carribean Club" in Key Largo in Florida war das, wo schon Humphrey Bogart vor der Kamera stand. Nicholson habe dort gerade einen Film gedreht und die Pompluns um Rat für die richtige Darstellung eines Bodyguards gefragt. Falls der Meister also irgendwann tatsächlich einmal nach Babelsberg kommen sollte und seit Kultregisseur Quentin Tarantino hier dreht, scheint alles möglich ist schon klar, wer ihn beschützen wird. Horst Pomplun mit Franz Friedrich Prinz von Preussen sowie weiterer Prominenz aus Potsdam

Quelle: PNN, 20.10.2009 (Tommy)
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Preisgekrönter Schutz

 

Quelle: Potsdamer Neueste Nachrichten, 06.10.2009
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Qualifizierung im Unternehmen

 

Quelle: IHK Potsdam, 02.10.2009
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"Qualifizierung im Unternehmen"

Auszeichnung "Qualifizierung im Unternehmen" vergeben

02.10.2009 Mit der LBS Ostdeutsche Landesbausparkasse AG sowie der Internationalen Fachakademie für Sicherheit VTP Ewa Maria Pomplun wurden von der IHK zwei Unternehmen mit besonderem Engagement für die betriebliche Weiterbildung geehrt.
Die Auszeichnung "Qualifizierung im Unternehmen"
Unternehmen, die mit besonderer Initiativkraft betriebliche Weiterbildungskonzepte für ihre Mitarbeiter entwickeln und eine beispielhafte Arbeit in der Mitarbeiterqualifizierung leisten, werden von der IHK Potsdam mit der Urkunde " Qualifizierung im Unternehmen" ausgezeichnet.
Die Preisträger 2009 sind:
LBS Ostdeutsche Landesbausparkasse AG
und
Internationale Fachakademie für Sicherheit VTP Ewa Maria Pomplun

Die Fähigkeit, Wissen aufzufinden, auszuwählen, zu bewerten und anzuwenden entscheidet immer mehr über Erfolg oder Misserfolg im wirtschaftlichen Wettbewerb. Die Konsequenz aus dieser anhaltenden Entwicklung ist eine zunehmende Schlüsselrolle für die Weiterbildung. Die Förderung der Mitarbeiterressourcen ist von ganz entscheidender Bedeutung für den unternehmerischen Erfolg.
Dieser Entwicklung Rechnung tragend vergibt die IHK Potsdam für Engagement in der betrieblichen Qualifizierung die Anerkennung „Qualifizierung im Unternehmen“ an Mitgliedsunternehmen.
Mit ihrem Engagement tragen unsere Mitgliedunternehmen zur Qualitätssteigerung der betrieblichen Weiterbildung bei. Gleichzeitig erhöhen sie die Attraktivität der Region West-Brandenburg als Standort mit guten Entwicklungsmöglichkeiten für Arbeitnehmer und Unternehmen.
Die Urkunde soll das Potenzial der Unternehmen für die Qualifizierung von Mitarbeitern bekannter machen. Die IHK Potsdam möchte alle Mitgliedsunternehmen motivieren, potenziellen Fach- und Führungsnachwuchs möglichst umfassend und frühzeitig für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten in den Unternehmen zu begeistern und zu qualifizieren.

Quelle: IHK Zeitung, 02.10.2009
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Die harte Schule für Deutschlands Elite

 

29.09.2009
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Potsdame Exklusiv + MAZ

09.04.2009
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Schlaglicht

Quelle: SWR Fernsehen, 07.04.2009
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Personenschützer - Helden im Hintergrund

Quelle: Bund und Beruf, .01.2009 (U. Kania)
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Von Möchtegerns und Kopfarbeitern - Das Hombrero-Interview

..2009
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Er schützte Scheichs, Staatspräsidenten

Er schützte Scheichs, Staatspräsidenten und Könige, am Festabend freute er sich selbst über Unterstützung vom befreundeten Ralf Marschall, dem Polizeichef Potsdams: Horst Pomplun, Direktor der internationalen Fachakademie für Sicherheit VTP. Der Potsdamer Personenschützer kam direkt aus dem Berliner Virchow-Klinikum: "Ich bin abgehauen, um wenigstens mal eine Zeitlang keine Krankenhausluft riechen zu müssen", sagte Pomplun, der in Begleitung seiner Frau Ewa gekommen war. Auch wenn der Kampf gegen den Krebs noch nicht ausgestanden ist, hat Pomplun seinen Lebensmut und Witz nicht verloren: "Eigentlich aber ich den Schwestern auf der Station gesagt, ich bin nur mal eine Viertelstunde weg. Aber dann ist eben meine Uhr stehen geblieben."

Quelle: PNN, 4.9.2008 (Tommy)
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Wie wird man Schutzengel ?

Quelle: Tigerentenclub Magazin, .12.2008
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Zu guter letzt Horst Pomplun

Quelle: Top Magazin Brandenburg, .08.2008
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Deutsches Know-How und südamerikanisches Flair

Quelle: Bund und Beruf, .08.2008 (Karsten Bernstein)
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Man wird schon mal nervös I

20.07.2008 Revolver Man wird schon mal nervös Leibwächtertraining mit harten Bandagen Von Axel Schröder Das Geschäft mit der Sicherheit boomt seit dem 11. September 2001. Sicherheitsfirmen, Wachdienste und Leibwächterschulen leben gut vom politischen Weltklima. Die wohl härteste Leibwächterschule in Deutschland findet sich in Potsdam. Hier werden die "harten Kerle" in Schieß- und Fahrtraining ebenso wie in Geiselbefreiung und Nahkampf ausgebildet. Pomplun: "Okay, geht mal rechts runter, lassen sie sich möglichst einmal "Sie sollen einmal drehen und nachher versuchen sie, sich nicht wegdrücken zu lassen. Und denken sie dran an die Bremse: die ist im anderen Wagen." "Ist ein ehemaliger Flughafen hier. Da war zum Schluss NVA drauf oder ganz zum Schluss die Bundeswehr. Und hier sind die idealen Schulungsmöglichkeiten! Weil wir ja, wie gesagt, auch mal probieren, ohne Bremsen zu fahren. Auch das muss man lernen, wenn es mal kaputt geht oder Sabotage ist. Da braucht man Platz zum Ausrollen und das haben wir hier zur Genüge." Horst Pomplun steht auf den rissigen dunklen Betonplatten, am Rand der alten Landebahn. Eine Autostunde von Potsdam entfernt. Hände in den Parkataschen. Er ist 60, groß gewachsen. Kleiner Bauch und Vollbart. Pomplun leitet die wohl härteste Leibwächterschule der Republik, er konzipiert die Übungen für angehende Personenschützer, will seine Schüler vorbereiten, auf alle erdenklichen Ausnahmesituationen. "Das Problem ist: wir sind jetzt auch schon in einer hohen Stufe, wo wir schon fortgeschritten sind. Und die haben jetzt praktisch einen Drei-Tage-Lehrgang hinter sich und haben in den drei Tagen bis jetzt vielleicht vier, fünf Stunden im Höchstfall Schlaf gehabt. Und wir wollen sie ja gerade unter Belastung unter Belastung testen. Und das ist dafür die beste Möglichkeit." Trainiert wird mit einer großen BMW-Limousine und gerade noch fahrtauglichen, verbeulten Kleinwagen. Nach dem Fahren ohne Bremsen steht Einparken mit Schusswechsel auf dem Programm. Orange- weiß- gestreifte Verkehrshütchen markieren den festgelegten Haltepunkt. Die Fahrer sollen rausspringen, sich über die Motorhaube in Deckung rollen, das Feuer erwidern: "Moment mal, Moment mal! Das Auto passt da doch gar nicht rein! Was macht ihr denn für einen Scheiß?" Die Hütchen stehen verkehrt, Horst Pomplun lässt die Parklücke neu vermessen. Er erklärt, wer überhaupt als Leibwächter in Frage kommt: "Also erstmal führen wir ein Gespräch. Wir wollen keine Leute, die zu sehr rechts oder links angesiedelt sind. Die sollen ihre eigene politische Meinung haben, da können wir mit leben. Aber es muss auch von der Polizei ein Führungszeugnis vorliegen, woraus hervorgeht, dass er unbescholten ist, dass nichts gegen ihn vorliegt." Bis Anfang der 80er Jahre arbeitet Horst Pomplun in einer Spezialtruppe der Berliner Polizei. Dann macht er sich selbständig, baut mit Frau Ewa-Maria die Bodyguardfirma auf. Jedes Jahr bilden die Pompluns rund 150 Personenschützer aus und organisieren den Schutz von Prominenten, Wissenschaftlern, Politikern, Firmenchefs und Bänkern. 70 Prozent der Teilnehmer kommen aus der Bundeswehr, nur 5 Prozent sind Frauen. "Wir bilden seit 20 Jahren aus. Hat eigentlich damit angefangen, dass man schon vor 30 Jahren Personenschutz gemacht hat. Fürs saudische Königshaus. Und wir haben festgestellt, dass das in Deutschland eine echte Lücke war. Und ich war der erste in Deutschland, der da ein Programm zusammengeschrieben hat und auch mit der Industrie- und Handelskammer zusammen arbeitet. - Moment. -- Ja. Tot, Junge! Und gleich 20 Liegestütz!" Pomplun schüttelt den Kopf: Fahrer Mike Echo schießt seine Platzpatronen direkt in seine Richtung. Passiert ist nichts, aber es gilt die Regel: auf Menschen wird nicht geschossen, nicht während der Übung. Jeder Lehrgangsteilnehmer hat einen Codenamen: die Männer heißen Alpha, Bravo, Charlie, Delta, Echo und so weiter. Nach den Buchstaben des NATO-Alphabets. Noch nicht mal untereinander kennen sie ihre richtigen Namen. - Neben Horst Pomplun alias "Papa" steht November Romeo und erklärt, warum das sein muss: "Es ist immer auch eine Sache von Diskretion. Wenn man zum Beispiel in der Zeitung liest, irgendwann taucht der Name wieder auf, man hat für den und den gearbeitet, und dann kennt man den Personenschützer, man fällt denn auf. Ich persönlich möchte jetzt auch nicht meinen Namen preisgeben." Der 25-jährige November Romeo sieht müde aus. Der ehemalige Marinesoldat macht bei Pomplun seine Umschulung, finanziert vom Berufsförderungsdienst der Bundeswehr. Er schützt die Härte des Lehrgangs. Eine Hand ruht auf dem Griff seiner Waffe, mit der anderen reibt er sich die geränderten Augen. "Hier sind die Nächte manchmal sehr kurz: man muss Wache laufen. Und denn arbeiten wir auch ziemlich lange: manchmal geht es bis zwei Uhr, drei Uhr. Denn noch Wache stehen und früh raus. Da kommt manchmal wenig Schlaf zusammen." Sieben Lernmodule bietet der Potsdamer Bodyguard-Lehrer, gerade läuft Einheit Nummer sechs und November Romeo gehört zu den Kursbesten. Letzte Nacht scheuchen ihn Pomplun und seine Ausbilder über das Kasernengelände. Im Stockfinstern, fast zwei Stunden lang, durchs kniehohe Gras, in leer stehende Truppenunterkünfte. Der Auftrag: sechs Leuchtkörper soll er finden, verteilt auf dem ganzen Flugplatz. Attacken aus dem Dunkel soll er parieren und möglichst schnell wieder am Treffpunkt sein. Die Action gefällt ihm, nur die Theorie macht ihm zu schaffen: "Da muss ich wirklich dran arbeiten. Vor allem Theorie. Ist halt sehr viel und trocken, vor allem Gesetzeskunde. Da sind andere besser als ich. Die haben einfach viel mehr Erfahrung in Sachen der Theorie, der Waffensachkunde, Gesetzeskunde, da sind sie dann schon besser. Aber ich denke mal, ich halte mich gut!"

Quelle: Revolver , 20.07.2008 (Axel Schröder)
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Man wird schon mal nervös II

November Romeo sammelt die Verkehrshütchen ein, stapelt sie übereinander. Horst Pomplun macht sich schon auf den Weg zur nächsten Übung. Er steigt in eines der Schrottautos und winkt November Oskar heran. Der junge Salzburger macht auch seine Umschulung, auch er war Heeressoldat. November Oskar soll einsteigen und Pomplun zeigt ihm, wie man Auto fährt: durch tiefe Wasserpfützen, mit sechzig Sachen, durchs hohe Gras. "Links oder rechts?" "Ähh: links, Sir!" "Okay! Ach, Mensch, links. Ich verwechsle das immer" Der schlaksige junge Mann reißt die Augen auf, klammert die rechte Hand um den Haltegriff, die Linke krallt sich ins Sitzpolster. Hinten fliegen Gräser, Blütenstaub wirbelt auf, mit schnellen Griffen lenkt Pomplun den Wagen, zieht die Handbremse bei voller Fahrt. - Rund 170.000 Personen- und Objektschützer gibt es in Deutschland, gut 2000 kleine und wenige große Sicherheitsfirmen. Jahresumsatz: gut vier Milliarden Euro. Und die Nachfrage steigt. - Die Fahrt führt vorbei am alten verfallenen Tower, an morschen Garagen. Pomplun bremst den Wagen vor einem grauen Plattenbau, sechs Stockwerke hoch. November Oskar atmet durch. Seine Frau und die beiden Kinder warten in Salzburg auf ihn, unterstützen ihn bei seinen Plänen. "Wenn man sich damit auseinandersetzt und die Frau und die Familie mitspielt und dahinter steht, dann ist das halb so schlimm. Unser Ziel ist es ja, in südliche Gefilde zu gehen. Die Auftragslage ist im Süden besser: Griechenland, Italien, so die Gegend runter." Nur in Krisengebiete will November Oskar partout nicht. Obwohl Personenschützer dort gutes Geld verdienen. Besonders im Nahen Osten, im Irak: "Nee, nee! Das wird dann zu gefährlich mit Familie! Vielleicht um dort einen Job zu machen. Für eine gewisse Zeit. Ja. Aber da zu leben, richtig mit Familie, ist schlimm. Ich stell mir das schlimm vor." "Ich war jetzt unten im Irak, weil man uns hier bis 3000 Euro angeboten hat für jeden, der sich bereit erklärt, da runter zu gehen. Es gibt ja große englische und amerikanische Firmen, die dafür werben. Da werd ich die Finger von lassen, das werde ich niemals machen, den Leuten zu empfehlen, da halt runter zu gehen." Horst Pomplun zieht die Augenbrauen hoch, greift sich eine Flasche Diät-Cola aus dem Auto, nimmt ein paar Schlucke. Hinter ihm warten seine Leute auf den Einsatz im Plattenbau. Es geht hoch in den dritten Stock. Der Chef gibt noch Anweisungen. Der Markt für private Sicherheitsleute boomt vor allem im Nahen Osten, vor allem das US-Militär setzt auf die Dienste der sogenannten "Private Military Companies". Experten gehen von rund 10.000 Privatsoldaten im Irak aus. - Horst Pomplun lehnt im dritten Stock an der Wand. Zehn Meter weiter üben die Personenschützer ihre ATK-Lektion: den Anti-Terror-Kampf. "Es gibt einige Firmen in Deutschland, die sagen: Ihr seid richtige Kerle, ihr müsst da runter und so. Und ich finde das dreckig, dass man mit so etwas Geld macht. Wer freiwillig geht, geht. Aber empfehlen würde ich das keinem und ich würde auch niemals dafür einen Euro oder einen Dollar annehmen." Und trotzdem sind auch Pompluns Personenschützer im Nahen Osten aktiv: sie schützen Firmenpersonal, wollen Entführungsfälle wie in Afghanistan und im Irak verhindern und die Arbeit von Hilfsorganisationen absichern. Und bei den Amerikanern angeheuert haben vielleicht auch schon Personenschützer, die bei ihm gelernt haben. Aber daran kann Pomplun sich nicht erinnern. "Ich sagte ihnen ja eingangs: wir haben Leute unten und wir haben auch Leute, die schon zurück sind. Und die sagen, sie würden - egal, ob sie das Zehnfache kriegen - die würden nicht mehr runtergehen. Denn sie haben doch Erlebnisse, die sie vielleicht ihr Leben lang nicht vergessen. Und ob man sich so was antun muss? Ist relativ." Der Chefausbilder dreht sich um, seine Frau kommt den Gang entlang, im schwarzen Trainingsdress mit Firmenlogo. Ewa-Maria Pomplun ist 48, klein und zierlich, durchtrainiert. Die blonden Haare zusammengebunden zum Zopf. Sie bringt der Mannschaft das Abseilen bei. Und sie kennt sich aus im Umgang mit Waffen: "Ach, Waffensachkunde Ja, Waffensachkunde. Und Etikette. So im Allgemeinen. Wir erklären auch, wie man am Tisch serviert, Kleinigkeiten. Aber das soll nicht Kellnerservice sein. Man soll nur wissen, von welcher Seite reiche ich denn die Gerichte zu oder wie mache ich den Wein auf. Diese Grundsätze." Ewa-Maria Pomplun ist eingetragene Chefin der VTP-Security, seit 20 Jahren ist sie Leibwächterin, beschützt Prominente und Politiker, manchmal auch deren Kinder. Phil Collins, Richard von Weizsäcker, Manfred Stolpe, Prinz Faisal von Bahrain: die Liste ihrer Schutzpersonen ist lang. Weibliche Bodyguards sind einfach unauffälliger als ihre männlichen Kollegen, sagt Ewa-Maria Pomplun, und Kraft alleine reicht oft nicht aus. "Klar: bei sportlichen Aktivitäten haben manche Frauen etwas weniger drauf. Und es gibt welche, die sind besser als die Männer. Das ist ja nicht grundsätzlich so, dass die Frauen immer ein Nachsehen haben gegenüber den Männern. Nein. Im Gegenteil: sie achten mehr auf die Kleinigkeiten, sind umsichtiger als die Männer." Die Firmenchefin bespricht sich mit ihrem Mann, dann verabschiedet sie sich. Horst Pomplun, die Arme vor der Brust verschränkt, nickt rüber zu Sergej, dem ATK-Trainer. Sergej gibt keine Interviews. Der Ex-Elitesoldat aus der Ukraine trägt schwarze Handschuhe und dunklen Pferdeschwanz. Im Halbrund stehen seine Schüler, beobachten die Handgriffe, Drehungen, Schläge. "Hier kann man auch nach hinten schlagen. Hier, hier, hier! Also, wenn man die Position wechselt, von da nach da, dann - egal ob er den Kopf weg hat oder nicht: ich treffe trotzdem! Ich nehme seinen Daumen und habe alles unter Kontrolle!" Sergej ist klein und muskulös, greift sich den Größten aus der Truppe, macht kurzen Prozess. Der Riese liegt am Boden, rappelt sich wieder auf. Sergej referiert weiter. Über Schockschläge und Schmerzpunkte und über die Konzentration beim Zuschlagen: "Wir mussten ihm zu Anfang natürlich erstmal beibringen, wann er stoppen muss. Denn er ist anders trainiert worden, verständlicherweise. Wir sind ja nur dazu da, um abzuwehren. Und wo er herkommt, schult man das anders bei der Armee. Für uns ist nur wichtig, den gegenwärtigen Angriff abzuwehren. Deshalb musste man ihm bei einigen Griffen sagen: Halt, hier ist Stopp!"

Quelle: Revolver, 20.07.2008 (Axel Schröder)
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Man wird schon mal nervös III

Sergej trainiert weiter, verdreht Arme und Hälse. Blitzschnell, mit geübten Griffen. Dann steht Abseilen auf dem Programm, aus dem vierten Stock. Es folgt: eine Geiselbefreiung im Block gegenüber, ein Hindernisparcour mit Gasmaske. Am späten Nachmittag dann die letzte Einlage des Tages: im alten Bunker brennt es und Schutzperson Gabi sitzt irgendwo in den verwinkelten Kellerräumen. Mike Romeo ist als dritter dran. Was ihn erwartet, weiß er nicht: "Eigentlich nicht, nicht wirklich. Ich hab zwar ein paar Geräusche gehört, aber was ich mir dazu vorstellen soll, weiß ich immer noch nicht. Ich lass mich überraschen!" Unten vor der Bunkertür steht der Prüfling bereit, zieht sich die Gasmaske übers Gesicht, Ausbilder Sierra Golf schiebt ihm ein schwarzes Tuch unter die Maske. Sehen kann er nichts mehr. Golf nimmt Romeo an die Hand, führt ihn in die Dunkelheit. Leise schließt er die schwere Stahltür, dreht Romeo ein paar Mal um die eigene Achse. Dann ist er weg, und Romeo allein. "Hallo, wer ist denn da? Hallo, wer ist da?" Bis Golf ihn von hinten anspringt. Er würgt sein Opfer, lässt schnell wieder ab. Das ganze Haus brennt, Mike Romeo sucht weiter nach der kleinen Gabi und Golf wirft ihm Böller zwischen die Beine. Mike Romeo robbt durch einen schmalen Tunnel, klettert Schächte rauf und wieder runter und sucht weiter. "Haaaallo? - Ja, hier ist jemand! Rufen Sie weiter! - Haaaallo. - Rufen sie weiter. Ich bin sofort bei Ihnen." Golf zündet wieder seine Böller, liest im Feuerzeuglicht die Zeit von der Stoppuhr. "Ja, jetzt hat er knapp 13 Minuten. Und die richtig guten Leute sind hier nach sieben Minuten wieder draußen. Deswegen brechen wir nach 15 Minuten ab. Das Gebäude brennt wie Sau und das stürzt ein und nach 15 Minuten sind sie einfach tot. Oh, jetzt sind wir im Weg." Romeo zerrt eine Stoffpuppe durch den Keller, an der Hand hat er Schutzperson Gabi, er horcht nach dem brummenden Schaltkasten. Schon beim Reingehen war das Brummen da, hier muss der Ausgang sein. Mit einer Hand tastet Romeo die Wände ab, findet den Türknauf, ist draußen, reißt sich die Gasmaske vom Gesicht. "Der erste Eindruck? Das ist ein bisschen schwierig, weil: man weiß überhaupt nicht, wo man lang geht! Aber es ist ein gutes Gefühl. Weil, ich hab eine Person rausgeholt, hab den Ausgang auch wieder gefunden - Gott sei Dank. Und hab noch eine zweite Person mitgerettet. Hoffentlich wird die Auswertung gut." Mike Romeo atmet durch, steigt die Stufen nach oben, setzt sich zu den anderen, vor den Block. Etwas abseits von denen, die noch rein müssen in den Keller. "Ja. Man hatte schon Angst, dass man sich ständig verirrt. Und dann kam dieser Teil mit dem Tunnel. Was noch mal anstrengend war und psychische Belastung. Und da hatte ich schon Panikzustände. Das war schon extrem." "Beirrend. Dunkel. Die Gasmaske versperrt den Atem. Und dann diese schmalen Gänge. Man weiß nicht, wo man ist. Und dann diese Hilfeschreie. Das ist - wie soll ich mich ausdrücken? Manchmal beängstigend. Und sich dabei noch zurechtzufinden. Bei dem Geschrei und Geknalle. Das ist schon schwer." Anderthalb Stunden später sind alle durch mit der Übung. über die Hälfte der Mannschaft überzieht die 15 Minuten im Keller. - Draußen vor dem Plattenbau sammelt Golf die Waffen ein, verstaut Klettergurte, Magazine und die tschechischen Pistolen in Stahlküsten. Drei schwere schwarze Geländewagen stehen bereit, ganz hinten fährt Ausbilder Golf, in der Mitte Horst Pomplun. Richtung Potsdam, mit Zwischenstopp beim Fastfood-Drive-In. "Wir fahren jetzt, auch wenn es bekannte Strecke ist, mit den ganzen Ansagen. Mit allem drum und dran, was dazu gehört. - Also: noch mal an alle: wir fahren "Um elf Uhr schläft die Leibwächtertruppe. Oben in Pompluns Gründerzeitvilla, mit flachem Giebel und Freitreppe, in bester Lage: einen Steinwurf entfernt liegt Schloss Cecilienhof, Günther Jauch wohnt im Viertel und gleich hinterm Gartenzaun steht die prachtvolle venezolanische Botschaft. Pompluns Urgroßvater erbaut die Villa 1871. Er kann es sich leisten. Als Mitglied der kaiserlichen Leibwache, im Gardolan-Regiment.

Quelle: Revolver, 20.07.2008 (Axel Schröder)
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Man wird schon mal nervös IV

Zwischendurch residiert die KGB-Zentrale im Haus, nach der Wende ziehen die Pompluns wieder ein. Früh um acht am nächsten Morgen stehen die Männer im Vorgarten. In einer Reihe, Hände an der Hosennaht. "Der Grund, warum wir morgens den Fahnenappell machen ist eigentlich nur der, dass die Leute mal zusammenstehen, dass sie mal ein bisschen zuhören. Da werden die Aufgaben verteilt und dann sollte man irgendwas haben, woran man sich hält." Und deshalb ragt in Pompluns Vorgarten ein weißer Fahnenmast in den Himmel. Im CD-Player auf dem Rasen liegt die Musik bereit: Freddy Quinns Soldaten- und Legionärsklassiker: 100 Mann und ein Befehl. "Und dieses Lied ist so neutral. Und es passt, weil wir auch in Auslandseinsätze gehen. Und wir haben drei Kollegen, die jetzt im Irak sind. Aber das baut die einfach ein bisschen auf, dass sie sagen: jetzt werden die wahrscheinlich dastehen, die Kollegen. Dass haben wir als Maskottchenlied genommen." Zwei Personenschützer hissen die deutsche Fahne, die letzten Strophen singt auch Pomplun mit. Der DVT, der Diensthabende vom Tag verteilt die Tagesaufgaben: Schießtraining steht auf dem Programm, vorher ein Waffenparcour im Garten. Hinter Horst Pomplun baumelt November Bravo kopfüber. Mit den Kniekehlen hängt er am armdicken Ast unter einer Kastanie, baut seine Waffe zusammen, mit hochrotem Kopf. Natürlich können Pompluns Schüler ihre Fähigkeiten missbrauchen. Aber davon weiß der Chefausbilder nichts, über solche Fälle will er nicht reden: "Da kann ich ihnen eine ganz klare Antwort geben: Wir Personenschützer sind so gut geschult, dass wir kaum noch Platz haben für ein längeres Erinnerungsvermögen. Und an solche Sachen kann ich mich einfach nicht erinnern. Das tut mir leid."

Quelle: Revolver, 20.07.2008 (Axel Schröder)
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Wächter der Wichtigen

Quelle: Berliner Morgenpost, ..2008 (Kirsten Niemann)
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Lehre fürs Leben

Quelle: Focus, ..2008 (Andreas Wenderoth)
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Rettung in letzte Sekunde

Rettung in letzter Sekunde

Von Sabine Hoffmann

Wenn die Bodyguards jetzt nicht schnell handeln, entkommt der Attentäter. Gerade hat er auf ihre Schutzperson, eine Millionenerbin, geschossen. Schwer verwundet liegt die junge Frau im Gras. Der Täter ist geflüchtet und in ein leer stehendes zweistöckiges Gebäude gerannt, das am Waldrand liegt, nur ein paar Meter entfernt. Mit gezogener Waffe folgen ihm drei Bodyguards, klettern an der Regenrinne die Hausfassade hoch. Drei weitere Personenschützer geben ihnen Deckung, ein Mann und eine Frau kümmern sich um die Verletzte und verbinden die Wunde. In geduckter Haltung laufen die Männer über das Dach des Flachbaus und stürmen das Hausinnere. Keine Spur von dem Täter.

Gut fünf Minuten braucht die Truppe, um den Tatort zu sichern. Das ist viel zu lange. Normalerweise bestünde Lebensgefahr. Doch in diesem Fall wird es keine weitere Schießerei geben, auch keine Toten, denn der Überfall auf die Millionenerbin ist nur eine Übung für den Ernstfall die junge Frau ist eine Puppe, der Täter eine imaginäre Person.

Zehn Tage lang trainieren die sieben Männer und eine Frau zwischen 21 und 30 Jahren immer wieder auf dem Übungsgelände einer ehemaligen NVA-Kaserne, eine knappe Autostunde von Potsdam entfernt. Bis zur Wende waren hier Soldaten untergebracht. Jetzt absolvieren Alpha, Delta, Adler, Ego, Pfeil, X, Black und Lara so lauten ihre selbst gewählten Codenamen die zweite Stufe ihrer Ausbildung. Sie haben alle denselben Traum: Sie wollen Bodyguard werden. Dafür sind sie aus Kassel und Leipzig, Augsburg und Cottbus nach Potsdam gereist, zu Europas bester Bodyguard-Schule. Seit der Gründung 1990 haben an der Fachakademie für Sicherheit mehr als 6500 Schüler ihren Abschluss gemacht, ein Drittel davon das IHK-Zertifikat als Personenschützer und Sicherheitsfachkraft. Die meisten Absolventen waren ehemalige Soldaten und Polizisten oder Türsteher. Es gab aber auch schon mal Ausnahmen, wie eine Hamburger Wissenschaftlerin, die einen Doktor in Biologie hatte, nebenbei aber noch als Bodyguard arbeiten wollte.

Grundsätzlich ist keine spezielle Schulbildung nötig, um an der Bodyguard-Schule genommen zu werden. Die Bewerber müssen lediglich ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen und schriftlich begründen, warum sie diesen Beruf ergreifen wollen. Letzteres soll die Aufnahme politischer Extremisten verhindern. Um das Zertifikat zu bekommen, müssen sie insgesamt sechs Kurse mit jeweils rund 140 Stunden in zehn Tagen belegen: Sie trainieren, mit mehreren Fahrzeugen Kolonne zu fahren, üben Ermittlungsarbeit und klären einen Entführungsfall auf.

Sie lernen, Briefbomben und Sprengfallen zu erkennen, schießen auf Zielscheiben, machen Konditionstraining und studieren Waffenkunde und Gesetze.

Nach jeder Ausbildungsphase gibt es eine Prüfung. Später können die Absolventen als Bodyguards Prominente und Wirtschaftsbosse beschützen, als Sicherheitskraft bei Geld- oder Werttransporten arbeiten oder als Detektiv in einem Großkonzern für die Abwehr von Betriebsspionage zuständig sein. Knapp 6000 Euro kostet die gesamte Ausbildung, und sie dauert mit Pausen ein halbes Jahr. Es ist aber auch möglich, nur einzelne Stufen zu belegen und das entsprechende Zertifikat zu erwerben. "Ein guter Bodyguard zu sein bedeutet viel mehr, als im Anzug mit schmalzigem Haar und Knopf im Ohr auf Mister Wichtig zu machen", sagt Schulleiter und Gründer Horst Pomplun, Codename Papa.

Etwa 50 Filmstars, 30 Prinzen, drei Könige und Dutzende Millionäre hat der 56-Jährige in seiner beruflichen Laufbahn schon beschützt, und er weiß: "Adrenalinjunkies können wir hier genauso wenig gebrauchen wie Special Agents, die auf James Bond machen. Wir wollen Leute, die hoch konzentriert sind und selbst unter Druck umsichtig und schnell reagieren!"

Die Truppe soll lernen, im Team zusammenzuarbeiten und ihre Schutzperson auch aus verschiedenen brenzligen Situationen heil herauszumanövrieren. Deshalb geht es jetzt auf den Hindernisparcours.

Alpha, Truppenführer mit Einsatzerfahrung in Afghanistan und im Irak, führt das Einsatzkommando an und stürmt in Richtung einer knapp zweieinhalb Meter hohen Holzwand. Kurz davor bleibt er plötzlich stehen. "Anspringen!", feuert der Trainer ihn an. Alpha nimmt Anlauf, springt so weit hoch, dass er sich mit den Händen an der oberen Kante der Holzwand festkrallen kann, zieht sich dann hoch und springt an der anderen Seite wieder herunter. Dann kniet er sich ins Gras, formt die Hände zur Pistole und tut so, als würde er das Gelände sichern. Die Truppe folgt ihm, nacheinander klettern alle die Wand hoch.

Ego hat den schwierigsten Part: Der 24-jährige Halbkubaner durchtrainierter Körper, markantes Gesicht, Typ Latin Lover muss die Puppe über die Holzwand wuchten. Vier Jahre lang war der Cottbuser Versorgungssoldat bei der Bundeswehr. Jetzt will er als Bodyguard seinen Onkel beschützen, der ein reicher Geschäftsmann ist und beruflich oft in gefährliche Ecken Südamerikas reisen muss. Um sich optimal auf seinen neuen Job vorzubereiten, nimmt Ego an allen sechs Kursen teil und macht die gesamte Ausbildung. Dicke Schweißperlen laufen ihm über die Stirn, als er die Puppe am Hintern packt und hochstemmt. "Stopp!", schreit Trainer Rolf: "Nicht am Hintern herumfummeln! So würdest du doch auch keine echte Frau raufziehen!"

Ego packt die Puppe unter der Brust, zieht sie hoch und reicht sie auf der anderen Seite an Delta weiter.

Dann stürmt die Truppe los. Sie robben über ein dickes Seil, das drei Meter über dem Boden hängt. Kriechen durch Erdlöcher unter einem Holzzaun hindurch. Springen über Baumstämme. Immer wieder treibt Trainer Rolf sie an: "Bewegung! Los!" bis die Trainingseinheit nach knapp 15 Minuten beendet ist.

Erschöpft stehen die Teilnehmer in der Sonne, ihre T-Shirts sind nass geschwitzt, die Hosen verdreckt, Arme und Ellenbogen teilweise aufgeschürft. Rolf schnauzt sie an: "Habt ihr gerade geduscht, oder warum seid ihr so nass?" Die Gruppe schweigt. Die meisten machen ernste Gesichter. Auch Lara. "Das Training ist extrem anstrengend", sagt die 21-Jährige, "aber ich ziehe das trotzdem durch, weil es toll finde, später Schwächere beschützen zu können." Schon als kleines Mädchen hatte die Augsburgerin Detektivgeschichten verschlungen, als Teenager fing sie mit Karate an, war später als Ehrenamtliche in der Schnelleinsatzgruppe vom Roten Kreuz und träumte davon, zur Bundeswehr zu gehen und Pilotin zu werden. Seit zwei Jahren ist sie nun Berufssoldatin. Und ziemlich frustriert. "Die Aufstiegschancen sind schlecht, eine Pilotenlaufbahn kann ich mir abschminken", erzählt Lara. Darum hat sie im Mai gekündigt, nun jobbt sie an einer Tankstelle, um sich die Ausbildung zu finanzieren. Später würde sie am liebsten als Bodyguard eine Familie beschützen. Dafür ist sie bereit, wenn nötig bis tief in die Nacht hart zu trainieren.

Plötzlich schreit Rolf: "Sehen Sie sich das an!" Er zeigt auf die Puppe, die am Boden liegt. "Das Kleid ist zerrissen! Die Frau wäre jetzt nackt! Das ist Müll, was Sie da gemacht haben!" Er macht eine kurze Pause. "Das üben wir jetzt gleich noch mal!" Die Truppe rennt los. Wieder bleiben nur wenige Minuten, um die Millionenerbin zu retten.

Quelle: Die Zeit - Hamburg, .10.2007 (Sabine Hoffmann)
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Leibwächter- Schule in Potsdam
Quelle: Deutsche Welle- Beyern2, .10.2007 (Axel Schröder)
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Mit Schirm,Charme und Kanone

Das uniformierte Kommando nähert sich fast geräuschlos, mit gezogenen Waffen und jede Deckung ausnutzend, dem vierstöckigen Gebäude am Rand des Waldes. Bis zur Wende war das hier eine NVA-Kaserne. Jetzt ist in der ehemaligen Soldatenunterkunft, eine Autostunde von Potsdam entfernt, eine Geisel versteckt. Eine junge Frau. Seit vier Tagen leidet sie schon in den H?nden der Kidnapper. Irgendwo im dritten Stock dieser Ruine mit eingeschlagenen Fenstern und maroden Treppen ohne Gel?nder. Geisel- und Geld?bergabe sollen nach dem Willen der Kidnapper gleichzeitig stattfinden. An verschiedenen Orten. Dieses Kommando, das ?A-Team", hat den Auftrag, die Frau unversehrt in Sicherheit zu bringen. Das ?B-Team" soll ein paar Kilometer entfernt das L?segeld ?bergeben. Die sechs Geiselbefreier ? f?nf M?nner und eine Frau im Alter von 25 bis 35 Jahren ? tragen alle Codenamen: Uniform, Hotel, Bravo, Oscar, Foxtrott, India. Und alle haben denselben Traum: Sie wollen Bodyguards werden. In den letzten Tagen waren die angehenden Personensch?tzer, die kurz vor dem Diplom stehen, im Dauereinsatz. Ein, zwei Stunden Schlaf pro Tag waren schon viel. Ausbilder Mario, 33, ein Fremdenlegion?r mit einschl?giger Kriegserfahrung, und Sergej, 44, Ex-Elitesoldat aus der Ukraine, haben sie t?glich im Antiterrorkampf (ATK) gedrillt. Sie sind nachts 17 Kilometer durch den Wald gerannt und haben sich ?ber eine Speziaisturmbahn gequ?lt, die einen so hohen Schwierigkeitsgrad hat, dass weder Polizei noch Bundeswehr ihre Sondereinheiten dr?berschicken. Sie haben gelernt, wie sie Sprengfallen und Briefbomben erkennen, wie sie aus dem fahrenden Auto hechten. Sie wissen jetzt, wie sie sich bei einem Gala-Dinner benehmen und wie sie mit einem Verletzten auf der Schulter trotzdem noch den t?dlichen Schuss abgeben k?nnen. Sie haben sich aus H?usern abgeseilt und mit Gasmaske auf dem Kopf durch dunkle Bunker geschlagen. Immer wieder wurden sie hinterr?cks von Terroristen und Killern ?berfallen. Einer schnellte sogar aus dem Kinderwagen. ?Es gibt keinen in der Truppe, der keine Blessuren hat", erkl?rt Foxtrott, 27, T?rsteher von Beruf und mit zwei Metern und 110 Kilo der Imposanteste von allen Azubis. ?Wenig Essen, kaum Pausen, Fernsehen, Internet, Alkohol ? alles streng verboten. So stell ich mir ein Guerilla-Ausbildungscamp vor."

Ab durch die H?lle

Uniform, 29, Stabsunteroffizier mit Einsatzerfahrung im Kosovo, f?hrt die Geiselbefreiungs-Truppe an. Dem trainierten Mann mit Glatze, d?nnem B?rtchen und Gasmaske am G?rtel stehen trotz der kalten Temperaturen Schwei?perlen auf der Stirn. ?Das hier ist das Verr?ckteste und Faszinierendste, was ich bisher auf dem Sicherheitssektor erlebt habe", fl?stert er. ?Mir kommt es vor, als ob ich in einem riesigen Open-Air-Theaterspektakel mitspiele. Aber es macht Sinn. Denn das alles hier kann f?r einen Bodyguard ganz schnell Realit?t werden. Die Schweine da drinnen haben unsere Schutzperson geklaut, und wir holen sie uns jetzt wieder." Uniform ist als ?Kanonenfutter" eingeteilt. Als Frontmann muss er zuerst das Geb?ude betreten und sich an der Spitze des Kommandos weiter durch die Flure und Zimmer vorarbeiten: ?Wenn es knallt, gehe ich als Erster vor die Hunde. Das ist Fakt." Pl?tzlich knallt es. Die Entf?hrer haben im Eingang eine Sehne gespannt. Uniform hat sie nicht entdeckt. Das gro?e Obstglas, das von der Sehne gehalten wurde, zerplatzt am Boden. Die ganze Gruppe wirft sich in den Staub. ?Scheibenkleister", zischt Uniform. Er wei? ganz genau ? w?re das Glas eine Bombe, h?tte er gerade seinen letzten Atemzug getan. Und ein paar Kameraden auch. ?Unsch?ner Gedanke", sagt er und rappelt sich auf. Weiter geht es, hoch in den dritten Stock, wo die Geisel sein soll. Adrenalin pocht im Hals jedes Einzelnen der Antiterror-Truppe. Ein paarmal zerschellt noch etwas, ert?nt schaurige Musik oder kracht ein Chinab?ller. ?Eine Geisterbahn ist nichts dagegen", fl?stert Uniform, w?hrend er sich im Schein der Taschenlampe den Weg durch das zugige Geisterhaus bahnt. Pl?tzlich stockt ihm der Atem. ?Da hinten ist etwas", fl?stert er. ?Es hat eine Flinte. Es sieht gar nicht gut aus."

Treffen mit dem Teufe

Es tr?gt Tarnjacke, Teufelsmaske und ein Maschinengewehr in der linken Armbeuge. Es steht in der Ecke eines nach Schimmel und Schwierigkeiten stinkenden Raumes mit vergitterten Fenstern. Mit der rechten Hand h?lt der vermeintliche Gangster die Geisel umschlungen. Die ver?ngstigte Frau ist in eine Decke geh?llt. An ihrem Hals blitzt eine Pistole auf. ?Die Waffen weg. Nur einer kommt rein. Sehe ich einen zweiten Mann, bricht hier das Inferno los", droht der Teufel. Er z?ckt sein Handy und telefoniert in einer fremden Sprache mit seinen Komplizen. Uniform betritt schwitzend den Raum. ?Alles klar. Wir tun, was sie verlangen. Wir wollen nur die Frau abholen." ?Ausziehen", befiehlt der Teufel schroff. ?Ich will deinen Oberk?rper sehen." Uniform tut, was der Teufel verlangt. ?Jetzt will ich einen zweiten Mann sehen", poltert der Teufel.. Nach einigem Z?gern, die Kommunikation ?ber die Ohrst?psel funktioniert nicht so richtig, betritt Truppf?hrer Hotel den Raum. Seine Pistole legt der Ex-Gebirgsj?ger am Eingang ab. Der Teufel schubst die 24-j?hrige Studentin, die f?r 7,50 Euro die Stunde die Geisel spielt, zu ihm r?ber. Erleichtert f?ngt Hotel die zierliche Blondine mit dem verschmierten Make-up auf. ?Garne over. Neutralisieren", schnauft der Teufel, legt das MG aufs Fensterbrett und zieht sich die rote Maske runter. ?Das war ziemlich lasch, Leute. Ihr wart zu langsam, seid in jede Falle getappt. Ihr sollt keine Gefahr f?r die Geisel sein, ihr sollt sie heil herausholen. Kapiert endlich: Ein guter Bodyguard zu sein bedeutet viel mehr als im schwulen Anzug, mit schmalzigem Haar und schwarzem Knopf im Ohr auf Mister Wichtig zu machen. Vergesst niemals: Eure st?rkste Waffe sitzt zwischen den Ohren. Kluge Leute nennen sie Gehirn."

Kommandeur und Regisseur

Der Teufel hei?t Horst Pomplun, Codename ?Papa". Der beleibte 60-J?hrige sieht aus wie eine Mischung aus Roger Moore, Horst Schimanski und Bud Spencer, entstammt einem alten Adelsgeschlecht (sein Urgro?vater war Chef der kaiserlichen Leibgarde), war mal bei einer Spezialeinheit der Berliner Polizei gewesen und ist heute als Betreiber von Deutschlands bester und kuriosester Bodyguard-Akademie Kommandeur, Regisseur und Drillsergeant in Personalunion. ?Eine fundiertere, vielschichtigere Personenschutzausbildung gibt es im Umkreis von 1000 Kilometern nicht. F?r mich ist Papa eine lebende Legende", sagt Rekrut Uniform am n?chsten Morgen. ?Er hat schon alles erlebt. Alles gesehen. Und was er von uns verlangt, hat er auch selber noch drauf. Wie ein guter Fu?balltrainer." Zwei S?chte beherrschen das Leben des wortgewaltigen, ?u?erst strengen, jedoch auch sehr humorvollen Mannes, den seine Sch?ler nur mit ?Sir" oder eben ?Papa" ansprechen, der arabische Palastwachen ausgebildet hat und noch immer Stars, Scheichs, Prinzessinnen, Botschafter und Staatspr?sidenten besch?tzt: ?Coca-Cola light trinken und Bodyguards ausbilden." Ein Leben ohne, so Pomplun, k?nne er sich nicht vorstellen. Pomplun lebt den Beruf Bodyguard, oft zum Leidwesen seiner Ehefrau, 24 Stunden am Tag. Sieben Tage die Woche. Ann?hernd 365 Tage im Jahr. Unentwegt feilt er an neuen Inszenierungen, die m?glichst realit?tsnah sein sollen. Und das, obwohl er sich l?ngst ein Leben ganz ohne Arbeit leisten, das fr?he Alter auf seinen Luxusanwesen im Sonnenstaat Florida oder am Berliner Wannsee genie?en k?nnte. Doch der f?llige Vollbarttr?ger winkt ab: ?Die Langeweile w?rde mich killen. Ich brauche Leute, denen ich Beine machen kann." Rauchender Colt und k?hler Kopf. Die Kommandozentrale des Personenschutz-Camps ist eine Gr?nderzeitvilla in allerbester Potsdamer Lage. Codename Kantine, unweit von den Anwesen der Jauchs und Joops. Bis zur Wende sa? hier die KGB-Zentrale Deutschlands. Pomplun und seine in Polen geborene Frau Ewa?ebenfalls Personensch?tzerin, Codename Zulu ? haben die von den blaubl?tigen Vorfahren geerbte, auf rund vier Millionen Euro taxierte Villa zur Minikaserne umgestaltet. Im Dachgeschoss sind Mannschaftsunterk?nfte und Schulungsr?ume. Im Keller ist der Schie?stand. Das Grundst?ck rund ums Haus dient als Kasernenhof, Appell- und Exerzierplatz. Seit 1994 produziert das eigenwillige Ehepaar in Deutschlands einziger privater Sicherheitsakademie mit bewaffneter Personenschutz-Ausbildung Bodyguards wie am Flie?band. Die Ausbildung wird seit einigen Jahren vom Arbeitsamt unterst?tzt. Auch der Berufsf?rderungsdienst (BFD) der Bundeswehr bezahlt Soldaten die Umschulung zum Bodyguard. Und sogar Potsdams Industrie- und Handelskammer erkennt das Potsdamer Personenschutz-Diplom per Zertifikat an. Sechs Module mit insgesamt 1100 Stunden umschlie?t die Ausbildung, bei der es immer wieder pl?tzliche, fantasiereiche Wechsel zwischen Theorie und Praxis gibt. ?Ein Bodyguard muss immer mit allem rechnen", erkl?rt ?Papa" Pomplun im Fach Gesetzeskunde oben im Schulungsraum. ?Vorhersehen, verhindern, verduften", laute die Devise: ?Bodyguards haben weder die Aufgabe zu t?ten noch zu sterben. Aber es ist immer noch ges?nder zu t?ten, als zu sterben. F?r sie selbst und f?r die Schutzperson. Also, wenn der Kopf k?hl ist, darf der Colt ruhig rauchen." F?r jedes Modul bezahlen die Personenschutz-Kadetten gut 1000 Euro. In sechs bis acht Monaten k?nnen sie es f?r den Gesamtpreis von 6450 Euro zum Titel ?Staatlich gepr?fter Personensch?tzer" oder ?Meister f?r Schutz und Sicherheit" bringen. 100 ist die Maximalpunktzahl, die ein Azubi pro Modul erreichen kann. Wer keine 50 schafft, f?llt durch, darf jedoch den Lehrgang auf eigene Kosten wiederholen. Bislang haben rund 1600 Frauen und M?nner aus Deutschland und aus fast allen Staaten Europas sowie einigen L?ndern Amerikas und Afrikas Pompluns Leibw?chter-Diplom verliehen bekommen. Insgesamt haben rund 8000 Bodyguard-Aspiranten an mindestens einem Modul teilgenommen. K?rzlich war sogar eine Delegation aus China da. Die wollen Sicherheitskr?fte f?r die Olympischen Spiele 2008 von Pomplun ausbilden lassen. Ein Mix aus Bootcamp und Benimmschule ?Pausen, geregelte Mahlzeiten, Freizeitgestal?tung sind w?hrend der Module Fremdw?rter. Eine der wichtigsten Trainingseinheiten ist Schlafentzug", erkl?rt Horst Pomplun. ?Denn bei Eins?tzen ist es durchaus normal, dass Personensch?tzer mehrere Tage am St?ck und rund um die Uhr voll da sein m?ssen. Egal, ob der Job irgendwo im rauen Afghanistan oder im sch?nen Aschaffenburg ist. Das macht keinen Unterschied." Physische und psychische Belastbarkeit, Gesetzeskunde, Waffenrecht, Spezialschie?training, Antiterrorkampf, Observation, Abseilen, Objekt- und Gef?hrdungsanalyse, Orientierung im Gel?nde, Fahrtraining, Springen und Schie?en aus fahrenden Wagen, H?userkampf, Teamverhalten und Benimmregeln und Etikette - all das wird durchexerziert und benotet. ?Es herrscht eine starke Nachfrage nach Personen?sch?tzern mit Schirm, Charme und Kanone", referiert Pomplun feixend an seine Rekruten gewandt. ?Machos, Rambos und Faschos sollten lieber Friedhofsg?rtner bleiben." Viele der zw?lf Azubis (zehn M?nner und zwei Frauen) dieses sechsten Moduls waren bei der Bundeswehr, einige sind arbeitslos, zwei sind T?rsteher und wollen sich beruflich verbessern. Sie kommen aus Brandenburg und Bayern, Sachsen-Anhalt, Hamburg und Berlin. Der ?lteste ist 48, der J?ngste 24. ?Gegen das hier ist die Bundeswehr ein Kindergarten. Du musst immer mit einem ?berfall auf deine Schutzperson rechnen. Jeder Penner im Park, jeder Kellner in der Kneipe kann der Killer sein. In jeder Cola- oder Nudeldose kann der Sprengsatz versteckt sein", erkl?rt Yankee, ein Grenadier, den die Bundes?wehr nicht weiterbesch?ftigen will, der aber die Umschulung zum bewaffneten Bodyguard von seinem Dienstherrn bezahlt bekommt. Bodyguard f?r Manager oder Diplomaten, sagt Yankee, sei sein ?Traumberuf, ?die K?nigs?disziplin aller Sicherheitsjobs": ?Ich kann mir keinen besseren Beruf vorstellen. Man kommt herum, hat eine echte Aufgabe mit gro?er Ver?antwortung und verdient dabei ganz gut. Ich will das Modul mit Note 2, mit ?ber 80 Punkten abschlie?en. Je h?her die Punktzahl, desto gr??ere Chancen habe ich bei der Berufsbewerbung. Ein gutes Diplom von Papa ?ffnet auf jeden Fall viele T?ren." Der 26-J?hrige ? schmales Gesicht, raspelkurzes Haar, nur 60 Kilogramm schwer und der Kleinste der Truppe ? is heute ?Diensthabender vom Tag" (DvT). Als solcher gibt er die Tagesparole aus, bestimmt Sanit?ter und Fahrer. Er ist verantwortlich f?r den geordneten Dienstablauf der Truppe. Und er bekommt auch den Anschiss, wenn etwas nicht klappt. Der Job des DvTs beginnt und endet mit der allmorgendlichen Fahnenparade vor der Potsdamer Gr?nderzeitvilla, die stets durch Freddy Quinns Soldatenhymne ?Hundert Mann und ein Befehl" via Kassettenrekorder musikalisch begleitet wird: ?Irgendwo im fremden Land ziehen wir durch Stein und Sand, fern von zu Haus und vogelfrei, hundert Mann und ich bin dabei..." Die Rekruten singen den Text mit, w?hrend sie im Stillgestanden verharren und die deutsche Flagge vor der hellgelb gestrichenen Gr?nderzeitvilla gehisst wird. Auf der Stra?e vor dem Haus fahren derweil Touristenbusse ganz langsam vorbei, die Insassen fotografieren, was das Zeug h?lt, oder dr?cken sich an der Scheibe die Nase breit. ?Die Sicherheitsakademie ist eine Mixtur aus Bootcamp und Benimmschule", sagt Whisky, 24, verschmitztes Jungengesicht, ebenfalls Ex?Soldat. ?Vor allem Disziplin, Durchsetzungswillen, Selbstvertrauen wird einem hier antrainiert." Sein Selbstvertrauen l?uft jedoch gerade auf Sparflamme. Denn vorhin hat sich ein Schuss aus seiner Waffe gel?st. Einfach so. Aus Unachtsamkeit, sagt er. Doch daraufsteht die H?chststrafe. Auch f?r Whisky, der im Umgang mit der Waffe bislang zu den besten des Moduls geh?rte. ?War nur Schreckschussmunition", wiegelt Whisky ab. ?Trotzdem werde ich in den F?chern Waffenkunde und Schie?training nun volle null Punkte kriegen. Das hat Papa mir schon gefl?stert. Er ist da knallhart.

"Einsatz am Potsdamer Platz"

Und knallhart geht es weiter: eine Vier-Kilo?meter-Runde mit Robb-Einlagen um den Heiligensee in Potsdam. Bei Gasalarm im Keller die nur mit einem Slip bekleidete Schutzperson aus der Sauna evakuieren und wiederbeleben. Mit Gasmaske und verbundenen Augen zwei Colts auf Zeit auseinandernehmen und wieder zusammenbauen. Nahkampf beim gar nicht zimperlichen Ukrainer Sergej. Streife gehen um das Ausbildungslager. Dann endlich kriegt Whisky mal wieder zwei Stunden Schlaf am Stück. "Augen zu und durch", sagt er und ist sofort weg. Er liegt mit Klamotten im Bett. Damit er beim n?chsten Alarm nicht so viel Zeit mit Anziehen verliert. Schwarze Limousinen und sch?ne Frauen. Die Dame, die in dieser Nacht die Schutzperson spielt, m?chte um 23.00 Uhr noch den Potsdamer Platz in Berlin-Mitte besuchen. Ein bisschen Flanieren und eine Kleinigkeit essen. ?Alarmstart", befiehlt DvT Tango: ?Anz?ge anziehen. Funk checken. In f?nf Minuten auf Position." Uniform, Juliet und Bravo werden als ?Vorauskommando" eingeteilt. Sie werfen sich Zivilklamotten ?ber und preschen los. ?Die Lage am Potsdamer Platz sondieren", erkl?rt Uniform. ?Verdeckte Gespr?chsaufkl?rung betreiben. Es k?nnte doch sein, dass dort gerade irgendwelche Leute randalieren oder die Stra?en durch einen Unfall verstopft sind. Es ist unsere Aufgabe, das schnell und pr?zise zu checken." Zwei schwarze Jeeps und zwei gepanzerte Limousinen verlassen die Minikaserne in Potsdam. In Keilformation geht es ?ber die Stadtautobahn nach Berlin. ?Das Fahren in Formation sieht gar nicht mal so schlecht aus", kommentiert Horst Pomplun, der es sich neben der mal wieder ziemlich attraktiven Schutzperson im 600er Mercedes bequem gemacht hat. Auch das Aussteigen am Potsdamer Platz klappt wie am Schn?rchen. Sogar beim Spaziergang wird die Schutzperson fast perfekt abgeschirmt. Einige Passanten fragen die M?nner im dunk?len Anzug, wer sie denn sei. ?Gucken Sie morgen RTL Exklusiv", lautet die Standardantwort der Personensch?tzer. Bevor die 24-J?hrige das Restaurant betritt, haben Uniform, Hotel und Oscar es schon gecheckt. Sie wissen, dass es eine hausinterne Alarmanlage gibt, wo die Notausg?nge sind und die Feuerl?scher h?ngen, wie es mit der Hygiene in der Damentoilette aussieht ? sogar, wie viele Gl?hbirnen die Deckenlampen besitzen und mit welcher Wattzahl sie das Restaurant beleuchten. Sie wissen auch, dass ein Kellner heute seinen ersten Arbeitstag hat. ?Den werde ich besonders im Auge behalten", sagt Uniform. ?Papa" Pomplun lehnt sich derweil zur?ck. Er bestellt f?r die Schutzperson und sich Steaks und Salat. Als Getr?nk w?hlt sie einen Wein, er nat?rlich Cola light. ?Und, wie f?hlst du dich?", fragt Deutschlands bester Bodyguard-Ausbilder die Studentin. ?Absolut sicher", antwortet sie. ?Das freut mich", sagt Horst Pomplun. ?Meine Leute haben heute ausnahmsweise ihre st?rkste Waffe eingeschaltet. Das Hirn. Nach ?ber 1000 Stunden Training wurde es auch endlich mal Zeit."

Quelle: Maxim, .09.2007 (Heuer-Menn)
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Sie fürchten weder Tod noch Teufel

SIE FÜRCHTEN WEDER TOD NOCH TEUFEL?

von Jürg Heuer Fotos Günther Menn

Nur zwei Stunden schlafen pro Nacht. Aus brennenden Autos springen. Den finalen Schuss setzen. Im Hauptquartier von Europas bester Bodyguard-Schule in Potsdam erlernen Ex-Spezialisten von Polizei und Eliteeinheiten das Handwerk des Personensch?tzers. PLAYER hat das Training eine Woche begleitet

Der Wind pfeift gespenstisch durch die Bäume. Der Mond versteckt sich hinter Wolken. Stockfinstere Nacht. Fast geräuschlos, mit gezogenen Waffen und jede Deckung nutzend - so nähert sich das uniformierte Kommando dem vierstöckigen Gebäude am Rand des Waldes. Bis zur Wende war das hier eine NVA-Kaserne. Jetzt ist in der ehemaligen Soldatenunterkunft eine Autostunde von Potsdam entfernt eine Geisel versteckt. Eine junge Frau. Seit vier Tagen leidet sie schon in den H?nden der Kidnapper. Irgendwo im dritten Stock dieser bröckelnden Ruine mit den eingeschlagenen Fenstern und der geländerlosen Treppe. Geisel- und Geldübergabe sollen nach dem Willen der Kidnapper gleichzeitig stattfinden, an verschiedenen Orten. Das Kommando hier, das "A-Team", soll die Frau abholen und unversehrt in Sicherheit bringen. Das "B-Team" muss ein paar Kilometer entfernt das Lösegeld übergeben.

"SCHLAFENTZUG UND SCHIESSHALLE"

Die sechs Geiselbefreier, fünf Männer und eine Frau im Alter zwischen 25 und 35 Jahren, tragen alle Codenamen: Uniform, Hotel, Bravo, Oscar, Foxtrott und India. Sie verständigen sich über Mikro und Knopf im Ohr. Ihre Gesichter sind starr, die Nerven zum Zerreißen gespannt. Kein Zeichen von Müdigkeit. Dabei waren die angehenden Personenschützer, die alle kurz vor dem Diplom stehen, in den vergangenen Tagen im Dauereinsatz. Eine bis zwei Stunden Schlaf am Stückwaren manchmal schon viel. Die Ausbilder Mario (33), ein Fremdenlegionär mit einschlägiger Kriegserfahrung, und Sergej (44), Ex-Elitesoldat aus der Ukraine, haben die Truppe täglich im Antiterrorkampf gedrillt. Und ihr beigebracht, wie man aus Angreifern Hackfleisch macht. Dazu müssen die angehenden Personenschützer fit sein. Sehr fit. Sie sind nachts 17 Kilometer durch den Wald gerannt. Sie haber sich über eine Speziaisturmbahn gequält, die einen so hohen Schwierigkeitsgrad hat, dass weder Polizei noch Bundeswehr ihre Sondereinheiten darüber schicken. Sie haben gelernt, wie sie Sprengfallen und Briefbomben erkennen, wie sie aus einem fahrenden Auto hechten und so abrollen, dass die Knochen heile bleiben. Wie sie sich bei einem Galadinner benehmen und wie sie mit einem Verletzten auf der Schulter noch den tödlichen Schuss abgeben können. Sie haben unzählige Liegestütze gemacht, sich aus Häusern abgeseilt, mit Gasmaske auf dem Kopf durch dunkle Bunker geschlagen. Dabei wurden sie immer wieder hinterrücks von Terroristen und Killern überfallen. Einer davon schnellte sogar aus einem Kinderwagen hervor. "Es gibt keinen in der Truppe, der keine Blessuren hat", sagt Foxtrott (27), Türsteher von Beruf und mit zwei Metern und 110 Kilogramm der Imposanteste von allen Auszubildenden.

Wenig Essen, kaum Pausen. Fernsehen, Internet, Alkohol alles streng verboten. So stelle ich mir ein Guerilla-Ausbildungscamp vor.? India (25) nickt versonnen. "Die wirkliche Welt da draußen ist für mich momentan ganz weit weg, obwohl sie nur einen Steinwurf entfernt ist." Die Floristin hat lange gespart, um an Deutschlands bester Bodyguardausbildung teilnehmen zu können.

"CHINABÖLLER UND KANONENFUTTER"

Uniform (29), Stabsunteroffizier mit mehrfacher Einsatzerfahrung im Kosovo, führt die Geiselbefreiungstruppe an. Dem trainierten Mann mit Glatze, Kevin- Kur?nyi- B?rtchen und Gasmaske am G?rtel stehen trotz der Kälte Schweißperlen auf der Stirn. "Das hier ist das Verrückteste und Faszinierendste, was ich bisher auf dem Sicherheitssektor erlebt habe", flüstert er. "Mir kommt es so vor, als würde ich in einem Open-Air-Theaterspektakel mitspielen. Aber alles hat seinen Sinn. Denn das hier kann ganz schnell Realität werden. Die Schweine da drinnen haben unsere Schutzperson geklaut. Jetzt holen wir sie uns wieder zurück." Uniform ist als"?Kanonenfutter" eingeteilt. Als Frontmann muss er das marode Gebäude zuerst betreten, sich an der Spitze des Kommandos durch Flure und Zimmer vorarbeiten: "Wenn es knallt, gehe ich als Erster vor die Hunde." Es knallt. Die ganze Gruppe wirft sich in den Staub. "Scheibenkleister", zischt Uniform. Die Entführer haben im Eingang eine Sehne gespannt, Uniform hat sie nicht entdeckt. Das große Obstglas, das von der Sehne gehalten wurde, zerspringt am Boden. "Behalt die Nerven Junge", ermahnt ihn Kommandoführer Hotel. "Schalt deinen Grips ein." Uniform weiß ganz genau: Wäre das Glas eine Bombe gewesen, er hätte gerade seinen letzten Atemzug getan. Und ein paar Kameraden auch. "Unschöner Gedanke", murmelt er und rappelt sich wieder auf. Weiter geht es, hoch in den dritten Stock, wo die Geisel sein soll. Adrenalin pocht im Hals jedes Einzelnen der Antiterrortruppe. Ein paar Mal zerschellt noch etwas, ertönt schaurige Musik oder kracht ein Chinaböller. "Eine Geisterbahn ist nichts dagegen", flüstert Uniform, während er sich im matten Schein der Taschenlampe den Weg durch die zugige Ruine bahnt.

Plötzlich stockt ihm der Atem. "Da hinten ist was", flüstert er. "Es hat eine Flinte. Es sieht gar nicht gut aus." Es trägt eine Tarnjacke, eine Teufelsmaske und ein Maschinengewehr in der linken Armbeuge. Es steht in der Ecke eines nach Schimmel und Schwierigkeiten stinkenden Raumes mit vergitterten Fenstern. Mit der rechten Hand hält der vermeintliche Gangster die Geisel umschlungen. Die verängstigte Frau ist in eine Decke gehüllt. An ihrem Hals blitzt eine Pistole auf. "Die Waffen weg!" ruft der Teufel barsch. "Nur einer kommt rein. Sehe ich einen zweiten Mann, bricht hier ein Inferno los." Er zückt sein Handy und telefoniert in einer fremden Sprache mit seinen Komplizen. Uniform betritt schaudernd und schwitzend den zugigen Raum. "Alles klar. Wir tun, was Sie verlangen. Wir wollen nur die Frau abholen." Der Teufel steht regungslos da. "Ausziehen", befiehlt er schroff. "Ich will deinen Oberkörper sehen." Uniform folgt den Anweisungen des Teufels. "Jetzt will ich einen zweiten Mann sehen", poltert der Teufel. Da versagt das Mikro. Uniform wird nervös. Der Teufel auch. Uniform brüllt durchs Haus. Endlich. Truppführer Hotel betritt den Raum. Langsam, wie in Zeitlupe. Seine Pistole legt der Ex-Gebirgsjäger am Eingang ab. Der Teufel schubst die 24-jährige Studentin, die für 7,50 Euro die Stunde die Geisel spielt, zu ihm herüber. Erleichtert fängt Hotel die zierliche Blondine mit dem verschmierten Make-up auf.

"EIN BODYGUARD ZU SEIN BEDEUTET VIEL MEHR, ALS IM ANZUG MIT SCHMALZIGEM HAAR UND KNOPF IM OHR AUF WICHTIG ZU MACHEN"

"Game over. Neutralisieren", schnauft der Teufel, legt das MG aufs Fensterbrett und zieht die Maske runter. "Das war ziemlich lasch, Leute. Ihr wart zu langsam, seid in jede Falle getappt. Ihr sollt keine Gefahr für die Geisel sein, ihr sollt sie heil rausholen. Kapiert endlich: Ein Bodyguard zu sein bedeutet viel mehr, als im Anzug mit schmalzigem Haar und schwarzem Knopf im Ohr auf >Mister Wichtig< zu machen. Vergesst nie: Eure stärkste Waffe sitzt zwischen den Ohren. Kluge Leute nennen sie Gehirn. "Jawohl, Sir", erwidern Uniform, Hotel und die anderen auf dem Flur. Dabei knallen sie die Hacken zusammen.

"KOMMANDEUR UND REGISSEUR"

Der Teufel heißt Pomplun. Horst Pomplun, Codename Papa. Der beleibte 60-Jährige sieht aus wie eine Mischung aus Roger Moore,

Horst Schimanski und Bud Spencer. Sein Urgroßvater war Chef der kaiserlichen Leibgarde. Pomplun selbst war mal bei einer Spezialeinheit der Berliner Polizei. Heute betreibt er Europas beste Bodyguardakademie. Hier ist er Kommandeur, Regisseur und Drillsergeant in Personalunion. "Eine fundiertere, vielschichtigere Personenschutzausbildung gibt es im Umkreis von vielen hundert Kilometern nicht. Für mich ist Papa eine lebende Legende", sagt Rekrut Uniform am nächsten Morgen. "Er hat schon alles erlebt, alles gesehen. Und was er von uns verlangt, hat er auch selber noch drauf. Wie ein guter Fußballtrainer. Zwei Süchte beherrschen das Leben des wortgewaltigen, äußerst strengen und gleichzeitig sehr humorvollen Mannes, den seine Schüler nur mit "Sir" oder eben "Papa" ansprechen. "Coca Cola Light trinken und Bodyguards ausbilden. Das sind aber meine beiden einzigen Schwächen." Der Mann ist eine der Ikonen der Szene. Er hat arabische Palastwachen ausgebildet und beschützt noch immer Stars und Sternchen, Scheichs, Sultane, Prinzessinnen, Botschafter und Staatspräsidenten. Und natürlich irgendwie auch seine Schützlinge. Vor der eigenen Dummheit meistens. Dabei arbeitet er mit allen Mitteln. Ist zum Beispiel in seiner "Sicherheitsakademie VTP" (Very Top Person) mal keine. studentische Schutzperson zur Hand, übernimmt eine große Plüschbärin mit Tanga, Spitzen-BH und Handtäschchen den Job. Ihr Name: "Madame Merkel". Ein Leben ohne Thrill, so Pomplun, könne er sich nicht vorstellen. Er ist ein Besessener. Pomplun lebt den Beruf Bodyguard, häufig zum Leidwesen seiner Ehefrau: 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, fast 365 Tage im Jahr. Unentwegt feilt er an neuen, möglichst realitätsnahen Inszenierungen. Und das, obwohl er sich längst ein Leben ganz ohne Arbeit leisten könnte - auf seinen Luxusanwesen im Sonnenstaat Florida oder am Berliner Wannsee. Wenn er seine Antiquitäten und Ölgemälde verkaufen würde, könnte er vermutlich ein ganzes Jahrzehnt von dem Geld leben. Doch der füllige Vollbartträger winkt ab: "Die Langeweile würde mich umbringen. Ich brauche einfach Leute um mich herum, denen ich Beine machen kann."

"RAUCHENDER COLT UND KÜHLER"

Die Kommandozentrale des Personenschutzcamps ist eine Gründerzeitvilla in allerbester Potsdamer Lage. Codename Kantine, unweit von den Anwesen der Jauchs und Joops. Bis zur Wende sa? hier die KGB-Zentrale Deutschland. Pomplun hat die von seinen blaublütigen Vorfahren geerbte, auf rund vier Millionen Euro taxierte Villa zur Minikaserne umgebaut. Im Dachgeschoss sind Mannschaftsunterkünfte und Schulungsräume, im Keller ist der

Schießstand. Das Grundstück rund ums Haus dient als Kasernenhof, Appell- und Exerzierplatz. Immer dabei: seine in Polen geborene Frau Ewa. Hüftlanges, dunkelblondes Haar, Codename Zulu. Kaum zu glauben, dass auch sie als Personenschützerin arbeitet. Wer sie allerdings schießen sieht, zweifelt nicht mehr. Ewa trifft mit der Pistole einen Strohhalm auf 100 Meter. Seit 1994 produziert das eigenwillige Ehepaar in Deutschlands einziger privater Sicherheitsakademie mit bewaffneter Personenschutzausbildung Bodyguards am Fließband. Die Ausbildung wird seit einigen Jahren vom Arbeitsamt unterstützt. Auch der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr bezahlt ausrangierten Soldaten die Umschulung zum Bodyguard. Sogar die Potsdamer Industrie- und Handelskammer erkennt das Personenschutz-Diplom per Zertifikat an. Sechs Module mit insgesamt 1100 Stunden umfasst die Ausbildung, bei der es immer wieder plötzliche Wechsel zwischen Theorie und Praxis gibt. "Ein Bodyguard muss immer mit allem rechnen", erklärt Pomplun im Fach Gesetzeskunde oben im Schulungsraum. "Vorhersehen, verhindern, verduften", laute die Devise. "Bodyguards haben weder die Aufgabe zu töten noch zu sterben. Aber das eine ist immer noch gesünder als das andere. Für sie selbst und für die Schutzperson. Also, wenn der Kopf kühl ist, darf der Colt ruhig rauchen." Für jedes Modul bezahlen die Personenschutzkadetten gut 1000 Euro. In sechs bis acht Monaten können sie es zum Preis von 6450 Euro zum Titel "Staatlich geprüfter Personenschützer" oder "Meister für Schutz und Sicherheit" bringen. 100 ist die Höchstpunktzahl, die ein Azubi pro Modul erreichen kann. Wer keine 50 schafft, fällt durch, darf den Lehrgang aber wiederholen. Dann allerdings auf eigene Kosten. Bislang haben rund 1600 Frauen und Männer aus Deutschland und ganz Europa sowie aus einigen Ländern Afrikas, Nord- und S?damerikas Pompluns begehrtes Leibwächterdiplom verliehen bekommen. Insgesamt haben etwa 8000 Aspiranten an mindestens einem Modul teilgenommen. Kürzlich war sogar eine Delegation aus China da, um noch schnell Sicherheitskräfte für die Olympischen Spiele 2008 ausbilden zu lassen.

"BOOTCAMP UND BENIMMSCHULE"

Pausen, geregelte Mahlzeiten und Freizeitgestaltung - das sind während der Durchführung der Module Fremdwörter. Eine der wichtigsten Trainingseinheiten heißt Schlafentzug, sagt Pomplun. "Denn bei Einsätzen ist es durchaus normal, dass Personenschützer auf Knopfdruck mehrere Tage am Stück rund um die Uhr voll da sein müssen. Egal, ob der Job irgendwo im rauen Afghanistan oder im schönen Aschaffenburg ist. Das macht keinen Unterschied.

Physische und psychische Belastbarkeit, Waffenrecht, Gesetzeskunde, Spezialschießtraining, Antiterrorkampf, Observation, Abseilen, Objekt- und Gefährdungsanalyse, Orientierung im Gelände, Fahrtraining, Springen und Schießen aus fahrenden Autos, Häuserkampf, Teamverhalten und Benimmregeln - all das wird durchexerziert und benotet. "Es herrscht eine immer stärkere Nachfrage nach Personenschützern mit Schirm, Charme und Kanone", referiert Pomplun, feixend an seine Rekruten gewandt. "Machos, Rambos und Faschos sollten allerdings lieber Friedhofsgärtner bleiben." Trainiert wird in ehemaligen Kasernen und auf stillgelegten Militärflugplätzen. Die meisten der 17 Ausbilder arbeiten bereits seit Jahren als Personenschützer, auch in Krisenstaaten, und sind oder waren bei Spezialeinheiten von Militär, Geheimdienst oder Polizei. Die zwölf Azubis(zehn Männer und zwei Frauen) dieses sechsten Moduls kommen von der Bundeswehr. Einige haben keinen Job, zwei sind Türsteher und wollen sich beruflich verbessern. Sie stammen aus Brandenburg und Bayern, Sachsen-Anhalt, Berlin und Hamburg. Der Älteste ist 48, der jüngste 24. "Gegen das hier ist die Bundeswehr ein Kindergarten. Du musst immer mit einem Überfall auf deine Schutzperson rechnen. Jeder Penner im Park, jeder Kellner in der Kneipe könnte der Killer sein. "In jeder Cola oder Nudeldose könnte ein Sprengsatz versteckt sein", so Yankee, ein Grenadier, den die Bundeswehr nicht weiterbeschäftigen will, der aber die Umschulung zum bewaffneten Bodyguard von seinem Dienstherrn bezahlt bekommt. Bodyguard für Manager oder Diplomaten, sagt Yankee, sei sein "Traumberuf, die Königsdisziplin aller Sicherheitsjobs. Ich kann mir keinen besseren Beruf vorstellen. Man kommt herum, hat eine echte Aufgabe mit großer Verantwortung und verdient dabei ganz gut. Ich will das Modul mit Note 2, mit mehr als 80 Punkten abschließen. Je höher die Punktzahl, desto größere Chancen habe ich später bei der Bewerbung. Ein gutes Diplom von Papa öffnet auf jeden Fall viele Türen.

"BODYGUARDS HABEN WEDER DIE AUFGABE ZU TÖTEN NOCH ZU STERBEN. ABER DAS EINE IST IMMER NOCH GESÜNDER ALS DAS ANDERE"

Der 26-Jährige -schmales Gesicht, raspelkurzes Haar, nur 60 Kilogramm schwer und der kleinste der Truppe - ist heute "Diensthabender vom Tag". Als solcher gibt er die Tagesparole aus, bestimmt Sanitäter und Fahrer. Er ist verantwortlich für

den geordneten Dienstablauf in der Truppe. Und er bekommt den Anschiss, wenn etwas nicht klappt. Zum Beispiel wenn "Madame Merkel", die Plüschbärin, irgendwo achtlos abgelegt wurde. Sein Job beginnt und endet mit der allmorgendlichen Fahnenparade vor der Potsdamer Gründerzeitvilla, die stets durch Freddy Quinns Soldatenhymne "Hundert Mann und ein Befehl" via Kassettenrekorder begleitet wird: "Irgendwo im fremden Land ziehen wir durch Stein und Sand, fern von zu Haus und vogelfrei, hundert Mann und ich bin dabei..." Die Rekruten singen den Text mit, während sie im Stillgestanden verharren und vor der hellgelb gestrichenen Gründerzeitvilla die deutsche Flagge gehisst wird. Auf der Straße vor dem Haus fahren derweil langsam Busse vorbei. Die Touristen fotografieren, was das Zeug hält, oder drücken sich an der Scheibe die Nase platt. "Die Sicherheitsakademie ist eine Mixtur aus Bootcamp und Benimmschule", sagt Whisky (24), verschmitztes Jungengesicht, ebenfalls Ex-Soldat. "Vor allem Disziplin, Durchsetzungswille und Selbstvertrauen werden einem hier antrainiert." Sein Selbstvertrauen läuft jedoch gerade auf Sparflamme. Denn vorhin hat sich ein Schuss aus seiner Waffe gelöst. Einfach so. "Aus Unachtsamkeit", sagt er. Doch darauf steht die Höchststrafe. Auch für Whisky, der im Umgang mit der Waffe bislang zu den Besten des Moduls gehörte. "War nur Schreckschussmunition", wiegelt Whisky ab. "Trotzdem werde ich in den Fächern Waffenkunde und Schießtraining nun null Punkte kriegen. Das hat Papa mir schon geflüstert. Da ist er knallhart."und knallhart geht es weiter. Eine Vier-Kilometer-Runde mit Robbeinlagen um den Heiligensee in Potsdam. Bei Gasalarm die nur mit einem Slip bekleidete Schutzperson aus der Sauna evakuieren und wiederbeleben.

"BEVOR DIE SCHUTZPERSON DAS RESTAURANT BETRITT, WISSEN DIE BODYGUARDS, WIE VIELE GLÜHBIRNEN IN DEN DECKENLAMPEN STECKEN?
"SCHWARZE LIMOUSINEN UND SCHÖNE FRAUEN"

Mit verbundenen Augen und Gasmaske zwei Colts auf Zeit auseinander nehmen und wieder zusammenbauen. Nahkampf beim gar nicht zimperlichen Ukrainer Sergej. Streife gehen um das Ausbildungslager. Dann endlich kriegt Whisky mal wieder zwei Stunden Schlaf am Stück. "Augen zu und durch", sagt er und ist sofort weg. Er liegt in voller Montur in seinem Bett. Damit er beim nächsten überraschenden Alarm nicht so viel Zeit mit Anziehen verliert.

Die Dame, die in dieser Nacht die Schutzperson spielt, möchte um 23 Uhr noch den Potsdamer Platz in Berlin-Mitte besuchen. Ein bisschen Flanieren und eine Kleinigkeit essen. "Alarmstart", befiehlt Tango als Diensthabender: "Anzüge anziehen. Funk checken. In fünf Minuten auf Position". Uniform, Juliet und Bravo werden als Vorauskommando eingeteilt. Sie werfen sich Zivilklamotten über und preschen los. "Lage am Potsdamer Platz sondieren", verlangt Uniform. "Verdeckte Gesprächsaufklärung betreiben. Es könnte doch sein, dass dort gerade irgendwelche Leute randalieren oder die Straßen durch einen Unfall verstopft sind. Es ist unsere Aufgabe, dass schnell und präzise zu checken."

Zwei schwarze Jeeps und zwei gepanzerte Limousinen verlassen die Minikaserne in Potsdam. In Keilformation geht es über die Stadtautobahn nach Berlin. "Das Fahren in Formation sieht gar nicht mal so schlecht aus", kommentiert Pomplun, der es sich neben der mal wieder ziemlich attraktiven Schutzperson im 600er-Mercedes bequem gemacht hat. Auch das Aussteigen am Potsdamer Platz klappt wie am Schnürchen. Sogar beim Spaziergang wird die Schutzperson fast perfekt abgeschirmt. Einige Passanten fragen die Männer in den dunklen Anzügen, wer die Frau denn sei. Gucken Sie morgen >RTL Exclusiv

Was nicht nur viel über ihre Arbeit aussagt. Sondern auch über die Sendung. Bevor die 24-Jährige das Restaurant betritt, haben Uniform, Hotel und Oscar es schon gecheckt. Sie wissen, dass es eine hausinterne Alarmanlage gibt, wo die Notausgänge sind und die Feuerlöscher hängen, wie es mit der Hygiene in der Damentoilette aussieht, sogar, wie viele Glühbirnen in den Deckenlampen stecken und mit welcher Wattzahl sie das Restaurant beleuchten. Sie wissen auch, dass einer der Kellner heute seinen ersten Arbeitstag hat. "Den werde ich besonders im Auge behalten", sagt Uniform. Papa Pomplun lehnt sich derweil zurück. Er bestellt für die Schutzperson und sich Steaks und Salat. Als Getränk wählt sie einen Wein, er natürlich Cola Light. "Und, wie fühlst du dich?", fragt Europas bester Bodyguardausbilder die Studentin. "Absolut sicher", antwortet sie. "Das freut mich", sagt Pomplun. "Meine Leute haben heute ausnahmsweise ihre stärkste Waffe eingeschaltet: das Gehirn. Nach gut 1000 Stunden Training wurde es aber auch endlich mal Zeit." Dann nimmt er einen Schluck aus seinem Glas und schaut hinaus, wo sich der Mond hinter Wolken versteckt.

Quelle: PLAYER MAGAZIN, .05.2007 (Jörg Heuer Günther M)
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Ausgebildete Personenschützer erhalten IHK-Zertifikat

Quelle: Bund+Beruf, .03.2007 (E. Reimann)
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Personenschutz ist nicht mehr wegzudenken
Personenschutz ist in der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken und l?ngst nicht mehr das Privileg der ?oberen Zehntausend". Zunehmend nutzen neben Politikern auch Manager, Sportler und K?nstler diese Dienstleistung f?r sich, aber auch f?r Ihre Familienangeh?rigen. Die Ausbildung, die einen Gro?teil Praxis mit einbezieht, wird bei der INTERNATIONALEN FACHAKADEMIE f?r SICHERHEIT VTP PERSONENSCHUTZ POMPLUN, eine der ersten und erfolgreichsten Fachakademien Europas, welche sogar ?ber dessen Grenzen hinaus einen ausgezeichneten Ruf hat, mit den professionellen Personensch?tzern Horst und Ewa Maria an der Spitze, durchgef?hrt. Die beiden arbeiten bereits seit ?ber einem viertel Jahrhundert im Personenschutz, wo sie f?r viele Pers?nlichkeiten aus aller Welt, ?berwiegend f?r Prinzen und Prinzessinnen der K?nigsh?user, sowie f?r Regierungsmitglieder aus dem arabischen Raum, aber nat?rlich auch f?r Wirtschaftsbosse, Sportler und K?nstler, ja sogar f?r Staatspr?sidenten, t?tig sind. Aus Diskretionsgr?nden k?nnen wir unsere Kunden hier nicht nennen, meint Horst Pomplun und f?gt etwas leiser hinzu: ?Jedoch konnten wir auch schon so manche kritische Situation im Einsatz erfolgreich meistern." Diese Einsatzerfahrungen und ihr K?nnen geben sie seit langem an junge Leute weiter. Eines ihrer Ausbildungszentren verbirgt sich hinter den Fassaden der pastellgelben Villa, die ruhig und einladend wirkt, mit kleinen Statuen, Palmenk?beln und einem Oldtimer im letzten Hochadelsviertel in der Gro?en Weinmeisterstra?e 54-55 in Potsdam bei Berlin. So haben sie sich durch ihre erfolgreiche jahrelange Arbeit auf diesem Gebiet, zu Deutschlands f?hrendem Unternehmen, nicht nur in der Ausbildung, hochgearbeitet. Bereits vor acht Jahren begann eine deutschlandweit einmalige Kooperation mit der IHK Potsdam, aus der zertifizierte Sicherheitsfachkr?fte / Personen?sch?tzer hervorgehen. Es wird meist in kleinen Grup?pen, mit h?chstens sechs bis acht Seminaristen, f?r den Ernstfall trainiert, denn ihr Motto lautet Qualit?t nicht Quantit?t. Es geht bei der Arbeit vorrangig darum, Gefahren f?r Gesundheit und Leben des Klienten im Vorfeld abzuwehren und Konflikte zu vermeiden. Hier in Potsdam findet aber nur ein Teil der umfangreichen Ausbildung statt. Das Fahrsicherheitstraining, Abseiltechniken, die Schie?ausbildung, Konditionstraining sowie weitere praktische ?bungseinheiten finden in Berlin und Brandenburg auf einem ?ber 500000 qm gro?en ?bungsgel?nde statt. Dabei geht es nicht selten sehr hart, aber daf?r umso praxisn?her zu. Die Seminaristen werden auf alle Situationen vorbereitet. Es werden neben den sicherheitsrelevanten Themen wie: Sicherheitsanalysen, Gesetzesfachkunde, Kommunikation und ATK (Anti-Terror-Kampf) umfangreiche Ermittlungsarbeiten und Taktik durchgef?hrt. Umgangsformen, das Protokollwesen und die Etikette geh?ren selbstverst?ndlich auch dazu, ebenso Psychologie und Disziplin. Die Ausbildung funktioniert nach dem Prinzip Versuch und Irrtum. Sie lernen dabei, sich nicht auf den ?u?eren Eindruck zu verlassen. Die Teilnehmer m?ssen immer mit ungew?hnlichen Situationen fertig werden. Von fr?h bis sp?t werden sie mit vermeintlichen Gefahren konfrontiert, die sie erkennen, beseitigen oder wenigstens umgehen m?ssen. Das B?se lauert eben bevorzugt im Detail. ?Auf eine sch?ne Frau (und davon werden bei unseren ?bungen immer einige eingesetzt) fallen bei unseren Tests eigentlich alle M?nner rein", erz?hlt Pomplun. Zieht diese pl?tzlich eine Waffe, sei das Staunen gro?. Viele der Teilnehmer sind Bundeswehrsoldaten. Die wichtigsten Voraussetzungen f?r die Ausbildung sind positive Ausstrahlung und Aufgeschlossenheit. Zuverl?ssigkeit, Vertrauen, fachspezifisches K?nnen und k?rperliche Fitness sind die Kriterien, welche sp?ter die Personensch?tzer auszeichnen. Eine qualifizierte theoretische aber auch praktische Ausbildung und regelm??iges Training schaffen daf?r die notwendigen Voraussetzungen. ?brigens sind auch Frauen in den Kursen mit dabei, allerdings ist nach Angaben von Pompluns der Anteil leider nicht sehr hoch. Dabei sind weibliche Personensch?tzer oftmals durch ihre deeskalierende Wirkung bei vielen Situationen sehr gut einsetzbar. Sie k?nnen mit einem charmanten L?cheln manchmal mehr ausrichten als M?nner. Nach diesem erfolgreichen Abschluss zum Personensch?tzer/ Sicherheitsfachkraft und einj?hriger Berufserfahrung (vor oder nach dem Abschluss - siehe IHK-Zulassungsvoraussetzung) k?nnen sie in der INTERNATIONALEN FACHAKADEMIE f?r SICHERHEIT auch die Pr?fung zum/zur: Meister f?r Schutz und Sicherheit, die Gepr?fte Schutz- und Sicherheitskraft und die Fachkraft f?r Schutz und Sicherheit (nur f?r Soldaten ab SaZ 4) absolvieren. Viele Referenzschreiben von Kunden, aber auch Dankschreiben von ehemaligen Seminaristen, die mit ihrem neuen Beruf erfolgreich sind, zeigen, dass die Ausbildung ein voller Erfolg ist und nicht nur leere Versprechungen sind. K. Ulbricht
Quelle: Bund+Beruf, .02.2007 (Ulbricht)
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Tjelohranitelj

 

Obuka za zastitu licnosti

Original Artikel lesen

Onaj ko zeit biti tjelohranitelj izfilmova ili igrica moze odmah prestati sa zeljama. Ovo je zahtjevan itezakposao. Uz to, mozda, inajcestitiji odsvih. Treba biti spreman zaloziti svoj zivot za drugog. I uz to svakodnevno prolaziti tesku obuku u kojoj ne smije biti propusta.

Tjelohranitelj - kako mogu biti ja?

Zastita tude licnosti je zahtjevna profesija. Kao prvo trebamo poci od toga da je ovo zanimanje koje od novih po-laznika-interesanata ocekuje mnogo.Tako, naprimjer, sama inteligencija i sportske sposobnosti nisu dovoljne nego je i opce znanje vrlo bitno.Onaj koji bi zelio biti tjelohranitelj iz gameboy igrica i filmova moze odmah ustedjeti novac. Stvarnost u ovom poslu zaista je ozbiljna i teska i zahtjeva maksimalnu predanost jer kad nesto krene po zlu ne moze se jednostavno pritisnuti enter i ponovo od pocetka. Ovaj posao obavlja se u svim vremenskim uvjetima i to 24 sata na dan. Specijalna pojacanja kao kod vojske i policije mozemo skoro uvijek zaboraviti, jer mi smo cesto sami sa svojim klijentom i to kao prvo sebi trebamo objasniti. Ovo je jedan castan posao ako ne i najcestitiji i najiskreniji i prije svega jedan od prvih poslova uopce. Nerijetko ga placamo vlastitim zdravljem ako ne i zivotom. Od kada je covjek poceo za sebe nesto graditi htjedose i drugi da to imaju ali bez muke - otimanjem. Kasnije se nastavilo sa kidnapovanjima, ucjenjivanjem, prijetnjama... Tjelohranitelji su tu da to sprijece.

Zastitari tude licnosti moraju ispniti slijedece uvjete: 1. Kao prvo moramo se nauciti na odricanja i ne gledati prvo sehe vec osobu koju stitimo. Zakonom smo obavezni da osobu koju stitimo branimo svim dozvoljenim sredstvima koja su nam na raspolaganju. 2. Ne postoji regulirano radno vrijeme jer radni dan od 20 sati postaje rutina 3.Moramo biti fleksibimi i uvijek spremni za putovanje. 4. Nasa oprema treba da je u svako vrijeme cista i prekontrolirana i to radimo mi licno jer je nas zivot u pitanju. Nasa garderoba, ali i mi licno moramo biti uredni i jedan kofer treba da je uvijek spreman za putovanje. 5. Vlastita porodica mora se takoder naviknuti na odri?canja jer i vikendom i praznicima moramo biti spremni - na stanju, kako se kaze. 6. Uvijek biti u toku;- pratiti situaciju , vijesti, dnevnu stampu, casopise koji donose novosti s? polja sigurnosti kao sto je ovaj magazin (?Zastita?, op.pr.) koji bi trebao kod nas biti obavezna lektira, te politiku jer nas klijent koji je danas vazan covjek moze preko noci postati onaj kojeg love, a mi idemo s njim ?u paketu?. 7. Nase fizicko opterecenje treba se vremenom povecavati (trcanje, treninzi snage, samoodbrana kao i redovna gadanja iz vatrenog oruzja). 8. Morate nauciti svoje privatne probleme ostaviti kod kuce jer ako to ne uradite niste opteretljivi i vec ste u samom startu na gubitnickoj strani. 9. Nikad ne treba zaboraviti da u nasem poslu postoji samo jedan pobjednik i taj ne da hocemo nego moramo biti mi. 10. na kraju ono najvaznije sto danas na zalost mnogi mladi ljudi ne poznaju a to je DISCIPLINA i jos jednom DISCIPLINA10.1 na Ako zelite proci jednu dobru obuku ovo bi trebalo da bude vasih 10 zapovijedi. Zato u ovom poslu ima tako mnogo odricanja ali se to pretezno i isplati jer takvi uporni kvalitetni ljudi uvijek nadu trajne klijente koji dobro placaju. Na skolovanju se prvo treba nauciti potciniti i ostaviti se iluzija da je ovo lagani posao snova. "Svi za jednog jedan za sve" - ne bi trebale biti samo prazne rijeci vec nas moto i to nikad nemojte izgubiti iz vida.

Nacin obuke

Ima vise nacina obuke ali najbolje se pokazao onaj u kojem se obucava onako kako ce kasnije i biti u stvarnom poslu i zivotu. U tom slucaju se, npr., objekat u kojem se vrsi obuka uzima kao sticeni objekat u kojem boravi osoba koja se stiti, a sam klijent za pocetak moze biti i lutka tezine jedne normalne osobe. Dan za dobrog polaznika kao i kasnije za profesionalca pocinje navecer. Dobro se naspavati i ne piti vrlo je bitno da bi slijedeci dan bili upotrebljivi. Jutro pocinje sa postrojavanjem i citanjem dnevne za?povijedi sto je, ustvari, podjela informacija, pojacavanje zajednistva i razmjena najnovijih informacija. To bi trebalo zavrsiti s? jednom porcijom kondicionog treninga od 5 km trcanja i nesto treninga snage.Nakon toga pristupa se osiguranju boravisnog prostora, odnosno, pretrazivanju dvorista i prostorija kao i automobila. Nakon toga slijedi dorucak.Polaznik mora nauciti kao prvo samog sebe da osigura jer kasnije je on taj kojeg se mora ukloniti da bi napadac dosao do osobe koju stitimo.To je prvo sto ce napadac pokusati, a kasnije i kolege, i iz tog razloga mi moramo nauciti sebe da osiguramo jer u protivnom smo beskorisni.U kontrolu opreme spada i kontrola svih uredaja koji koriste baterije kao sto su

veza, mobitel, GPS, baterija i ostala sigurnosna tehnika. Pored zakonskih propisa koje uvijek treba dobro i opsirno obraditi jer nam to znanje daje jedan puno sigurniji nastup kad znamo sta smijemo a sta ne, poseban akcenat stavljamo na samoodbranu. Zastitari licnosti po zakonu smiju upotrijebiti najblazi vid sile koja ce zaustaviti napadaca tj. oni sami trebaju biti jedan vid oruzja. Iz jednog prostog razloga jer se vecina poslova obavlja bez oruzja.

Opserviranje okoline je vazna stavka zastite

Slijedece na programu je opserviranje-promatranje nase okoline. Da li se nesto promijenilo; jesu li doselile nove komsije, ima li novih radova na okolnim objektima, ulicama, obilaznicama, slijepim ulicama, da li je parkirano sumnjivo auto u blizini, zasto zena s? djecijim kolicima vec treci put prolazi pored naseg objekta... O svemu ovome trebamo razmisljati jer se svi atentati dobro pripremaju i planiraju i cesto bude u sve to ukljucena i zena s? djecijim kolicima ili novi komsija.Treba se dotle uciti i vjezbati da polaznik nauci da sam klijentu ponese zemicke za dorucak i naravno ne uvijek od istog pekara, a sve to ovisi ?d stepena ugrozenosti osobe koju stitimo. Vozilo koje je doslo sa servisa treba biti prekontrolirano ?d nas prije nego sticena osoba sjedne u vozilo. Provjeriti da li je majstor koji dolazi u kucu ili kancelariju najavljen, to vazi i za goste. Ne treba prakticirati pauze uvijek u isto vrijeme. Uopce u ovom poslu treba izbjegavati ustaljenosti jer napad se moze desiti u svakom momenru a mi moramo nauciti da smo uvijek spremni. Ustaljenostima samo pomazemo naprijatelju jer onda ima vremena da isplanira napad znajuci kad nam je pauza, kojom marsutom se krecemo i sl. Treba iskoristiti svaku slobodnu minutu za pravljenje analiza ugrozenosti da bi bili u toku.Bitno je da skice budu citke i precizne (ako se radi o analizi marsrute ili objekta). Mada danas pretezno imamo laptop u timu, ipak se mora znati napraviti skica i sta na njoj treba da bude jer nasa zamjena mora djelovati po nasim skicama i zbog toga trebaju biti citke i precizne. Mi razlikujemo tri vrste analiza: 1. analiza ugrozenosti Osobe 2. analiza ugrozenosti Objekta 3. analiza ugrozenosti marsrute kojom se krecemo Naravno, ne treba biti umjetnik, ali bitno je da ne zaboravimo male vazne detalje kao npr. kod analize marsrute oznaku autoputa kojim se treba kretati, oznaku magistralne ceste, regulaciju saobracaja, ima li sina (tramvajskih ili zeljeznickih), gradilista ili drugih suzenja, da li su demonstracije najavljene na tom puru, vrijeme i sl. Posto su analize u ovom poslu alfa i omega u slijedecim brojevima cemo se pozabaviti istima i opsirnije ih pojasniti.

Quelle: Zastita Bosnische Sicherheitsmagazin, .01.2007 (D. Arnautovic)
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Personenschutz - Aktuell

 

BUND+BERUF

AUSGABE JANUAR2007

Sven Toben-Ohlt

Es ist ca. 21:30 Uhr und ich bin vom heutigen Tag etwas geschafft. Die Anstrengungen der letzten Tage machen sich jetzt schon deutlich bemerkbar. Nicht nur bei mir, sondern auch bei meinem Team, mit dem ich seit zwei Tagen unterwegs bin. Die sommerliche Hitze sorgt daf?r, dass uns das Wasser in unseren Anz?gen buchst?blich ?bis zum Hals steht", aber noch ist an eine Dusche oder etwas anderem in der Form nicht zu denken. Ich gehe langsam in der Formation mit. Wir halten an einem Bistro, da sich die Schutzperson entschieden hat noch schnell einen ?kleinen Imbiss" zu sich zu nehmen. Zwei Personen, m?nnlich, mittleren Alters und nicht gerade seri?s gekleidet n?hern sich von hinten, die Blicke auf uns gerichtet, dann auf die Schutzperson. Das Team verst?ndigt sich in diesem Moment nur mittels Blickkontakt. Keine vorschnellen Reaktionen oder Bewegungen. Nur Beobachten und bereit sein ist jetzt die Devise. Bereit um zu Reagieren. Die beiden Personen beginnen damit, in Polnisch, und allem Anschein nach mit zunehmender Aggression auf uns alle einzureden. Die Lage spannt sich zunehmend an. Wir bleiben ruhig und vermitteln einen stets freundlichen Eindruck. Nebenbei bemerkt ein Teammitglied eine weitere Gruppierung von Personen, die den beiden vorhergegangenen Personen zuzuordnen ist. Entscheidung: Wir gehen einem eventuell aufkommenden Konflikt aus dem Weg und bewegen uns zu unseren Fahrzeugen zur?ck, die sich zwei Stra?en weiter positioniert haben. An den Fahrzeugen angekommen sagt ?Papa": ?Das h?tte unter Umst?nden auch anders ausgehen k?nnen. Aber jetzt haben Sie gesehen, wie Sie auf andere wirken k?nnen und wie man unter Entscheidungsdruck geraten kann. Aber vor allem, wie wichtig es ist, Ruhe zu bewahren und den ?berblick ?ber die Situation zu behalten." Um das vorhergehende zu entschl?sseln, damit man es versteht: Es handelt sich hier um ein Personenschutzkommando, dass sich zu einem Ausbildungseinsatz in Polen befindet. ?Papa" ist die Schutzperson und gleichzeitig der Ausbildungsleiter und Chef der ?Fachakademie f?r Sicherheit/VTP Personenschutz Pomplun" mit Hauptsitz in Potsdam. Um in einem besonderen Beruf zu arbeiten, bedarf es einer besonderen Ausbildung. Das habe ich selbst im Verlauf meiner Jahre in der Bundeswehr erlebt, gelebt und an den mir unterstellten Bereich stets weiter gegeben. Aber selbst bei dieser Ausbildung gab es einige Bereiche in denen ich mich fast komplett in Bezug auf Gestaltung und Durchf?hrung der Ausbildung umstellen musste. Aber nicht im negativen Sinn. Ganz und gar nicht. Ob es im Bereich Verwaltung, Psychologie, Waffentraining, Taktik und Antiterrorkampf war, um nur einige Ausbildungsthemen zu nennen. Die Ausbildung gliedert sich in insgesamt sechs Module, die aufeinander aufbauen und miteinander in enger Verbindung stehen. Kurz: mal eben ein Modul bestreiten und dann ?loslegen" wird nicht funktionieren. Gerade auch aus dem Grund: Um in den n?chsten Ausbildungsabschnitt zu kommen, muss das vorhergegangene Modul bestanden sein. 30 Jahre Erfahrungen im Personenschutz bringen Eva Maria Pomplun und Horst Pomplun in die Ausbildung mit ein. Hier gilt es vor allem zwischen den Zeilen zu lesen und die so genannte ?wesentliche eigene Leistung zu erkennen". Da f?llt auch mal die eine oder andere Pause weg und der Umgangston, gerade noch herzlich, entwickelt sich zu einer ?Stimme des Zorns". Wer hier zart besaitet ist und nur davon tr?umt, irgendwann einmal im Personenschutz zu arbeiten ohne auch einstecken zu k?nnen, sollte nicht hier sein. Im Klartext bedeutet das, man sollte mit der richtigen Einstellung und mit gesundem Menschenverstand an die Sache herangehen. Denn es ist immer schwer f?r einen selbst im Nachgang zu erkennen, ob das was man dann ist bzw. darstellt doch das richtige f?r sich selbst ist. Sp?testens wenn der ?Stressfaktor" so hoch ist, dass man selbst bei minderschweren Entscheidungen ins Taumeln ger?t, ist es in den meisten F?llen f?r eine Korrektur schon zu sp?t. Eignung, Leistung und Bf?higung werden hier sehr genau genommen, beobachtet und bewertet. Fehler bei der Aus?bung des t?glichen Dienstes, im Verhalten in der Etikette und bei der Handhabung der Waffen etc. werden mit Punktabzug ?belohnt". Warum so hart? Der Beruf f?r den hier ausgebildet und trainiert wird duldet im wahren Leben keine Fehler. Dass man zuweilen Fehler macht, muss auf der einen Seite sein, aber hier muss die Fehlerrate versucht werden zu minimieren. Es geht einzig nur um die Gesundheit und das Leben der zu sch?tzenden Person. Das ist der Auftrag und wir wurden trainiert, um diesen zu erf?llen. Und trainieren regelm??ig weiter. Denn nur st?ndige Trainings, gepaarte mit der dazugeh?rigen Erfahrung, sichern g?nzlich den Erfolg und die Akzeptanz beim Mandanten. Nur wer ?gut" ist, hat die M?glichkeit in einer Sparte Fu? zu fassen, in der man au?er Aufregung, gepaart mit einer Menge Spa? und vielseitigen interessanten Erlebnissen, auch gutes Geld verdienen kann. Und mal ehrlich! Wer freut sich nicht dar?ber, die Fr?chte seiner Arbeit am Ende in den H?nden zu halten. Es ist ein langer und zum Teil beschwerlicher Weg. Aber mit der entsprechenden Ausbildung als Basis, die gerade durch VTP Pomplun vermittelt wird, ist man sehr gut f?r alles Weitere in diesem Beruf ger?stet. Ich bin stolz darauf, diese Entscheidung f?r mich getroffen zu haben, um nun letztendlich in der so genannten ?K?nigsklasse" meinen Dienst zu versehen. Es bedarf, meiner Meinung nach, einer bestimmten Wertevorstellung und vor allem einer besonderen eigenen Einstellung, um als Personensch?tzer zu arbeiten. Das in den Hintergrund treten der eigenen Interessen um die Interessen von vielen zu sch?tzen und zu wahren, indem man die Gesundheit und das Leben eines bestimmten Menschen bzw. Person sch?tzt, dass sind f?r mich die wahren Werte im Leben. Viele m?gen mich f?r verr?ckt halten, denn wer geht schon freiwillig das Risiko ein, sich im ?worth case" eine Kugel zu fangen? Aber das muss nicht passieren. Und wenn, und die Schutzperson ist unbeschadet, dann hab ich meinen ?Job" richtig gemacht. Genauso wie es eine Ehre f?r mich war meinem Land zu dienen, so ist es jetzt eine Ehre f?r mich, diesen Beruf auszu?ben. Personenschutz!

 

Mein Name ist Karsten Bernstein,

ich war vom 1. September 2001 bis zum 31. August 2005 bei der Bundeswehr. Mein Weg f?hrte mich dort unter anderem durch das Pz-FlaRak ?tl 100 in Wuppertal sowie das PzFlak?tl 7 in Borken. W?hrend dieser Zeit verlebte ich auch einige besondere Momente wie eine Scharfsch?tzenausbildung oder einen KFOR-Einsatz im 7. Einsatzkontingent. Pers?nliche Gr?nde sprachen daf?r meinen Dienst nach vier Jahren zu beenden. Das Problem war nun, was mache ich sinnvolles mit meinem BFD-Anspruch und was will ich in Zukunft f?r mein Leben. Ich spielte seit l?n?gerem mit dem Gedanken ?Personenschutz". Doch wie kommt man da rein? Und wird man bei einer Ausbildung nicht einfach nur abgezockt? Da stie? ich auf die Fachakademie f?r Sicherheit VTP Pomplun. Eine Personenschutzfirma, die Nachwuchs ausbildet, gleichzeitig aktiv im Gesch?ft ist, auf eine jahrelange Erfahrung zur?ckblicken kann und in Kooperation mit der IHK arbeitet. Ich machte einen Termin f?r ein pers?nliches Gespr?ch und los ging es. Die Ausbildung war ein Kulturschock f?r mich. Da waren pl?tzlich ?berall Benimmregeln, man lernte wie man sich bei Tisch zu verhalten hatte und dass man auch au?erhalb der Bundeswehr beim Reden aufsteht. Darauf war ich nicht vorbereitet. Theoretischer Input in rauen Mengen und wenn man dachte, dass man gleich einschl?ft, kam pl?tzlich die knallharte Praxis. K?rperliche Leistungsf?higkeit und st?ndige Konzentration wurden von Modul zu Modul wichtiger. Die Ausbildungspalette bot unter anderem auch Fahrsicherheitstraining und ein Teil der Ausbildung fand sogar im Ausland statt, wo niemand wusste, dass wir eigentlich nur ?ben und lernen. So bekamen wir einen Vorgeschmack auf ?scharfe" Eins?tze und lernten mit den Sprachproblemen umzugehen. Der Abschluss dieser Ausbildung half mir nahtlos ins zivile Berufsleben einzusteigen. Ich habe viel positives Feedback im breiten Bereich der Sicherheitsbranche (ein wachsender Markt) bekommen und schon viel von der neu erworbenen Fachkenntnis profitieren k?nnen. Auch Pompluns gaben mir schon mehrfach die M?glichkeit aktiv an ihren Personenschutzeins?tzen mitzuwirken. Als Fazit kann ich mit absoluter Sicherheit sagen, dass ich mein BFD-Geld absolut sinnvoll eingesetzt habe und jederzeit wieder so handeln w?rde. Karsten Bernstein, SG a.D.

 

Melanie und Severine

(Codena?men: ?India" und ?Julia"), sind bei?de 25, waren vier Jahre bei der Bundeswehr und wollten sich beruflich umorientieren. ?ber Zeitschriften, Internet und die Berufs?und Bildungsmesse erfuhren sie von der Ausbildung zum Personensch?tzer/Sicherheitsfachkraft durch VTP Fachakademie f?r Sicherheit, Ewa Maria Pomplun. ?ber den BFD (Berufsf?rderungsdienst) der Bundeswehr hatten sie die Chance einen Teil dieser Ausbildung finanziert zu bekommen. Diese Chance nahmen beide wahr und stellten sich beide pers?nlich bei VTP vor. Bei dem Vorstellungsgespr?ch erz?hlte Herr Pomplun (?Papa") eindrucksvoll ?ber den Beruf des Personensch?tzers/Sicher?heitsfachkraft und ?ber die Ausbildung bei VTP. Der Wunsch diesen Beruf zu erlernen wurde bei den Frauen nur noch mehr gefestigt und sie fassten den Entschluss diese Ausbildung zu beginnen. Die Ausbildung umfasst sechs Module, ein Modul sind zehn Ausbildungstage. Sie ist abwechslungsreich und sehr beeindruckend. Ein gro?er Teil der Ausbildung besteht aus Praxis-Unterricht. Dazu geh?ren dann F?cher wie Schie?training, ATK (Anti-Terror-Kampf), Waffenhandhabung, Taktik und Fahrtraining, um nur einige von ihnen zu nennen. Ebenfalls dazu geh?ren auch spon?tan Aktionen, wie im folgenden Beispiel: ?Der erste Tag" Um 08:45 Uhr war Beginn, es folg ten den Tag ?ber Einweisung, Einkleidung und Unterricht bei Horst Pomplun. Um 19:45 Uhr kam es zum ersten Einsatz. Punkt 20:00 Uhr im schwarzen Anzug (Gala) bereit zur Abfahrt. Die Gruppe bekam ein paar grundlegende Informationen und dann ging es los! Sie hatten die Aufgabe ihre (m?nnliche) Schutzperson in einem Hotel abzuholen und sie den Abend ?ber zu begleiten. Mit diesen spontanen Aktionen werden sie ins so genannte ?kalte Wasser" geworfen, um aus ihren gemachten Fehlern zu lernen. Aber zu dieser Ausbildung geh?ren nicht nur die spannenden Praxis-F?cher, sondern auch die etwas ?trockneren" F?cher wie z.B. Gesetzeskunde, Waffensachkunde und Verwaltungsaufgaben. Also eine rundum gesunde Mischung aus Praxis und Theorie, sagten die beiden Frauen. Sie haben bis jetzt die ersten drei Module besucht und dazu auch die jeweiligen Pr?fungen absolviert. Beide sind immer noch begeistert von der Ausbildung und freuen sich schon auf die n?chsten drei Module und die n?chsten Herausforderung.

Quelle: Bund und Beruf, .01.2007 (I:.K)
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Besuch in China 2007

..2007
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Leibwächter mit guten Manieren

Quelle: Berliner Morgenpost, ..2007 (Kirsten Niemann)
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Zwischen Peking und Potsdam

 

Deutsch-chinesisches Ausbildungsprojekt in Planung

Potsdam /Peking - Chinas Universit?ten wollen offenbar mit der Internationalen Fachakademie f?r Sicherheit (IFfS) in Potsdam kooperieren: K?nftig sollen Chinesen in ihrer Hauptstadt in einem speziellen Studiengang zu Bodyguards ausgebildet werden - mit Hilfe aus Potsdam. Das best?tigte Horst Pomplun, Direktor der IFfS den PNN. Pomplun soll das chinesische Universit?tsprojekt voraussichtlich auch leiten. Geplant zudem eine Zusammenarbeit mit einem Trainingszentrum in Jinan, der Provinzhauptstadt von Shandon, in dem auch Polizisten ausgebildet werden. Bereits im Februar werde aus diesem Grund laut Pomplun eine Delegation chinesischer Polizei-Offiziere Potsdam besuchen, um weitere Details abzusprechen. Denn voraussichtlich soll ein Austauschprogramm f?r deutsche und chinesische Ausbilder sowie ein Spezial-Lehrgang in Potsdam f?r die ?besten chinesischen Absolventen" aufgebaut werden, so Pomplun. Die Potsdamer Personenschutzfirma existiert bereits seit mehr als 30 Jahren und ist ein von der Industrie- und Handelskammer anerkannter Ausbildungsbetrieb. ?ber 1300 Absolventen haben laut Pomplun bereits an der Akademie in der Gro?en Weinmeister-Stra?e die Ausbildung zum Bodyguard erfolgreich durchlaufen. PNN

Quelle: Der Tagesspiegel, .12.2006 (PNN)
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Besuch in Peking - zwei interessante Freunde

 

Artikel über den Besuch in China, Peking bei einer Sicherheitsuniversität anlässlich einer Sicherheitskonferenz

Zwei interessante Freunde

Letzten Sonntag hat Chen, Laoyu zwei ganz wichtige interessante Freunde aus Deutschland empfangen. Das sind der Direktor der Internationalen Fachakademie für Sicherheit VTP Personenschutz Horst Pomplun und seine Frau Ewa aus Berlin/ Potsdam.
Sehen sie genau hin. Man soll ja bekanntlich einen Menschen nicht nach seinem äußeren beurteilen. Große Geister sind unergründlich. Er war Personenschützer von Präsidenten in Deutschland.
Im selben Jahr hat unser Kanzler Zhu,Yougji Deutschland besucht. Horst Pomplun hat auch für ihn als Personenschützer gearbeitet, Dabei zeigte der Mann außergewöhnliche Fähigkeiten, Fertigkeiten und Techniken bei Kampfszenen. "Natürlich können ihn 100 Menschen kaum überwinden".
Nachdem sie ein Studentenheim besichtigt haben, hat er den langen Weg zu Fuß als lästig empfunden. Als er in der 6. Etage war, wollte er so tun, als ob er nach unten springt. Wir alle haben bemerkt, dass er auf die Uhr gesehen und sich gern heimlich eine Zigarette angez?ndet hätte. Er hat gesagt, dass er beim Anzünden einer Zigarette dem CIA aufgefallen ist. Durch den Feuerstrahl an seinem Körper wurde der Geheimagent vom CIA besonders wachsam. Sie haben ihn wie einen Terroristen behandelt und sofort zu Boden geworfen. (denn in seiner Uhr hat er ein Feuerzeug integriert mit einer riesigen Flamme)
Ewa Pomplun ist eine hübsche, außergewöhnliche und intelligente Frau, sie ist eine Offensivwaffe im Personenschutz, dazu ist sie auch noch eine starke Personenschützin. Dadurch hat sie sich schon zu Recht mehrere Auszeichnungen und Ränge verdient. "Man nennt sie in Deutschland völlig unbesiegbar."

Chen, Laoyu hat sich beim Schießen im internationalen Vergleich zu viel zugetraut. Im Moment haben wir ja leider keinen Platz, um Schie?en zu gehen. Sie hat sofort gesagt, das wir sie in ihrer Schule (übrigends die bekannte in Europa - (VTP) besuchen kommen können, um dort zu schießen, weil sie jederzeit die Möglichkeit hat, in einem Schießkeller schießen zu gehen. Ihr Mann sagte heimlich zu Chen, Laoyu dass es eigentlich "lästig ist, mit so einer Frau verheiratet zu sein". Denn jeden Tag wenn sie nach Hause kommt, lasse ich sie zuerst ihre Waffe in den Tresor legen. Er sagte, wenn wir Streit haben, dann schießt sie mich vielleicht tot. Die Dolmetscherin hat ihn missbilligend gefragt: " Glauben Sie nicht an ihre Frau?" Chen, Laoyu antwortete dass Frauen immer gefährlich sind. {seite} Herr Pomplun nahm Chen, Laoyus Hände stimmte ihm zu und sagte:" Wir haben die gleichen Gedanken gehabt!" Chinesische Menschen sind sehr nett und deswegen hat man das beste Auto für die beiden organisiert. Einen Rolls Roys. Als wir das Auto geparkt haben, waren beide sichtlich nervös und haben erstmal die Umgebung mit fachlich genauem Blick beobachtet. Sie haben nicht verstanden und haben uns humorvoll gefragt, ob das Auto sicher ist und ob es nicht von jemand kaputt gemacht wird. Chen, Laoyu hat ihnen ohne Umschweifen gesagt, dass sie keine Sorgen haben müssen. In diesem Hof gibt es nur Offiziere oder Leibwächter und Geheimagenten, die ja auch Kollegen sind. Und sie können das Auto bestimmt schon schützen. Als sie die Worte von Laoyu gehört haben, haben sie freudestrahlend über das ganze Gesicht gelacht und haben gesagt: "Was? Ist das ein kaputtes Auto? Das ist ein Auto typisch für ein königliches Haus in England. China ist weiter entwickelt als andere Entwicklungsländer. Aber bei Autos ist China auch nicht besser, als andere Entwicklungsländer. Am Ende hat Chen, Laoyu ihnen sein B?ro gezeigt. Er hat beiden Jiaug`s Werk zum Lesen gegeben. Schaut man das Foto an, sieht man, diese Frau hat das Werk aufmerksam gelesen? und der Mann hat es nicht gelesen. Chen, Laoyu´s Büro ist sehr sauber und ohne Staub. Wenn er keinen Besuch hat, ist er nicht im Büro. Chen, Laoyu du bist eine Fehlbesetzung! Ach, Rentner taugen nichts.

Quelle: Tageszeitung aus Peking mit Übersetzung, .10.2006
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Wirtschaftsdelegation aus dem Reich der Mitte in der IHK Potsdam

Wirtschaftsdelegation aus dem Reich der Mitte in der IHK Potsdam Besuch aus der Sechs-Millionen-Metropole Jinan (VR China) unter Leitung ihres stellvertretenden B?rgermeisters Yang Luyu informierte sich im Bildungszentrum der IHK Potsdam ?ber IHK-Ausbildungsberufe sowie zu Fragen der Erstausbildung, Umschulung und Weiterbildung. Empfangen wurden die chinesischen Wirtschaftsfachleute vom Leiter des Bildungszentrums der IHK, Wolfgang Spie?. Die Stippvisite der Delegation erfolgte im Rahmen ihres Business-Besuchs bei der Internationalen Fachakademie f?r Sicherheit IFfS / VTP Personenschutz Pomplun. Bei den Gespr?chen mit dem international agierenden Unternehmen geht es vornehmlich um die Einrichtung einer Sicherheitsberufs-Fachschule im Range einer Universit?t. VTP Security Pomplun ist bereits seit einem Vierteljahrhundert in der Branche t?tig. Die Firma verf?gt ?ber drei eigene Ausbildungszentren, u.a. in den USA. Im Land Brandenburg wird ein 500 000m2 gro?es ?bungsgel?nde f?r die praktische Ausbildung genutzt. Die ausgebildeten Personensch?tzer und Sicherheitsfachkr?fte stehen dem freien Arbeitsmarkt zur Verfügung und sind überwiegend für Führungskräfte aus Industrie und Wirtschaft, aber auch für Botschaften und VIPs sowohl in Deutschland als auch international t?tig.

Quelle: IHK-Potsdam - Homepage, 11.04.2006
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Bodyguards aus Fernost mit deutscher Ausbildung

 

VTP-Sicherheitsakademie in Potsdam schult Lehrkräfte für internationale Berufsschule in China

Nauener Vorstadt - Die Chinesen der Landgent Group kannten das Spiel beim Besuch von Ewa und Horst Pomplun in deren Villa. W?hrend des Small-Talks im Wohnzimmer ziehen pl?tzlich drei livrierte Kellner eine Waffe und bedrohen die G?ste. Die in den Nebenr?umen wartenden Personensch?tzer haben die Lage aber schnell wieder im Griff. In Sekundenbruchteilen liegen die Kellner ?berw?ltigt auf dem Boden. Das Spiel ist so realistisch, dass einer der Angreifer Blessuren davontr?gt. Die Chinesen applaudieren. Genau jene einsatzstarken M?nner und Frauen ben?tigen sie in ihrer Heimat. Deshalb existiert seit September 2005 eine internationale Berufsschule f?r Objekt-, Fahrzeug- und Personenschutz in China. Konzipiert mit tatkr?ftiger Unterst?tzung aus Potsdam. Das Ehepaar Pomplun, das neben ihrer Sicherheitsfirma VTP Security auch eine Internationale Fachakademie f?r Sicherheit betreibt, ber?t die Asiaten beim Aufbau der Ausbildung zum Sicherheitsdienst. Nicht zuletzt, weil die Lehrg?nge an der Potsdamer Akademie seit 2002 durch die hiesige Industrie- und Handelskammer anerkannt werden. Der Kontakt zwischen Pompluns und den Asiaten "der auf Anraten des Bundeskanzleramts zustande gekommen war" existiert seit dem vergangenen Jahr. Damals pr?sentierten die Sicherheitsmitarbeiter von Ewa und Horst Pomplun ebenfalls ihr K?nnen mit gespielten ?berf?llen w?hrend der Gespr?che. Die chinesische Ausbildung zum Personenschutz sei ?hnlich der Potsdamer Schulung aufgebaut, erkl?rt Ewa Pomplun, "nat?rlich angepasst an die dortigen Gegebenheiten". Grund des erneuten chinesischen Besuches sind Verhandlungen ?ber den Schulungsort der Ausbilder. "Es muss gekl?rt werden, ob die Lehrkr?fte f?r China in Potsdam oder in Fernost ihre Schulungen erhalten", sagte VTP-Mitarbeiterin Undine Kania. "Uns w?re es am liebsten, sie erhielten hier die Schulung." Die Potsdamer Ausbildung, die auf dem Privatschulprinzip basiert, sei deshalb interessant, "weil Theorie und Praxis gleichwertige Anteile besitzen", erkl?rte der chinesische Delegationsleiter Luyu Yang. Dazu k?me "die weltweit bekannte Professionalit?t" von Ewa und Horst Pomplun. Nicht nur im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2008 in Peking sei "Sicherheit eine Entwicklungsbranche in China", so Yang weiter. Auch die wachsende Industrie sei an Schutzma?nahmen interessiert. Nicht zuletzt: "In China werden Sicherheitsdienste zwei bis dreimal besser bezahlt als andere Jobs", begr?ndet Luyu Yang die enge Kooperation mit den Potsdamer Bodyguard-Experten, die beide Seiten fortsetzen wollen. Anmerkung : Die im Original-Artikel verwendete Bezeichnung VPT wurde in die korrekte Bezeichnung VTP ge?ndert!

Quelle: PNN, 11.04.2006 (Kay Grimmer)
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IHK lobt Engagement derInternationalen FACHAKADEMIE für SICHERHEIT

Personenschutz - längst nicht mehr nur Privileg der ?oberen Zehntausend", sondern eine Dienstleistung, die in der heutigen Zeit kaum mehr wegzudenken ist und die auch zunehmend Politiker, Wirtschaftsbosse, Künstler und Sportler aus der ganzen Welt f?r sich und ihre Familienangehörigen in Anspruch nehmen. Die Firma VTP-Security Pomplun arbeitet seit Jahren im Personenschutz und war schon für viele Persönlichkeiten aus aller Welt tätig. Der Kundenstamm ist gro? und umfasst neben Staatspräsidenten und Botschaftern auch viele Prominente aus Wirtschaft, Sport und Kultur - Nachfrage und Bedarf weiter steigend. Das Unternehmen VTP-Security Pomplun etablierte sich stark durch die erfolgreiche jahrelange Arbeit auf diesem Gebiet und gibt im Rahmen der Internationalen FACHAKADEMIE f?r SICHERHEIT (IFfS) dieses Wissen und die Erfahrung schon seit sechs Jahren an junge Leute weiter. In Sachen Ausbildung von Sicherheitskräften mit dem Schwerpunkt Personenschutz geh?rt VTP-Security zu den Führenden in Deutschland und dies nicht nur, weil dies die einzige IHK-zertifizierte Ausbildung zum Personensch?tzer/ Sicherheitsfachkraft in Deutschland ist, sondern auch weil die Ausbildung sehr praxis- und realitätsnah durchgeführt wird. Das 500000 m2 große Außen-ausbildungsgelände, der Einsatz der Profitechnik und der gesamte S-Klassen-Flotte sowie einsatzerprobte Fachkräfte bieten die besten Voraussetzungen diesen Beruf von der Pike auf zu lernen. Doch VTP-Security ist seit l?ngerem nicht nur auf dem deutschen Markt im Gespr?ch, sondern auch weltweit. China - das Land der Zukunft - hat einen boomenden Sicherheitsmarkt und Interesse an eben dieser deutschen Ausbildung bekundet. VTP-Security macht besonders stolz, dass schon 2005 eine f?hrende Delegation aus China auf Empfehlung der Bundesregierung empfangen werden konnte, wo doch auch andere Staaten wie USA, Russland, England oder auch Frankreich daran interessiert sind, ih?re Sicherheitskonzepte an die Chinesen zu verkaufen. Bereits zwei Monate nach dem Deutschlandbesuch der Delegation flog eine Fachdelegation der IFfS nach China, um die ersten Unterrichtseinheiten abzuhalten und bei der Planung der Sicherheitsfachschule, im Range einer Universit?t mitzuarbeiten. Seit September 2005 existiert nun eine internationale Berufsschule f?r Objekt-, Fahrzeug- und Personenschutz in China, konzipiert mit tatkr?fti?ger Unterst?tzung aus Pots- dam. Die IFfS ber?t die Asiaten beim Aufbau der Ausbildung von Sicherheitskr?ften und f?hrt Fachgespr?che ?ber die Sicherheitslage rund um die Olympiade 2008 in Peking. Eine weitere Delegation, bestehend aus Wirtschafts- und Regierungsmitgliedern Chinas, be suchte im April 2006 die IFfS, um eine weitere Universit?t in der sechs Millionen Metropole Jinan in Kooperation mit IFfS zu planen und aufzubauen. Noch in diesem Jahr werden die ersten Ausbilder aus und f?r China in Brandenburg ausgebildet. U. Greif

Quelle: Bund+Beruf, .02.2006 (U.Greif)
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Die Personenschützer

Personenschutz ist in der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken und l?ngst nicht mehr das Privileg der "oberen Zehntausend". Zunehmend nutzen neben Politikern auch Manager, Sportler und Künstler diese Dienstleistung für sich aber, auch für Ihre Familienangeh?rigen. Das Unternehmen VTP Security Pomplun, mit Horst und Ewa Maria an der Spitze, arbeitet seit Jahren im Personenschutz. Seit über einem Vierteljahrhundert sind sie für viele Persönlichkeiten aus aller Welt tätig. Überwiegend für Prinzen und Prinzessinnen der Königshäuser, sowie für Regierungsmitglieder aus dem Arabischen Raum, aber natürlich auch für Wirtschaftsbosse, Sportler und Künstler. Dabei haben sie auch schon so manchen ungewöhnlichen Job erledigt. Ob es sich um einen spontanen Einkaufsbummel in London, Paris oder Rom mit einer Prinzessin handelt, wo Ewa Maria Pomplun mal schnell mit dem Privatjet mitflog, ein dringender Einsatz in den USA oder ob es nur der Austausch der sündhaft teueren Uhr für einen Sheikh in Genf war. Aber auch für Staatspräsidenten waren sie tätig. Eine riesige VIP Fotogalerie in ihrer Stadtvilla spricht da für sich. "Aus Diskretionsgründen können wir aber viele unserer Kunden hier nicht nennen", meint Horst Pomplun und fügt etwas leiser hinzu, "jedoch konnten wir auch schon so manche kritische Situation im Einsatz erfolgreich meistern." Diese Einsatzerfahrungen und ihr Können geben sie in ihrer eigens dafür gegründeten Fachakademie für Sicherheit, die weit über die deutschen Grenzen hinaus einen ausgezeichneten Ruf hat, an junge Leute weiter. Sie verbirgt sich hinter den Fassaden der pastellgelben Villa, die ruhig und einladend wirkt, mit kleinen Statuen, Palmkübeln und einem Oldtimer im Vorgarten in der Großen Weinmeisterstraße 54-55 in Potsdam.

Vertrauen, fachspezifisches Können und körperliche Fitness sind die Kriterien, welche später die Personenschützer auszeichnen. Eine qualifizierte theoretische aber auch praktische Ausbildung und regelmäßiges Training schaffen dafür die notwendigen Voraussetzungen. So haben sie sich, durch ihre jahrelange erfolgreiche Arbeit auf diesem Gebiet, zu Deutschlands führendem Unternehmen nicht nur in der Ausbildung hochgearbeitet. Vor 6 Jahren begann eine deutschlandweit einmalige Kooperation mit der IHK Potsdam, aus der zertifizierte Sicherheitsfachkräfte/Personenschützer hervorgehen. Es wird in kleinen Gruppen, mit höchstens sechs bis acht Seminaristen, für den Ernstfall trainiert, denn ihr Motto lautet Qualität nicht Quantität. "Es geht bei der Arbeit vorrangig darum, Gefahren für Gesundheit und Leben des Klienten im Vorfeld abzuwehren und Konflikte zu vermeiden", sagt Horst Pomplun, der früher einer Sondereinheit der Berliner Polizei angehörte und vor 28 Jahren in Saudi-Arabien bei einem "Kurierdienst für das Königshaus" zu seiner jetzigen Tätigkeit animiert wurde. Hier in Potsdam findet aber nur ein Teil der umfangreichen Ausbildung statt. Das Fahrsicherheitstraining, Abseiltechniken, die Schießausbildung, Konditionstraining sowie weitere praktischen Übungseinheiten finden in Berlin und Brandenburg statt. Dabei geht es nicht selten sehr hart, aber dafür um so praxisnäher zu. Die Seminaristen werden auf alle Situationen vorbereitet. Es werden neben den sicherheitsrelevanten Themen wie: Sicherheitsanalysen, Gesetzesfachkunde, Kommunikation und ATK (Anti-Terror-Kampf) umfangreiche Ermittlungsarbeiten und Taktik durchgeführt. Umgangsformen, das Protokollwesen und die Etikette gehören selbstverständlich auch dazu, sowie die Psychologie und Disziplin. Viele der Teilnehmer sind u.a. Bundeswehrsoldaten, aber auch Personen, die mit dem Sicherheitsbereich noch nie in Ber?hrung gekommen sind, interessierten sich für den Beruf. "Die wichtigsten Voraussetzungen für die Ausbildung sind positive Ausstrahlung und Aufgeschlossenheit", erläutert Pomplun. Statt Muskelpaketen sei Intelligenz gefragt. "Unsere Waffe ist das Gehirn", unterstreicht der 58-J?hrige, der den Begriff Bodyguard nicht mag. Auch Frauen sind in den Kursen mit dabei, allerdings ist nach Angaben von Pomplun der Anteil leider nicht sehr hoch. "Dabei seien weibliche Personensch?tzer oftmals durch ihre deeskalierende Wirkung bei vielen Situationen sehr gut einsetzbar. Sie können mit einem charmanten Lächeln manchmal mehr ausrichten als Männer", betont der Sicherheitsexperte. Sie seien au?erdem besser getarnt, da sie bei einem Einsatz häufig auch als Ehefrau, Schwester, Freundin oder Mitarbeiterin angesehen würden, was auch die Kunden weitgehend erkannt haben. Deshalb hoffen wir, sagt Horst Pomplun, dass zukünftig Frauen noch mehr in die Einsätze integriert werden.

Die Ausbildung funktioniert nach dem Prinzip Versuch und Irrtum. Sie lernen dabei, sich nicht auf den Äußeren Eindruck zu verlassen. Die Teilnehmer müssen immer mit ungewöhnlichen Situationen fertig werden. Von früh bis spät werden sie mit vermeintlichen Gefahren konfrontiert, die sie erkennen, beseitigen oder wenigstens umgehen müssen. Das Böse lauert eben bevorzugt im Detail. "Auf eine schöne Frau fallen bei unseren Tests eigentlich alle Männer rein", erzählt Pomplun. Zieht diese plötzlich eine Waffe, sei das Staunen groß. Der Anfänger-Lehrgang kostet rund 1000 Euro. Für die komplette Ausbildung, die von der Industrie- und Handelskammer anerkannt wird, werden rund 6500 Euro fällig. Die fertigen Personenschützer sind anschließend z.B. auch für Botschaften tätig oder sichern Hilfstransporte bzw. Unternehmen in Krisengebieten ab. Ein wenig Sorgen machen sich die Pompluns nach dem Abschluss daher schon, denn die Absolventen sind weltweit im Einsatz. Doch die Erfolgsmeldungen der ehemaligen "Seminaristen" erfreuen sie auch noch nach Jahren und erfüllen sie mit Stolz. Übrigens haben die Pompluns bei unserem Interview nicht erwähnt, dass sie mehrfach auch von Staatspräsidenten für ihre erfolgreiche Arbeit mit höchsten Orden ausgezeichnet wurden, so sind sie unter anderem auch als einziges deutsches Ehepaar Träger des Verdienstkreuzes in Silber und Gold der Bundesrepublik.

Quelle: Magazin- Potsdam Life, ..2005 (III.Quartal) (Verhoeven)
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Bodygards für China

Können nichts mehr anrichten: Als Terroristen verkleidet Azubis lassen sich von Ihrem Mitsch?lern festnehmen. Die chinesische Delegation guckt zu, denn die Potsdamer Schule soll Vorbild f?r ein Projekt in Peking werden.

Fotos Manfred Thomas

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Chinesische Berufsschule und Potsdamer Ausbildungscenter für Bodygards beraten über Zusammenarbeit

Nauener Vorstadt - Nancy Qin steht der Schreck ins Gesicht geschrieben, als sie plötzlich zu Boden gerissen wird. Doch dann kichert die Chinesin und kramt die Digitalkamera aus ihrer Louis Vitton-Handtasche. In der Bodygardschule von Horst Pomplun in der Großen Weinmeisterstraße kann man viele lustige Fotos machen. Mit einem zackigen "Neutralisieren!" pfeift der Chef des "VTP-Security"-Ausbildungszentrums seine Lehrlinge zurück. Und wendet sich der nun wieder stehenden Nancy Qin und dem Rest der chinesischen Delegation zu. Die ist einer Empfehlung von h?chster Stelle gefolgt: "Das Bundeskanzleramt hat unsere Schule der chinesischen Regierung ans Herz gelegt", sagt Pomplun. Und so treffen gestern um 10 Uhr in seiner Schule vier ranghohe Chinesen samt Dolmetscher ein: Ni Haohua, der Präsident der Landgent Group, eines der größten Immobilienunternehmen des Landes, zwei seiner wichtigsten Mitarbeiter ? darunter Nancy Qin, die in der Firma das B?ro f?r ausl?ndische Beziehungen leitet ? und ein Mitglied des chinesischen Bildungsministeriums. Der Grund für ihren Besuch: Die Landgent Group will in Peking ab September eine Berufsschule für Objekt-, Fahrzeug- und Personenschutz aufbauen. Nun suchen sie in Potsdam nach geeigneten Ausbildungsprogrammen. ?In China gibt es nur ganz kleine Trainingscenter ohne guten Ruf?, erkl?rt Nancy Qin. Dabei sei die Nachfrage nach Bodyguards in ihrer Heimat sehr hoch. Schlie?lich werde dort der Graben zwischen Arm und Reich immer tiefer, da sei Sicherheit ein wichtiges Thema, so Qin ? auch f?r die vielen Ausl?nder, die am Wirtschaftswunder teil haben wollen. Sie h?tten sich an Deutschland gewandt, weil es viele Handelsbeziehungen zu China pflegt, so Ni Haohua. Immerhin seien bereits VW, Siemens und Mercedes in der Volksrepublik. Die Gespr?che zwischen den Delegierten und Pomplun laufen gut. Haohua zeigt auf eine der vielen Fotografien an der Wand des Unterrichtraums: ?Da ist ja unser Ministerpr?sident!? ?Ja, und der Personensch?tzer daneben bin ich?, antwortet Pomplun. Die Chinesen sind beeindruckt. Noch gr??er werden ihre Augen, als die 20 Potsdamer Sch?ler und einige Ausbilder in einer filmtauglichen Stunt-Show zeigen, was sie alles drauf haben: von Bombensicherung bis Nahkampf mit vermummten Eindringlingen. Doch der Weg zum guten Bodygard ist hart. Der Umgangston in der Schule ist rau. Der Chef l?sst schon mal jemanden, der nicht schnell genug seine Waffe auseinander nimmt und zusammen baut, 20 Liegest?tze absolvieren ? mit Gasmaske. Disziplin sei wichtig, meint Pomplun, und auch dass man immer einsatzbereit sei. Darum w?rden die Auszubildenden, die in den R?umen ?ber der Schule wohnen, auch nachts schon mal mit Eisw?rfeln geweckt. Pompluns Lehrmethoden scheinen zu funktionieren, immerhin wurde das Zentrum 2002 von der IHK als Ausbildungsst?tte anerkannt ? die einzige Bodygardschmiede Deutschlands mit Zertifikat. Die Lehrer sind Polizisten, Soldaten, Sprengmittelexperten und Juristen. Schlie?lich m?ssen die Bodygards sich auch mit Dingen wie dem ?Notwehrparagraphen? auskennen. Neben dem Standort in Potsdam hat Pomplun noch eine Schule in Spandau und im amerikanischen Florida. Seit ?ber 15 Jahren bildet die VTP Personensch?tzer aus - aus aller Welt. Demn?chst werden zehn Irakis deshalb nach Potsdam kommen: ein Auftrag eines irakischen Gro?industriellen. Zur Zeit lernen hier ein Serbe und ein Bosnier das Handwerk. Ihre Namen sind geheim. Die Bodygards sollen nicht erpresst werden k?nnen, etwas ?ber die zu sch?tzenden Personen zu verraten: Alle h?ren darum auf Namen wie Fox oder Charlie. Auch untereinander kennen sie sich meist nur mit ihren Codenamen. "So rutscht uns beim Einsatz nicht aus Versehen der richtige Name raus", sagt Fox. Dann lässt er sich für die chinesischen Gäste von den Mitschülern überfallen und wieder retten. Dabei wird laut geballert. Qin zückt begeistert den Fotoapparat. Und Haohua lädt Pomplun schon mal in die Volksrepublik ein. Falls dann alles klappt, wird in der Großen Weinmeisterstraße bald chinesisch gesprochen ? wenn Pomplun die ersten chinesischen Berufslehrer ausbildet.

Quelle: PNN, 21.07.2005 (Juliane Wedemeyer)
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Bombe an der Bar

Kinoreif: Die maskierten Angreifer sind ?berw?ltigt, die Chinesen beeindruckt, VTP-Chefs zufrieden

Fotos:(2?) MAZ Gartenschl?ger

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Zweikampf: Bodyguards brauchen nicht nur Kraft und Ausdauer, sondern auch K?pfchen.@

Chinesische Geschäftsleute bei Potsdamer Personenschützern

NAUENER VORSTADT Bombenalarm! Der Sprengsatz liegt in der Bibliothek. Auf dem Barwagen. In den B?cherregalen dar?ber stehen die gesammelten Werke von Marx, Engels, Lenin. An einer Kanonenkugel ? la Münchhausen blinkt ein signalroter Zünder. Bis ein rettender Engel im silbrig glänzenden Schutzanzug Entwarnung gibt. Die chinesischen Geschäftsleute lächeln erleichtert und nicken mit den K?pfen. Sie sind nicht am Set für einen James-Bond-Film, sondern in der Akademie für Sicherheit des deutschen Branchenf?hrers im Personenschutz: VTP-Security Pomplun begleitet Promis, Prinzen, Politiker. "Die Han-dys in so einer Situation sofort ausschalten", r?t Firmengründer Horst Pomplun. "Damit können Bomben gezündet werden." Doch in der kamera?berwachten Villa in der Gro?en Weinmeisterstra?e sind die G?ste aus dem Reich der Mitte sicher. Daf?r sorgen Alpha, der smarte Sprengstoffexperte, oder Sergej, der mafiose Nahkampftrainer, und die anderen Anzugtr?ger mit "Knopf" im Ohr und Pistole im Hosenbund . Sie reden sich nur mit Codenamen an - Alpha eben. "Je weniger man voneinander wei?, desto besser", sagt einer der M?nner. Nancy Qin von der Landgent Group Company wei? indes eines genau: Die Delegation will Know-how und Equipment der von der Industrie- und Handelskammer als Ausbildungsbetrieb anerkannten Firma kennen lernen. In Peking soll im September eine internationale Berufsschule f?r Personenschützer öffnen, sagt Frau Qin. "Wir streben eine enge Zusammenarbeit mit Deutschland an." Und ein Kollege ergänzt, dass "VW eine neue Fabrik in China bauen wird" - der Bedarf an Sicherheitsfachleuten sei gro? . Die Potsdamer stehen gern als Aufbauhelfer bereit, versichert Ewa Maria Pomplun. Die Bundesverdienstkreuzträgerin ist in Deutschland eine von einem Dutzend Frauen in dem M?nnerberuf. An der Seite der zierlichen attraktive n Blondine konnte sich schon manche Hoheit unbehelligt durch Berlin shoppen. Die Herren sehen nicht alle so gut aus wie Bodyguard Kevin Costner, reagieren aber blitzschnell . Das erlebt Frau Qin am eigenen Leibe. Als die Chinesen, die "auf Anregung der Bundesregierung" gekommen sind, die Lektion Gesetzeskunde verfolgen, simulieren die Azubis im Seminarraum einen Angriff, bei dem Qin auf Befehl ihres Beschützers sofort in die Knie geht. "Der plötzliche Wechsel zwischen Theorie und Praxis gehört zu unserer Ausbildungsstrategie", erklärt Horst Pomplun. Und: Es gebe eine "starke Nachfrage" nach Begleitern mit Schirm, Charme und Kanone - so ein Werbeslogan der Firma. Doch nur einer von 20 Bewerbern sei weiblich, wei? Alpha. Zudem bemerke er erhebliche Defizite in der Allgemeinbildung oder etwa bei der Lektüre von seriösen Printmedien, die unerlässlich sei, um politisch auf dem Laufenden zu sein. "Viele, auch Abiturienten , können nicht systematisch lernen", hat Ausbilder Alpha festgestellt. Was sollten potenzielle Interessenten bedenken? "Es gibt immer ein Restrisiko und eigentlich kein Privatleben."

Quelle: Märkische Allgemeine, 21.07.2005 (Carola Hein)
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Künftige Personenschützer in der IHK-Potsdam

20.07.2005 IHK-Fachbereichsleiter Wolfgang Spie? (4.v.r.) informierte in der IHK Potsdam eine Delegation Pekinger Sicherheitsfachleute über die Qualifizierung "Personensch?tzer / Sicherheitsfachkraft (IHK)".

Immer stärker werden alle großen Events durch Sicherheitsstandards bestimmt - so auch die nächsten Olympischen Spiele, die 2008 in Peking stattfinden werden. Wie wichtig für die künftigen Sicherheitsfachleute und Bodyguards fachgerechte Ausbildung ist, wurde den Mitgliedern einer Delegation aus Peking anlässlich ihres Besuchs der Industrie- und Handelskammer demonstriert . 12 Lehrgangsteilnehmer der Firma "VTP Security" befinden sich derzeit in der Qualifizierung "Personenschützer/Sicherheitsfachkraft (IHK)". In den Unterrichtsräumen des MKC der IHK Potsdam werden die Lehrgangsinhalte mit modernster Hard- und Software sowie audiovisueller Unterstützung vermittelt. Aber auch das praktische Training kommt nicht zu kurz: Die Pekinger Sicherheitsspezialisten wurden nach den Maßgaben des Personenschutzes zum Standort der IHK geleitet (Bild links). Hier wurden sie von Wolfgang Spie?, IHK-Fachbereichsleiter für Aus- und Weiterbildung, zu einem Workshop begrüßt. Projektleiterin Anja Kirfel informierte dabei über Kontakte der IHK Potsdam zu chinesischen Unternehmen; ein Bericht zu Unternehmensbesuchen Brandenburger Firmen in Shanghai rundete den Wirtschaftsworkshop ab. Unter Vorgabe modernster Sicherheitsstandards konnte die chinesische Delegation nach ihrer Verabschiedung - durch die Mitarbeiter von VTP Ewa Pomplun sowie die in der Qualifizierung befindlichen "Bodyguards" eskortiert - die Heimreise antreten.

Quelle: IHK-Potsdam - Homepage, 20.07.2005
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Bodyguard-Schule (Interview mit Audiofile)

Nahaufnahme, 18.05.2005, 10:27 Uhr

Bodyguard-Schule

Viele Schauspieler, Showstars, Wirtschaftsbosse und andere Prominente wagen sich ohne Personenschützer kaum aus dem Haus. Zu groß ist ihre Angst vor Autogrammjägern, Fans oder Verrückten. Sowohl deshalb als auch aus Sorge vor Anschlägen oder Entführungen setzen sie auf Bodyguards. In Potsdam gibt es Deutschlands einzige private Schule, in der bewaffnete Personenschützer ausgebildet werden - mit Zertifikat der Industrie- und Handelskammer. Die Ausbildung wird sogar vom Arbeitsamt gefördert. Frauen gibt es dort allerdings nur sehr selten. Eva Beisiegel war in Potsdam und hat die Schule besucht

Quelle: INFOradio rbb, ..2005 (Eva Beisiegel)
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Damen bevorzugt
Weibliche Bodyguards wie Undine Kania verunsichern jeden Angreifer

Gruppenbild mit weiblichem Bodyguard: Die Schule befindet sich in einer restaurierten Villa in Potsdam.

Keine Sekunde z?gern: Wenn Undine Kania im Unterricht einmal klatscht, m?ssen wie bei einem Angriff sofort die Waffen gezogen werden.

Fotos : FRANK PASCHEN UND J?RGEN PEPERHOWE

@Das Messer blitzt nur eine Sekunde. Der Gesch?ftsmann ist noch nicht in der dunklen Limousine, da geht der unscheinbare Passant auf ihn los. Weit kommt er nicht: Sofort greifen Frauenh?nde nach seinem Arm, ein Knie trifft ihn im Magen, dann landet er unsanft auf dem Betonboden. Undine Kania l?sst sich fallen, rammt ihm ein Knie zwischen die Schulterbl?tter. Der Mann st?hnt -doch Kania l?chelt nur. Seelenruhig ordnet die 24-J?hrige ihre langen blonden Haare, erst dann erl?st sie den Angreifer und nimmt das Knie vom R?cken. ?Sch?tzer sollen nicht auffallen. Das sollen keine Klei-derschr?nke sein", sagt Kania. Die zierliche Frau verh?lt sich bei der ?bung ganz ruhig. Keinen Meter steht sie von ihrem Kollegen, der den Gesch?ftsmann mimt, entfernt -und damit genau in der Angriffslinie. Noch w?hrend ein Sch?tzer das Opfer in den gepanzerten Mercedes dr?ngt und seine Waffe zieht, stellt sich die 1,65-Meter-Frau dem Angreifer. Der ist einen Kopf gr??er und weit kr?ftiger gebaut, doch auf dem Boden landet er unweigerlich. Undine Kania ist Personen-sch?tzerin bei VTP Security in Potsdam. Die Kollegen nennen sie knapp ?Lima", ihr Codename. Um weibliche Begleitung bitten viele: Adel, Botschafter, Gesch?ftsleute, Stars und Sternchen vertrau- en auf ihre Betreuung - und ihren Schutz. ?Der Job als Personensch?tzer ist aber oft auch sehr langweilig", erkl?rt Kania rundheraus. Sagt es und hantiert wie selbstverst?ndlich mit einer Beretta, l?dt die Pistole durch, pr?ft das Magazin. In ihrer Heimatstadt Schwedt an der Oder hat Kania noch nicht an Nahkampf und Waffen gedacht. Ihre Begeisterung galt dem Reiten, sie schaffte es sogar bis zu den Landesmeisterschaften. Doch in Berlin ist alles anders: Mit 20 Jahren studierte Kania Logistik - und f?hlte sich von der gro?en Stadt eingesch?chtert. ?Da kommt man aus einer Kleinstadt nach Berlin. Also wollte ich mich fit machen in Selbstverteidigung", erz?hlt die junge Frau. Ihr Weg f?hrte sie nicht in den n?chsten Judoverein -sondern direkt ins Adelsviertel von Potsdam. Eine Jugendstilvilla steht dort, in der N?he das Schloss Cecilienhof und die Glieni-cker Br?cke, Nachbar ist der Botschafter Venezuelas. Bis 1994 residiert der KGB in dem Anwesen, nun weht die Nationalflagge vor dem Haus, auf dem Hof stehen schwarze Limousinen und Gel?ndewagen. M?nner in schwarzen Pullis und mit Pistole am G?rtel proben den Ernstfall, mittendrin Undine Kania. Die Befehle gibt Horst Pomplun, Codename ?Papa" und Chef von VTP Security. In seinen Seminaren lernte Kania, sich auch gegen gro?e Gegner zu behaupten, war bei einem Einsatz f?r Prinz Michael von Preu?en dabei. Danach reichte ihr die Selbstverteidigung nicht mehr, bald standen auch Fahrtraining, Schie?en, Funken, Gesetzeskunde und Erste Hilfe auf ihrem Stundenplan. Gleichberechtigung nahmen die Ausbilder w?rtlich: Was die M?nner leisteten, musste auch die junge Frau k?nnen. Die Folge waren blaue Flecke und eine Narbe von einem Messer. Eine H?rde nahm Kania nicht so leicht: das B?geln beim Benimmkursus. Auf Empf?ngen sollen sich die Bodyguards schlie?lich nicht daneben benehmen. F?r das erste faltenfreie Hemd ben?tigte die Frau eine Dreiviertelstunde. Weniger offen redet sie ?ber ihre Eins?tze: Bei Vertretern der Industrie wird der Name ganz einfach nicht genannt. Kania begleitet Botschafter, Sportler, auch Yvonne Catterfeld. Nur Araber haben oftmals Probleme, sich vom ?schwachen Geschlecht" besch?tzen zu lassen. Billig ist der Dienst nicht: Kanias Schutz kostet mindestens 500 Euro am Tag. ?Nicht jeder braucht Personenschutz", erz?hlt sie. ?Manche brauchen ihn nur, damit sie auch beachtet werden." In den Einsatz geht die 24-J?hrige mit Headset, Handy und Dienstmarke. Die, Waffe tr?gt sie nur, wenn der Auftraggeber es verlangt, dezent unter der Schulter. Der Schutz durch eine Frau hat klare Vorteile: Angreifer sind verunsichert, von muskul?sen M?nnern f?hlen sie sich eher provoziert. ?An ruhigen Tagen ist das aber ein reiner B?rojob", sagt Kania. Dann vermittelt sie Fahrdienste oder pr?ft den Tagesablauf eines Auftraggebers auf m?gliche Gefahren. Gasmasken und Schlagst?cke h?ngen am Eingang des Schulungsraums bei VTP. Unter einer Tafel liegen Handschellen, Kameras, im Schrank steht Pfefferspray. Die M?nner auf den Pl?tzen tragen Dienstkleidung und lernen Sicherheitstechniken. Ihre Dozentin ist Kania. Unvermittelt klatscht sie in die H?nde: Die M?nner springen auf, ziehen ihre Waffen und sichern den Schulungsraum in alle Richtungen ab. Nur eine Probe, um die Bereitschaft zu testen. Der Alltag als Personensch?tzer geht an Undine Kania nicht spurlos vorbei: Wenn sie nur ?ber die Stra?e geht, beobachtet sie Passanten und versucht sie noch f?nf Minuten sp?ter genau zu beschreiben. Selbst in Restaurants kann sie ihren Besch?tzerinstinkt nicht anbiegen: ?Ich setze mich nicht mit dem R?cken zur T?r. Denn als Sch?tzer muss man alles im Blick haben", erz?hlt Kania. Doch sie nimmt es gelassen: ?Man kommt abends heim wie von jedem anderen Job."

Quelle: Westfälische Nachrichten, ..2005 (Frank Paschen und Jürgen )
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Meine Leidenschaft ist, andere zu schützen

Quelle: Frau Von Heute, ..2005
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Bodyguards mit Zertifikat

Etikette, Fahrertraining, Schießausbildung, Anti-Terror-Kampf: In 950 Trainingsstunden haben diese 16 M?nner und eine Frau alles gelernt, was sie brauchen, um als Personensch?tzer und Sicherheitsfachleute t?tig zu sein. Gestern bekamen die Absolventen der Potsdamer Fachakademie f?r Sicherheit ihre Abschlusszeugnisse von der Industrie- und Handelskammer. Viele von ihnen h?tten bereits Job-Angebote von Botschaften und gro?en Unternehmen, so Horst Pomplun von der Fachakademie. Die gesamte Ausbildung findet in Potsdam und auf einem Trainingsgel?nde in Werder statt.

Quelle: Zeitung, ..2003
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Eisiges Vergnügen

KEIN GLATTEIS, NUR GLATTES EIS. Ihre Schlittschuhlauf-Künste stellten die Potsdamer Schauspielerin Doreen Jacobi, Software-Unternehmer Matthes Derdack und die Personenschützerinnen Undine Kania und Ewa Pomplun (v.l.) unter Beweis. Zuvor hatten Nachwuchs-Spieler des Berliner Eishockey-Clubs "Capitals" und Eiskunstläufer des Berliner Eissport-Verbandes für eine glänzende Show auf der tausend Quadratmeter großen Fläche gesorgt.

Quelle: Zeitung, ..2003
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Tischherren, gut in Schuss

 

Quelle: StadtAnsichten, ..2003 (Jörg Meyerhoff)
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Tod in der Nudeldose

 

Potsdamer Akademie f?r Leibw?chter lernen Azubis Personenschutz,
Geiselbefreiung und das korrekte Entkorken von Champagner. Ein Schulbesuc

H?tte der Mann das Codewort des Tages gewusst, w?re er jetzt nicht tot. M?ndungsfeuer erleuchtet den dunklen Gang. November kann kaum etwas sehen, als er den Keller betritt. Er tastet sich vor, schiebt sich an der Mauer entlang. Die Sch?sse kommen n?her. Es sieht schlecht aus f?r das Team der Geiselbefreier. F?r sein Team. Zu verlieren, das w?re das Schlimmste. November f?hlt sich mies. Er friert. Es ist kalt hier unten. Sein Sweatshirt w?rmt genauso wenig wie die Cargohose. Aber November friert nicht nur wegen der Temperatur. Er friert aus Angst. Es riecht nach abgestandenem Wasser. Er geht geduckt. Wenig Angriffsfl?che bieten. In der hintersten Ecke des Raumes ist es stockdunkel. November glaubt eine Bewegung wahrzunehmen. Er h?lt seine Pistole fester. Dann st?rmt er los. Der Mann in der Ecke hat keine Chance. Sollten die Geiselnehmer trotzdem noch gewinnen, an November h?tte es nicht gelegen. Als er den Mann nach dem Code fragt, sagt der, er wisse ihn nicht. Da schie?t November ihm aus 30 Zentimeter Entfernung in die Brust. ?Wir sind keine Soldaten?, hatte ?Papa? zuvor gesagt. ?Wir t?ten nicht. Wir machen den Gegner nur kampfunf?hig.? Und Alpha hatte auf die Verh?ltnism??igkeit der Mittel hingewiesen. Sobald der Gegner die Waffe senkt, d?rfe man unter keinen Umst?nden auf ihn schie?en. Es sei nicht teil des Jobs, den Attent?ter umzubringen. Vielmehr solle man sich darauf konzentrieren, die Personen, die es zu sch?tzen gilt, m?glichst schnell aus der Gefahrenzone zu bringen. November wei? das. Eigentlich. Und als der Schlagbolzen klickt und der andere Mann im Keller einer ehemaligen russischen Kaserne stirbt, ist ihm das auch sehr unangenehm. Er entschuldigt sich h?flich. Zum Gl?ck war es nur ein Training mit Platzpatronen. Der Mann namens November besucht die Fachakademie Sicherheit in Potsdam. Ausbildungsziel: Leibw?chter. Papa ist nicht zufrieden mit November, sagt aber zum Trost, dass nur der Praxisbezug den besten Lernerfolg garantiere. Papa hei?t Host Pomplun. Er leitet die Akademie mit seiner Frau Ewa, die alle nur ?Zulu? nennen. Die anderen Ausbilder haben Namen wie Alpha und Delta. Und die Sch?ler nennen sich Hotel, Whiskey und Sierra. Oder eben November. Alle hier verraten ?ber sich selbst entweder gar nichts oder nur sehr wenig. Decknamen und Diskretion sind wichtig im Gesch?ft der Pompluns. Neben der Ausbildung betreiben sie mit ihrer Firma VTP (Very Top Person) weltweiten Personenschutz. Die Akademie dient der Rekrutierung von Nachwuchs. Zwar bilde man mehr aus, als man selber brauche, sagt Pomplun, viele Sch?ler vermittle man jedoch an Botschaften, Konzerne und K?nigsh?user weiter. Mit K?nigsh?usern hat VTP viel Erfahrung. Vor 30 Jahren reiste Horst Pomplun als Mitglied einer Sondereinheit der Berliner Polizei nach Saudi-Arabien. Als er die Palastwachen sah, war er ?ber deren laxe Arbeitsmoral entsetzt: ?Die lehnten an ihren Autos und schliefen?, sagt er. Pomplun bot an, sie zu trainieren. Als er danach auch noch die Leibwache der Saudi-Prinzen in deren Skiurlaub in ?sterreich ?bernahm, war der Schritt ins private Sicherheitsgewerbe getan. Zu den Kunden der Pompluns geh?ren seitdem Bundespr?sident Johannes Rau, Hollywood-Stars wie Jack Nicholson und diverse Monarchen ? meist aus dem arabischen Raum. Verschwiegenheit ist da erstes Gesch?ftsprinzip. ?Habe ich gerade vergessen?, sagt Pomplun oft. Kann sein, dass das auch am Geb?ude liegt. Denn bis zur Wende war in dem Gr?nderzeitbau das DDR-Hauptquartier des KGB untergebracht. Die Leibw?chtersch?ler wohnen im Keller. Neben der Sauna. Morgens um 9.30 Uhr wird im Vorgarten die deutsche Fahne gehisst. Zwei Mann ?bernehmen das. Ein dritter ist f?r die Musik zust?ndig. Er dr?ckt auf die Play-Taste einer Stereoanlage. Freddy Quinn singt ?Hundert Mann und ein Befehl?.?. ?Und ein Weg, den keiner will?, singen die Rekruten mit, ?tagein, tagaus, wer wei?, wohin. Verbranntes Land, was ist der Sinn?? Das Lied ist zu Ende. ?Wir pfeifen die Melodie bei Eins?tzen als Erkennungssignal?, sagt Pomplun. Manchmal sei es nicht so einfach, Freund und Feind zu unterscheiden. Freddy Quinn ist dazu gut geeignet. Wer pfeift das sonst schon? Die Sch?ler treten in Zweierreihen an. Viele von ihnen waren oder sind bei der Bundeswehr oder Polizei. Manche sind Studenten oder Handwerker. Einer hatte ein Fitnessstudio, eine Altenpflegerin gibt es auch. Sie zahlen f?r das neunt?gige Seminar 1000 Euro. Sechs Seminare gibt es, alle bauen aufeinander auf. Die Rekruten sind bei Seminar f?nf. Nicht mehr weit entfernt von der Abschlusspr?fung. Der Lehrgang, von der Industrie- und Handelskammer Potsdam anerkannt, wird manchmal als Umschulungsma?nahme vom Arbeitsamt bezahlt. Sicherheit hat Konjunktur. Allein f?r den deutschen Markt kalkulieren Experten 2003 mit einem Wachstum von sieben Prozent. Die gesamte Branche setzt j?hrlich 3,5 Milliarden Euro um. ?Mittlerweile?, sagt Pomplun, ?hat jede gr??ere deutsche Firma einen eigenen Sicherheitsdienst.? Manchmal versch?mt getarnt als Abteilung ZBV (Zur Besonderen Verwendung). Inzwischen h?tten Wirtschaftsbosse mehr Leibw?chter als Politiker. ?Personensch?tzer sind oft ein Statussymbol. Ob sie immer notwendig sind, ist die andere Frage?, sagt der Ex-Polizist.{seite}nudel.gif@Die Sch?ler schauen mit ernstem Gesicht geradeaus, tragen schwarze Cargohosen, dunkelblaue Sweatshirts und Springerstiefel. Einer hat Turnschuhe an. Wenn die Ausbilder, alle von Polizei oder Geheimdienst, etwas fragen oder einen Befehl geben, antworten die Teilnehmer milit?risch knapp, gefolgt von einem ?Sir? oder ?Madam?. Obwohl das martialisch wirkt, muss der moderne Leibw?chter mehr haben als nur Sinn f?r Disziplin. Eine gute Allgemeinbildung und Fremdsprachenkenntnisse, ein gepflegtes ?u?eres und Grundkenntnisse der Etikette. Deshalb besteht der Gro?teil des Unterrichts in Potsdam auch nicht aus Schie?training. Gesetzeskunde wird gelehrt und Stressbew?ltigung. Das Erstellen von Gef?hrdungsanalysen steht auf dem Lehrplan, auch Deeskalationsstrategie und Benimmunterricht. Die Sch?ler d?rfen wegtreten. Sie ziehen sich um und sammeln sich im Unterrichtsraum. Auf dem Weg dorthin h?ngen Schlagst?cke und Gasmasken an der Wand. In Regalen stapeln sich Sprengfallen in Nudeldosen, Blasrohre und neueste ?berwachungstechnik, als w?re es das Ausstattungslager von James Bond. Messer in skurrilen Verstecken. In Stempeln etwa und B?stenhalter. Nicht dass man diese Waffen benutzt, aber man m?sse den Leuten zeigen, welche Gefahren es gebe, erkl?rt Pomplun. ?Personenschutz ist in erster Linie vorbeugend.? Genau das soll an der Akademie vermittelt werden. ?Wenn einer wirklich ein Attentat begehen will, kann man ohnehin wenig machen?, sagt Pomplun. Wenn man im Job ?berleben will, muss man beobachten, inspizieren, vorbereiten und wieder beobachten. Das B?se steckt im Detail. Auch in einer Nudeldose. Die Sch?ler tragen jetzt wei?e Hemden mit gelben Streifen. Sie sehen chic aus und ein bisschen wie Tom Cruise in dem Film ?Eine Frage der Ehre?. An der Wand h?ngen Bilder von imagin?ren Comic-Terroristen. Manche haben Geiseln. Die verschiedenen Organe sind deutlich markiert. Bei den B?sen. Undine Kania ist 23 Jahre alt. Sie kann schie?en und sich ?ber fahrende Autos werfen. Sie springt aus Helikoptern und seilt sich von H?usern ab. Sie hat BWL studiert. Man kann ihre F?higkeiten auf den ersten Blick nicht sehen. Auf den zweiten auch nicht. Sie habe ?aus Selbstschutz? angefangen mit den Lehrg?ngen, sagt sie. Kampfsport sei ihr zu viel Vereinsmeierei. Und dann hat sie gemerkt, dass es ein Beruf werden k?nnte. Mitunter kann es von Vorteil sein, wenn der Leibw?chter kein Mann ist und nicht aussieht wie ein Leibw?chter. Das ist diskreter. Ralf Schumacher besch?ftigt eine Besch?tzerin, die man eher f?r seine Geliebte halten k?nnte. Die Einsatzm?glichkeiten f?r Frauen nehmen zu. ?Ich glaube nicht, dass man als Frau M?nner unterlegen ist?, sagt Kania. Und ihr Ausbilder erg?nzt, dass es sogar von Vorteil sei, in kritischen Situationen eine Frau im Team zu haben. Aus Deeskalationsgr?nden. ?Wir M?nner wollen uns zu oft nur messen?, sagt er. Undine Kania l?chelt viel. Sie wird mit ihrem echten Namen angesprochen in der Akademie und passt auch sonst nicht recht ins Bild. ?Ich bin nicht ganz konform mit der Disziplin hier?, sagt sie. Aber es macht ihr Spa?, und sie macht es gern. ?Mal sehen, was kommt?, sagt sie. Undine Kania war bei der ?bung im Keller nicht dabei. Sie hatte keine Zeit. Sondern einen Einsatz. Ob sie das Codewort des Tages wusste? Es war ?Gurke?.

Quelle: Playboy, ..2003
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Bodyguards mit Zertifikat: Potsdamer Firma für Ausbildung ausgezeichnet

Quelle: Potsdamer Neueste Nachrichten, ..2002 (Sabine Schicketanz)
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Süsses Lächeln - harte Typen: Bodyguards aus Brandenburg
Potsdam - Stars und Staatschefs vertrauen auf sie: In Deutschlands ältester Bodyguard-Schule hat der Potsdamer Horst Pomplun (54) schon über 1000 Personensch?tzer ausgebildet. Phil Collins, Jack Nicholson arabische Prinzessinnen und auch der venezolanische Staatspr?sident vertrauten Pompluns Leuten schon ihr Leben an. Die Aufpasser mit St?psel im Ohr sind keine Rambos: "90 Prozent des Jobs sind Kopfsache, der Kraftprotz ist nicht gefragt", r?umt "Papa" Pomplun, der seit 30 Jahren im Gesch?ft ist, mit den g?ngigen Klischees auf. Auch Undine Kania (21) passt nicht ins ?bliche Bild. Die h?bsche Studentin schon erste Eins?tze hinter sich. "Viel Zeit verbringen wir mit warten und beobachten", erz?hlt sie. "Action pur ist das nicht." Dennoch hat sie Spa? daran, Managern, Stars oder Hausfrauen, die ihren Ehemann f?rchten, zur Seite zu stehen (zwei Schutzengel kosten pro Tag 1000 Euro). "Viele Frauen trauen sich den Job nicht zu", bedauert Pomplun. H?chstens f?nf bis sieben Prozent der "Sch?ler" an seiner Fachakademie f?r Sicherheit sind weiblich. "Damit k?nnen wir die riesige Nachfrage nicht decken." In bis zu sechs mal 140 Stunden (jede Kurs-Stufe wird mit IHK-Zertifikat abgeschlossen und kostet 998 Euro) schult er sie in Gesetzeskunde, Observation, Schusswaffengebrauch und Personenanalyse. Blaue Flecken beim Training in der schmucken Villa nahe dem Schloss Cecilienhof geh?ren auch dazu. "Die nehme ich gern in Kauf", sagt Undine Kania locker. Selbst Fahrtraining und Etikette stehen auf dem Lehrplan. "Oft m?ssen Auftraggeber ja auch bei Dinner-Banketts gesch?tzt werden." Gerade da w?nschen sich immer mehr Manager eine charmante Begleiterin, aber auch M?nner sind gefragt. "Die Berufschancen sind bestens, inzwischen hat jede gr??ere Firma eine Personenschutzabteilung", wirbt Pomplun um Nachwuchs. "Kurse kann jeder belegen, der mindestens 18, k?rperlich fit ist und ein einwandfreies polizeiliches F?hrungszeugnis vorweisen kann. Nur Schl?gertypen k?nnen wir hier nicht gebrauchen."
VTP Security Tel. 0331/240 680
Quelle: Berliner Kurier, ..2002
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"Frauen schießen besser"

Brandenburgs "Lara Croft": Undine Kania (li.) wird von Horst und Ewa Pomplun in Potsdam zur Personenschützerin ausgebildet.

Foto: Jaz?sch

@Deutschlands einzige Bodyguardschule, in der bewaffnete Personenschützer ausgebildet werden, arbeitet in Potsdam. Der Bedarf steigt. Potsdam - Von außen sieht die Villa an der Großen Weinmeisterstraße Nr. 54/55 ganz normal aus. Vorbeifahrende Touristen wollen wissen, was das für Leute sind, die sich im Garten zum morgendlichen Fahnenappell versammeln. "Irgendwas Militärisches", vermutet der Busfahrer, verberge sich dahinter. Des Rätsels Lösung: VTP-Service ist die einzige Bodyguardschule in Deutschland, in der bewaffnete Personenschützer ausgebildet werden. Nach dem 11. September nahm der Bedarf dafür spürbar zu, sagt Horst Pomplun (56), der zusammen mit seiner Frau Ewa (43) das Unternehmen führt. Seit 1994 trainiert das schlagstarke Ehepaar in vermutlich Deutschlands härtester Schule pro Kurs 15 junge Leute zwischen 20 und 40 Jahren. Der zehntägige Anfänger-Personenschutz-Lehrgang kostet 1950 Mark (997 Euro). Rund 14 000 Mark (7200 Euro) berappt man f?r eine Komplettausbildung, die von der Industrie- und Handelskammer (IHK) anerkannt wird. F?r die Besten gibt es dann noch den allerletzten Schliff in einem Ausbildungslager in Florida. Wer die Ausbildung schafft, wird Wirtschaftsbosse, Prinzen, Pop- und Tennisstars sch?tzen. Angefangen hat alles vor 25 Jahren in Saudi-Arabien. Dort war Pomplun Angeh?riger einer Sondereinheit der Berliner Polizei und wunderte sich ?ber die laschen Palastwachen. Er bot an, diese zu trainieren, und seitdem hat er st?ndig dort zu tun und betreut auch die Saudis, wenn sie in Europa sind. Zudem schickten verschiedene Botschaften Mitarbeiter zu Sicherheitslehrg?ngen nach Potsdam. F?r Promis wie Phil Collins, Jack Nicholson und Gabriela Sabatini war er "Sicherheitsbegleiter". Davon zeugen unzählige Bilder an den Wänden der geräumigen Villa, alter Familienbesitz und 1945 bis 1994 Teil der vom KGB genutzten "Verbotenen Stadt" unterhalb des Pfingstberges. Seit 1994 betreiben die Pompluns die Firma Very Top Person (VTP). Pompluns Nachbar ist Erik Becker Becker, Botschafter der Republik Venezuela, dessen Empfänge für Pompluns Kursanten zu Echtzeitproben werden. Für seine gute Arbeit bei der Begleitung des inzwischen abgedankten venezolanischen Staatspräsidenten Rafael Caldera sowie des neuen Präsidenten Hugo Chavez erhielt er den höchsten Orden Venezuelas "Simon Bolivar". Auch das Bundesverdienstkreuz in Gold schmückt seine Brust. Seine Auftraggeber schaue er sich genau an, versichert der Sicherheitsexperte, der Anekdoten aus seinem bewegten Leben erzählt. Auch seine Frau Ewa weiß mit der Beretta umzugehen. Und wenn es sein muss, dann würde sie auch schie?en. Bisher hat sie ihren Job stets geschafft, ohne den Zeigefinger zu krümmen. So wie im letzten Jahr, als plötzlich zwei Typen mit abgeschlagenen Flaschenhälsen vor ihrem Schutzobjekt standen und ein paar Dollarscheine forderten. Viel hat sie nicht gemacht: Nur die Jacke aufgeschlagen und den Blick auf die Beretta freigegeben. Ohne viele Worte war der Fall geklärt. Ewa Pomplun war die erste bewaffnete Personenschützerin außerhalb der Polizei und ist weltweit eine der wenigen Ausbilderinnen im Gewerbe. Zu ihren Schützlingen gehört auch Undine Kania. Die aus Schwedt stammende Studentin der Betriebswirtschaft ist die 40. Frau, die in Potsdam ausgebildet wurde. ?Nach erfolgreichem Abschluss einer strengen Prüfung könnte ich mich Personensch?tzerin nennen?, sagt die bescheidene junge Frau. Trotz einiger Angebote aus der Sicherheitsbranche steht aber das Betriebswirtschaftsstudium derzeit für die 21-Jährige an erster Stelle. Die Brandenburger "Lara Croft" ist dabei, sich ihren Traum, einmal Leibwächterin eines Politikers zu werden, zu erfüllen. Beim Schie?en mit der Beretta 92, Ausdauerlauf, bei Verfolgungsjagden im gepanzerten Mercedes, "berall ist sie Spitze. Ausbilder Horst Pomplun lobt die junge Frau: "Undine ist gut. Frauen sind oft hartnäckiger, schießen besser als Männer." Einige Einsätze hat sie schon hinter sich - zum Beispiel als Bodyguard von arabischen Prinzen, ?lscheichs, Politikern. Was ihr an dem Job gefällt? "Ich will dort sein, wo Action ist", sagt sie. "Dazu gehört, im Notfall auch sofort zu schießen. Und das würde ich tun - ohne zu zögern."

Quelle: Berliner Morgenpost, ..2001 (Dieter Weirauch)
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Die Lara Croft von Brandenburg

Die eine gibt's wirklich, die andere ist eine Computerspiel-Heldin: Undine Kania und Lara Croft

Fotos: BUBLITZ

Horst Pomplun bildet auch weibliche Bodyguards aus.;Oben: Den gepanzerten Benz f?hrt Undine schon genau so gut wie ihren eigenen VW.

Unten: Vorsicht, M?nner! Undine kennt keine Gnade, legt jeden von euch flach.@Sie ist sch?n, cool - und schie?t schnell Sie ist jung. Sie ist sch?n. Sie tr?gt sexy Schlaghosen mit Nieten. An der H?fte baumelt ein Pistolenhalfter: Mit Undine Kania (21) sollte man sich lieber nicht anlegen. Sie ist die Lara Croft von Brandenburg. Potsdam, Ex-KGB-Zentrale: das Hauptquartier der VTP-Personensch?tzer. Im Keller: vergitterte Einzelzellen. An den W?nden Gasmasken, Schlagst?cke, Waffen jeder Art. Es ist das Haus von Horst Pomplun (55) und seiner Frau Ewa Maria (40). Sie sind die Ausbilder. Undine redet nicht viel. Schon gar nicht ?ber ihre Kunden: In diesem Job schweigt man.
jedenfalls: Es sind Prinzen, ?lscheichs, Politiker. Menschen, die Grund haben, um ihr Leben zu f?rchten. Die Berlinerin: "Ich treffe interessante Leute." So kann man's auch sehen. Die Anforderungen sind brutal. Seit zwei Jahren I??t sich Undine schon qu?len. Ihr Boss Pomplun: Ich nehme sie hart ran. Frauen sind hartn?ckig. Und sie schie?en besser." Klack, klack! Undine nimmt ihre Beretta 92 schon im Schlaf auseinander. Aus 25 Meter Entfernung eine B?chse aus dem Regal pusten - einfach! Hinzu kommen Ausdauerlauf, Bogenschie?en, Verfolgungsjagden im gepanzerten Mercedes. Selbstverst?ndlich beherrscht Undine die Kunst der Tarnung. Auch im Bikini ist sie f?r m?gliche Attent?ter gef?hrlich. Pomplun: "Undine ist gut, hat Perspektiven." Dass neun von zehn Bodyguards M?nner sind, steigert eher ihren Marktwert: Der Bedarf an Leibw?chterinnen gro?. "Frauen lassen sich lieber von Frauen besch?tzen." Undine (studiert Betriebswirtschaft, liebt Pferde) wei?, was sie will: ,,Dort sein, wo Action ist."

Und wenn eines Tages der Moment kommt, dass sie einen Attent?ter stoppen musste? Sie z?gert, antwortet leise: "Das schiebt man vor sich her... aber ich wurde sofort schie?en."

Quelle: BILD, ..2001 (Markus Schmidt)
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Ich bin die deutsche Lara Croft

Handschellen am Hosenbund, Funkgerät in der Tasche, Pistole im Anschlag: Undine Kania (21) beschützt Prominente;

Fotos: KAI BUBLITZ

@Potsdam - Sie ist jung. Sie ist sch?n. Sie ist sexy. Und sie schie?t schnell. Mit Undine Kania (21) sollte sich ein Mann lieber nicht anlegen. Sie ist die "Lara Croft" von Brandenburg, Deutschlands sch?rfster Bodyguard. In Potsdam, in der Ex-Geheimdienstzentrale des KGB, liegt das Hauptquartier der Personenschutz-Firma VTP. Im Keller: vergitterte Einzelzellen. An den W?nden h?ngen Gasmasken, Schlagst?cke, Waffen jeder Art. Hier wird die h?bsche * Undine (sie ist Single und Pferden?rrin) ausgebildet - Schie?en mit der Beretta 92, Ausdauerlauf, Verfolgungsjagden im gepanzerten Mercedes. Ihr Boss, Horst Pomplun: "Undine ist gut. Frauen sind oft hartn?ckiger, schie?en besser als M?nner." Seit zwei Jahren trainiert Undine in Potsdam. 20 Eins?tze hat sie schon hinter sich - als Bodyguard von arabischen Prinzen, ?lscheichs, Politikern. Was ihr an dem Job gef?llt? "lch will dort sein, wo Action ist", sagt sie. "Dazu geh?rt auch, im Notfall sofort zu schie?en. Und das w?rde ich tun - ohne zu z?gern." So wie die Kino-Heldin Lara Croft? Undine: "Schneller, wenn's sein muss..."

Quelle: BZ Berlin, ..2001 (Markus Schmidt)
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Kraftmeierei bringt es nicht

Wenn die Sch?tzlinge von Horst Pomplun ihre Eins?tze ?ben, ist Action angesagt. Nachfrage nach den Potsdamer Personensch?tzern gibt es reichlich - selbst von arabischen K?nigsh?usern.

Foto : Liebe

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Sicherheitsfirma und IHK bilden gemeinsam Personensch?tzer aus

POTSDAM - Eine ehemals vom KGB genutzte Villa in Potsdam. Dachgeschoss. Ein knappes Dutzend junger Leute erh?lt letzte Instruktionen. Ihr Auftrag: Personenschutz. Horst Pomplun von der VTP (very top person) Security teilt die Teams ein, bestimmt Bodyguard, Begleitung. "Team B - ihr sichert ab." Routinearbeit. Doch urpl?tzlich Hektik. Die Personensch?tzer springen auf. Beziehen Stellung an Fenstern. An Turen. Alles geht rasend schnell. Auf dem Boden des Zimmers kauert jemand regungslos. Es ist die "Schutzperson", gut beh?tet von einem extra Bewacher. "Das war eine Probe", erkl?rt Pomplun. Auf ein vereinbartes Signal hin m?ssen die jungen Leute, die sich in Potsdam zum Personensch?tzer ausbilden lassen, den Raum absichern. Pomplun geht auf Kontrollrunde. "Was ist mit der T?r ? Warum steht da keiner?", fragt er vorwurfsvoll. Daf?r stehen an einem Fenster gleich zwei Leute stramm. Das muss besser eingeteilt werden, mahnt der Chef. Pomplun ist Profi im Personenschutz. Schon vor 30 Jahren hat der Ex-Polizist Palastwachen in einem arabischen Land ausgebildet. Seit 1990 bieten er und seine Frau ?ber die Firma VTP Security privaten Schutz an. Arabische K?nigsfamilien sind h?ufige Kunden. Aber auch Sportidole wie Gabriela Sabatini und Politiker wie der Pr?sident Venezuelas nahmen seine Dienste schon in Anspruch. Seine Tricks gibt der 53-J?hrige an den Nachwuchs weiter. Gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam bietet die Firma VTP Security einen sechs-stufigen Lehrgang f?r die Ausbildung als Personensch?tzer und Sicherheitsfachkraft an. Zum Abschluss gibt es ein IHK-Zertifikat. "Damit sind wir deutschlandweit Vorreiter", sagt Wolfgang Spie?, Leiter der Weiterbildung bei der IHK. Er schatzt, dass hierzulande etwa 20 bis 30 Firmen Personenschutz anbieten. Bei Pomplun lassen sich Leute aus Deutschland, ?sterreich und der Schweiz in Psychologie, Taktik, Selbstverteidigung, im Schie?en, Funken und im Raumdurchsuchen unterrichten. Die Teilnehmer, von denen viele die Ausbildung selbst bezahlen, lernen schnell. Lachend erz?hlt Pomplun, wie sie k?rzlich ein pr?pariertes Zimmer auf Sprengstoff durchsuchten und dabei sogar ein Abflussrohr aufschraubten. Der Raum stand unter Wasser, aber die Durchsuchung war perfekt. K?rperliche Fitness ist ein Muss. "Den Heiligen See nehmen wir t?glich", so Pomplun. Und manchmal auch noch mehr. Einmal tuschelten Kursteilnehmer, der 53-j?hrige Chef laufe wohl nicht lange mit. Daraufhin hat Pomplun mit dem Kurs "eine schone Schlossertour gemacht", wie er sagt. Ein 16-Kilometer-Lauf quer durch Potsdam, nat?rlich mit dem Chef. Der warnt zugleich vor Kraftmeierei. "Nur die Tennisballe unterm Arm bringen es nicht." 99 Prozent des Jobs mache die Vorbereitung der Einsatze aus. "Leider bewerben sich viel zu wenige Frauen", sagt Pomplun. Die 19-j?hrige Manuela Sack aus Aschersleben (Sachsen-Anhalt), die einzige Frau in ihrem Lehrgang, hat in Potsdam den Grundkurs belegt. Der Lehrgang sage ihr schon zu, aber ob sie alle sechs Kurse belegen wird, wisse sie noch nicht. Hannelore Lambrecht von der IHK sagt, dass diejenigen, die die komplette Ausbildung machten, auch Arbeit in der Branche gefunden haben. Die Personensch?tzer in spe haben sich vor Pompluns Villa versammelt. Was sie noch nicht wissen: Die kommende Nacht wird unruhig. Es gibt einen Probealarm. "Wir machen auch Feuer?bungen mit Nebelmaschine", sagt Pomplun. Das wirke so echt, dass beunruhigte Passanten schon einmal die Feuerwehr alarmiert h?tten.

..2001 (Ute Sommer)
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Von Menschen, Marmor & Mäusen

Horst Pomplun mit seinen bewaffneten Personensch?tzern zwischen Oldtimer, Venus und der Villa seiner Ahnen

Fotonachweis: UTE MAHLER

@Potsdam, die Stadt der Paläste, Parks und Putten, ist der neue Wohnsitz für Stars und Künstler. Mit der Wende kam das Kapital, kamen Investoren und Mäzene. Die Residenz von Friedrich dem Großen entwickelt sich wieder zu Deutschlands Perle Willi und Wolfi fegen über den blanken Boden, dass es ihnen die Beine wegreißt, glitschen weiter und heulen auf dem hohen C. Die zwei pommerschen Zwergspitze sind die Vorhut ihres Meisters. Der schreitet in die pomp?se Halle seiner weißen Villa, streicht sich mit eleganter Geste das Flachs aus dem Gesicht und steht nun da neben seinem lichtdurchfluteten, fetten Amor, zu dessen F??en ein Totenkopf liegt.
Welch eine Inszenierung. Wie eine Szene aus Calderons "Leben ein Traum": Denn in den Räumen/Dieser Wunderwelt ist eben/Nur ein Traum das ganze Leben. Und das Leben sieht aus, als k?me es frisch von der Sonnenbank. Nein, wirklich nicht, sagt Wolfgang Joop. Eine Stunde in der echten Sonne, und ich bin braun. Er sei ja nun mal dieser Oliv-Typ und nicht norddeutsch rosig und d?nnhaarig. So, und nun haltet endlich die Klappe, sagt er zu den T?len. Er ruft den Stab seiner Wunderkind Art zusammen, die Damen von Presse & Finanzwesen und Freund Edwin Lemberg. Und da sitzen wir alle am gro?en Tisch im Speisezimmer, alte Goldspiegel rechts und links, Pellkartoffeln, Quark und Salat vor uns, und drau?en, am anderen Ufer des Heiligen Sees, lockt das Marmorpalais von Friedrich Wilhelm II. Der hatte einen Eiskeller f?r Speisen und Getr?nke und kleine Kabinette mit Seeblick f?r M?tresse und Nebenfrauen. Wenn Joop vom Garten aus in den See steigt, schwimmt er geradewegs auf die Lustresidenz zu. Sein Gro?vater, sagt er, stamme von den Langen Kerls ab. Hat er selbst auch Gardema?? Aber klar, 1,86 ist er, also 8 Zentimeter dr?ber. Und seine R?ckkehr nach Potsdam, ist das Sentimentalit?t? Nein, Objektivit?t, sagt er. Mich erinnert Potsdam sogar an New York. Absolut kosmopolitisch. Und wenn ich mir ?berlege, wie viele j?dische Intellektuelle, K?nstler und Schauspieler aus Potsdam damals vor den Nazis nach New York geflohen sind, h?tte ich gro?e Lust, hier eines Tages wieder einen ganz exzentrischen Salon zu f?hren. Wie Friedrich II. und Voltaire? Also zu Friedrich dem Gro?en f?hle er eine ganz starke Seelenverwandtschaft. Ich bin ja als Kind allein durch Sanssouci gelaufen, sagt er. Der Hausmeister dort war der Trichinenbeschauer auf Gro?vaters Hof. Von dem kriegt er die Schl?ssel. Und da l?uft der Junge allein durchs Schloss, allein durchs Schlafzimmer des K?nigs, durch Voltaires Gemach und das Musikzimmer, und ?berall sieht er sich in den herrlichen Spiegeln, diesen goldenen Roncaillen. An die klammert er sich, als die Familie 1954 aus der DDR in den Westen geht. Ich wollte mir wieder mein Sanssouci aufbauen, sagt er. Wie Reliquien habe ich solche Spiegel sp?ter mit mir rumgeschleppt. Von Wohnung zu Wohnung. Von New York nach Monaco. Jetzt schleppt er sie zur?ck nach Potsdam. Also wer hat schon so einen Geist wie den Alten Fritz, sagt er, der bei einem spukt? Wie findet er die preu?ischen Tugenden? Disziplin, Ehrlichkeit, Flei?, Gehorsam ... Und ich habe H?rte, Pflichtgef?hl, P?nktlichkeit, Vernunft und Toleranz noch nicht ausgesprochen, da sagt Joop schon vergn?gt: alles meine! Und wo trifft der Preu?en-Fan die Wirklichkeit? ?berall. Beim Friseur, beim D?ner-T?rken, an der W?rstchenbude. Da sagt neulich jemand neben ihm: Na, Joop, hast dir wohl vakleidet, wa? Hab dir aber erkannt. So ist das, sagt er. Die Leute glauben, so ein Modemacher l?uft mit wehendem Schal und Nerzkragen rum. Heute tr?gt er ein ?rmelloses T-Shirt mit glotzendem Adler und der Aufschrift: Wild & Free. So geht er zum Altersheim in die Meistersingerstra?e. Joop ist dort zu Kaffee und Kuchen geladen. Daf?r liest er aus seiner himbeerroten Schnulze "Das kleine Herz", das liebt und leidet und am Ende nicht mehr ins Buch reinpasst. Ein bisschen steigt dem Joop dabei das Wasser in die blauen Augen. Dann geht er von Tisch zu Tisch, sch?ttelt zitternde H?nde und streicht ?ber alte Wangen. Herr Joop, bitte noch einen Satz ins G?stebuch! Und Joop l?chelt und schreibt: Wartet nur ein Weilchen, bald komm ich zu euch. Wo soll einst sein Reiterstandbild stehen? Ach, blo? kein Reiter, ich hab doch eine Pferdeallergie. Eine B?ste w?rde mir schon reichen, sagt er lachend und korrigiert sich geich wieder. Nein, nein, auch keine B?ste. Ich will nicht, dass mir die Tauben auf die Frisur schei?en. Weitab von Tauben, Schl?ssern, Palmen und Putten wohnt John Milz, der Containersieger von "Big Brother". Waldstadt. Zwischen Babelsberg und Potsdamer Heide. Plattenbau. Ein Haus wie's andere. Autos. Treppen. Unterhemden. Ick bin ja nich der Typ, der in 'ner Wohnung lebt, sagt er. Er kommt zum Essen und zum Schlafen her. Und det war's denn auch. Die Wohnung ist klein und rein. Prunkst?ck im Zimmer: der siegellackrote Eisschrank. Die Plastesitze tief wie Topfbunker, die Birne nackt an der Decke, und abends gibt's bengalische Beleuchtung. Nat?rlich h?tte er sich nach "Big Brother" auch eine sanierte Wohnung in Potsdam leisten k?nnen. Will er aber nicht. Hat ja mal in der Altstadt gelebt. Geh?rte auch zu den Hausbesetzern in der Gutenbergstra?e. Aber dann kamen die Sanierer. Und die echten Potsdamer, sagt er, die werden nun an den Rand gedr?ngt, rein in die Platte. Also er findet alles, was OB Platzeck macht, sehr, sehr schei?e. Ihn interessiert auch Geschichte nicht. Ick bin ja nicht Potsdamer, weil da mal vor 100 Jahren sonstwas war. Oder Sanssouci. Mit einem Oberb?rgermeister Kutzmutz von der PDS w?re er besser klargekommen. Die Stadt kriegt jetzt so ein richtiges Saubermann-Image. Nur das Holl?nder-Viertel ist wieder toll und echt, sagt er. Ick seh so was, ick komm ja vom Bau. Aber der Rest? Nur noch schick und teuer. Nix f?r 'n Sterblichen. Aber f?r die Unsterblichen von Potsdam will er doch nun ein Fitness-Center aufmachen. Nee, sagt er, Prominente betreuen, das will er. Und zwar solche, die so prominent sind, dass sie nie irgendwo mit anderen trainieren w?rden. Er hat gerade seinen Personal Trainer gemacht, hofft, dass man ihn nun anruft und Tipps will. Tipps f?r Schwimmen, Joggen, Ern?hrung und so. Und hat der eene jute Erfolge, sagt er, kommt der N?chste, und schon hab ick meinen Ruf weg. Alle drei Container-Gewinner stammen aus dem Osten. Liegt das daran, dass sie schon in der DDR eingeschlossen waren? Nee, das liegt am Ossi selbst, sagt John Milz. Der is verbissener. Der ruft auch an, damit kein Wessi gewinnt. Det is so, wie's is. Wir laufen durch den Park von Sanssouci, wo ausgespuckte Busladungen keuchen, latschen, schwitzen und knipsen. Sie knipsen der Sch?nheit die Seele weg. Mittelalterliche Herrschaften mit Shorts und Wampe vor Merkur, gef?llte R?cke vor Diana, fette Cellulitis vor zarten Weinreben, schwappende Busen unter platzenden Blusen vor den Nackten mit Pfau und Bogen. Matha, stell dich mal da hin! Wohin? Na, da, zum Alten Fritz. Der h?tte sie alle mit dem Kr?ckstock aus seinem Paradies gejagt. Er herrschte ja sogar G?ste an. Was wollen Sie denn hier?, fragt er m?rrisch den galanten Schriftsteller Giacomo Casanova, als der im Sommer 1764 im eleganten Rock durch den Park flaniert und auf seine Audienz wartet. Er sei eingeladen worden. Pers?nlich! Und dann spazieren die zwei durch die Menge steinerner Helden, und der Alte schimpft auf die 300000 Taler teure Wasseranlage, die keine Font?ne im Park hochkriegt. Und schaut immerzu den Schweren?ter aus Italien an. Wissen Sie, sagt er, Sie sind ein sehr sch?ner Mann. Und bittet zu Tisch. Die G?ste in der Villa Kellermann speisen unter Sonnenschirmen in der Idylle. An der Hauswand wilder Wein, unter den F??en Rasen, und ?ber dem Heiligen See geht die Sonne glutrot unter. Maximilian Dreier aus Kreuzberg wollte nach der Wende einen K?nstlertreff in Potsdam gr?nden, hier in der leicht verrotteten Villa. Doch die Ost-Intellektuellen wollten von den West-Intellektuellen nichts wissen. Und umgekehrt. So nahm das west-?stliche Schicksal seinen Lauf. Das Haus kam vom DDR-Kulturbund zur Treuhand, zum Bundesverm?gensamt und landete bei Johannes Rey aus Oberursel. Der Hesse sieht schon den Rubel rollen, denn aus dem Haus soll ein Spielcasino werden, wenn erst der Dreier drau?en ist. Aber der Dreier hat einen Vertrag bis 2010. Was tut man da? Man baut ein Ger?st an die Seeseite des Hauses, dort, wo die G?ste sitzen. Als es weggeklagt ist, steht es vorn. Und nun an der Seite. Drei Jahre schon. Geht der Kerl noch immer nicht? Da kann man doch mal einen Graben ums Haus aufrei?en lassen. Warum sollen die G?ste nicht ?ber einen Holzsteg zum Essen schwanken? Und warum sollen die Abwasserkan?le nicht mal zubetoniert werden? So geht das ?ber Jahre. Und als im Restaurant eine gro?e Hochzeit ausgerichtet ist, l?dt Besitzer Rey alle Potsdamer Hausbesetzer ein, erz?hlt Dreier. Zum Freibier. Vor der Villa Kellermann. Meldet die Horde auch noch bei der Polizei an. Damit sie freien Zugang zu den Toiletten hat. Doch die vollgetankten Buben setzen sich nicht nur neben die Brillen, sie fingern auch im Hochzeitsb?fett herum, bis die Braut bitterlich weint. Da haben wir mit ihnen diskutiert, sagt Dreier. Haben ihnen klargemacht, dass es f?r Hausbesetzer ja wohl etwas komisch sei, einem der gr??ten Spekulanten Potsdams - denn Rey besitzt dort viele H?user - dabei zu helfen, einen Mieter rauszuekeln. Ein paar waren besch?mt. Aber die meisten sagten: Des Bier ich trink, des Arbeit mach ich auch. Und sie machen sie gr?ndlich. Verstreuen bei sch?nem Wetter bereitgestellte Hundekuchen in alle Ecken des Gartens, und am Abend lungern 30 K?ter vor den gedeckten Tischen. Doch Dreier h?lt mit herrlichen Speisen und Weinen durch. Und die G?ste kommen. Auch weil es jaucht und joopt in der leicht verlotterten Villa. Um den heiligen See herum d?sen die Villen in Wei?, Vanille und Schlossgelb. S?ulen st?tzen Portale, Kariathyden tragen Balkone auf ihren H?uptern, G?tter lehnen l?chelnd in Nischen, Putten purzeln ?ber Fenstersimse, und nur selten br?ckelt noch eine Erinnerung aus uralten Zeiten vor sich hin, eine ungekl?rte Immobilie notd?rftig mit Pfeilern abgest?tzt und mit Brettern vernagelt, morsch und m?de, wie damals bei so vielen Anwesen, Palais und Pavillons, damals zur Wendezeit. Friede Springer sitzt am 9. November 1989 hoch ?ber der Mauer im 19. Stock des Verlags und speist mit G?sten des Goldenen Lenkrads. Da platzt pl?tzlich der Sprecher des Hauses in die Runde, es sei etwas passiert, die Mauer w?rde heute Nacht wohl noch fallen. Uns fiel die Gabel aus der Hand, sagt Friede Springer. Und Walter Momper, der Regierende B?rgermeister, sei ganz durcheinander gewesen. Ich glaube, ich muss jetzt ins Sch?neberger Rathaus, sagt er und l?uft los. Und es dauert nicht lange, da sehen die G?ste von oben, wie unten von Osten her aus allen Richtungen Autos auf die Mauer zurollen. Eine unvergessliche Nacht, sagt Friede Springer, wir haben durchgefeiert, sind rein und raus und r?bergegangen. Hat sie mit dem Schicksal gehadert, dass ihr Mann das nicht mehr hat miterleben k?nnen? Es war ja sein Traum, sagt sie. Einen Tag h?tte ich ihm gew?nscht. Einen Tag, dass er erlebt h?tte: Die Mauer ist weg. Aber alle haben mich getr?stet: Friede, das sieht er doch von oben. Und dann f?hrt sie nach Potsdam. Wann immer sie Zeit hat. L?uft Stra?en ab, schaut schon nach wenigen Monaten verwitterte Objekte an. Und dann hat sie eines im Auge. Sie erkundigt sich nach der Geschichte des Hauses, h?rt, dass es einer j?dischen Familie geh?rt hat, die musste raus, und ein Nazi kam rein, und danach war die Stasi drin. Es lag so sch?n, sagt sie, direkt am Heiligen See. Aber nicht mit dieser Geschichte. Eines Tages ist sie dann bei ihren heutigen Nachbarn, und die zeigen ihr jenes sch?ne Haus, in das wohl ein Fitness-Studio rein soll, was niemand in der Stra?e will. Da sagt sie: Ach, das kauf ich. Und da sitzen wir nun in diesem eleganten Stadthaus nahe der russischen Siedlung Alexandrowka, ohne See, aber mit Fl?gelt?ren und Durchblicken, L?stern und Lichtern, Antiquit?ten, B?chern, Impressionisten, Blumen und gro?er Gem?tlichkkeit. Nur Preu?en-Bilder h?ngen keine. Axel war ja der gro?e Preu?en-Liebhaber, sagt sie. In ihrem Haus in Schwanenwerder hingen Gem?lde von Friedrich dem Gro?en. Sie hat sie dem Museum geschenkt. Und was h?lt sie von preu?ischen Tugenden? Disziplin? Ja. Flei?? Gut. Gehorsam? Muss nicht immer sein. H?rte? Nein. Ganz selten sei H?rte der richtige Weg. P?nktlichkeit? Sehr wichtig. Toleranz? Besonders wichtig. Vernunft? Auch gut. Aber immer gepaart mit Liebe, sagt sie. Sonst geht das nicht. Und bei Liebe ist sie sehr schnell bei K?nigin Luise, der Frau von Friedrich Wilhelm III. Die war zwar ewig unp?nktlich, daf?r aber charmant, vergn?gt und so verliebt in ihren Mann. Und wie sie dann fliehen muss, als Napoleon 1806 durchs Brandenburger Tor zieht. Und wie sehr sie gedem?tigt wird, als der Korse sich in ihren Schlafgem?chern breit macht und die Briefe des in sie verliebten Zaren Alexander liest und ver?ffentlichen l?sst. Um sie zu br?skieren. Und wie sie dennoch mit Napoleon verhandelt und versucht, die Preu?enkrone zu retten. Vergeblich. Und wie sie schlie?lich weinend zum letzten Souper mit dem Eroberer f?hrt. Was f?r eine Frau! Die hab ich immer bewundert, sagt Friede Springer. Und wo trifft sie heute auf die Gegenwart, auf den Osten? ?berall, sagt sie. Ich kaufe doch ein hier. Aber ich sehe keinen Unterschied zwischen Ost und West. Und diese missg?nstigen Berichte ?ber die Welt als Villa und Vorstellung findet sie ziemlich traurig. Nein, sie hat wirklich keine Probleme hier. Und sie hat ein kleines Abkommen mit Manfred Stolpe. Ich habe ihn ganz fr?h nach der Wende kennen gelernt, sagt sie. Wir haben uns gleich gemocht. Und ein- oder zweimal im Jahr nimmt er sie mit. Seine Frau und ein paar Mitarbeiter sind auch dabei, und sie machen Ausfl?ge ins Brandenburger Land. Potsdam aber ist der erf?llte Traum. Wie war ihr das oft zu viel, wenn ihr Mann wieder ein Haus gekauft hatte, weil er ja nie mit Koffern reisen mochte, sagt sie. Weil er ja ?berall sein eigenes Bett, seine B?cher, seine Sachen haben wollte. Friede, ist es nicht herrlich!, sagte er bei jeder neuen Erwerbung. Und sie seufzte dann. Nun hat sie selbst ein Haus gekauft. In Potsdam. Es w?re ganz in Axels Sinne gewesen, sagt sie. Und deshalb hab ich gar kein schlechtes Gewissen. Alfred Schmidt hat in vielen H?usern am Heiligen See gewohnt, sogar in der ber?hmten Villa Rumpf, die noch ungek?sst am Ufer verwittert. Lovis Corinth kam hier zu Besuch und malte den M?rchengarten. Und Max Liebermann fuhr mal eben vom Wannsee r?ber und besuchte seinen Kollegen. Alfred Schmidt ist auch Maler. Seit 20 Jahren lebt er nun einen Sprung von jenem verkommenen Gem?uer entfernt in einer anderen zerbr?ckelnden Villa, aus der er wohl bald rausmuss, denn sie geht an den Besitzer zur?ck. Und da sitzt der Maler in seinem Atelier zwischen B?chern, Rahmen, Skizzen, Masken aus Afrika, ausgestopften Raben und Kapaunen, Gipsb?sten und seinen fr?hen ?len, Blumen ?ber Blumen in Kannen und Kummen. Wie Hieronymus im Geh?use. Und ihm droht nun das, was andere l?ngst hinter sich haben. Gleich nach der Wende, sagt Schmidt, fielen die Immobilienh?ndler hier doch wie die Heuschrecken ein. St?berten in G?rten rum, fotografierten, klingelten und fragten nach den Besitzverh?ltnissen. Harmlose Villen gingen f?r drei, vier Millionen weg und sind nicht mal die H?lfte wert. Und ?berall hie? es: Eigenbedarf! Na ja, sagt Schmidt, da holten sie eben den Vater aus dem Pflegeheim und pflanzten ihn im Rollstuhl auf den Rasen. Ich kenne keinen Mieter, sagt er, der geklagt h?tte. Die waren damals nat?rlich auch gl?cklich ?ber zehn-, zwanzig- oder drei?igtausend Mark Abfindung. Einen sieht er jetzt noch manchmal auf dem Markt. Na, wie geht's ? Schlecht. Er trinkt. Ist tief ungl?cklich. Und hat doch fr?her hier immer geangelt, ger?uchert und gegrillt. Das tut heute niemand mehr, obwohl es im See Aale gibt und Hechte. Angler gibt's nur noch in Pastell. G?nther Jauch, sagt Schmidt, hat so ein Angel-Bild von ihm gekauft. Der kommt immer mal r?ber und guckt, was ich mache. Aber wohin, wenn er mit seiner Familie rausmuss? Raus aus diesem Baum- und Blumenparadies. Das sind doch alles meine Modelle, sagt er. Alles meine Motive. Wir fahren ein paar Stunden mit seinem umgitterten Flo? auf den See hinaus. Gleiten mit Wein und Wasser ins Abendrot hinein. Drei Stunde Stille, nur dann und wann ein Schwimmer und ein Boot. Von hier aus sieht Schmidt, wie die Gesellschaft sich in zehn Jahren ver?ndert hat. Sieht in G?rten, in denen gestutzt und geputzt wird, geharkt und gefegt. Und wie oft hat er sie schon mit angeh?rt, diese kleinen Kriege: Gehen Sie runter von meinem Rasen! Das ist nicht Ihre Rabatte! Halt, das ist mein Boot! Gelebt, sagt Schmidt, wird hier drau?en kaum noch. Peter-Michael Diestel lebt von all diesen F?llen. Der letzte CDU-Innenminister der DDR unter Lothar de Maiziere hat seine mit S?ulen und L?wenk?pfen geschm?ckte Anwaltskanzlei seit der Wende in der feinen Berliner Vorstadt. Was kl?rt er so? Offene Verm?gensfragen und schwierige F?lle aus dem Einigungsvertrag. Sein vertracktestes Mandat? Vor zehn Jahren gewonnen, sagt er, aber bis heute nicht abgeschlossen. Also er freue sich ?ber jedes Ger?st und jede Baustelle und jede frisch lackierte Fassade. Wie hat die DDR hier blo? gehaust, sagt er. Und erz?hlt von der Villa nebenan. Erz?hlt, wie die Russen da L?cher ins alte Parkett geschlagen und durchgemacht haben. Ja, vom Dachgeschoss durch bis zum Parterre. Als Klo benutzt. 40 Jahre lang. Das Haus, sagt er, sei wohl nicht mehr zu retten. Nat?rlich sei nach zehn Jahren alles sehr westlich hier. Aber das haben wir doch gewusst, sagt Diestel. Wir wussten doch, wenn die Einheit kommt, kommt auch das Kapital. Aber deshalb m?sse man ja nicht gleich das alte Stadtschloss wiederaufbauen. H?lt er f?r Eklektizismus. Er kokettiere auch nicht mit dem Alten Fritz, wie Ministerpr?sident Stolpe das tue. Friedrich der Gro?e, sagt er, ist f?r mich so wichtig wie Karl Marx. Und die preu?ischen Tugenden? Sind mir unbekannt, sagt er grinsend. Die haben mich nie erreicht. Preu?en bleibt Scheisse steht in falschem Dudendeutsch auf einer Hauswand, als wir zu G?nther Jauch fahren. Fr?h um zehn schwanken hier noch keine Busse ?bers Katzenkopfpflaster, die so lange vor Joops und Jauchs H?usern halten, bis alle H?lse nach rechts umgedreht sind. Fr?h um zehn ist auch Jauch noch ziemlich verschlafen. Kleiner Gang durch Parterre und Garten. Das Haus hatte Schalck-Golodkowski geh?rt. Der hatte rote Kacheln und goldene Wasserh?hne einbauen lassen. Hier zieh ich nicht ein, hat Thea Sihler, Jauchs Frau, gesagt. Also das Zeug ist alles rausgerissen. Heiligabend 1989 f?hrt Jauch zum ersten Mal nach Potsdam. Er ist mit Weib und Kindern von M?nchen zu den Eltern nach Berlin gefahren. Der Baum wird geschm?ckt, und er stiehlt sich davon, f?hrt ?ber die Glienicker Br?cke. Rechts die Heilandskirche, links Schloss Babelsberg, dazwischen der bleigraue Jungfernsee. Und er denkt an Humboldt, der sagte, dies sei einer der sch?nsten Blicke der Welt. Und denkt an die Gespensterstunden in der Mitte der Br?cke, an den Austausch von Spionen. High Noon. Hier war die Welt doch zu Ende, sagt er, hier war man von Wacht?rmen umzingelt. Und nun f?hrt er hinein ins verwunschene Potsdam. Wo ist dieses Sanssouci? Vernebelt taucht die t?rkisgr?ne Krone auf. ?ber den Terrassen Raureif. Kein Mensch da. Er ganz allein. Der Eindruck ist nicht mehr auszuwischen. Und die Villen, die S?ulen, alles br?ckelt in Grau. Da ist ihm klar: Hier will ich her. Nichts gegen M?nchen, sagt er. Sch?ne Stadt. Sauber. Unaggressiv. Aber ich hatte Hummeln im Hintern. Das erste Haus, das er kaufen kann, steht hinter einer Mauer. Da sind noch die Russen stationiert. Er und Thea also eine Leiter angelegt und r?bergeguckt. Ein Russe steht mit Gewehr im Anschlag. Und das Haus 30 Meter entfernt. < Nach ein paar Wochen denken die beiden: Okay, nehmen wir's. Da lacht der Makler. Das Ding war zwei Stunden nach ihrem Leiterblick verkauft. Obwohl man erst Jahre sp?ter einziehen konnte. Also weitergesucht. Und nach alten Bildern aus B?chern die Stadt abgelaufen. Potsdam wie Vokabeln gelernt. Und ?berall rumgetapert, sagt er, geguckt und gefragt. Und gelernt, dass hier eine systematische Vertreibung des B?rgertums stattgefunden hat. Eine politische Umverteilung. Potsdam hatte 130 000 Einwohner. Davon waren 10.000 inoffizielle Mitarbeiter und 3000 hauptberuflich bei der Stasi, sagt Jauch. Nicht mitgerechnet Grenzpolizei und Hochschulen. Klar, dass es hier ein gro?es Potenzial an Entt?uschten gibt. Doch wer glaubt, er wolle mit seinen Millionenspenden und dem jetzt neu gebauten Fortunaportal - dem sch?nsten Tor des zu Ulbrichts Zeiten gesprengten Schlosses - den Feudalismus wieder auferstehen lassen, der habe wirklich keine Ahnung. Ich will doch das alte Preu?en nicht wiederhaben, sagt er. Ich seh das Schloss als Erbe. Da konnte man doch nicht einfach sagen: Weg damit! Und daf?r haben sie dann diese sozialistische Notdurftarchitektur hingesetzt. Wir gucken uns die h?ngenden Pastelle von Alfred Schmidt an. Jauch geht gern zu ihm r?ber ins Atelier. Er sitzt auch regelm??ig auf der Hollywoodschaukel bei den Nachbarn in der Kleingartenanlage und kl?nt mit den Leuten. Hat er auch ein Verh?ltnis zu Friedrich dem Gro?en? Thea, fragt er r?ber zu seiner Frau, haben wir da ein Verh?ltnis? Nein, eigentlich nicht. Und Friedrichs Fl?tenkonzerte? N?. Und Voltaire? Auch n?. Aber die Friedrich-Bilder von Andy Warhol, sagt er, die finde ich toll. Und findet Jauch Friedrichs Fremdenfreundlichkeit in Potsdam wieder? Dass also jeder nach seiner Facon selig werden soll? Wir haben f?r ?-TV mal eine Reportage simuliert, sagt er. Eine schwangere T?rkin wird von zwei Skinheads zusammengeschlagen. Mitten in Potsdam. Vor einem voll besetzten Cafe. Da sitzen 100 Leute drau?en, und niemand greift wirklich ein. H?tte ich nicht f?r m?glich gehalten, sagt er. Aus Potsdam aber m?chte er nicht mehr weg. Auch wenn die Stadt ruppiger ist als M?nchen und unaufger?umter. Und mit Intrigen muss man auch schon mal fertig werden. Neulich rief ihn ein Journalist an: Herr Jauch, wir haben den Hinweis, dass Sie Ihr Haus zu Modrow-Zeiten illegal erworben haben. Was sagen Sie dazu? Wie bitte? Wir haben gleich den Vertrag rausgeholt, sagt Jauch. War nat?rlich v?lliger Unsinn. Woher haben Sie das? Quellenschutz, sagt der Redakteur. Aber es kommt schon aus Ihrer Nachbarschaft. Potsdam, sagt Horst Pomplun, ist die Stadt der Zukunft in Deutschland. Die Schl?sser, das Umland, die Besucher, die Prominenten, die G?ste, die gleich um die Ecke im Cecilienhof wohnen. Unsere Zielgruppe, sagt er und f?hrt uns ins B?ro seiner Prachtvilla. Da liegen Fotos, Dankschreiben und Orden. Hat er bekommen f?r seine Dienste. Horst Pomplun ist seit 25 Jahren bewaffneter Personensch?tzer. Der Haudegen pflanzt sich hinter seinen pomp?sen Schreibtisch und erz?hlt von der Ausbildung seiner Truppe: Autotraining, Kolonnefahren, Abblocken, Verteidigen, Schie?en. Und mit dem Familiensilber, wir sind ja alte Barone, sagt er, lernen seine Jungs Benehmen. Das Haus war das Haus meiner Eltern. 1945 wurde es von den Russen weggenommen. Vater und Mutter hatten gerade zwei Stunden Zeit zum Packen, sagt er. Fast 50 Jahre hat dann der russische Geheimdienst dringesessen. Und dann erz?hlt er von seinem Urgro?vater. Der war Kommandant des Dritten Garde- und Ulanenregiments, und das, sagt Pomplun, war auch die Leibwache vom Kaiser. Also hat Urgro?vater das Gleiche gemacht wie ich, sagt er, denn ich habe ja nicht nur die Sabatini oder Phil Collins besch?tzt, sondern auch K?nige und Pr?sidenten. Der letzte Kaiser ist auch mal in diesem Haus gewesen. Da hatte er sich zwar geirrt, denn sein Feldmarschall, der im Sterben lag, lag eine Villa weiter. Und den wollte er noch einmal besuchen. Kam nun aber hier rein. Und Oma erz?hlte, als das Hausm?dchen die T?r ?ffnete, konnte es gerade noch einen Hofknicks machen und "Majest?t" stammeln, da fiel es auch schon in Ohnmacht. Und der Kaiser sagte zur Oma, er habe ja gar nicht gewusst, dass er noch so auf junge Frauen wirke. Die junge Frau im Cafe Heider wirkt so auf zwei M?nner, dass die ihr Leben total ver?ndern. Sie ist Hotelfachfrau, Studentin und kellnert f?rs Taschengeld. Am Vatertag ist das Cafe randvoll, aber da kommt trotzdem noch einer mit sieben Freunden an und sagt: Wir brauchen einen Tisch. Es gibt keinen Tisch mehr. Aber er guckt so nett, und sie macht das dann schon und quetscht die M?nner direkt vor die Band. Und er guckt immer noch nett. Und irgendwann gehen alle. Aber er kommt nachts um eins zur?ck und fragt: Gehen Sie mit mir aus? Ein paar Monate sp?ter wird Franziska Knuppe ihn heiraten. Vier Wochen nach diesem Abend sitzt Wolfgang Joop im Cafe. Auch er guckt die sch?ne, schmale Blonde mit dem Pfirsichteint dauernd an und fragt: Haben Sie Fotos von sich? Ja, warum? Und haben Sie schon mal gemodelt? Ein paar Tage sp?ter stellt er sie der Lokalpresse vor: Franziska Aschenputtel aus Potsdam, das M?dchen aus der DDR, Jungpionier, Th?lmann-Pionier. Und ich war auch noch kurz in der FDJ, sagt sie, alles ganz normal, geh?rte dazu. Nun steht sie ganz normal auf dem Titel von "Elle". Und nicht ganz so normal neben Naomi Campbell auf dem Laufsteg. Und ?berhaupt nicht normal, sagt sie, ist ihre Karriere f?r ein paar Freunde von fr?her. Dreht die jetzt v?llig durch?, fragen die und lassen sich nicht mehr blicken. Sie dreht keineswegs durch. Sie ist aufmerksam, gescheit, bescheiden und liebenswert. Zieht sich in Sanssouci hinterm Busch die Panzercorsage ?ber den vert?llten Hochzeitsrock, schwitzt darin bei 30 Grad vor des K?nigs sauren Trauben am Schloss und l?chelt dem Bierbauch zu, der seiner juchzenden Alten in den Hintern kneift und sagt: Gugge mal, Muddi, an der is ja nu gar n?scht dran. Wir fahren von Mythos zu Mythos. Und ?berall schimmern sie zwischen sozialistischen Schreckensecken durch: Palazzi mit Gr?nspanh?ubchen, ?berschwappende Barockfassaden, und die klassizistischen H?user stehen da wie Hera, Helena und Aphrodite. Gleich hinterm Babelsberger Schloss haben sie gewohnt: der Bankier Jacob Goldschmidt, der Rennfahrer Hans Stuck, der Tenor Richard Tauber und Lilian Harvey und Willy Fritsch, das Traumpaar des deutschen Films. Hier am Griebnitzsee war die Luxuskolonie der UFA-Stars, der K?nstler und Denker, der S?nger und Sirenen. Und nebenan, in der Traumfabrik Babelsberg, dreht Fritz Lang seinen "Siegfried", Murnau seinen "Faust", Sternberg seinen "Blauen Engel", und "Die drei von der Tankstelle" singen hier gegen die Wirtschaftskrise an. Volker Schl?ndorff kennt viele noch. Und er kennt ihre Geschichten, kennt sie von Fritz Lang aus Paris, von Billy Wilder aus Los Angeles, von Marlene Dietrich am Telefon. Nun lebt er selbst im Mythos und arbeitet in der Legende. Na ja, man muss das ein bisschen als Metapher verstehen, sagt er. Aber er hat mit den Franzosen, die Babelsberg 1992 gekauft haben, daf?r gesorgt, dass dieser Ort nicht abgewickelt wurde, dass hier keine Parkpl?tze hinkamen, sondern modernste Filmstudios. Wir schlendern durch seinen Garten am Griebnitzsee. Unten stand fr?her die Mauer. Als sie fiel, flog er gerade von New York nach Boston. Da sagt der K?ptn nicht die Au?entemperatur an, sondern: Die Berliner Mauer ist gefallen. Zwei Jahre sp?ter zieht Schl?ndorff von Amerika nach Potsdam. Am Anfang h?ngt er sich noch Fotos von Marlene Dietrich ins B?ro. Sp?ter benennt er die Stra?en auf dem Gel?nde nach ihr und Fritz Lang und Heinrich George. Potsdam ist f?r ihn und Frau und Tochter inzwischen ein St?ck Heimat. Ich war nie so verwoben mit einer Stadt, sagt er. Hat die ganze Pionierzeit miterlebt. Das war f?r ihn wie als Kind nach dem Krieg. Ich habe das Chaos immer geliebt. Sein Haus war ja auch das reine Chaos. War ein Zweizeiler in der Morgenpost, Sonntagsausgabe. Alles heruntergekommen. Bruchbude. Und Freunde fragten: Wie k?nnt ihr blo? in Dunkeldeutschland leben! Wieso, sagt er, hier ist es so hell wie bei euch. In Potsdam macht er tausend Sachen. Engagiert sich in Schule und Kirche, geht auf den Markt, kennt Schuster und B?rgermeister, lernt Friede Springer bei einem ihrer Power-Breakfasts kennen. Und nun sitze ich auch noch im Aufsichtsrat vom SV Babelsberg 03, dem Aufsteiger, sagt er. F?r seine Karriere als Regisseur sei das alles eher katastrophal. Da h?tte er schon in Amerika bleiben m?ssen. Die Amerikaner wollten auch den Film ?ber Friedrich den Gro?en machen. Aber da w?re der Preu?e Kalifornier geworden. Es war Schl?ndorffs erstes Projekt hier in Babelsberg. Doch das glanzvolle Drehbuch sei wie eine hei?e Kartoffel von einem zum anderen geschoben worden. Schade, schade, wenn er bedenkt, wie viele Friedrich-Filme hier in Babelsberg unter allen m?glichen politischen Regimes gedreht wurden. Nun macht er eben was anderes. Ich bin ja L?ufer, sagt er. Ich m?chte hier unbedingt einen Schl?sser-Marathon installieren. Der w?re einmalig auf der Welt. Aber kein L?ufer w?rde sich die Schl?sser angucken, sage ich. Doch, doch, stellen Sie sich die Route nur mal vor! Und er ger?t ins Schw?rmen: Durch den Babelsberger Park, endlos an der Havel entlang, am Ruinenberg, an Sanssouci, am Neuen Palais und dann wieder ?ber die Glienicker Br?cke. Also das muss ich dem Platzeck noch stecken! Oberb?rgermeister Matthias Platzeck treffen wir an einem anderen Schloss, am Belvedere auf dem Pfingstberg. Er springt aus dem Auto, hallo, und los geht's. Kleiner Rundgang durch renovierte Arkaden. Er gr??t Arbeiter, umarmt einen alten Freund und erz?hlt von damals in der DDR. 1988 war es, als er und ein paar Gleichgesinnte sich fragten: Gehst du weg, oder bleibst du hier? Und wenn du bleibst, musst du was tun, sonst wirst du verr?ckt. So ziehen denn 25 Leute mit Hacke und Spaten los und fangen an zu roden. Das Schloss war ja zugewachsen wie das von Dornr?schen, sagt Platzeck. Und es war streng verboten, auf die zwei T?rme zu steigen. Warum? Der Blick ging auf die Grenzanlagen. Aber sie schlagen sich durch den Urwald, braten W?rstchen, trinken Bier und haben ein Ziel: die Ruine vor dem Zusammenbruch zu retten. Dann kommt der 10. Juni 89. Mein sch?nstes Erlebnis, sagt Platzeck. Nach dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking und dem Beginn der Fluchtwelle ?ber Ungarn wollen sie ein Zeichen setzen. Sie laden Leute ein. Kommt zum Schloss! Wir haben mit 300 gerechnet, sagt er, aber es kamen 3000. Der Berg war voll. Und mittendrin die Stasi. Die hatten aus ihrer Verkleidungskammer neue Jeans und T-Shirts gekriegt. Wie gestempelt liefen die zwischen uns rum. Und die frechste unserer Frauen sagt: Los, Jungs, nun schenkt mal Tee mit aus, ihr seid ja sowieso im Dienst. Das ist 13 Jahre her. Und vor drei Jahren wurde der konservative Rote mit der gr?nen Vergangenheit zum Oberb?rgermeister seiner Heimatstadt gew?hlt. Mach mal, Matthias, sagten die Freunde schon immer. Und Matthias macht. Und baut auf. Und gewinnt Sponsoren: Reemtsma, Otto, Jauch. Das Belvedere ist bald wie neu. Das Fortuna-Portal w?chst. Potsdam, sagt er, ist ja die einzige Stadt, die statt der Mitte eine Brache hat. Da stand einmal das Schloss von Knobelsdorff. Voltaire hat Jahre darin gewohnt. Ulbricht lie? die zerbombte Sch?nheit sprengen. Platzeck m?chte sie wieder aufbauen. Denn die Stadt soll so bet?rend werden wie fr?her. Wenn er bet?rend sagt, sieht man ihm die Lust an, mit der er Potsdam wieder zur Perle machen m?chte. Ich bin so froh, sagt er, dass Leute wie Hasso Plattner hier investieren. Der hat eine private Hochschule ins Leben gerufen. Er hat auch ein altes Kasernengel?nde gekauft, auf dem ein Business-Park entstehen soll. Den ARD-Sender ORB gibt es schon seit zehn Jahren. Und wenn er mit den Berlinern fusioniert, wird der Standort Potsdam hei?en. Wir wollen eine Stadt der Bio-Technologie werden, eine Film- und Medienstadt. 17000 Leute sind in den letzten Jahren hierher gezogen. Nat?rlich, sagt er, regen sich alte Potsdamer ?ber die neue Gesellschaft auf. Der ist zu reich, die zu weich, der zu schwarz, die zu sch?n und der zu flippig. Aber sie bewegen auch was. Sie mischen sich ein, identifizieren sich, reden, helfen, spenden. Das ist doch Goldstaub f?r Potsdam. "Blo? kein Reiterstandbild f?r mich. Auch keine B?ste. Ich will nicht, dass mir die Tauben auf die Frisur schei?en" Wolfgang Joop "Ich sehe keinen Unterschied zwischen Ost und West. Und diese missg?nstigen Berichte ?ber die Welt als Villa und Vorstellung finde ich ziemlich traurig" Friede Springer "Ich habe Potsdam wie Vokabeln gelernt, habe begriffen, dass hier eine systematische Vertreibung des B?rgertums stattgefunden hat" G?nther Jauch "Die vollgetankten Buben griffen ins Hoch zeitsb?fett, bis die Braut weinte" Maximilian Dreier "Preu?ische Tugenden? Haben mich nie erreicht!" Peter-Michael Diestel "Ich m?chte hier einen Schl?sser-Marathon installieren" Volker Schl?ndorff "Das Schloss war zugewachsen wie bei Dornr?schen" Matthias Platzeck

Quelle: STERN, ..2001 (Birgitt Lahann)
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Die märkischen Schwestern von Lara Croft
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Ewa Maria ist 1 Meter 62 gro?, wiegt knappe 48 Kilo und tr?gt Schuhgr??e 38. Sie liebt die Beatles, entspannt sich bei Vivaldis "Vier Jahreszeiten", ist eine perfekte K?chin und Ehefrau. Aber Ewa Maria kann noch mehr. Zum Beispiel schie?t sie aus 25 Meter Entfernung mal eben schnell eine Colab?chse aus dem Regal. Und wenn es erforderlich ist, legt sie auch einen Zweizentnermann aufs Kreuz. Doch damit nicht genug. Ewa f?hrt wie ein Teufel Auto, ohne je ein Strafmandat bekommen zu haben. Und Ehemann Horst muss verdammt aufpassen, sonst legt sie auch ihn flach. Ewa Maria Pomplun (40) ist der bekannteste weibliche Bodyguard der Republik und geh?rt zu dem knappen Dutzend Frauen, die Promis, Politiker, Prinzen, K?nige und Industrielle bewachen und sch?tzen.

"Ich bin gelernte Goldschmiedin und liebe alles Sch?ne. Vor 14 Jahren wollte ich umsatteln und Jockey werden, aber mein Mann hatte was dagegen." Viel zu gef?hrlich, meinte Horst Pomplun (53), Personensch?tzer und Leibw?chter aus Berlin. Dann bildete er seine junge Frau kurzerhand zu einem der ersten weiblichen Bodyguards aus. Mit Erfolg. Seitdem hat Ewa so manche Prinzessin beim Bummel durch die europ?ischen Einkaufsmetroplen begleitet oder mit arabischen Herrscherpaaren Urlaub in Spanien gemacht. Und dass dabei unter ihrer Strohmatte am Strand stets griffbereit eine geladene Pistole lag, fiel niemandem auf. Sie hat Kinder wohlhabener Eltern gesch?tzt, und unsagbar reiche Prinzen beim Geldausgeben durch New York begleitet. Sie ist mit Gesch?ftsleuten in die Luft und mit einer Amerikanerin auf Tauchstation ins Rote Meer gegangen. Badeanzug und Bikini geh?ren ebenso zu ihrer Arbeitskleidung, wie das Tennisr?ckchen und das lange Abendkleid. Und das sie in ihrem Versace-T?schchen zwischen Lippenstift, Parfum und Rouge einen 22er verborgen hat, ahnt keiner. "Viele M?nner wollen lieber einen weiblichen Leibw?chter. Da wei? der Gegner nie, ob es die Ehefrau, Tochter, Geliebte oder Sekret?rin ist", erkl?rt Horst Pomplun, der seit 25 Jahren im Gesch?ft mit der menschlichen Sicherheit ist. Und die Nachfrage ist gro?. Deshalb bildet das Bodyguard-Ehepaar weibliche 007 aus.

"Leider gibt es viel zu wenig Frauen, die sich diesen Job zutrauen. Auf zwanzig M?nner, die sich bei uns bewerben, kommt eine Frau. Aber die sind hart im Nehmen. Und hart ist er, dieser Job. Du musst k?rperlich und geistig fit sein, reaktionsschnell, Geduld haben und brauchst gute Nerven, oder gar keine", lacht Ewa. "Die meiste Zeit des Jobs besteht aus Warten. Worauf? Meistens auf gar nichts. Aber das wei?t du erst hinterher. Du stehst stundenlang auf einer Party rum, beobachtest die G?ste und bekommst Sodbrennen vom zehnten O-Saft. Oder du sitzt im Vorzimmer eines Industriellen und kippst dir einen Kaffee nach dem anderen ein, w?hrend sie hinter verschlossenen T?ren um Millionen pokern."

W?hrend Ewa von ihrem Job erz?hlt, steckt sie die Beretta in den Hosenbund. Sie wei? mit ihr umzugehen, und wenn es sein muss, wird sie auch schie?en. Bisher hat sie ihren schweren Job jedoch stets ohne die letzte M?glichkeit geschafft. So wie im letzten Jahr, als pl?tzlich zwei Typen mit abgeschlagenen Flaschenh?lsen vor ihrem Schutzobjekt standen und ein paar Dollarscheine forderten. Viel hat Ewa nicht gemacht. Nur die Jacke aufgeschlagen und den Blick auf die Beretta freigegeben. Ohne viele Worte war der Fall damit gekl?rt.

Undine Kania, Studentin der Betriebswirtschaft im zweiten Semester, ist die vierzigste Frau, die Ewa und Horst ausbilden. Sie hat das Diplom schon fast in der Tasche. In ein paar Wochen wird die Pr?fung sein. Den Lohn des Schwei?es, das Zertifikat der Industrie- und Handelskammer Potsdam, wird sie sich dann in Gold gerahmt an die Wand ihrer Einzimmerwohnung h?ngen. Dann darf sich die 21-J?hrige offiziell Personensch?tzerin und Sicherheitsfachkraft nennen. Das Geld f?r die Ausbildung hat sie sich zusammengekellnert. Einen Job hat die schlanke Potsdamerin auch schon. Wo und bei wem? Das wird nicht verraten. Denn Undine hat die allererste Lektion gut gelernt. Und die hei?t Diskretion. "Ihre Arbeitszeit wird zwischen frei und rund um die Uhr im Einsatz sein. Das Gehalt zwischen 6000 und 15 000 Mark betragen. Daf?r darf sie aber keine Fehler machen. Denn es k?nnte ihr erster und ihr letzter sein."

Sechs Module mit insgesamt 950 Stunden Unterricht umschlie?t die Ausbildung. Es geht um Anti-Terror-Kampf, Gesetzeskunde, Fahrsicherheitstraining, Schie?en, taktische Ma?nahmen und Kommunikationsmittel. Sogar Benimmregeln stehen auf dem Stundenplan. "Ein Leibw?chter, der sich nicht benehmen kann, ist unbrauchbar, weil er auff?llt", erkl?rt Horst Pomplun. Und so ist der 007 aus Potsdam auch besonders stolz auf die Dankesschreiben aus aller Welt.

Quelle: Tagesspiegel, ..2001
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KIKA - Bodyguardausbildung
Quelle: ARD, ..2001
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@Sicher k?nnen wir mit Recht sagen, dass sich die milit?rische Sicherheitslage in Deutschland, wenn nicht sogar in Europa, damit auch die Angst vor einem m?glichen Dritten Weltkrieg, entsch?rft hat, obwohl auch noch in einigen Regionen des ehemaligen Ostblocks noch erhebliche Konflikte zu verzeichnen sind. Dies wird uns beinahe jeden Tag auf dem Balkan vor Augen gef?hrt, wo ein grosses Kontingent deutscher Soldaten am Versuch, eine friedliche L?sung her-beizuf?hren, beteiligt ist. Aber durch die ?ffnung des ehemaligen Ostblocks sind auch neue Sicherheitsprobleme aufgetreten, bzw. haben sich derartig geh?uft, dass ein Umdenken im gesamten Sicherheitsbereich noch im vollen Gange ist.
Wenn man bedenkt, wieviele Menschen aus diesen L?ndern mit polizeilicher, milit?rischer oder geheimdienstlicher Ausbildung von den jeweils neuen Regierungen nicht ?bernommen wurden, ist die Vermutung nicht falsch, dass viele dieser Menschen nicht in einem normalen Alltagsberuf Fuss gefasst haben, zumal auch noch der zivile Alternativberuf in ausreichender Anzahl noch in den meisten L?ndern fehlt. Durch ihre Ausbildung, bedingungslos Befehle oder Anweisungen auszuf?hren, werden sie die Auftr?ge desjenigen oder derjenigen ausf?hren, der ihnen einen angemessenen Lebensunterhalt erm?glicht. Die Organisierte Kriminalit?t findet hier einen Selbstbedienungsladen f?r neue, talentierte Mitarbeiter vor. Dies wird sich solange nicht ?ndern, bis sich das Sozial- und Lohngef?ge dem westlichen Standart gen?hert hat. Auch wenn die zivilen Sicherheitsfirmen dieses Defizit erkannt haben, so ist von dieser Erkenntnis in den Dienststellen von Bund und L?ndern noch nicht viel zu sp?ren. Die sich nicht verbessernden Verh?ltnisse werden, was Sicherheitstechnik und -personal betrifft, f?r eine Amerikanisierung sorgen. Der Personen- und Objektschutz ist in vielen Betrieben noch getarnt oder wird von Personal in Zweitfunktion ausgef?hrt. Es spricht aber nichts dagegen, ausscheidendes derartiges Personal durch ausgebildete Personensch?tzer/ Sicherheitsfachkr?fte zu ersetzen, die dann durchaus auch mit zus?tzlichen Aufgaben betraut werden k?nnen. Noch oft ist es so, das ein Schaden durch unzureichende Sicherheitsmassnahmen, nicht verhindert wird, vielfach wird die Lage durch gut gemeinte, aber schlecht gemachte L?sungen noch versch?rft. Das Zitat von Ruskin, dem englischen Sozialreformer aus dem 19. Jahrhundert, l?sst sich bedenkenlos auf die Sicherheitsbranche anwenden: "Es ist nicht klug, zuviel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter zu wenig zu bezahlen". Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es f?r wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, m?ssen Sie f?r das Risiko, das Sie eingehen, immer etwas hinzurechnen. Wenn Sie das getan haben, dann haben Sie auch genug Geld, um etwas Besseres direkt zu bezahlen.
Quelle: Barrett, ..2001 (Horst Pomplun)
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Wie wird man ein guter Bodyguard
Quelle: Sat 1, ..2001
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Ausbildung: Engagement für Sicherheit

Die geräumige Ausbildungsstätte in Potsdam.;

Lagebesprechung für eine simulierte Geldübergabe zur Befreiung des Entführungsopfers.;

Unbewaffnete Abwehr bei einer Pistole. Wichtig: es herrscht Augenkontakt zum Angreifer!;

Erlerntes wird direkt erprobt, zum Sichtbarmachen von Treffern ist die Messerspitze in Farbe getaucht, die Ausbildung findet auf Betonboden statt.;

Die Schießausbildung geht teilweise über die Realität hinaus, mit der geschulterten Schutzperson wird nach einem 30 Meter Sprint einhändig auf 15 Meter entfernte Ziele geschossen.;

Die Waffenausbildung findet grundsätzlich unter erschwerten Bedingungen statt.;

Nur Teamarbeit führt im Personenschutz zum Erfolg.;

Das Begleitschutzkommando aus Polizei und zivilem Personenschutz steht zur Abholung des Staatsgastes bereit.;

Das Fahren in der Begleitschutzformation ist wichtiger Teil der Ausbildung.;

Während die Schutzpersonen durch ihr Besuchsprogramm geschleust werden, bleibt dem bei den Fahrzeugen verbliebenen Personenschützern nur der zeitlich umfassendste Teil der Personenschutztätigkeit: Warten, warten, warten ...;

Staatsgäste werden von Personenschützern zu den Sehenswürdigkeiten um Berlin geleitet. @Die Dienstleistung Personenschutz ist das tatsächlich zweitälteste Gewerbe der Welt und gerade in der heutigen Zeit nicht mehr weg zu denken. Sie ist langst kein Privileg der oberen Zehntausend sondern wird zunehmend vom Mittelstand, Sportlern und Künstlern für sich selbst, aber auch für ihre Familienangehörigen in Anspruch genommen. Das Redaktionsteam der Barett hat es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, den Beruf des Personenschützers ins richtige Licht zu rücken und mit den Klischees und Halbwahrheiten aufzuräumen. Sicherheitsexperten sind sich einig, dass der Personenschutz einen starken Auftrieb erhalten wird, was auf die stark ansteigende, oft gewaltvolle Kriminalitätsentwicklung in Europa zurück zu führen ist. Anlässe für Personenschutzmaßnahmen gibt es genug. Sei es in der Familie, als Begleitung auf einen Kongress, eine Festveranstaltung oder Wirtschafts-Messe. Dies gilt natürlich nicht nur für die Führungsebene. Leider gibt es für den Personenschützer in Deutschland immer noch kein einheitliches Berufsbild. Einige wenige Sicherheitsunternehmen machen sich die Mühe, in Zusammenarbeit mit der IHK (Industrie und Handelskammer) ein Ausbildungs- und Prüfungskonzept zu erarbeiten um sich von den schwarzen Schafen und Abzockern abzugrenzen und von Behördenseite als ernstzunehmende Partner für die Sicherheit anerkannt zu werden. Dass dies funktioniert beweist, dass Sicherheitsunternehmen VTP - SECURITY Pomplun. Diese Firma ist ein altes renommiertes Berliner Unternehmen mit Hauptsitz in Spandau. Der Ausbildungs-Bereich für den Personenschutz ist wegen der starken Nachfrage aus dem Stamm-Gebäude ausgezogen und wird jetzt in Potsdam in einer ehemaligen KGB-Villa, vormals Städtchen sieben, durchgeführt.
Bemerkenswert ist der Werdegang des Ausbildungsleiters, Horst Pomplun und seiner Frau Ewa-Maria, die die Präsidentin des Unternehmens ist. Horst Pomplun war seit 33 Jahren Angehöriger einer Sondereinheit der Berliner Polizei, davon 25 Jahre im aktiven Personenschutz tätig. In dieser Zeit sicherte er diverse Staatspr?sidenten, Botschafter, k?nigliche Familien aus vier Ländern, aber auch Persönlichkeiten aus dem Sport- und Kulturbereich wie Gabriela Sabatini, Phil Collins, Jack Nicholson und andere. Seine ebenfalls im Personenschutz tätige Frau Ewa-Maria braucht sich nicht hinter ihm zu verstecken. Sie selbst war seit 9 Jahren in einer Polizeisondereinheit und seit zehn Jahren im aktiven Personenschutz tätig. Frau Pomplun war die erste bewaffnete Personensch?tzerin au?erhalb der Polizei und ist weltweit eine der wenigen Ausbilderinnen in diesem Gewerbe. Zusammen haben sie erfolgreich an diversen Spezialseminaren im In- und Ausland (USA, England, Marokko, Polen, usw.) teilgenommen. Beide sind hohe Dan-Träger in verschiedenen Kampfsportarten und beherrschen mehrere Fremdsprachen. Gemeinsam habe die beiden schon die "halbe Welt" gesch?tzt.
Für ihre besonderen Verdienste um die Verst?ndigung zwischen den Volkern erhielten sie als erstes Ehepaar überhaupt, das Bundesverdienstkreuz in Gold und Silber. Aber auch höchste ausl?ndische Auszeichnungen wurden ihnen als Anerkennung für ihre Arbeit im Personenschutz verliehen. "Ich war sehr ?berrascht lieber so viel Ehre, ich hab doch nur meine Arbeit getan.", fasste der Ausgezeichnete bescheiden zusammen. Seit Jahren hat das Sicherheitsunternehmen einen festen Kundenkreis im In- und Ausland, darunter Prinzen, Könige und Präsidenten aus dem arabischen und Südamerikanischen Raum.
So schicken unter anderem verschiedene Botschaften Mitarbeiter zu Sicherheitslehrg?ngen nach Potsdam.
1989 nach dem Mauerfall eröffnete die Familie Pomplun ihr Sicherheitsb?ro und f?hrte erste Lehrgange im Personenschutz durch, Es war von Anfang an ihr Bestreben mit Qualit?t zu ?berzeugen. Die Lehrgange wurden mit Absicht klein gehalten (bis max. 10 Azubis), um individuell auf Starken und Schw?chen Einzelner eingehen zu k?nnen. Die Ergebnisse gaben ihnen Recht. So arbeiten heute einige Ehemalige f?r Botschaften und ausl?ndische Politiker in der ganzen Welt. Von vorne herein suchte Horst Pomplun den regelm??igen Gedanken- und Erfahrungsaustausch mit Polizeikr?ften vor Ort, um beiderseitiges Misstrauen und Ber?hrungs?ngste abzubauen. Insgesamt ist die Zusammenarbeit zwischen beh?rdlichen und gewerblichen Sicherheitskr?ften in Berlin und Potsdam erstaunlich gut. Man sieht sich nicht als Konkurrenten sondern als Partner. Dies best?tigte mir auch der Kriminaldirektor und Leiter des Schutzbereichs I Potsdam, Michael Gellenbeck bei einem Gespr?ch. Er l?dt in unregelm??igen Zeitabst?nden die Leitenden aller regionalen Sicherheitsdienste zu einem Gedankenaustausch ein, wovon auch rege Gebrauch gemacht wird. Herr Gellenbeck war selbst jahrelang im Personenschutz t?tig und hat beide Seiten kennen gelernt. Er weckt durch die Gespr?che Verst?ndnis f?r die Arbeit des anderen und setzt damit positive Signale, und ist bundesweit Vorreiter f?r diese Initiative. Private Personensch?tzer sieht er nicht als notwendiges ?bel, sondern als gleichberechtigte Partner und hat fr?hzeitig erkannt, dass das Ausgrenzen ein Verschenken von Kapazit?ten und Ressourcen ist.
Es ist nat?rlich wichtig, dass von gesetzgebender Seite eine Initiative ausgeht, die in naher Zukunft nur noch zertifizierte Ausbildungen akzeptiert und damit den unseri?sen Firmen das Wasser abgr?bt. Die Aufgaben eines Personensch?tzers fordern ein hohes Ma? an physischen und psychischen Kr?ften. Die Bew?ltigung von Stresssituationen ist ebenso gefordert, wie die F?higkeit, sich auf alle zu besch?tzenden Personen einzustellen. Dazu geh?rt auch die Kommunikation mit Personen unterschiedlicher Herkunft und das Beherrschen entsprechender Umgangsformen.
Genau in diese Bresche springt VTP-Security Pomplun und arbeitet seit Jahren eng mit der IHK Potsdam zusammen. So bieten sie einen Lehrgang an, der aufgeteilt in sechs in sich abgeschlossene Stufen einen Gesamtumfang von 800 Stunden umfasst. Jedes Modul wird gepr?ft und bei entsprechendem Abschluss mit einem Lehrgangszertifikat ausgezeichnet. Nach bestehen aller Module erfolgt die Abschlusspr?fung. Das hat den Vorteil, dass der Teilnehmer selbst bestimmt, wie lange die Lehrgangszeit insgesamt dauert und kann nach jeder Stufe pausieren oder im Rahmen seiner F?higkeiten t?tig werden. Das Ausbildungsprogramm basiert auf einer engen Verkn?pfung von theoretischer Unterweisung und praxisorientiertem Training der Schulungsinhalte. Dabei verschiebt sich der Ausbildungsschwerpunkt mit steigender Stufe immer mehr zur praktischen Anwendung des vermittelten Stoffes, da alle folgenden Stufen auf den im Basisprogramm erworben Kenntnissen aufbauen.
Die Lehrgangsteilnehmer kommen unter anderem aus der Schweiz, ?sterreich, Holland, aber auch aus S?dafrika und dem nahen Osten oder Amerika. Es nehmen M?nner und Frauen teil, wobei die Frauen nach ihrem Abschluss keine gr??eren Probleme haben, eine Anstellung zu finden. Die Nachfrage nach Personensch?tzerinnen ist enorm. Disziplin wird hier gro? geschrieben, aber auch vorausgesetzt. Ohne eine geh?rige Portion Selbstdisziplin ist der Beruf des Personensch?tzers ohnehin nicht zu schaffen.
Der Lehrgang ist sehr fordernd und anspruchsvoll und es wird nur ausgebildet, was f?r den Einsatz relevant ist. So wird kein Kampfsport vermittelt, sondern reiner Stra?enkampf, der statt in einer weich gepolsterten Halle auf Betonplatten stattfindet.
Selbst der sonst trockene theoretische Unterricht wird durch Einlagen belebt. So stand ein Nebenzimmer pl?tzlich in dichtem Qualm und mehrere Stimmen riefen durcheinander "Feuer! Feuer ! Alles raus !". Die Nebelmaschine hatte ganze Arbeit geleistet. ?berhaupt ist die Stressbest?ndigkeit ein wichtiges Ausbildungsziel. Ob ein Personensch?tzer es "nur" mit p?belnden, beleidigenden St?rern zu tun hat, oder es sich um einen echten Angriff handelt, er darf nicht ?berreagieren.
Erw?hnenswert ist auch die Schiessausbildung, welche in einer ?berdachten Schiessst?tte der franz?sischen Armee stattfindet. Hier kann das Licht stufenlos gedimmt werden, oder Strahler beleuchten nur kurz und flackernd die Scheiben. Dabei kommt auch wieder die Nebelmaschine zum Einsatz. Kernpunkt dieser Ausbildung ist der gezielte Schuss unter erschwerten Bedingungen. Bemerkenswert ist noch, dass es bei einigen ?bungen das Ausbildungsziel ist, nicht zu schie?en, da die Sicht durch die eben erw?hnten Schikanen so stark eingeschr?nkt ist, dass ein gezieltes Bek?mpfen der St?rer nicht ohne Gef?hrdung Unbeteiligter m?glich ist. Das Ausbildungskonzept bei VTP-Security Pomplun ist so umfangreich, dass ich nur herausragende Punkte erw?hnen mochte:

Psychologie:

- Analyse und Einschätzung der Psyche der Schutzperson.

- psychologische Beurteilung der am Einsatz beteiligten Kollegen.

- Analyse und Einsch?tzung der psychologischen Situation unbeteiligter Personen am Einsatzort (Hotel, Fußgängerzone).

- Beobachtungsgabe.

- Erkennung von potentiellen Gefährdungen.

- Vorbereitung von Handlungsvarianten.

- Sicherheitszonen einrichten.

- Präventives Verhalten.

Sicherheitstechnik

- Möglichkeiten des Einsatzes technischer Mittel zur Erhöhung der Sicherheit.

- Aufbau und Handhabung.

- Schaffung und Nutzung von Provisorien (!!!).

- Überwachungsanlagen als Alarmanlagen

- Überblick über die gebräuchlichsten terroristischen Sprengmittel

Funk und Kommunikation - gesetzliche Auflagen für den Funkverkehr

- Möglichkeiten und Grenzen der Funktechnik.

- Verschlüsselung mit einfachen Mitteln.

- Nonverbale Kommunikation (!!!)

Ausrüstung:

- Demonstration und Handhabung branchenüblicher Ausrüstung.

- Erläuterungen zur sinnvollen Ergänzung durch branchenübliche Gegenstände.

Taktische Maßnahmen

- Möglichkeiten der Abwendung von Gefahrensituationen.

- Verhalten gegenüber Verdächtigen.

- Durchsuchen von Personen, Objekten und Fahrzeugen.

- Schulung von Einsatzmöglichkeiten in Abhängigkeit der Anzahl eingesetzter Kollegen.

- Handlungsvarianten im Gefährdungsfall.

- Handlungsvarianten zu Fuß, im Kfz, in Verkehrmitteln, zu Wasser und in der Luft.

- Möglichkeiten der Abwehr von Gefährdungen aus der Bewegung.

- Selbstständiges erarbeiten von Analysen.

Da sich das Gefährdungspotential im ständigen Wandel befindet, wird auch das Programm laufend nach den neuesten Erkenntnissen erweitert bzw. erg?nzt. Meine eigene mehrj?hrige Erfahrung als Personensch?tzer und umfangreiche Vergatterung durch Herrn Pomplun, erm?glichte es mir an einem echten Personenschutzeinsatz teilzunehmen. Die Schutzperson war ein s?damerikanischer Staatspr?sident, der die Weltausstellung EXP0 2000 in Hannover besuchte. Besonders interessant dabei war das Zusammenwirken der verschiedenen Sicherheitskr?fte zu beobachten. Erw?hnenswert ist die herzliche Begr??ung des Herrn Pomplun durch den Staatsgast und das mehrere Minuten dauernde Privatgespr?ch, welches die Herrschaften vom Protokoll und die wartende Presse mit Verwunderung registrierten. Freundschaftliche Beziehungen dieser Art sind im Personenschutzgewerbe eher un?blich und bauen sich nur durch jahrelange vertrauensvolle Zusammenarbeit auf. Das Bonbon f?r die besten Lehrgangsteilnehmer war der Einsatz im weiteren Umfeld des Staatsgastes.

Quelle: Barett, ..2000
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Blitzschnell zupacken

Die hohe Schule der Selbstverteidigung erlernen k?nftige Bodyguards bei VTP Security in Potsdam.
Von der Umsicht der Personensch?tzer h?ngen nicht selten Menschenleben ab..

Foto: Autor

@POTSDAM - Reisebusse stoppen und Fotoapparate blitzen, wenn M?nner und Frauen im Vorgarten der schmucken Villa in der Gro?en Weinmeisterstra?e in Potsdam Pistolen z?cken, "Terroristen" zu Boden werfen. Aber Entwarnung. Hier wird kein ?berfall abgewehrt - zuk?nftige Bodyguards bereiten sich in der ehemaligen Zentrale des sowjetischen Geheimdienstes KGB bei VTP Security auf ihren Job vor. Schaffen sie die Ausbildung, werden sie Wirtschaftsbosse, Prinzen, Pop- und Tennisstars sch?tzen. Oder auch mal einen Hotelbrand auf der VIP-Etage loschen, bevor die Feuerwehr da ist. Chef Horst Pomplun (52) zeigt einem Schiller, wie mit der Tonfa, einem Schlagstock, am besten der Unterarm zu sch?tzen ist, wie man einem Messerangriff ausweicht. Dann erz?hlt er die Geschichte mit dem Hotelbrand. "Es passierte im Morgengrauen in einem D?sseldorfer Luxus-Hotel. Wir hatten arabische Hoheiten zu sch?tzen. Pl?tzlich Feuer in einem der Zimmer. Ein Ablenkungsman?ver? Schlie?lich waren die G?ste mit Schmuck in Millionen-Wert angereist. Wir l?schten die Flammen, evakuierten die Gef?hrdeten noch vor Eintreffen der Feuerwehr. Und blockten einen Fotografen ab, der sich als Notarzt ausgegeben hatte. Wurde also nichts mit dem Exklusiv-Foto der Prinzessin im Nachtgewand." Pomplun ist ?berzeugt, dass der Personenschutz in Deutschland bald so boomen wird wie in den USA. "Bei uns muss oft erst etwas passieren, bis bestimmte Leute aufwachen. Nach dem Zwischenfall mit den Kurden im israelischen Konsulat in Berlin hatten wir drei neue Kunden aus der Nachbarschaft des Geb?udes." Seit einiger Zeit k?nnen sich Horst Pomplun und seine Partnerin und Ehefrau Ewa ?ber einen hochrangigen Nachbarn freuen - den Botschafter Venezuelas. Ein guter Bekannter. Der ?berreichte dem Bodyguard-Ausbilder vor einiger Zeit f?r den Schutz des venezolanischen Pr?sidenten den h?chsten Orden des s?d-amerikanischen Landes. Ein Schnupperkurs bei VTP-Security kostet 450 Mark, Tel. 0331-24 06 80.

Quelle: M?rkische Allgemeine, ..2000 (Ulrich Joho)
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Die Partisanen

"Papa schnauzt: Ihr seid Weicheier. 50 Liegestütze am Stück. Aber flott.";

Probe f?r den Ernstfall
In Discos, Caf?s und Hotels mu? der Nachwuchs sich in simulierten ?berraschungsangrifen beweisen. Ob Kellner, Bettler oder Stra?enmusiker - jeder kann der Killer sein. Nur wer am Schlu? des Kurses genug Bewertungspunkte gesammelt hat, wird zur Abschlu?pr?fung zugelassen.;

Schmerz, Lass nach!
Totschl?ger und Bombenbauer - Spezialisten zeigen, was man als Profi draufhaben muss und wie man Schmerzen aush?lt. Ein Trainer liegt mit nacktem Oberk?rper auf einem Glasscherbenteppich.

Fotos: G?nther Menn

@Sie w?ren gern Bodyguard von Scheichs, Sultanen und Prinzessinnen? Eine Schule in Potsdam bildet aus. Der Killer nennt sich Kilo. Golf Kilo. Sein heutiges Opfer hei?t Ewa Pomplun: blond, reich, sexy, Ende 30. Wohnt in der Jugendstilvilla an der Gro?en Weinmeisterstra?e 54/55 in Potsdam. Der 39-j?hrige Attent?ter hechtet im Morgengrauen ?ber die Grundst?cksmauer, schaltet die drei Bodyguards aus und findet Ewa Pomplun in der Bibliothek. Mit einer schallged?mpften Smith & Wesson macht er kurzen Prozess. Der Ehemann des Mordopfers hei?t Horst Pomplun, ist 53 Jahre alt. Codename "Papa". "Mordsleistung", lobt er Kilo. Der vermeintliche Killer ist in Wirklichkeit ein Ex-Stasi-Spezialagent und einer von Papas besten Bodyguards. Alle rappeln sich auf. Das Massaker war nur Anschauungsunterricht f?r die sieben 20- bis 35-j?hrigen Bodyguard-Aspiranten. Arbeitsloser, Arzt, Bankkaufmann, Lackierer, Obsth?ndler, Taxifahrer und T?rsteher - sie machen bei Deutschlands vermutlich h?rtester, ganz gewiss jedoch verr?cktester Personenschutz-Ausbildung mit. F?r den zehnt?gigen Anf?nger-Personenschutz-Kurs haben sie 1950 Mark gezahlt. Papa - eine beleibte Kreuzung aus Roger Moore und Schimanski - ist Kommandeur in seiner Minikaserne (Codename Kantine) mitten in Potsdam. In der Villa an der Gro?en Weinmeisterstra?e sa? bis Anfang der Neunziger noch die Kommandozentrale des russischen KGB. Schon vor 25 Jahren hat Papa f?r Scheichs, Sultane und Prinzessinnen Palastwachen getrimmt. Ist wie seine Frau "aktiver Sicherheitsbegleiter". Arbeitete f?r Promis wie Phil Collins, Jack Nicholson und Gabriela Sabatini. Fast genauso lange ist er schon Inhaber der Firma Very Top Person (VTP). Er tr?gt Uniform. Zwei goldene Barren auf dem Kragen und den Titel "Chief" auf der Schulter. Und seit 1994 produziert das schlagstarke Ehepaar Sicherheitspersonal wie am Flie?band. Kurs eins ist f?r Anf?nger, Kurs zwei f?r Fortgeschrittene, drei und vier f?r Profis. Alle kosten um die 2000 Mark. Und f?r die absoluten Spitzenkr?fte gibt es noch den letzten Schliff auf Pompluns Privatanwesen in Florida. "Weicheier", schnauzt Papa die Neuen an, "wahrscheinlich hat das Ding da in eurer K?rpermitte auch schon den Geist aufgegeben. 50 Liegest?tze. Aber flott." Gleich zu Beginn schockiert er die Neulinge. Das f?rdere Konzentration und Lernwillen. Danach hei?t es Wegtreten. Gesetzeskunde. Der Schulungsraum ist gepflastert mit Pin-ups. Durch all die Bilder - "Saft?rsche" und "Atomtitten" - will Papa erreichen, dass die Kadetten das Wegsehen trainieren: "Terroristen setzen so was oft als Ablenkung ein", erkl?rt er. "Ich krauche jetzt schon auf dem Zahnfleisch", st?hnt Christoph Eisner. Er ist heute zum Diensthabenden vom Tage (DvT) eingeteilt worden. Der 35-j?hrige Spandauer prescht ?ber die Extrem-Sturmbahn. Hier muss er sich als "Kugelsauger", "Splitterf?nger" und "Messerschlucker" vor die Schutzperson werfen. Unterwegs fliegen ihm Gummigeschosse, B?ller und Messer um die Ohren, brechen maskierte M?nner aus den B?schen hervor. Doch als Bodyguard muss man mehr k?nnen als nur Schmerzen schlucken. Vorhersehen, verhindern, verduften - das ist die Devise. Damit die angehenden Lebensh?ter all das lernen, stehen auf Papas Gehaltsliste neben "Terroristen und Totschl?gern" auch "Bombenbauer, Grabbler, Hacker, Schn?ffler, Verkehrsrowdys und Seelenklempner". Die Spezialisten verschiedener Geheimdienste, Armeen und Sondereinsatzkommandos der Polizei zeigen den Azubis, wie Briefbomben hochgehen, Wanzen funken, wie observiert wird, wie die Notfallwende bei Tempo 120 funktioniert und was es f?r Verstecke am und im K?rper gibt.
Auf die Theorie folgt immer gleich die Praxis mit Schutzpersonen-Models. Die sind dann mit ihren "sieben Schatten" in Parks, Discos und Hotels unterwegs. ?berall lauern ?berraschungen: Im Schlosspark Cecilienhof zieht der Bettler pl?tzlich eine Wumme. Der Stra?enmusiker am Alexanderplatz ein Messer. Eine Kellnerin im Cafe mixt Gift in den Cocktail. Der Rollstuhlfahrer klebt eine Sprengladung unters Auto.
Und Papa, aus dessen Kopf all diese filmreif inszenierten Szenen stammen, beobachtet dabei seine Azubis genau. Bewertet sie nach Punkten. Nur wer am Ende des Kurses die n?tigen Punkte vorweist, den l?sst er zur Pr?fung zu. Und nur wer die Pr?fung besteht, darf danach den Folgekurs belegen. Am letzten Abend herrscht wieder Aufregung in der Villa an der Gro?en Weinmeisterstra?e. Doch diesmal droht anscheinend echte Gefahr. Drei gepanzerte Limousinen brettern vor. Eine Frau steigt hastig aus. Sie wirkt verzweifelt. Ihre Schminke ist zerlaufen. Vier Profis aus Papas Truppe begleiten sie ins Haus. "Ihr k?mmert euch um sie", sagt der Einsatzf?hrer, "die Russen-Mafia will ihr ans Leder." Dann machen die M?nner im dunklen Zwirn sich aus dem Staub. Supereilig. Superwichtig. Supergeheim. "Jetzt ist die Kacke am Dampfen", heuchelt Papa, der nicht nur einen guten Regisseur, sondern ebenso einen talentierten Schauspieler abgibt. "Eine echte Schutzperson geh?rt normalerweise nicht zum Anf?ngerprogramm. Wem das zu hei? ist, der kann gehen." Doch alle sieben bleiben. "Wird schwierig heute", fl?stert Golf Kilo. "Stehen ganz gut, die Burschen." Er tr?gt Per?cke und Schn?uzer. Wieder mal mimt er den M?rder. Doch er wird bereits beobachtet. Aus dem oberen Stockwerk der Villa. Mit dem Nachtsichtger?t. ?ber Funk flie?en die Anweisungen des DvT direkt in die Ohren seiner Leute. Als Golf Kilo ?ber die Mauer hechtet, warten auf der anderen Seite schon sechs auffangbereite Arme und kickbereite F??e. Und Papa gibt eilig Entwarnung: "Neutralisieren. Den Mann am Leben lassen."

Quelle: Playboy, ..2000 (J?rger Heuer)
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Joops Model-Entdeckung heiratet in Potsdam

Franziskas Brautkleid: Freizügig und doch schlicht.;

Fotos: MAZ/K?ster

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Franziska Knuppe und Christian N?stl beim Tausch der Ringe in Kreationen des Meisters

Scheinbar eine Trauung wie jede andere. Das junge Paar hat vor der Standesamt-Villa in der Berliner Stra?e gewartet, bis die Vorg?nger gl?cksstrahlend die Freitreppe herunter kommen. Dann sind sie dran. Die junge Braut umarmt schnell noch einmal den Vater, der Br?utigam gibt sich betont gelassen: Potsdams j?ngste Prominentenhochzeit. Am Sonnabend gaben sich das Potsdamer Model Franziska Knuppe (24) und ihr Freund Christian N?stl (28) in ihrer Heimatstadt das Ja-Wort. Ein Traumpaar, dessen Leben durch einen Mann von heute auf morgen eine wunderbare Wendung genommen hatte: durch Wolfgang Joop. Der Modemacher war zwar nicht zum Ringetausch gekommen, hatte aber selbstverst?ndlich die Garderobe des Paars entworfen. Der dezente, cremefarbene Hosenanzug Franziska Knuppes bezauberte vor allem durch seinen seidigen Glanz und die figurbetonende Schlichtheit. Wohlabgestimmte Accessoires wie Stola, dreiteiliger Kopfreif und silberbesticktes Handt?schchen komplettierten den Auftritt der Braut. Auch f?r den Anzug des Br?utigams hatte Joop Pate gestanden. Ganz in Wei?, mit extravagantem Gehrock und schwarzem, kragenlosem Shirt gab sich der junge Mann ganz unkonventionell.
Ein blau-schwarzes Mercedes-Benz-Cabriolet, Baujahr 1966, holte die beiden ab. In die Flitterwochen geht es damit aber noch nicht. Die Hochzeitsreise soll nachgeholt werden, zun?chst rufe die Arbeit. "Nun ist aber Schlu?", lachte die Braut zum Abschied den Fotografen zu, die immer noch einen Kuss der beiden Frischverm?hlten ablichten wollten. F?r die anschlie?ende Feier im Hotel Voltaire schl?pfte Franziska noch einmal in neue Eleganz: ein Ballkleid, entworfen von Joop. Die Geschichte der jungen Frau liest sich wie ein modernes M?rchen. Nach dem Abitur am Espengrund-Gymnasium begann sie ein Studium der Betriebswirtschaft. Eigentlich wollte sie nur ein paar Mark dazuverdienen, als sie im Herbst 1996 einen Nebenjob als Kellnerin im Cafe Heider annahm. Doch das Schicksal hatte seine eigenen Plane mit der jungen Sch?nheit. Zun?chst lernte sie beim Kellnern ihren jetzigen Ehemann Christian N?stl kennen. Kurz darauf erkannten die fachm?nnischen Augen Wolfgang Joops, der gern im Heider verkehrt, die idealen Voraussetzungen der jungen Frau f?r den Beruf des Models. Die Agentur Elite Model Look nahm sie unter ihre Fittiche, auf Anhieb gewann Franziska in Nizza einen Weltausscheid der Agentur. Seitdem druckt sie nicht mehr die Schulbank, sondern schm?ckt die Laufstege in Paris, Mailand, London und Hamburg. Erst im Juni hatte Franziska mit Joop ihren gro?en Auftritt in der Heimatstadt. Hierher begleitete sie ihn zum Empfang bei der Weltpremiere der neuen Joop-Duftkreation "rococo" in die Neuen Kammern.
Der gl?ckliche Br?utigam ist ebenfalls Potsdamer. Auch er wird von Wolfgang Joop protegiert und arbeitet als Assistent f?r den in Bornstedt geborenen Weltb?rger.

Quelle: M?rkische Allgemeine, ..2000 (Andreas R?hl)
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Mit Intelligenz, Charme und Kanone

Konzentriert visiert Nicole Kreikenbom ihr Ziel an, dann dr?ckt sie ab. Mit 20 Jahren ist sie Deutschlands j?ngster Bodyguard, tr?gt mit Stolz ihre Dienstmarke.;

Ewa-Maria Pomplun (rechts) bei einem Einsatz anl??lich eines Empfangs von Brandenburgs Ministerpr?sident Stolpe.;

Auch beim Schminken ist die Waffe immer dabei. ?Notfalls?, sagt Nicole, W?rde ich sie ohne zu z?gern einsetzen.?@Nicole Kreikenbom (20) und Ewa-Maria Pomplun (36) sch?tzen als Profi-Leibw?chter das Leben von Prominenten Ohrenbet?ubend hallen die Sch?sse durch den Raum. Dann herrscht pl?tzlich Totenstille. Die h?bsche junge Frau senkt die Pistole und l??t sie langsam wieder in ihren Schulterhalfter gleiten.
Die Zielscheibe, die in 25 Metern Entfernung aufgebaut ist, zeigt deutlich, da? im Ernstfall der Gegner keine Chance gehabt h?tte; jeder Schu? hat sein Ziel getroffen. Die Sch?tzin hei?t Nicole Kreikenbom und ist mit ihren 20 Jahren Deutschlands j?ngster weiblicher Bodyguard. Eine Frau, die im Notfall bereit ist, f?r andere ihr eigenes Leben zu riskieren. ?Nicole ist jetzt seit ?ber einem Jahr bei uns und eine der besten, die wir je ausgebildet haben?, erkl?rt Horst Pomplun (52), seit 25 Jahren Personensch?tzer und Inhaber der Potsdamer Firma ?VTP?, die Pers?nlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Showgesch?ft vor allzu aufdringlichen Fans, aber auch vor m?glichen Gewaltt?tern besch?tzt. Die Nachfrage nach Bodyguards hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Der Grund: Viele Prominente und Verm?gende f?rchten sich vor ?berf?llen und Entf?hrungen. Vor allem weibliche Leibw?chter, die mit der Waffe ebenso gut umgehen k?nnen wie mit Lippenstift und Lidschatten, sind gefragter denn je. Zwar ist der Personenschutz noch immer eine M?nnerdom?ne. Doch das ganz und gar nicht so schwache Geschlecht hat m?chtig aufgeholt. Immerhin bieten Frauen in diesem Job ja auch einen unschlagbaren Vorteil", sagt Horst Pomplun. ?Sie fallen als Bodyguard weniger auf, gehen eher als Freundin oder Begleiterin durch. Deshalb k?nnen sie im Ernstfall einen Angreifer auch viel besser ?berraschen und au?er Gefecht setzen.? Eine der ersten weiblichen Leibw?chterinnen war Ewa-Maria Pomplun (36), die Ehefrau von Horst Pomplun. Die gelernte Goldschmiedin ist bereits seit zw?lf Jahren in der Branche. Durch ihren Mann lernte sie das Gesch?ft kennen, anfangs nur als Begleitung, sp?ter ?bernahm sie selbst Auftr?ge. Heute gibt die attraktive schlanke Frau mit den h?ftlangen braunen Haaren ihre Erfahrung als Ausbildern in der Firma ihres Mannes weiter. ?Sie ist trotz ihrer optischen Zartheit unglaublich professionell?, erz?hlt Horst Pomplun stolz. ?Beim Schie?en und im Nahkampf macht ihr keiner unserer m?nnlichen Mitarbeiter etwas vor.? Das bekamen erst k?rzlich drei schwere Jungs zu sp?ren, die einen arabischen Prinzen angreifen wollten, der von dem schlagkr?ftigen Ehepaar begleitet wurde. ?Seine Hoheit war nachts auf einer Kneipentour in Berlin unterwegs und zeigte sich sehr gro?z?gig. Er verteilte an alle, die ihm gefielen, Hundertmarkscheine und gab etliche Lokalrunden aus. So etwas m?gen wir im Grunde ?berhaupt nicht?, sagt Horst Pomplun. ?Denn soviel Bargeld lockt nat?rlich Ganoven an. Und tats?chlich dauerte es nicht lange, bis drei kr?ftige Kerle auf den Prinzen losgingen, um ihm das Geld wegzunehmen.? Ohne Erfolg: W?hrend ihr Mann den Prinzen aus der Schu?linie brachte, setzte Ehefrau Ewa-Maria die Angreifer mit zwei, drei gezielten Handgriffen schachmatt. ?Den Rest?, sagt sie, ?erledigte die Polizei, die wir ?ber Funk herbeiriefen.? Einer von vielen F?llen, in denen die Bodyguards von ?VTP? ganze Arbeit leisteten. Und nicht ganz ohne Stolz f?gt Firmeninhaber Horst Pomplun hinzu: ?Bislang ist noch niemandem, den wir besch?tzt haben, etwas zugesto?en.? Ein Erfolg, der sich nat?rlich herumspricht. Und so k?nnen sich die Sicherheitsprofis aus Potsdam denn auch nicht ?ber mangelnde Auftr?ge beklagen. Im Gegenteil: Von Melanie Griffith, Gabriela Sabatini, Phil Collins, Jack Nicholson und Wolfgang Joop bis hin zu Staatsoberh?uptern und der Stammkundschaft aus den Golfstaaten, haben fast alle Ber?hmtheiten, die Berlin und Umgebung besuchen, schon die Dienste von Nicole Kreikenbom, Ewa-Maria Pomplun und ihren Kolleginnen und Kollegen in Anspruch genommen. Ein Traum-Job zwar, der jedoch rund um die Uhr Konzentration und Einsatzbereitschaft verlangt. Und der keine Zeit f?r Gef?hle l??t. Zum Beispiel f?r einen Flirt mit einem Kunden. ?Keine Chance?, l?chelt Nicole Kreikenbom, die vor ihrer Ausbildung zur Personensch?tzerin Industriekauffrau gelernt hat. ?So etwas gibt?s allenfalls im Kino. Und au?erdem kann ich mir auch kaum vorstellen, da? ein Flirt Spa? macht, wenn man dabei die Hand an der Waffe hat.? ?Ob sie die im Ernstfall auch benutzen w?rde?? Die Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen: ?Wenn?s sein mu?, ohne zu z?gern...?

Quelle: NEUE POST, ..2000 (Klaus D. Zelgin)
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Bodyguard mit Zertifikat
Quelle: Pro 7, ..2000
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Die märkischen Schwestern von Lara Croft
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Ewa Maria ist 1 Meter 62 groß, wiegt knappe 48 Kilo und trägt Schuhgröße 38. Sie liebt die Beatles, entspannt sich bei Vivaldis "Vier Jahreszeiten", ist eine perfekte K?chin und Ehefrau. Aber Ewa Maria kann noch mehr. Zum Beispiel schie?t sie aus 25 Meter Entfernung mal eben schnell eine Colab?chse aus dem Regal. Und wenn es erforderlich ist, legt sie auch einen Zweizentnermann aufs Kreuz. Doch damit nicht genug. Ewa f?hrt wie ein Teufel Auto, ohne je ein Strafmandat bekommen zu haben. Und Ehemann Horst muss verdammt aufpassen, sonst legt sie auch ihn flach. Ewa Maria Pomplun (40) ist der bekannteste weibliche Bodyguard der Republik und geh?rt zu dem knappen Dutzend Frauen, die Promis, Politiker, Prinzen, K?nige und Industrielle bewachen und sch?tzen.

"Ich bin gelernte Goldschmiedin und liebe alles Sch?ne. Vor 14 Jahren wollte ich umsatteln und Jockey werden, aber mein Mann hatte was dagegen." Viel zu gef?hrlich, meinte Horst Pomplun (53), Personensch?tzer und Leibw?chter aus Berlin. Dann bildete er seine junge Frau kurzerhand zu einem der ersten weiblichen Bodyguards aus. Mit Erfolg. Seitdem hat Ewa so manche Prinzessin beim Bummel durch die europ?ischen Einkaufsmetroplen begleitet oder mit arabischen Herrscherpaaren Urlaub in Spanien gemacht. Und dass dabei unter ihrer Strohmatte am Strand stets griffbereit eine geladene Pistole lag, fiel niemandem auf. Sie hat Kinder wohlhabener Eltern gesch?tzt, und unsagbar reiche Prinzen beim Geldausgeben durch New York begleitet. Sie ist mit Gesch?ftsleuten in die Luft und mit einer Amerikanerin auf Tauchstation ins Rote Meer gegangen. Badeanzug und Bikini geh?ren ebenso zu ihrer Arbeitskleidung, wie das Tennisr?ckchen und das lange Abendkleid. Und das sie in ihrem Versace-T?schchen zwischen Lippenstift, Parfum und Rouge einen 22er verborgen hat, ahnt keiner. "Viele M?nner wollen lieber einen weiblichen Leibw?chter. Da wei? der Gegner nie, ob es die Ehefrau, Tochter, Geliebte oder Sekret?rin ist", erkl?rt Horst Pomplun, der seit 25 Jahren im Gesch?ft mit der menschlichen Sicherheit ist. Und die Nachfrage ist gro?. Deshalb bildet das Bodyguard-Ehepaar weibliche 007 aus.

"Leider gibt es viel zu wenig Frauen, die sich diesen Job zutrauen. Auf zwanzig M?nner, die sich bei uns bewerben, kommt eine Frau. Aber die sind hart im Nehmen. Und hart ist er, dieser Job. Du musst k?rperlich und geistig fit sein, reaktionsschnell, Geduld haben und brauchst gute Nerven, oder gar keine", lacht Ewa. "Die meiste Zeit des Jobs besteht aus Warten. Worauf? Meistens auf gar nichts. Aber das wei?t du erst hinterher. Du stehst stundenlang auf einer Party rum, beobachtest die G?ste und bekommst Sodbrennen vom zehnten O-Saft. Oder du sitzt im Vorzimmer eines Industriellen und kippst dir einen Kaffee nach dem anderen ein, w?hrend sie hinter verschlossenen T?ren um Millionen pokern."

W?hrend Ewa von ihrem Job erz?hlt, steckt sie die Beretta in den Hosenbund. Sie wei? mit ihr umzugehen, und wenn es sein muss, wird sie auch schie?en. Bisher hat sie ihren schweren Job jedoch stets ohne die letzte M?glichkeit geschafft. So wie im letzten Jahr, als pl?tzlich zwei Typen mit abgeschlagenen Flaschenh?lsen vor ihrem Schutzobjekt standen und ein paar Dollarscheine forderten. Viel hat Ewa nicht gemacht. Nur die Jacke aufgeschlagen und den Blick auf die Beretta freigegeben. Ohne viele Worte war der Fall damit gekl?rt.

Undine Kania, Studentin der Betriebswirtschaft im zweiten Semester, ist die vierzigste Frau, die Ewa und Horst ausbilden. Sie hat das Diplom schon fast in der Tasche. In ein paar Wochen wird die Pr?fung sein. Den Lohn des Schwei?es, das Zertifikat der Industrie- und Handelskammer Potsdam, wird sie sich dann in Gold gerahmt an die Wand ihrer Einzimmerwohnung h?ngen. Dann darf sich die 21-J?hrige offiziell Personensch?tzerin und Sicherheitsfachkraft nennen. Das Geld f?r die Ausbildung hat sie sich zusammengekellnert. Einen Job hat die schlanke Potsdamerin auch schon. Wo und bei wem? Das wird nicht verraten. Denn Undine hat die allererste Lektion gut gelernt. Und die hei?t Diskretion. "Ihre Arbeitszeit wird zwischen frei und rund um die Uhr im Einsatz sein. Das Gehalt zwischen 6000 und 15 000 Mark betragen. Daf?r darf sie aber keine Fehler machen. Denn es k?nnte ihr erster und ihr letzter sein."

Sechs Module mit insgesamt 950 Stunden Unterricht umschlie?t die Ausbildung. Es geht um Anti-Terror-Kampf, Gesetzeskunde, Fahrsicherheitstraining, Schie?en, taktische Ma?nahmen und Kommunikationsmittel. Sogar Benimmregeln stehen auf dem Stundenplan. "Ein Leibw?chter, der sich nicht benehmen kann, ist unbrauchbar, weil er auff?llt", erkl?rt Horst Pomplun. Und so ist der 007 aus Potsdam auch besonders stolz auf die Dankesschreiben aus aller Welt.

Quelle: Tagesspiegel, ..2000
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Personenschutzausbildung
Quelle: MAX, ..2000
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Tigerenten-Club
Quelle: ARD, ..2000
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Zusammenarbeit zwischen Polizei unf pirivaten Sicherheitsdiensten

 

Quelle: Polizeipräsidium Potsdam, 21.12.1999
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007 in Potsdam - Sicherheitsschule bildet aus

Wie im Film: Bodyguard hautnah.@Potsdam (jum). Der grauhaarige Mann ist ein H?ne, in seiner Nahe f?hlt man sich sicher. Und das ist wichtig, denn mit Sicherheit verdient er sein Geld. Horst Pomplun ist der Chef eines Security-Unternehmens in Potsdam. Als erstes r?umt er mit dem Vorurteil auf, Personensch?tzer waren Waffenfans und Muskelprotze. Nat?rlich sind seine Kollegen superfit und k?nnen schie?en wie James Bond. "Viel wichtiger ist Kopfchen. Wer sch?tzen will muss eine brenzlige Situation blitzschnell einsch?tzen, hat Nerven wie Stahlseile und kann mindestens so viele Beleidigungen einstecken, wie er Hiebe austeilen kann, wenn's drauf ankommt," stellt der Profi Pomplun richtig. Der Ernstfall ist allerdings eher selten. Oft reicht der Anblick von dunkelgekleideten M?nnern oder von Frauen mit Funkgeraten am Ohr aus, damit sich Promis sicher f?hlen und Attent?ter ihre Plane aufgeben. Pomplun bildet auch junge Personensch?tzer aus, nicht nur Ex-Soldaten, auch Frauen haben Spa? an diesem Beruf. Dreiteilige Kurse finden in einer Potsdamer Villa statt. Kosten: f?r die ersten elf Tage um die 2000 Mark. Das Sicherheitsabitur hat man dann aber noch nicht. Die weitere Ausbildung richtet sich nach den F?higkeiten der zuk?nftigen Bodyguards.

Quelle: unbekannt, ..1999
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Potsdam Privat : Ausgezeichnet

@Seinen 52. Geburtstag wird Personensch?tzer Horst Pomplun so schnell nicht vergessen. In seinem Ausbildungszentrum in der Gro?en Weinmeisterstra?e wurde er gestern vom Botschafter der Republik Venezuela Erik Becker Becker und seinem Gefolge ?berrascht. F?r seine gute Arbeit bei der Begleitung des inzwischen abgedankten Staatspr?sidenten Rafael Caldera sowie des neuen Pr?sidenten Hugo Chavez, erhielt er den h?chsten Orden Venezuelas "Simon Bolivar". "Ich war sehr ?berrascht und eigentlich bin ich noch immer fassungslos ?ber soviel Ehre, ich habe doch nur meine Arbeit gemacht", fasste der Ausgezeichnete seine Freude in Worte. F?r den Mann, der ansonsten Scheichs, K?nige, Pr?sidenten und Prinzen begleitet, ist das nicht die erste hohe Auszeichnung. So schm?ckt unter anderem auch das Bundesverdienstkreuz in Gold seine Brust.

Quelle: Berliner Morgenpost, ..1999 (mall)
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James Bond-type Couple Resides in Key Largo
Features Editor Editor's Note: The lead paragraph of the following story was inadvertantly dropped during the layout process last week. We are re-running the story in its entirety this week. We regret any confusion the error may have caused. In a scene which could have come from a James Bond movie, a Key Largo couple was hired to protect an Arabian prince. While walking in public, bad guys appeared in their path, and the husband scurried one way, shielding the prince, leaving his wife to deal with the bad guys. Of course, the husband was torn - by a sense of duty and professionalism to protect the prince, but also by more intuitive tugs of his heart to protect his wife from definite danger. In this real-life situation, all ended well. The wife's training paid off. She confronted the danger and disarmed the bad guys with calm talk, backed up by a display of firearms beneath her jacket. Part-time residents of Key Largo, Horst and Ewa Pomplun are body guards from Germany. They are believed to be the first husband-wife couple in the security business in German history. They are approached constantly for interviews by German media - both newspapers and television - and they have reams of press coverage to prove their success. A few weeks ago from their Blackwater Sound home, Horst Pomplun called his secretary in Germany and learned he had four interviews scheduled with newspapers and three with television crews upon his return to Europe. For 30 years, Mr. Pomplun has been a member of a special unit of the Berlin Police Department with the highest service merit and decorated with the Distinguished . Service Cross in Gold. His wife, Ewa (pronounced Ava) was awarded the Distinguished Service Cross in Silver, making them the first German married couple to earn these awards. Horst has been active internationally in security service without reprimand or offense, while participating, guiding and organizing security activities. He has.protected royalty from four countries, ambassadors, international VIPs from trade and industry, and sports and culture figures. The latter group includes tennis player Gabriela Sabatini, musician Phil Collins, actress Melanie Griffith, actor Jack Nicholson, the Pointer Sisters, Pink Floyd, the Scorpions, and others. Ewa is president of the couple's security company, "VTP Security Pomplun," formed in 1996. She has nine years active experience in a special police unit, without reprimand. In addition to royalty, ambassadors and VIPs, Ewa has protected the American president of the National Basketball Association. She was one of the first armed woman security guards in her country. "It is much more difficult to obtain guns in Germany," Ewa said. "Normal security guards in Germany have no guns." The Pompluns received training from the Berlin Police and have attended special national seminars on personal security. They served as president and vice president of security organizations including the International Personal and Security Training Association. They have black belt training in Tae kwon do, Esdo and other martial arts and self-defense courses. They are members of German marksmen clubs, and have earned various awards and medals at national and international shooting ranges. And it doesn't matter whether they are called to protect others in the air, on the sea or on land. They are prepared. Horst has his pilot's license, while Ewa has her co-pilot license. Both are licensed boat captains. They have lifeguard training awards and have completed safe driving courses at Daimler-Benz (Mercedes). Horst has special skills in hostage negotiation - perhaps a significantly-growing field, he said - and is fluent in German with a knowledge of English and Polish. Ewa, born in Poland and trained originally as a goldsmith there, is fluent in German, English and Polish, and has knowledge of Russian. She met Horst in 1981, and got involved in security after that. The Pompluns have chosen an exciting and blossoming career. Security experts agree that the need for personal security service will increase with the rise of crime, not only in Europe, but everywhere. Crime will not affect one group of individuals more than another; it will touch the average citizen, according to the Pompluns. They believe organized official security measures offered by the government are cumbersome, inefficient and slow-moving. Individuals have to take it upon themselves to protect themselves and their families. "This way of thinking is not the result of over-exaggerated fear, but based on the cruel reality presented daily by the media," the Pompluns said. To fulfill the need for security, the Pompluns' company, VTP, was established in West Berlin and also in Potsdam, site of the historic World War II conference. They offer classes from beginning to advanced security at their historic house and in the field. Many facets comprise the classes, including etiquette. The Pompluns insist that their agents leam how to treat others with respect and exhibit lone-established rules of manners. Discipline and a groomed appearance count. Class participants develop special hand-eye coordination skills, in addition to learning to anticipate series of events in various situations. They have set standards for security training with their courses. Their programs are becoming the standards for certification programs, recognized by government agencies and other businesses. While the Pompluns worry somewhat about competition, they believe they have the valuable experience and personal touch that other companies lack. One grandmother was so pleased with her grandson's behavior-which he had learned in the Pompluns' security classes- that the grandmother presented him with $5,000 to continue his training at the school. She had been astonished by his new-found manners - such as holding doors and pulling out dining chairs for others to sit - and insisted he continue. "We are still changing and improving the program. We're always learning," Horst said, and the Pompluns pass those new techniques and skills on to their clients. The Pompluns have visited the Keys for 12 years, and bought a house on Blackwater Sound . four years ago. Familiar with aged fixer-uppers, they once again chose to remodel and renovate a house badly in need of repairs, although it was "new" compared to their two homes in Germany. Horst's family home in Potsdam, Germany served as Russian KGB headquarters. It was built in 1871 and was occupied since the 1940s for 49 years. The emperor had visited the Pomplun home, and his former castle is five minutes away by foot. Also accessible to their property are Russian barracks dating to the 1800s, which the Pompluns use in their security training exercises. The Pompluns bought another historic home in Berlin - it once housed British commander Frederick Marshal Montgomery. The Pompluns are interested in creating security classes in the United States. They seek experts in their fields to serve as instructors, and may want to partner with related American companies. One benefit of holding the courses here is flight training. In Germany, it costs $300 to practice as a pilot; here it costs $75 per hour. Nect time you see a spy movie, you may remember that you, too, could leran to be a bodyguard. For more information or to their website ist www.vtp-pomplun.de. Their email address is info@vtp-pomplun.de.
Quelle: Upper Keys Independent, ..1999 (Jill Zima)
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N.N.
Quelle: SAT 1, ..1999
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Sicherheit für Stars und Sternchen
stars3.jpg#Bei Staatsbesuchen arbeiten die privaten Personenschützer mit Behörden und Staatsschutz zusammen. Denn neben dem Staatsoberhaupt kommt zumeist auch die Familie oder ein wichtiger Geheimnisträger mit ins Land. Foto: VTP;stars2.jpg#Ewa Maria und Horst Pomplun: Als bewaffnete Personensch?tzer m?ssen sie Angreifern immer einen Schritt voraus sein.;stars.jpg#Vielleicht werden sie die Bodyguards von morgen sein. Heute sind sie noch Handwerker, Studenten oder Wachdienstler, die sich neben ihrem Job von dem Ehepaar Pomplun zum Personensch?tzer ausbilden lassen.
Fotos (2): Stein
@Diskretion und eiserne Disziplin sind Grundvoraussetzungen f?r einen Bodyguard Es sind Prinzen oder Prinzessinnen, Staatspr?sidenten, Botschafter, K?nstler oder Sportler, die stunden- oder tageweise bei Ewa Maria und Horst Pomplun Schutz suchen. Beide sind in einem diskreten und eher geheimnisumwitterten Gewerbe seit Jahrzehnten t?tig. Ihr Metier: bewaffneter Personenschutz. Das Spandauer Ehepaar gr?ndete genau vor zehn Jahren die Firma VTP-Security ("Very Top Persons") und schult dar?ber hinaus zuk?nftige Bodyguards. Horst Pomplun, Jahrgang 47 und gelernter Kaufmann, war jahrelang Mitglied der Freiwilligen Berliner Polizeireserve. Vor rund 25 Jahren entdeckte er jedoch seine Ambitionen als Personensch?tzer, lie? sich in England Frankreich und den USA ausbilden. Sein erster Job: Aufbau der Palastwache eines arabischen Sultans. Heute geh?ren Prominente wie Jack Nicholson, Melanie Griffith, Phil Collins und Gabriela Sabatini zu seinen Kunden. Grundlage seines Gesch?fts sind in Deutschland allein die Notwehr- und Nothilfeparagraphen, die irden B?rger berechtigen, hei einem Angriff den ?belt?ter zu ?berw?ltigen und zeitweise festzunehmen. Ist er schon mit seinen Prominenten in eine gef?hrliche Lage gekommen? Horst Pomplun bleibt diskret, antwortet diplomatisch: "Es gab noch keine Situation, die wir nicht geregelt haben." Mehr will er nicht sagen. "Echte Gefahr" droht gerade einmal bei einem Prozent der Eins?tze, sch?tzt er. Nur die H?lfte der Stars und Sternchen, die sich um einen Personenschutz bem?hen, sind nach seinen Erfahrungen wirklich gef?hrdet. "Es gibt auch die besonders ?ngstlichen oder Prominente, zu denen zumeist K?nstler z?hlen, die sich gern mit Bodyguards umgeben", so Horst Pomplun. Seine 41j?hrige Frau Ewa Maria hat er selbst ausgebildet. Sie ist heute eine der wenigen weiblichen bewaffneten Bodyguards. Schlank und zierlich gebaut, f?hrt sie wie der Teufel, schie?t eine Coladose aus 25 Metern vom Sockel, und auch ein Zweizentnermann ist vor der 1,62 Meter gro?en Blondine nicht sicher. Ihre Entscheidung vor 15 Jahren, in die Personenschutzbranche zu wechseln, haben weder die gelernte Goldschmiedin noch ihr Mann bereut. "Besonders Scheichs und arabische K?nige sch?tzen Blondinen als Personensch?tzer", so Horst Pomplun. F?r den VTP-Chef hat sich das Gewerbe in den letzten Jahren ver?ndert. Erstens w?chst der Kundenkreis stetig, zweitens sch?tzt man heute nicht mehr die breitschultrigen Bodyguards in schwarzem Anzug und mit Sonnenbrille. "Personensch?tzer kann an sich jeder werden, der geistig und k?rperlich fit ist und ?ber einige grundlegende Anstandsformen und vor allem viel Diskretion verf?gt", sagt Horst Pomplun. F?r ihn bringen M?tter und Vater die besten Voraussetzungen mit. Der nat?rliche Besch?tzerinstinkt ist bei denen am st?rksten ausgepr?gt. "Das ist ja auch ein Ziel unserer Ausbildung, dieses schlummernde Potential zu wecken." Bei der Ausbildung herrschen strenge Disziplin und ein rauher Ton. Von Anfang an sollen Pompluns Sch?tzlinge lernen, eine Beleidigung und Provokation einzustecken. Aber auch andere Ablenkungen bietet Horst Pomptun seinen Auszubildenden. "Pin-up-Girls in den Seminarr?umen oder Damen mit tiefen Dekolletes in gestellten Ausbildungssituationen sollen unsere m?nnlichen Kollegen abh?rten. Denn jede Ablenkung ist gef?hrlich. Sie m?ssen sich ausschlie?lich auf die zu sch?tzende Person konzentrieren." Die meisten Personenschutzanw?rter machen ihre Ausbildung nebenbei. Sie sind Automechaniker, Tischler oder Studenten, die sich in Gesetzes-, Punk- und Waffenkunde belehren lassen und waffenlose Selbstverteidigung und Taktik trainieren. Der Lohn der M?he: Bei VTP erhalten sie am Ende der Ausbildung, wenn sie den hohen Anforderungen gerecht werden, ein IHK-Zertifikat als Personensch?tzer. Informationen zur VTP-Ausbildung zum Personensch?tzer gibt es unter Tel. (0331) - 24 06 80.
Quelle: Steglitzer Volksblatt, ..1999 (st)
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Sicherheitsfachkraft Personenschützer/in mit IHK-Zertifikat
@Erstmals bietet das Bildungszentrum der IHK Potsdam in Kooperation mit dem seit zehn Jahren f?hrenden Unternehmen im Bewachungsgewerbe VTP-Security Ewa Pomplun, Potsdam, Mitglied der International Personal Security Training Association (USA) und der German Security Group (GSG), einen Lehrgang zur Ausbildung als Sicherheitsfachkraft Personenschutz mit IHK-Zertifikat an. Die Aufgaben eines Personensch?tzers fordern ein hohes Ma? an physischen und psychischen Kr?ften. Die Bew?ltigung von Stresssituationen ist ebenso gefordert wie die F?higkeit, sich auf alle zu besch?tzenden Personen einzustellen. Dazu geh?rt auch die Kommunikation mit Personen unterschiedlichster Herkunft und das Beherrschen entsprechender Umgangsformen. Der Lehrgang Sicherheitsfachkraft/Personensch?tzer/in (IHK) vermittelt das notwendige theoretische und praktische Wissen f?r eine erfolgreiche T?tigkeit als Sicherheitsfachkraft. Die Teilnehmer erlangen Kenntnisse in der Gesetzeskunde. der Durchf?hrung von Ermittlungen und Observationen, erlernen das Verhalten in Extremsituationen und in Erster Hilfe und werden mit Selbstverteidigungstechniken und dem Schusswaffengebrauch vertraut gemacht. Auch Fragen der Psychologie und der Belastbarkeit, Sicherheitsfahrtraining - bis hin zur Zusammenarbeit mit Beh?rden - stehen auf dem Lehrplan. Die Ausbildung zur Sicherheitsfachkraft/Personensch?tzer/in wird in drei Formen angeboten: a) Vollzeitausbildung; b) Intensivseminar in sechs Stufen; c) berufsbegleitend. Kontaktadresse: Bildungszentrum der IHK, Potsdam. Wichgrafstra?e 2. 14482 Potsdam: Tel. (03 31) 7 43 23 19, Fax (03 31) 7 43 23 10: Internet: http://www.ihk.de/potsdam; Email: bildung@potsdam.ihk.de.
Quelle: Wirtschaft Regional - IHK Potsdam, ..1999
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Unauffällig, aber wirksam: Engagement für Sicherheit
engage.jpg#Der Botschafter der Republik Venezuela, Dr. Erik Becker-Becker (links), mit Ewa und Horst Pomplun im Schlosshotel Cecilienhof in Potsdam.
Foto : E.Tango
@Ein in Deutschland f?hrendes und in Potsdam ansässiges Personenschutzunternehmen begeht in diesem Jahr sein zehnj?hriges Gr?ndungsjubil?um: VTP SECURITY Ewa Maria Pomplun. Der Personenschutz ist in der heutigen Zeit nicht wegzudenken und l?ngst kein Privileg der "oberen Zehntausend" mehr. Zunehmend nutzen Politiker, Manager, Sportler und K?nstler diese Dienstleistung f?r sich selbst, aber auch f?r ihre Familienangeh?rigen. Mit dem Herzen dabei Zuverl?ssigkeit, Vertrauen, fachspezifisches K?nnen und k?rperliche Fitness sind die Kriterien, die Sicherheitskr?fte auszeichnen. Eine qualifizierte theoretische Ausbildung und regelm??iges Training schaffen die notwendigen Voraussetzungen. Seit 18 Jahren sind Ewa und ?ber 33 Jahre Horst Pomplun schon im "Sicherheitsgesch?ft" t?tig, und mehr als ein Jahrzehnt besch?ftigen sie sich gemeinsam erfolgreich mit der Ausbildung von Sicherheitskr?ften, speziell bewaffneten Personensch?tzern. So l?uft beispielsweise ein Ausbildungspilotprogramm in Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam schon sechs Jahre. Aber auch IHK-Gepr?ften Werkschutzfachkr?ften und Sicherheitsfachkr?ften gilt die Aufmerksamkeit bez?glich der Qualifizierung. ?brigens, wie motiviert die Ausgebildeten sind, zeigt sich in der Tatsache, dass viele von ihnen ihre Qualifizierung selbst finanzieren. Und einige stehen dann sogar dem freien Arbeitsmarkt zur Verf?gung, suchen Besch?ftigung. "In meinem Ehemann Horst hatte ich eine strengen, vielleicht sogar etwas zu strengen Ausbilder, aber in unserem Job darf man sie auch nicht den kleinsten Fehler leisten," ist von der Chefin des Unternehmens, Ewa Pomplun, zu h?ren. Diese Erfahrung habe bestimmt auch die Palastwachen gemacht die von ihm seit ?ber einem Vierteljahrhundert ausgebildet werden. Gemeinsam haben die beiden schon die "halbe Welt" besch?tzt. Zu ihren Kunden z?hlten und z?hlen Prinzen und Prinzessinnen, Pr?sidenten, Botschafter sowie Prominente aus Wirtschaft, Sport und Kultur. Auch einige Stufen niedriger, wie zu Firmenveranstaltungen, kann man die Dienste des aus Damen und Herren bestehenden Team nutzen und so wohlbeh?tet feiern. Die Auszeichnung von Ewa und Horst Pomplun mit dem silbernen und dem goldenen Verdienstkreuz, der h?chsten m?glichen Anerkennung in der Branche, best?tigt ihre Leistungen. Und wer sich von der Ausbildung ein eigenes Bild machen m?chte, der kann die (03 31) 24 06 80 anrufen und einen Termin vor Ort vereinbaren.
Quelle: IHK Zeitschrift, ..1999 (Bernd Schenke)
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Besuch seiner Excellenz in Berlin
Quelle: ZDF, ..1998
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Bodyguard als Sündenbock
..1998
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Deutschlands berühmtester Bodyguard zu Gast
Quelle: USA, ..1998
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Personenschutz - weltweit
Quelle: ORF/SF, ..1998
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Personenschutz vom "Feinsten"
Quelle: Berliner Kurier, ..1998
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Personenschützer sind keine Selbstmörder
..1998
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So feiert ein Bodyguard seinen 50.
feier1.jpg#Eine typische Bodyguard-Pose in untypischem Outfit: Horst Pomplun vor seiner Sommerresidenz.;feier2.jpg#"Nanu, gibt's hier etwa einen K?nig?" Japanische Touristen waren erst ?berrascht. Dann begeistert!;feier3.jpg#"Gestatten, Majest?t...." Horst Pomplun (50) mit Gattin Ewa (38) - im Stil von "Anno 1872"..@Wie kann sich Horst Pomplun das leisten? Vor 125 fahren war in diesem Hause Seine Majest?t, Kaiser Wilhelm l. zu Gast. Von 1945-1990 indes das KGB. Inzwischen ist die herrschaftliche Villa im alten Hochadelsviertel zu Potsdam die "Sommerresidenz" des Berliner Unternehmers Horst Pomplun. Wer ist das? Ein Bodyguard, Chef der Personenschutzfirma VTP ( = "Very Top Persons"). Und Million?r. Gro?e Weinmeisterstra?e 54-55: Hier feierte Pomplun am Samstag seinen 50. Geburtstag. Im preu?ischen Stil. "Wie es der alte Fritz vor 250 ]ahren auch getan h?tte." Sagt der Hausherr - und erschien "standesgem??" als Baron. An seiner Seite: Gattin Ewa (38) in einem "alten Familienst?ck". Pomplun, der ansonsten in seiner Villa in Kladow lebt, hatte illustre G?ste geladen: darunter Prinz Christian Sigismund von Preu?en (51). Es wurde k?niglich begr??t und f?rstlich gespeist. Inklusive "Friedrich dem Gro?en", "Kaiser Wilhelm", Hofmeister und Lakaien. Neugierige Frage: Wie kann man sich so was leisten? Bringt der bewaffnete Personenschutz (?lscheichs, arabische K?nigsh?user, Phil Collins...) soviel ein? Pomplun lacht: "Nein, nat?rlich nicht. Hab' ein Riesen-Familienerbe gemacht!" Was f?r ein Gl?ckspilz...
Quelle: BILD, ..1998 (Inga Gr?mminger)
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Venezuelanischer Präsident in Deutschland
Quelle: ARD, ..1998
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Zwei Kladower sind weltweit gefragt

Horst und Ewa-Maria Pomplun, Deutschlands ber?hmteste Bodyguards.

Foto : Müller

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Ehepaar Pomplun schützt Prominente

Im Ernstfall springen sie durch Glasscheiben, steuern ein Flugzeug oder tauchen in der st?rmischen See. Die Rede ist von Deutschlands bekanntestem Personensch?tzer-Ehepaar, den Kladowern Ewa-Maria und Horst Pomplun. In- und ausl?ndische Prominenz kennt die beiden bereits. Angefangen hat alles in einem Herrscherhaus im Morgenland. Horst Pomplun bilde dort vor 25 Jahren die Palastwachen aus. Seine Arbeitsdevise lautet: Locker wirken, aber alles im Grill laben. "Mit einem Auge leim kalten B?ffet, mit dem anderen die n?here und weitere Umgebung abkl?ren", so beschreibt er seine Aufgabenstellung bei einem Empfang. Inzwischen arbeiten die Pompluns f?r vier arabische Herrscherh?user, und hier kommt nun auch die Ehefrau ins Spiel. Denn die Araber bevorzugen weibliche Bodyguards. Die wirken unauff?lliger. Auch die oft zahlreichen Frauen finden es angenehmer, in weiblicher Begleitung ins Schwimmbad oder zum Einkaufen zu gehen. Hinter Ewa-Maria Pomplun einer zierlichen blonden Sch?nheit (1,62 Meter gro?), vermutet zun?chst niemand, da? sie eine der ersten Leibw?chterinnen Europas war, die eine Waffe trugen und da? sich in ihrem speziell gearbeiteten T?schchen besondere "Arbeitsutensilien" wie Handschellen und Revolver verbergen. Aber auch deutsche Politiker sch?tzen den Schutz durch das Kladower Ehepaars. Etwa Nordrhein-Westfalens Ministerpr?sident Johannes Rau: "Warum haben wir so etwas nicht in Bonn", fragte er begeistert nachdem ihm Ewa-Maria Pomplun in Berlin diskret und sicher Bewacherdienste geleistet hatte. Gerade Bonner Politiker sind oft etwa irritiert ?ber die "Berliner Personenschutz-Linie", ausgef?hrt von einer Frau. "Ihre Kollegin ist doch nicht bewaffnet", fragen sie verwundert. Dabei trifft die Kladowerin auf 50 Meter jede Cola-Dose. Bisher konnten die Pompluns Gottseidank den Einsatz von Waffen vermeiden. "Besser r?ckw?rts mit dem Auftraggeber fl?chten und ihn heil ins Hotel bringen, als in eine Schie?erei zu geraten", lautet ihre Devise. Trotzdem zittert noch immer der eine um den anderen Ehepartner, wenn der auf Einsatz ist. Und auch ohne Knarren gibt es noch immer genug brenzlige Situationen. W?hrend der ITB begleiteten die beiden beispielsweise japanische Gesch?ftsleute in einem Acht-Meter-Auto und gerieten dabei in eine Sch?lerdemonstration. Die Pompluns konnten die Sch?ler zwar beruhigen, aber die Japaner reisten nach dieser Episode beleidigt ab und wollten keine Gesch?fte mehr machen. Seit kurzem gibt Horst Pomplun seine Erfahrungen auch an junge Menschen weiter. Die Frauen und M?nner, die er ausbildet, haben gute Berufsaussichten. 70 Stunden dauert die Grundausbildung. Verlangt wird dabei eine ganze Menge. Zu einem guten Bodyguard geh?rt gro?e physische Belastbarkeit ebenso wie wendiges und dabei sicheres Auftreten. Rollen ?ber fahrende Autos werden ebenso trainiert wie gewagte Spr?nge. Unterrichtet wird in Potsdam. Auch an seinem Zweitwohnsitz in Florida unterh?lt Horst Pomplun eine Ausbildungsst?tte. Auch dort ist das Ehepaar als zuverl?ssige Begleitung f?r die Reichen und M?chtigen gefragt.

Quelle: Spandauer Volksblatt, ..1997 (hem?)
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Attacke mit dem Gummimesser
attacke1.jpg#Gefasst: Ewa-Maria Pomplun legt bei einer ?bung einem Angreifer Handschellen an. ;attacke2.jpg#Harte Grundausbildung.@Eine Potsdamer Firma schult Leibw?chter f?r Scheichs, Stars und Sternchen Potsdam (MAZ). Es ist ein wundersch?ner Tag am Babelsberger Schloss in Potsdam. ?ber blauen Wassern sonnt sich die Glienicker Br?cke im goldenen Licht des Sp?tsommers. Im Geb?sch lauert Helmut G?rtner, Ski-Maske ?ber dem Gesicht, Pistole in der Hand, und wartet auf seine Auszubildenden. Die lassen sich bei der Potsdamer Firma VTP Security zu Leibw?chtern schulen. Die Aufgabe der sechs jungen M?nner und Frauen: Sie sollen einen Auftraggeber, gemimt von einem Trainer, beim Spaziergang besch?tzen. Als der 39 j?hrige G?rtner pl?tzlich auf den Weg springt, reagieren sie blitzschnell. Alle ziehen ihre Waffen, drei rennen mit dem Sch?tzling zu den Autos, drei suchen am Wegesrand Deckung. Mit offenen M?ndern bestaunt eine Seniorengruppe das filmreife Man?ver. Die alten Damen sind erst beruhigt, als T?ter und Bedrohte sich zusammenscharen und VTP-Chef Horst Pomplun erkl?rt: "Ist in Ordnung, war nur eine ?bung." Bombenalarm am Waldrand Einmal h?pft G?rtner noch aus einer Grube und schwingt ein Gummimesser, einmal l?sst er sich aus einem Baum neben sein Opfer fallen, dann darf die Gruppe zur Auswertung zur?ck in die luxuri?se Pomplun-Villa im ehemaligen KGB-St?dtchen. Ein Bombenalarm in der verschlafenen Stra?e "Am Waldrand" rundet den Ausflug ab: Raus aus den beiden Mercedes und dem BMW und ab zwischen die B?ume. Horst Pomplun gibt Tips: "F?r Sie, Kollege: Das n?chste Mal hinter den Sandh?gel da. Ist Ihr Leben." Der junge Mann nickt beflissen. Pomplun, 50 Jahre alt, war Polizist, ehe er sich vor 27 Jahren dem Personenschutz zuwandte. Filmstar Jack Nicholson und Tennis-As Gabriela Sabatini waren schon seine Kunden; der Gro?teil der Auftraggeber kommt aus arabischen L?ndern. Die meisten Bodyguards machen den Job nebenbei, zahlen die Ausbildung selbst und holen die Kosten durch Auftr?ge wieder herein. Wie der 38j?hrige Alpha November, der seinen Funk-Decknamen dem eigenen vorzieht. Hauptberuflich organisiert Alpha Kahnfahrten im Spreewald. Personenschutz mag er, "weil man da an Leute rankommt, an die man sonst nie rankommt." J. Fischer, 23 Jahre alt und lieber ohne kompletten Vornamen, glaubt: "Die Zeiten ?ndern sich in Berlin. Immer mehr Leute laufen mit Waffen rum. Da wird Sicherheit immer wichtiger. Das ist was mit Zukunft." Eigentlich ist J. Fischer Investment-Berater. Auch was mit Zukunft, aber das Abenteuer fehlt. Mohammed Jouini war mal Handball-Nationaltorh?ter in Tunesien. Jetzt ist er 38 Jahre alt, und Trainerangebote sind rar und unterbezahlt. Sein Berliner Arbeitgeber bezahlt ihm die Leibw?chter-Umschulung. Zwei der zw?lf Kursteilnehmer sind Frauen. "Das ist schon viel", sagt Horst Pomplun. Nur knapp 15 Prozent der Leute in der Branche, sch?tzt er, seien weiblich zuwenig. "F?r M?nner ist es ziemlich doof, danebenzustehen, wenn eine arabische Prinzessin Unterw?sche kauft", erkl?rt er, "und sie fallen auch mehr auf, wenn sie gucken, ob in der Damentoilette einer lauert." Frauen, glaubt Pomplun, seien das eigentlich harte. Geschlecht: "Die k?nnen viel brutaler denken." Araber bevorzugen h?bsche Blondinen Bestes Beispiel sei seine eigene Frau. "Die geht ran wie ein Bullterrier, wenn es sein muss", lobt er. Ewa-Maria Pomplun, 38 Jahre alt, arbeitet seit 13 Jahren als bewaffnete Personensch?tzerin. Arabische Prominenz engagiert die zierliche Blondine gern, weil eine h?bsche Frau im Gefolge weniger auff?llt als ein Zwei-Meter-Mann. Obwohl etwa in Saudi-Arabien Frauen sogar das Autofahren verboten ist, h?tten Araber wenig Probleme, sich von einer Frau sch?tzen zu lassen, wei? sie. Ob man Bodyguards braucht, dar?ber entscheiden Gef?hrdung, Portemonnaie (der Satz liegt zwischen 50 und 200 Mark pro Stunde und Leibw?chter) und Geltungsdrang. Nur etwa die H?lfte der Auftraggeber, sch?tzt Horst Pomplun, brauche wirklich Schutz. Der Rest ist ein bisschen ?ngstlich oder kommt sich ohne nicht wichtig genug vor. Und eine dritte Gruppe brauchte Bodyguards, bekommt sie aber nicht: "Wenn Leute anrufen, die sich mit jemandem treffen wollen, um Koffer auszutauschen, davon lassen wir die Finger." Waffenschutz gibt es nur bei akuter Gefahr. "Da fragen wir auch bei der Polizei nach, ob unser Kunde ?berhaupt Anzeige wegen Bedrohung erstattet hat", sagt Pomplun. Echte Gefahr drohe bei weniger als einem Prozent der Eins?tze, sch?tzt er. Die blo?e Anwesenheit der Bodyguards reiche oft als Abschreckung. Irrt?mlich habe er einmal in einem Nobelhotel einen arabischen Prinzen hinters Sofa geworfen: "Da hatte eine T?r laut geknallt. Andere sind darauf auch reingefallen - da hat man erst gemerkt, wie viel Personensch?tzer im Raum waren." Wichtig f?r einen Bodyguard, sagt Pomplun, sei es, "wegstecken" zu k?nnen. "Wer sich provozieren l?sst, ist abgelenkt. Wenn Sie mir sagen, du bist ein Arsch, das h?r' ich mir erstmal an." Diese Tugend wird trainiert. Ein zur F?lle neigender Teilnehmer wird von allen nur "Riesenbaby" genannt, und beim Essen fragt der Chef schon mal h?flich: "Sie sind doch aus dem Spreewald - was ist das eigentlich f?r ein Gef?hl f?r Sie, mal mit Messer und Gabel zu essen?" Der Spreew?lder grinst. Bestanden. Hundert Stunden umfasst die Grundausbildung mit Anti-Terror-Kampftricks, Funk -und Waffenschulung und Gesetzeskunde. In der zweiten Stufe lernen die Teilnehmer noch mehr ?ber Schusswaffen und ?ben schnittige 180-Grad-Wendungen mit Autos; in der n?chsten werden F?hrungsaufgaben trainiert, und die besten d?rfen dann in den USA Fliegen, Tauchen und Fallschirmspringen ?ben. Rechtlich ruht die ganze Zunft allein auf Paragraph 127 der Strafprozessordnung, der die "Jedermann-Rechte" enth?lt: Wer einen anderen auf frischer Tat ertappt, darf ihn vorl?ufig festnehmen. Geiselnahme im Firmenkeller Das proben die Bodyguard-Azubis abends noch mal. Es gilt, die Schutzperson aus den Flammen eines Hotels zu retten. Der ganze Keller der Villa ist in wei?en Kunstnebel geh?llt. Orangene Lichter zucken. Unter Gasmasken dringt schweres Atmen hervor. St?hnen und Hilferufe sind zu h?ren. Und pl?tzlich ist die Schutzperson weg. Trainer "Fox" mimt Terroristen und Geisel zugleich: "Ich will Asyl. Und einen Ferrari mit vier T?ren", br?llt er aus einem Nebenraum. "Gibt's nicht", schallt es zur?ck. "In Deutschland gibt's alles", ruft Fox. Zwei Geiseln und einen "Toten" sp?ter ist die ?bung vorbei. Nur Riesenbaby ist unzufrieden: "Die Kollegen haben mich in der T?r verbluten lassen", klagt er, "die h?tten mich doch an den F??en rausziehen k?nnen!"
Quelle: M?rkische Allgemeine, ..1997 (Maren Hoffmann)
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Bodyguard Tuerkler
Quelle: H?rryet, ..1997
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Deutschlands ber?hmteste "Bodyguardin"
Quelle: BRAVO, ..1997
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Deutschlands ber?hmtester Personensch?tzer
Quelle: Pro 7, ..1997
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Ein Besuch bei den Bodyguard-Azubis VTP
Quelle: Potsdamer Neueste Nachrichten, ..1997
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Ein Knall, und alle liegen flach
knall1.jpg#Aufmerksamkeit ist das oberste Gebot f?r Personensch?tzer. W?hrend einer sicher geht, da? die Schutzperson unverletzt aus dem Auto steigen kann, ?berwachen die anderen die Umgebung.;knall.jpg#Beim Alarmton gehen die Bodyguards sofort in Deckung.
Foto : Manfred Thomas
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Die Reportage im Potsdam am Sonntag

Ein Besuch bei den "Bodyguard-Azubis" von Horst Pomplun

Potsdam (SCH). Der laute Alarmton schrillt in den Ohren, macht bewegungsunf?hig. Doch die zehn M?nner und zwei Frauen in wei?en Hemden und Jeans reagieren sofort, jede Sekunde kann in diesem Moment ?ber Tod oder Leben entscheiden. Sie werfen sich auf den Boden, rei?en den Revolver aus dem Halfter hinter ihrem R?cken, postieren sich vor, hinter und neben die T?r. Einer zerrt die Schutzperson an sich und schmei?t sie auf den Boden. Mit seinem K?rper deckt er ihren Kopf und Oberk?rper ab, die Hand mit der Waffe ist auf die T?r gerichtet, durch die der potentielle Attent?ter kommen k?nnte. Spannung liegt in der Luft, die Gesichter der Bodyguards sind konzentriert und gl?nzen vor Schwei?. Erst als Horst Pomplun "Neutralisiert" ruft, ist Entwarnung. Die Pistolen wandern so schnell wie sie gez?ckt wurden wieder an ihren Platz, und ein L?cheln huscht ?ber die Gesichter. Der Einsatz war kein Ernstfall, der Bewegungsmelder eine Treppe weiter unten registrierte keinen unerw?nschten Eindringling und auch die Schutzperson war nicht wirklich in Gefahr. Trotzdem sind die jungen Frauen und M?nner nicht zum Spa? hier und werfen sich auf den harten Holzboden. Sie sind in der Ausbildung zum bewaffneten Personensch?tzer, und ?bungen wie diese geh?ren f?r sie damit zum Alltag. 90 Stunden verbringen die angehenden Bodyguards in der Villa auf dem ehemaligen KGB-Gel?nde in der Gro?en Weinmeisterstra?e 54/55 mit Selbstverteidigungskursen, Waffenkunde, Fahrertraining, Gesetzeskunde und ?bungen zur Ersten Hilfe, bis sie die Grundstufe der Ausbildung abgeschlossen haben. "Besonders wichtig ist f?r uns au?erdem, dass wir unseren Leuten beibringen, sich nicht provozieren zu lassen -wir sind zwar gut, aber man kann nie wissen, ob einer noch besser ist", sagt Horst Pomplun, der zusammen mit seiner Frau Ewa das Personenschutzunternehmen VTP (Very Top Persons) leitet. Er ist selbst Personensch?tzer und lernte seinen Beruf in den arabischen K?nigsh?usern. Als er dort schon vor 25 Jahren Palastwachen ausbildete, kam ihm die Idee, auch in Deutschland t?tig zu werden. Mittlerweile hat das Unternehmen drei Ausbildungszentren, eines davon in Key West in Florida. Das letzte richteten die Pompluns in Potsdam ein, nach dem das historische Geb?ude, in dem sich vor 125 Jahren sogar Kaiser Wilhelm aufhielt, 1994 wieder in ihren Familienbesitz ?berging. Zu den Auftraggebern des VTP-Personenschutzes geh?ren Stars wie Gabriela Sabatini, Phil Collins und viele mehr. "Unser Hauptgebiet sind immer noch die arabischen K?nigs- und F?rstenh?user, aber andere d?rfen hier nicht genannt werden, denn sie sind schlie?lich stark gef?hrdet", erkl?rt der Bodyguard-Chef. F?r Horst Pomplun und seine angehenden Personensch?tzer beginnt der Tag mit einem Fahnenappell. W?hrend Pomplun auf die Reihe stramm stehender junger Leute schaut, sagt er: "Oft wird unsere Ausbildungsmethode missverstanden, denn milit?risch geht es hier nicht zu, nur diszipliniert". Und das ist eindeutig zu sp?ren, denn nach dem Appell und der Waffenkunde?bung verschwinden die Frauen und M?nner, um blitzschnell in Anzug und Krawatte auf dem Hof wieder zu erscheinen. "F?nfer-Formation, Nummer Neun ist Schutzperson - laufen Sie", kommen die Kommandos vom Ausbilder. Selbst Horst Pomplun kann keinen Fehler entdecken, der unechte Star ist vor ?bergriffen sicher. Doch auch bei h?chster Sicherheitsstufe passieren Zwischenf?lle: Als die Bauarbeiter auf dem Nebengrundst?ck ein paar Bohlen aufeinander knallen, schrecken die angehenden Bodyguards zusammen. Sofort haben sie ihre Waffen gezogen und die Schutzperson hinter das Auto gezerrt. Verwirrte Blicke richten sich auf Horst Pomplun, der laut lachen mu?: "Falscher Alarm, kein Wunder, da? die da dr?ben nie mit den Arbeiten fertig werden, wenn ihr sie dauernd 'abschie?t' - und jetzt macht erst einmal eine Zigarrettenpause". Etwas ersch?pft setzen sich die "Azubis" und genie?en die Pause. Sie wissen mittlerweile, wieviele ?berraschungen ein Tag als Bodyguard noch bringen kann.
Quelle: Potsdam am Sonntag, ..1997
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F?r 1900 Mark in 90 Stunden zum Bodyguard
1900b.jpg#In Schlips und Kragen, die Waffe immer griffbereit, trainieren angehende Leibw?chter in der Potsdamer Bodyguard-Schule den Ernstfall.;1900a.jpg#Geschafft! Bodyguards haben bei einer ?bung einen Angreifer ?berw?ltigen k?nnen.
Fotos (2): MAZ / Gartenschl?ger
@POTSDAM - Sie haben einen ernsten Blick, sind adrett gekleidet und stets an der Seite von Stars, Politikern, Unternehmern die Bodyguards. Ein Traumjob - in Potsdam gibt's die Grundausbildung dazu. "Sie dauert 90 Stunden und kostet 1900 Mark", sagt Beate Donath (32) von der Firma VTP-Security, die seit 1994 in der Gro?en Weinmeisterstra?e, im ehemaligen KGB-St?dtchen, Leibw?chter schult. Auf dem "Stundenplan": Anti-Terror-Kampf, Schie?en, Recht, Funkeinweisung, Selbstverteidigung, F?hren in Extremsituationen. 60 bis 80 Leibw?chter (im Alter von 20 bis 40 Jahren) werden j?hrlich ausgebildet. Beate Donath: "Sie m?ssen k?rperlich fit, d?rfen nat?rlich nicht vorbestraft sein." Die "Sch?ler" sind vor allem Studenten, aber auch Arbeitslose, die in neue Berufszweige wie Geld- und Werttransporte, Flughafen?berwachung oder Restaurantschutz einsteigen wollen. Viele Unternehmen schicken ihre Mitarbeiter hin. Wer kein Bodyguard werden will, sondern einen braucht, wird von VTP-Security (Preis pro Stunde 35 bis 80 Mark) bedient. Sogar Stars wie Gabriela Sabatini, Phil Collins, Melanie Griffith, Jack Noris, Tic Tac Toe - sie alle wurden schon von Potsdamer Leibw?chtern besch?tzt.
Quelle: M?rkische Allg. Zeitung, ..1997
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Gartenfest vom Feinsten
feinsten.jpg#Horst Pomplun
Foto: mall
@Potsdam privat Mit einer Gartenfete vom Feinsten feiert Horst Pomplun, internationaler Ausbilder von Bewaffneten Personensch?tzern, am Sonnabend die Wiederherstellung seines Hauses im ehemaligen KGB-St?dtchen. 1897 erwarb sein Urgro?vater, der K?nigliche Hoflieferant Paul Schickedanz, die Villa, die zuvor von solch honorigen Adligen wie dem Leitenden Kammerherren von Kleist und dem Fl?geladjutanten seiner Majest?t, Oberst von B?low bewohnt wurde. 1945 musste die Familie die Villa r?umen. Unter den 150 G?sten werden auch Manfred Stolpe, Horst Gramlich, Heinrich Lummer sowie Prinz Christian Sigismund von Preu?en erwartet. Die saudi-arabische Prinzessin Aljohra Faisal Saad musste leider absagen. F?r Potsdamer Zaung?ste, so betonte Pomplun, werde es, wie beim Alten Fritz, auch ein Freibier geben.
Quelle: Berliner Morgenpost, ..1997 (mall)
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Knallhartes Training für den Ernstfall
knallhartes.jpg;knallhartes1.jpg#Klein, aber oho: Ewa Pomplun (rechts) ist seit zwölf Jahren Bodyguard.@Sie schie?en, fahren Auto wie der Teufel, legen Angreifer aufs Kreuz. Weibliche Bodyguards bringen Frauenpower in einen M?nnerjob. Ewa ist 1,62 Meter gro?, wiegt gerade mal 48 Kilo und hat Schuhgr??e 38. Sie liebt die Beatles, h?rt gerne Vivaldis "Vier Jahreszeiten", ist eine perfekte K?chin und Gattin. Aber die zierliche, lebhafte Frau kann weit mehr. Aus 25 Metern Entfernung schie?t sie mal eben eine Cola-Dose aus dem Regal. Ewa Pomplun (38) ist eine der zw?lf weiblichen Bodyguards in Deutschland. Die Postdamerin: "Nach dem Abitur und meiner Ausbildung zur Goldschmiedin wollte ich Jockey werden." "Viel zu gef?hrlich", fand ihr Mann Horst, der als Leibw?chter in Berlin arbeitete. Ewa ging bei ihm kurzentschlossen in die Lehre ... Mit Bikini, Tennisrock und kleinem Schwarzen Das ist nun zw?lf Jahre her. Seitdem hat sie Prinzessinnen beim Einkaufsbummel durch London begleitet, verbrachte mit Kindern arabischer F?rsten ihren urlaub in S?dspnaien, ging mit millionenschweren Managern in die Luft und sogar auf Tauchstation im Roten Meer. "Viele M?nner bevorzugen weibliche Bodyguards. da wei? keiner, ob ich deren Ehefrau, Tochter, Geliebte oder Sekret?rin bin", hat Ewa festgestellt. Bei den vielf?ltigen Auftr?gen geh?ren Bikini und Tennisdress ebenso zu ihrer Berufskleidung wie das Cocktailkleid oder eine lange Robe. "Kein Attent?ter w?rde eine Frau verschonen" "Da mu?t du k?rperlich fit und reaktionsschnell sein", so die 38j?hrige. Ganz zu schweigen von Nerven wie Drahtseilen. Die Promisch?tzerin: "Die wenigsten Frauen denken, das sie diese Eigenschaften ?berhaupt haben." Zwar besteht ihre Arbeit zu 90 Prozent aus Warten. "Aber man wei? ja nie - und f?r diesen Fall bin ich engagiert." Daf?r trimmt Horst Pomplun die Bodyguards in einer alten KGB-Villa bei Potsdam. "M?nner wie Frauen, denn Attent?ter verschonen niemanden." Er demonstriert einen Angriff auf Ewa. Die weicht ihm geschickt aus, legt ihn aufs Kreuz. Horst: "Sie ist l?ngst ?ber ihren Meister hinausgewachsen."
Quelle: Neue Woche, ..1997
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Leute in Potsdam
Quelle: Berliner Morgenpost, ..1997
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NACHGEFRAGT: Müller macht eine Ausbildung zum Bodyguard
nach.jpg#Eric Müller macht eine Ausbildung zum Bodyguard.
Foto : M. Thomas
@Potsdam (SCH). Die prachtvolle Villa in der Großen Weinmeisterstraße 54/55 ist eines der drei Ausbildungszentren des Personenschutzunternehmens VTP (Very Top Persons). Hier bildet das Ehepaar Horst und Ewa-Maria Pomplun M?nner und Frauen aus ganz Deutschland, ?sterreich, der Schweiz und Kanada zu Bodyguards aus. Der 25j?hrige Potsdamer Eric M?ller ist einer der angehenden Personensch?tzer, die hier diesen besonderen Beruf erlernen. Potsdam am Sonntag: Wie kamen Sie auf die Idee, Bodyguard zu werden? Eric M?ller: Eigentlich war Perosnensch?tzer zu werden nicht mein gro?er Berufswunsch, ich bin nur durch Zufall hier hereingerutscht. Ein Bekannter hat mich 1993 zu einem Ausbildungszentrum im Schwarzwald mitgenommen, wo ich dann ein Jahr lang gelernt habe. Mittlerweile habe ich diesen Beruf lieben gelernt. Potsdam am Sonntag: Was lernt man in der Ausbildung zum Bodyguard? Eric M?ller: Ich habe jetzt die vierte und damit vorletzte Ausbildungsstufe abgeschlossen. Die Schwerpunkte liegen aber in jedem Lehrgang auf der Waffenkunde, Selbstverteidigung, Gesetzeskunde und dem Fahrertraining. Manchmal ist es ganz sch?n hart, denn wir m?ssen 24 Stunden und l?nger wach bleiben, Eins?tze fahren und unter gro?em Stre? arbeiten. Doch ich sage mir, entweder willst du den Job machen und stehst dazu oder nicht. Potsdam am Sonntag: Wo findet man als Bodyguard Arbeit und wie stehen die Chancen daf?r? Eric M?ller: Ich arbeite mit der Firma VTP, in Potsdam zum Beispiel bei Konzerten von B?rger Lars-Dietrich, der Wolf und Bl?mchen. Trotzdem habe ich aber auch meine eigenen Auftr?ge, die unter der Schirmherrschaft der Pompluns laufen. Genug sind das noch nicht, aber ich denke, da? das Sicherheitsbed?rfnis der Menschen in Zukunft weiter steigen wird.
Quelle: Potsdam am Sonntag, ..1997
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Personenschutzausbildung
Quelle: RTL, ..1997
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Prinz in Seide in der Spielbank
..1997
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Schlagstock, gutes Benehmen und Diskretion
schlag1a.jpg#Horst Pomplun ist seit 25 Jahren im Sicherheitsgesch?ft.


DIE AUSBILDUNG
In neun Tagen zum Leibw?chter


? Einen Waffenschein bekommen Leibw?chter nicht automatisch. Sie m?ssen nachweisen, da? sie zum Tragen einer Waffe bef?higt sind und diese auch ben?tigen.
? Rechtlich beruht die Arbeit eines Leibw?chters in Deutschland allein auf dem Notwehr- und Nothilfeparagraphen. Demnach ist jeder berechtigt, der angegriffen wird oder bei einem Angriff auf andere Zeuge wird, den Angreifer zu ?berw?ltigen und vorl?ufig festzunehmen.
? Die Kunden der Sicherheitsfirmen stammen aus Kultur, Wirtschaft und Politik. Sie m?ssen bei VTP zwischen 60 und 150 Mark pro Stunde bezahlen. Der Preis richtet sich nach der Gef?hrlichkeit der Aufgabe und der Dauer des Auftrags.;schlag2.jpg#Einsatz ohne Ernstfall. Mitten auf der Stra?e ?berw?ltigen angehende Leibw?chter ihren Ausbilder.
Fotos : Markus W?chter
@Horst Pomplun bildet in Potsdam Leibw?chter aus Unter den Interessenten seiner Kurse befinden sich nur wenige Frauen. Nachmittag in einem Potsdamer Park: Ein Radfahrer kommt einer Gruppe von Spazierg?ngern entgegen. Pl?tzlich springt er vom Rad, rei?t eine Pistole aus seiner Jackentasche, schreit: "Nieder mit der Monarchie." Sofort packen ihn zwei der Spazierg?nger, zwei andere zerren einen dritten aus der Schu?linie und verstecken sich mit ihm hinter einem Baum. Der Radfahrer wird ?berw?ltigt und mit Handschellen gefesselt. Training der Sicherheitsfirma "VTP Security", die Leibw?chter auf ihre Aufgabe vorbereitet. "Wo wollten Sie jetzt mit dem hin?", fragt Firmenchef Horst Pomplun und deutet auf den Mann mit der Sonnenbrille, den die beiden drahtigen Jungs hinter den Baum geschubst haben. "Zum Auto", antwortet einer seiner Leute. Pomplun ist zufrieden. Im Ernstfall w?re es richtig, die gef?hrdete Person zum Auto zu bringen, das vorsichtshalber ganz in der N?he geparkt wurde. Ehemalige Polizisten Alles noch mal von vorn, ordnet Pomplun an. "Aber seien Sie diesmal nicht so antiroyalistisch", ermahnt er den Radfahrer ? einer seiner Ausbilder ? scherzend. Schlie?lich ?bten sie in einem von preu?ischen K?nigen angelegten Garten. Die Firma, die offiziell Pompluns Frau geh?rt, gibt es seit 1990. Das "VTP" im Firmennamen bedeutet "very top person". K?rzlich verlegte das Paar den Unternehmenssitz von Berlin nach Potsdam, in eine stattliche Villa in der Gro?en Weinmeisterstra?e, fr?her vom sowjetischen Geheimdienst genutzt. Das Anwesen ist alter Familienbesitz. Pomplun spricht gern ?ber sich und seine Arbeit. Ohne Luft zu holen. "Meine Frau hat mal drei Wochen nicht mit mir geredet, weil sie mich nicht unterbrechen wollte", sagt er voller Selbstironie. Pomplun h?lt sich f?r einen der seri?sesten auf dem boomenden Markt der Sicherheitsbranche. Er lehne schon mal einen Bewerber ab, der ihm nicht geeignet erscheine, schlie?lich seien gut ausgebildete Leute die beste Werbung. Bei Pomplun kann man vier aufeinander aufbauende Kurse belegen. Aber den dritten und vierten darf man nur machen, wenn man in den ersten beiden eine entsprechend hohe Punktzahl erreicht hat. Die Kursteilnehmer sind zumeist M?nner, was Pomplun bedauert. Prominente Frauen oder Kinder reicher Leute lie?en sich oft lieber von einer Frau besch?tzen. Das sei auch weniger auff?llig. Viele der Auszubildenden waren Zeitsoldaten bei der Bundeswehr und sind nun auf der Suche nach einem neuen Job. Manche kommen von der Polizei und mu?ten aus gesundheitlichen Gr?nden den Dienst quittieren. Oder sie sind in ihrem Beruf unterbezahlt und m?chten sich mit einem Nebenjob etwas dazuverdienen, so wie die 23 Jahre alte Kerstin aus Berlin, die einzige Frau im Kurs. Schwarze Schafe versuchen seri?se Sicherheitsfirmen auszuschlie?en, indem sie ein einwandfreies polizeiliches F?hrungszeugnis verlangen. W?hrend Pomplun redet, warten die neun Kursteilnehmer geduldig im Hof der Villa. "Warum stehen Sie da?" fragt er einen Mann im Anzug, der sich am Tor zu langweilen scheint. "Weil keiner gesagt hat, da? der Einsatz beendet ist", antwortet der. So soll es sein. So ist es im wirklichen Leben. Immer auf Anweisungen warten. "99 Prozent der Zeit als Personensch?tzer verbringt man mit Warten", sagt Pomplun. Er mu? es wissen. Dutzende Zeitungsartikel h?ngen hinter Glas an den W?nden der Villa. Sie geben Auskunft ?ber Pompluns bewegtes Leben als Leibw?chter von Scheichs und K?nigen in Arabien. Von der Fahrt mit dem Volksmusiks?nger Heino in seiner Limousine, von seinen Eins?tzen f?r Pop- und Politgr??en. Nie ist ihm oder dem Prominenten etwas passiert. Aber als Personensch?tzer m?sse man auf alles vorbereitet sein, sagt Pomplun. Arabische Prinzessinnen Darum unterrichtet er nicht nur Selbstverteidigung und Waffenkunde, sondern auch den Umgang mit Schlagstock und Handschellen. Aber Unterweisungen in gutem Benehmen geh?ren dazu. "Wenn ein Personensch?tzer nicht wei?, da? die Dame zuerst durch die T?r geht, kann das ein Sicherheitsrisiko sein", sagt er. So gern Pomplun redet, so stockend gibt er Auskunft ?ber den Beginn seiner Karriere. Er habe Kaufmann gelernt, sagt er. Als Mitglied der Freiwilligen Berliner Polizeireserve sei er vor 25 Jahren nach Arabien gekommen. Irgend jemand habe ihm den Job schmackhaft gemacht, andere zu besch?tzen. Er habe sich entsprechend ausbilden lassen, arabische Prinzen und Prinzessinnen begleitet und schlie?lich selbst Palastwachen auf ihre Aufgabe vorbereitet. Doch so genau will er Namen und Daten nicht nennen. Diskretion ist eine der Voraussetzungen, um im Gesch?ft mit der Sicherheit dabeizusein.
Quelle: Berliner Zeitung, ..1997 (Dietgard Tomczak)
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Unter dem Schutz der Amazonen
amaz1.JPG#Waffenerprobt wie eine Amazone ist Ewa f?r ihre Eins?tze als Bodyguard. Schon zw?lf Jahre macht sie diesen lebensgef?hrlichen Job.;amaz2.JPG#K?rpertraining: Nadine macht mit blitzschnellen Handgriffen einen m?glichen Angreifer kampfunf?hig.;amaz3.JPG#Waffentraining: Ewa zeigt drei angehenden Bodyguards, wie eine Beretta-Pistole zu handhaben ist.?@Eine Schule in Potsdam macht aus Frauen Bodyguards Ewa misst unauff?llige 1,62 Meter, wiegt knabenhafte 48 Kilogramm und tr?gt Schuhe der Gr??e 38. Sie liebt die Musik der "Beatles", h?rt gerne Vivaldis "Vier Jahreszeiten". Sie f?hrt aber auch wie der Teufel Auto (ohne jemals ein Strafmandat bekommen zu haben), schie?t aus 25 Meter Entfernung schnell mal eine Cola-Dose oder sonst etwas aus einem Regal und legt bei Bedarf einen Zweizentnermann locker aufs Kreuz. Ewa Pomplun (38) ist Bodyguard. Die Berliner Amazone geh?rt zu einem knappen Dutzend Frauen in Deutschland, die Prominente und reiche Gesch?ftsleute besch?tzen. Goldschmiedin hat Ewa Pomplun gelernt. Das sagte ihr irgendwann nicht mehr zu. Jockey wollte sie da werden. Das war vor zw?lf Jahren. Aber: "Mein Mann hatte etwas dagegen." Viel zu gef?hrlich, fand Horst Pomplun (50), Personensch?tzer und Leibw?chter aus Berlin. Und so bildete er seine Frau zu einer der ersten deutschen Bodyguards aus. Viel erlebt hat Ewa inzwischen: Sie hat Prinzessinnen beim Einkaufsbummel in London begleitet, Scheichs beim Urlaub in S?dspanien besch?tzt - und viele Kinder von Prominenten, ist mit Gesch?ftsleuten in die Luft und mit einer reichen Amerikanerin auf Tauchstation ins Rote Meer gegangen. Weibliche Bodyguards verwirren die Gegner Viele M?nner wollen lieber eine Frau als Bodyguard. Da wei? der Gegner nie, ob es die Ehefrau, die Tochter, die Geliebte oder die Sekret?rin ist. Es gibt nur wenige, die sich den Job zutrauen. "Zehn Prozent der Bodyguards sind Frauen", sagt Ewa. "Du musst fit sein, reaktionsschnell und brauchst ?berdurchschnittlich gute Nerven. Alles Eigenschaften, von denen die wenigsten Frauen denken, dass sie sie haben." ?ber 90 Prozent der Arbeit bestehe darin zu warten, erz?hlt Ewa weiter. Worauf ?" Meistens auf nichts. Aber das wei?t du erst hinterher." Sie lacht. "Du stehst stundenlang auf einer Party herum, nippst die ganze Nacht an einem Drink und beobachtest die G?ste, die sich um dein ,Schutzobjekt' herum bewegen. Oder du sitzt im Vorzimmer eines Managers, trinkst einen Kaffee nach dem anderen, w?hrend es hinter den geschlossenen T?ren um Millionen geht." Ewa steckt die Beretta in den Hosenbund. Sie ist kein Waffennarr, aber... "In 99,9 Prozent der F?lle passiert nichts. Aber genau f?r die restlichen 0,1 Prozent sind wir da. Dann m?ssen wir handeln, ohne zu denken. Aus dem Bauch heraus." So wie im letzten Jahr, als pl?tzlich zwei Typen mit einer abgeschlagenen Flasche vor ihr standen. "Ich habe ihnen in die Augen gesehen und mit fester Stimme gefragt, was das soll. "Die beiden waren irritiert, drehten sich um und wechselten die Stra?enseite." Das Training ist hart. Gleichberechtigung wird im Garten der alten KGB-Villa in Potsdam k?rperlich genommen: Schulterw?rfe, Hebeltechniken und Abwehrst??e werden ge?bt, bis jeder die Bewegungen im Schlaf beherrscht. "Ich mache keine Unterschiede zwischen M?nnern und Frauen" , sagt Horst Pomplun, "ein Terrorist tut das auch nicht." Dann greift er sich Ewa, doch die l?sst sich nicht so schnell aufs Kreuz legen - zw?lf Jahre Training, viermal in der Woche, haben sich bezahlt gemacht. "Sie ist meine beste Sch?lerin gewesen. Und manchmal soll es vorkommen, dass der Nachwuchs ?ber seinen Meister hinausw?chst." Ewa strahlt. Soviel Lob h?rt sie selten. Aber auch die anderen Frauen freuen sich. Nach sechs Tagen Ausbildung sind sie schon sehr gut drauf. Nadine (20) hat gerade einem m?nnlichen Mitsch?ler gezeigt, wie hoch sie das Knie heben kann. Nun reibt er sich die Nase. Beate (32) ist zum zweiten Mal dabei. Die ehemalige Textilreinigungsfacharbeiterin hat den ersten Kursus mit Erfolg absolviert, ist Personensch?tzerin der Klasse II. Ihr prominentester Kunde bisher: Gabriela Sabatini. "Es war ziemlich aufregend und hat riesigen Spa? gemacht. Vier Stunden bin ich mit ihr durch das Europa-Center gelaufen. Sie hat Autogramme gegeben und Parf?m verkauft." Auch Brandenburgs Ministerpr?sident Manfred Stolpe hat sie schon begleitet. Anfangs bel?chelt, jetzt bewundert Als Beate, Mutter von zwei Kindern, vor zweieinhalb Jahren den Entschluss fasste, Bodyguard zu werden, nahm sie keiner so richtig ernst. Doch inzwischen haben alle Respekt vor ihrem neuen Beruf. Tochter Eileen (10) und Sohn Dennis (11) jedenfalls sind stolz und freuen sich ?ber jedes Autogramm, das sie mitbringt. Sarah, die 26j?hrige Architektur-Studentin aus Dahlem, will erst mal "schnuppern". Ein paar Jobs neben dem Studium, sich ein paar Mark nebenbei verdienen. "Ich bin ?berrascht, wie hoch die Anforderungen sind." Aber nicht nur der K?rper wird trainiert. Es geht auch um Gesetzeskunde, Gef?hrdungsanalyse, Menschenkenntnis, Taktik - und Benehmen. "Was nutzt ein gut trainierter Bodyguard", fragt Ewa, "wenn er sich benimmt wie die Axt im Walde?" Bei Nadine war es der Freund, der mit ihr zusammen die Ausbildung machen wollte. Er ist inzwischen abgesprungen. Zu hart und zu anstrengend. Nadine ist dabeigeblieben, denn, so meint Horst Pomplun, Frauen sind viel h?rter als M?nner. Und er muss es wissen. Denn der 50j?hrige ist seit 25 Jahren im Gesch?ft. In seiner Firma, der VTP-Security, bildet er nicht nur M?nner aus. "Es ist ein Beruf mit Zukunft. Besonders f?r Frauen. Sp?testens im Jahr 2000 werden wir hier Verh?ltnisse wie in Amerika haben." Kontakt: VTP-Security, Potsdam, Tel. 0331/24 06 80.
Quelle: Berliner Kurier, ..1997 (Rolf Kremming)
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Verhalten bei Geiselnahme
..1997
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Verliebter Bodyguard
F?r Horst Pomplun ist Potsdam die Nummer Eins "Mein Herz h?ngt an Potsdam, ich hatte den Familienbesitz hier in der Gro?en Weinmeisterstra?e 54/55 vor der Wende nie gesehen, aber irgendetwas hat mich hierher gezogen - obwohl ich viel in Amerika und dem Rest der Welt unterwegs bin, hat diese Stadt bei mir den ersten Rang." Diese "Liebeserkl?rung" an Potsdam stammt von Horst Pomplun, der als Chef der Personenschutzfirma VTP (Very Top Persons) in seiner Villa eine Bodyguardschule einrichtete. Erkl?ren kann der gerade 50j?hrige seine Begeisterung f?r die Landeshauptstadt jedoch auch nicht ganz. "Fragen sie mal eine Mutter, warum sie ihr Kind, das humpelt, liebt", sagt der geborene Rixdorfer, der in Kladow lebt. Fest ?berzeugt ist Pomplun aber trotzdem, da? "Potsdam in f?nf bis zehn Jahren die Stadt in Deutschland" sein wird, denn "das Flair hier ist einmalig". Auf Pompluns Worte kann man eigentlich z?hlen, denn er bringt eine ganze Menge Welterfahrung mit. Urspr?nglich war er im Polizeidienst t?tig, bis ihm ein Angebot f?r einen Sonderauftrag in Saudi-Arabien ins Haus flatterte. Dort wurde er als Freund und Begleiter einer Scheich-Familie als Bodyguard weitergeschult. "Von 1000 M?nnern h?tten 999 die Chance wahrgenommen, es ist ein Traumberuf, f?r den man geboren sein, aber auch viel entbehren mu?", sagt Pomplun. Von da an ging es f?r den Bodyguard immer aufw?rts, heute hat er eine zweite Ausbildungsst?tte in Key West, Florida, und scheut den Vergleich zu anderen Personenschutzfirmen nicht. "Zu unseren Kunden geh?ren arabische K?nigsh?user, Phil Collins oder Gabriela Sabatini." Doch nicht nur die Sicherheit anderer ist ihm wichtig, st?dtebauliche Themen Potsdams interessierten Pomplun genauso. "Ich habe gegen den Russenblock demonstriert, denn er geh?rt hier nicht her", sagt der Personensch?tzer ?ber den historischen Wert seiner Villa, in der vor 125 Jahren Kaiser Wilhelm I. zu Gast war. Sie wurde zuerst von Pompluns Uropa, einem k?niglichen Hoflieferanten, bewohnt. Pomplun, der sich auch mal gern nach alter Familientradition mit Per?cke zeigt, restaurierte das Geb?ude, um es jetzt seinen Sch?lern zur Verf?gung zu stellen
Quelle: ....., ..1997 (SCH)
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War es Mord? Gedanken eines Personenschützers
..1997
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Bodyguard Ewa Maria schießt im Notfall scharf

Waffe im Anschlag: Ewa-Maria Pomplun (37) aus Potsdam ist ein weiblicher Bodyguard.@Ewa-Maria Pomplun (37) hat ihr Handwerkszeug immer im Rockbund: Eine Pistole vom Typ "Walther 22". Damit verteidigt sie sich im Ernstfall aber nicht selbst, sondern stellt sich schützend vor ihre Kunden. Und dazu gehören Rock-Millionär Phil Collins oder Hollywoodstar Melanie Griffith. Ewa (1,62 Meter, 48 Kilo) ist ein weiblicher Bodyguard. Gemeinsam mit ihrem Mann Horst (48) führt die Potsdamerin den "VTP Personenschutz". Und wie oft musste sie die Waffe schon ziehen? "Gott sei Dank noch nie! Der Job ist eigentlich unspektakulär. Wie verbringen die meiste Zeit am Schreibtisch, bereiten in stundenlanger Kleinarbeit die Einsätze vor. Oder gehen Schuhe umtauschen." Wie bitte? Ewa-Maria klärt auf: "Ich war mal mit einer arabischen Prinzessin einkaufen. Die hat, ohne anzuprobieren, gleich acht Paar Schuhe mitgenommen. Erst im Hotel merkte sie, dass alle viel zu klein waren. Und ich musste sie dann umtauschen!"

Quelle: BILD, ..1996
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Leibwächter der Königsfamilie
Quelle: STERN, ..1996
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Sie leben gefährlich
Quelle: 100 o BW, ..1996
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"Das gibt einen ganz bestimmten Kick"
kick.jpg#TREFFSICHERHEIT ist lebenswichtig: Bodyguard Ewa-Maria Pomplun, seit zw?lf Jahren im Gesch?ft, beim Training auf dem Schie?stand.
Foto : M. Wiedenhaupt
@Ewa-Maria Pomplun arbeitet seit zw?lf Jahren als Bodyguard Mit beiden H?nden h?lt sie die Pistole im Anschlag. Das rechte Auge zugekniffen, die Beine einen halben Meter gespreizt. Dann durchatmen, zielen, abdr?cken. Wumm! Der Attent?ter hat jetzt ein Loch im Kopf. In der Luft h?ngt noch der Geruch von verbranntem Schie?pulver, als sie auf ihn zugeht und die Einschu?stelle inspiziert. Zufrieden mit ihrer Leistung, verschlie?t sie das Loch mit einem Klebestreifen, denn der B?sewicht mit dem brutalen Gesichtsausdruck mu? auch f?r die n?chste Schie??bung noch mal seinen Pappk?rper hinhalten. Schutz und Show Ewa-Maria Pomplun trainiert f?r ihren Job: Sie ist seit zw?lf Jahren Perso-nensch?tzerin und dabei meistens bewaffnet im Einsatz. Das allerdings findet sie ?berhaupt nicht spektakul?r, und eigentlich mag sie auch gar nicht dar?ber reden. Wenn sie ein Formular ausf?llen mu?, schreibt sie in die Rubrik "Beruf": selbst?ndig. "Es mu? ja nicht jeder wissen, was man macht." Weder die Tatsache, da? die gro?kalibrige 9-Millimeter--Beretta zu ihrer Arbeitsausr?stung geh?rt wie f?r den Baumeister der Zollstock, noch der Umstand, da? sie mit diesem Beruf in eine M?nnerdom?ne geraten ist, erscheint der 36j?hrigen besonders bemerkenswert. Sachlich erz?hlt sie von ihrer Arbeit, immer darum bem?ht, alles n?chtern zu schildern. Diskretion ist dabei oberstes Gebot. Die Menschen, die ihre Dienste in Anspruch nehmen, sind "vor allem die ganz Reichen, Prominente, die Angst davor haben, da? ihre Kinder gekidnappt werden, Prinzen und. Prinzessinnen aus anderen L?ndern, die sich hier sicher bewegen wollen". Sie nennt keine Namen, keine St?dte, nicht mal die L?nder. Grips wichtiger als Kraft Aber manchmal ist nicht Schutz, sondern Show das Begehren, und dann wird weder verdeckt noch diskret gearbeitet: Der Auftraggeber bestellt sich den Bodyguard, um auf der Promi-Party zu protzen. Von einer Frau wurde sie auch schon engagiert, weil sie eine Gespr?chspartnerin und eine Beraterin beim Kleiderkauf brauchte. Wer Ewa-Maria Pomplun gegen?bersteht, mu? zun?chst einmal das Vorurteil beiseite r?umen, ein weiblicher Bodyguard ?hnele einem weiblichen Herkules. ?ber Bord mit der Phantasie von einem K?rper Marke Kraftprotz, denn vor einem steht eine schlanke, eher kleine Frau. Kein windschl?pfiger Stoppelschnitt, sondern lange blonde Haare, die den gesamten R?cken bedecken. Wo das Klischee muskelbepackte Arme erwartet, findet es sehnige, durchtrainierte Gliedma?en und zarte Gesichtsz?ge dort, wo es das weibliche Pendant zu Amold Schwarzenegger vermutet. Nicht mal ihr H?ndedruck zwingt einen in die Knie, obwohl er es k?nnte, denn Abwehrgriffe und Selbstverteidigung beherrscht sie ebenso wie das Schie?en. Wirklich kein besonderer Job? "Ach, wissen Sie, eigentlich ist das nichts anderes als das, was ich auch schon als Bauf?hrerin gemacht habe: eben f?hren und organisieren." Eigenschaften, die sie auch heute in der Firma "VTP-Security Pomplun" (VTP steht dabei f?r f?r "very top persons") braucht, die sie zusammen mit ihrem Mann leitet. Au?er dem Sicherheitsdienst bieten sie in Berlin und Potsdam einen Limousinenservice an, der acht Meter lange Lincoln ist mit Panzerglas ausgestattet, sowie Seminare f?r Selbstschutz, Speziallehrg?nge f?r gef?hrdete Personen und die Ausbildung als Personensch?tzer. Wer Bodyguard werden will, mu? bei ihr zun?chst begreifen, da? es "nicht darum geht, sich zu pr?geln oder in der Gegend rumzuballern. Die Leute glauben oft, je mehr Muskeln einer hat, desto besser ist er f?r diesen Job geeignet. Aber das ist Quatsch." Nicht Kraftmeier sind gefragt, sondern Menschen mit K?pfchen. Im Vorfeld die Gefahren abwehren, darauf kommt es an: Hotelzimmer absuchen, Flurwachen postieren, Steckdosen auseinanderbauen: Sie k?nnten Sprengstoff enthalten. "Die Leute sollen lernen, wie sie sich am besten aus einer heiklen Sache rausziehen k?nnen", betont die 36j?hrige. "Mitdenken wird gesch?tzt. Hier mu? es einer haben", sie tippt sieh an die Stirn, "und nicht hier", ihre Hand umfa?t den Oberarm. Allerdings: "Wenn es jemand hier ..." - Stirn, "und hier ..." - Oberarm, "hat, ist es auch okay." Einsatz bedeutet Dauerstre? Ewa-Maria Pomplun ist gelernte Goldschmiedin. Da? sie heute als Bodyguard ihre Br?tchen verdient, hat sich ebenso unspektakul?r ergeben, wie sie ihre Arbeit schildert: Sie ist durch ihren Mann da reingekommen. Er ist Personensch?tzer seit ?ber 25 Jahren. Anfangs hat sie ihn begleitet, dann mit zunehmender Praxis eigene Jobs ?bernommen und bildet nun auch selbst aus - und das m?glichst umfassend und professionell. "Ich bin da idealistisch. Wenn schon jemand mit 'ner Waffe rumrennt, dann soll er wenigstens gut ausgebildet sein." Alles andere schade dem Ruf der Branche, f?r die es keine Gewerkschaft und keinen Berufsverband gibt. Ob sie sich vorstellen kann, mal wieder eine andere Arbeit zu machen? "Auf keinen Fall einen sturen Job. Das m??te schon einer sein, wo viel Bewegung drin ist, wo man flexibel sein kann und mu?." Die meisten Eins?tze macht das Ehepaar heute gemeinsam, und die k?nnen bis zu zehn Wochen dauern. F?r das Team, das dabei bis zu 20 Leute umfa?t, bedeutet das dann Dauerstre?, f?r die Partner Pomplun ununterbrochene Verantwortung. "Aber da ist dann ein ganz bestimmtes Klima im Team", und nun leuchten ihre graugr?nen Augen, "diese Anspannung, diese Warterei, und man wei? nicht, worauf. Manchmal steht man stundenlang Wache und nichts passiert, oder es ist total hektisch und pausenlos klingelt das Telephon. Aber das alles hat was, was man nicht in Worte fassen kann. Das gibt dir einen ganz bestimmten Kick. Am Ende ist man gestre?t und fix und fertig. Wom?glich hat man wochenlang W?nsche erf?llt, die total bescheuert waren. Aber dann ist es vorbei, die Maschine des Auftraggebers ist abgeflogen, man geht ins Hotel, packt seine eigenen Sachen und ist furchtbar traurig, da? es zu Ende ist."
Quelle: S?ddeutsche Zeitung, ..1996 (Marlies Wiedenhaupt)
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"Eastwood war Klasse, Costner war Kitsch"
east2.jpg#Das Terrain stets im Auge behalten und bei Bedarf schnell reagieren... Am Anfang unterlaufen den Kurs-Teilnehmern noch zahlreiche Fehler. Hinzu kommt: Im Interesse einer realit?tsnahen Ausbildung wissen die Leibw?chter in spe mitunter nicht. ob Schutzperson und Angreifer "echt" sind oder zur Belegschaft des Potsdamer Personenschutz-Unternehmens VTP geh?ren. Das Foto zeigt einen zur?ckliegenden Lehrgang vom Sommer vergangenen Jahres.;east.jpg#Der Chef des Potsdamer Unternehmens VTP, Horst Pomplun.
Fotos (2): MAZ/Plagemann
@Leibw?chter zwischen Kintopp und Realit?t / Bodyguard-Kurse trainieren am Neuen Garten Bei gutem Wetter treten die Kursteilnehmer drau?en an, bei schlechtem Wetter drinnen. Bis auf die wei?en Hemden ist die Kleidung der Truppe hoffnungslos bunt: Jede Sorte Turnschuhe und Jeans aller Art ?ber schlanken oder eher "kr?ftigen" Oberschenkeln. "Darauf kommt's ?berhaupt nicht an", sagt Horst Pomplun vom Potsdamer Personenschutz-Unternehmen VTP. "Ein wacher Geist f?r die richtige Entscheidung - das ist entscheidend." Und Mut. Schlie?lich ist der eigene K?rper im Notfall der letzte Schild f?r die Schutzperson. Was der b?rtige Mann in Uniformhemd da vor seiner Villa im einstigen KGB-St?dtchen aufmarschieren l?sst, sind angehende Leibw?chter, zu gut englisch: "Bodyguards". Und da ist der 48j?hrige Ex-Polizist aus Berlin auch schon bei einem Lieblingsthema, dem Aufr?umen mit Kino-Klischees. "Das Costner-Ding war Quatsch", winkt er ab. "Bodyguard" habe Schauwert, aber nicht viel mit der Realit?t zu tun. Die sei vie! N?chterner und l?ngst nicht so technisiert. Clint Eastwood als Pr?sidenten-Leibw?chter treffe den Nagel schon eher auf den Kopf: "Der Mann ist nicht perfekt und wei? was. Er f?rchtet Fehler und verf?llt nicht in Routine." Deshalb sei dieser Bodyguard der bessere Mann. Dabei hat es Horst Pomplun in seiner Branche - Personen- und Wertsachenschutz - durchaus nicht nur mit M?nnern zu tun, schon gar nicht mit den ausgemacht harten (die kann er gar nicht leiden). Unter den Lehrgangsteilnehmern ist ein Viertel bis ein Drittel Frauen. "Am Anfang sind alle Laien mit vielen v?llig falschen Vorstellungen. Aber es ist gut. das sie Fehler machen. Nur daraus k?nnen sie lernen". sagt Pomplun. schwingt sich in seinen "Beute-Mercedes" der US-Traditionsmarke "Excalibur" und rauscht zum nahen Mirbach-W?ldchen. Dort eskortiert ein halbes Dutzend seiner Leibw?chter-Sch?ler eine "Schutzperson" beim Spazieren gehen. Die "sehr hochgestellte Person" wendet sich hierhin und dorthin und findet ?berall Interessantes. Die in fester Ordnung mitlaufenden M?nner und Frauen haben Muhe. die Kurven so mitzumachen, dass ihr Sch?tzling immer allseits abgeschirmt ist. An einem Baum ein paar Dutzend Meter weiter schmust aufdringlich ein Paar. Zwei Bodyguards schwenken ab, die Sache zu pr?fen. "Falsch", kommentiert Pomplun. "Sie m?ssen das zwar im Auge behaken, d?rfen ihre Schutzperson aber nicht entbl??en." Und prompt springt aus einem Schatten ein Mann auf diese Schutzperson zu, in der Hand ein Messer. Ein Gummimesser nat?rlich, und alles geh?rt zum Programm: die fiktive Schutzperson, das fiktive Paar, das Gummimesser. Nach der Auswertung k?ndigt Pomplun f?r den Nachmittag unerwarteten Besuch an. Eine Schutzperson komme aus Berlin und wolle sich Sanssouci ansehen. Echt oder unecht - die Kursanten wollen es nicht kommentieren. Es konnte ernst sein; vor allem in den Aufbaukursen sind reale Eins?tze m?glich, bei Bedarf auch f?r die Anf?nger, die aus Interesse oder zur beruflichen Ausbildung dabei sind. In der Zentrale wird es betriebsam. Wachen werden eingeteilt, Monitore und Kameras ?berpr?ft, Waffen gecheckt und Funkger?te ausgegeben - Zentimeter f?r Zentimeter werden Einrichtungsgegenst?nde, W?nde, Fensterbretter gefilzt und versteckte Explosivartikel aufgeschichtet. Einiges geschieht unbeholfen, manches nachl?ssig oder sogar falsch. Pomplun merkt schnell, wer "auf Draht ist" und wer als Personensch?tzer nichts wird. Als die mysteri?se Unbekannte kommt, macht ein Farbiger in ihrer Begleitung den Echtheitseindruck perfekt. Nach kurzem Imbiss in der Villa macht sich eine lange Fahrzeugkolonne aus dem Viertel am Neuen Garten in Richtung Sanssouci auf, vornweg vor der "Scheich-Kutsche" - einem ?berlangen. wei?en Lincoln - zwei BMW und hinterdrein zwei weitere Autos. Pomplun lauscht dem Funkverkehr in der Kolonne, mischt sich selten ein, flucht manchmal vor sich hin. Um zusammen zu bleiben, rauscht man auch schon mal bei Rot ?ber die Kreuzung, denn "abh?ngen lassen ist nicht". Der Schlossbesuch vor den Kameras aufgeregter japanischer Touristen ist kurz. Per Funk wird die Nobel-Limousine herbeizitiert, und weiter geht es in Richtung Neues Palais. Als der allgemeine Autostau auf der Maulbeerallee z?h wird, werden auch die Bodyguards in spe unruhig. "Die Kiste ist zwar gepanzert", r?umt Pomplun ein. "Aber trotzdem kann hier faktisch alles passieren. Wir kehren um." Die Deckungsfahrzeuge schieben sich quer in den Gegenverkehr und blockieren fassungslose Autofahrerschlangen. Der Sieben-Meier-Lincoln st??t. einige Male vor und zur?ck und schl?gt die Gegenrichtung ein. Der Ausbildungstag ist lang, manchmal langer als 24 Stunden, denn auch mit M?digkeit muss man umgehen lernen. Abends ist Schie?training angesagt, f?r die meisten das allererste Mal mit einer Waffe in der Hand. Der Weg bis zu einem Waffenschein ist f?r die Mehrheit der Kursanten zu weit, denn im wirklichen Leben kann kaum einer das entsprechende Schutzbed?rfnis nachweisen. Die Treffer auf dem Schie?stand an der Michendorfer Chaussee sind krass unterschiedlich, aber auch in dieser Fachrichtung wird ge?bt. bei vollem Licht. im Halbschatten oder fast bei Dunkelheit, in einzelnen Sch?ssen oder Salven, mit kleinen, aber t?ckischen "Damenwaffen" oder auch der gewaltigen 44er Magnum. "Schie?en ist der letzte Weg", kommentiert Pomplun. "Schnell ziehen und Reaktionen zeigen, ist wichtiger. Etwa 80 Prozent der Attentate passieren n?mlich im Nahbereich unterhalb von zehn Metern." Billig ist der "Spa?" nicht, und eigentlich auch ?berhaupt nicht spa?ig. "Wer das als Spa? empfindet", sagt der Chef, "kommt garantiert nicht in den Aufbaukurs." Auch die Theorie-unwilligen, die mit Gesetzeskunde und Planspielen nichts am Hut haben. lehnt der Ausbilder f?r weitere Kurse - erst recht f?r das USA-Training - ab. "Das Geld interessiert uns da nicht. Die sollen was lernen, und das solide", sagt Pomplun. "Geld ausgeben k?nnen sie bei anderen. Es gibt so viele schwarze Schafe." Wie beliebt seine Firma bei US-amerikanischen Popstars und arabischen K?nigsh?usern ist, belegt der stabil gebaute Pomplun gern mit Geschichten. "Namen kann ich nicht nennen". flicht er immer wieder in detailreiche Erlebnisberichte ein, "aber das mit der Scheichfamilie vor drei Jahren, das war schon ein Ding. Die Frau brachte 13 Bedienstete mit, da hatten wir schwer zu tun, unauff?llig zu bleiben", sag's und breitet die Arme aus, als passten alle 13 gerade jetzt und hier hinter seinen eigenen breiten R?cken.
Quelle: M?rkische Allgemeine, ..1996 (R. Plagemann)
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70 Stunden Training bis zum Bodyguard
70a.JPG#Horst Pomplun zeigt im Ausbildungsraum, wie eine kugelsichere Weste angelegt wird.;70b.JPG#Volkmar Jetsch (36) h?lt den Wagenschlag der halbgepanzerten Limousine - unterm Jackett die Waffe.@POTSDAM - Knirschend rollt der acht Meter lange "Lincoln" ?ber den Kiesweg zum Babelsberger Schloss. Beh?big, aber immerhin so schnell, dass die sechs Leibw?chter rennen m?ssen. K?rperliche Fitness ist dabei gar nicht so wichtig", sagt Horst Pomplun (48). "Personenschutz ist Kopfarbeit." Der geb?rtige Berliner bildet seit f?nf Jahren in seinem Unternehmen "VTP Personenschutz" Bodyguards aus, seit einem Jahr in einem Ex-KGB-Geb?ude an der Gro?en Weinmeisterstra?e in Potsdam - es ist die Villa seiner Eltern. Seine zw?lf Z?glinge, darunter eine Frau, sind an diesem Abend mit vier Ausbildern im Einsatz. Ihr Auftrag: Eine Dame beim Restaurant-Besuch sch?tzen! "Fox an Delta - Sichtkontakt!" kr?chzt das Funkger?t. Kommunikationstechnik ist neben Gesetzeskunde, Psychologie, Schie?en und Sport ein Fach der 70st?ndigen Ausbildung - alles zusammen f?r 1400 Mark. Ein Bodyguard kostet 100 Mark pro Stunde, je nach Gef?hrdung des Sch?tzlings. "F?r 2000 Mark pro Tag kriegt man Rundumschutz", sagt Horst Pomplun, dessen Hauptkunde ein arabisches K?nigshaus ist. Die Palastwachen hat er pers?nlich geschult. Heute tragen nur die Ausbilder eine Waffe - griffbereit. "Bodyguards kn?pfen nie die Jacke zu", sagt Ausbilder Helmut Gartner (39) und h?lt sich mit auff?llig-unauff?lliger Geste das Jackett zu, hinter dem sich die Pistole verbirgt. Horst Pomplum ,,Frauen sind selten in diesem Job." Um genug weibliche Bodyguards f?r seine Eins?tze zu bekommen, bietet er die Ausbildung f?r sie zum halben Preis. Pl?tzlich: Eine Rauchbombe fliegt vors Auto. Laute Rufe. Kurze Befehle. Der Lincoln donnert aus der Gefahrenzone. Zwei Besch?tzer rennen mit. Der Rest sichert im Gefahrenbereich. Pomplun ist zufrieden: "Gut und schnell reagiert!" Die ?bung ist zu Ende, dauerte ?ber f?nf Stunden. Der Chef kennt aber keine Gnade. Zum Schluss folgt noch eine "Man?verkritik". "Ein Bodyguard muss lernen, ohne Schlaf auszukommen."
Quelle: Berliner Kurier am Sonntag, ..1996 (jc)
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Alexanderplatz
Quelle: SFB, ..1996
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Bodyguard als Leibw?chter f?r Prominente
Quelle: Coup, ..1996
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Die "Elite" und ihr Personenschutz
Quelle: SAT 1, ..1996
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Im Schnellkurs zum Bodyguard
selbst2.jpg;selbst.jpg#
Selbstverteidigung
Leibw?chter-Lehrling Rolf Nagel (rechts) ist von der drei- bis f?nfst?ndigen Schlagstock?bung begeistert: "So lernt man, sich auch ohne Waffe gegen einen Angreifer zu verteidigen.";waffen.jpg#
Waffenkunde
Der Umgang mit Waffen ist ein wichtiger Teil des Unterrichts. Teilnehmerin Kerstin Boewer (23): "Ich hatte vorher noch nie eine Pistole in der Hand.";spannung.jpg#
Spannung
Viele Bodyguard-Anw?rter tr?umen von einem spannenden und abwechslungsreichen Job. "Mich reizen die Gefahr und der Adrenalinschub", sagt Jay Neikilk (31, Mitte);uebung.jpg#
?bung
Als ?bung f?r den Personenschutz sichern die Kursusteilnehmer den schwarzen BMW von Schulchef Pomplun
Fotos : Martin Specht
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Berliner Firma bietet Ausbildung in nur 100 Stunden an: Im Schnellkurs zum Bodyguard. Bringt das was?

Pistolensch?sse peitschen durch die Luft, der Staub des aufgewirbelten Sandbodens umh?llt die jungen Sch?tzen. Einige Zielscheiben vibrieren, doch nicht jeder Schu? sitzt. "Die m?ssen noch viel lernen", sagt Horst Pomplun (50), Chef der Bodyguard-Schule VTP-Security in Potsdam bei Berlin. "Deshalb geh?rt der Umgang mit Waffen ja auch zum Unterrichtsstoff." Zehn Personen absolvieren bei ihm gerade einen Neun-Tage-Schnellkursus. 1900 Mark haben die Industriemechaniker, Maurer oder Ex-Bundeswehrsoldaten f?r diese Grundausbildung bezahlt. Eine Polizeiausbildung dauert zweieinhalb Jahre - bei VTP-Security wird den Teilnehmern schon nach rund hundert Stunden ein Zertifikat ausgeh?ndigt. Reicht das, um im Ernstfall ein Menschenleben zu retten? Horst Pomplun rechtfertigt sein Angebot: "Bei uns fallen rund siebzig Prozent des Unterrichtsstoffs der Polizei weg", so der Sicherheitsfachmann. "Wir k?mmern uns nicht um Verwaltungskram oder spezielle Verkehrsregelungen. Das geh?rt nicht zum Aufgabenbereich eines Bodyguard. Au?erdem werden die Sportstunden auf ein Mindestma? reduziert." Den Security-Sch?lem ist das nur recht. Sie tr?umen vor allem von Spannung und Abwechslung, die der begehrte Job bieten soll. F?r Stars wie Claudia Schiffer, Bruce Willis und Boris Becker w?rden sie ihr Leben geben - sagen sie. Jay Neikilk (31) ist extra aus Gie?en angereist: "Ich war dreizehn Jahre bei der Armee in Florida", so der geb?rtige Amerikaner, "jetzt m?chte ich Leibw?chter werden. Mich reizen die Gefahr und der Adrenalinschub." Auch Dieter Alban (23) aus dem hessischen Butzbach hat genaue Vorstellungen: "Man mu? einen wachen Verstand und eine schnelle Auffassungsgabe haben", sagt er. "Vor allem mu? man aber bereit sein, unter Umst?nden sein Leben f?r die Schutzperson einzusetzen." Der Unterricht l?uft milit?risch diszipliniert ab. Horst Pomplun betritt den Raum, die Sch?ler springen auf, stehen kerzengerade und begr??en ihren Chef. Sie sind jederzeit auf einen Notfall gefa?t: Der Ausbilder klatscht in die H?nde - die Anf?nger ziehen ihre Pistolen aus den Halftern und sichern den Raum in alle Richtungen. "Wir gestalten die Ausbildung ganz realistisch, die Sch?ler sollen sich f?hlen, als seien sie st?ndig im Einsatz", sagt Horst Pomplun. "So lernen die Leute gleich, wie es im richtigen Berufsleben abl?uft." Trotzdem k?nnen seine Sch?ler nach der Grundausbildung nur im unbewaffneten Personenschutz mit mehreren Bodyguards gleichzeitig eingesetzt werden. Wer den Grundkursus allerdings gut abschlie?t und das n?tige Kleingeld hat, um noch zwei Aufbaukurse (je 100 Stunden) zu bezahlen, in denen Anti-Terror-Kampf, Fahrertraining und der Umgang mit Spezialwaffen ge?bt werden, darf dann auch als Einzel-Leibw?chter arbeiten. Nach Abschlu? der Schulung ?berreicht Pomplun eine Urkunde, die die Teilnahme an einem "Seminar zur Vorbereitung als Personensch?tzer" best?tigt. "Insgesamt k?nnen hundert Punkte erreicht werden", sagt er. "Ab einundachtzig Punkten besteht eine gute Chance, einen Job zu finden." Je nach Gef?hrdungsstufe und Einsatzl?nge verdient ein Personensch?tzer dann 40 bis 100 Mark in der Stunde. Ob die Bodyguard-Ausbildung allerdings tats?chlich so vielversprechende Zukunftsaussichten bietet, ist fraglich.Karl-Heinz Giese (50), Chef von Gieses Dienstleistungen in Hamburg, ist seit 20 Jahren im Personenschutzgesch?ft. Zu seinen Kunden z?hlen gef?hrdete Wirtschaftsmanager und Prominente wie Jodie Foster, Clint Eastwood, Kevin Costner oder Sylvester Stallone. "Ein solches Zertifikat ist in meiner Branche noch lange keine Jobgarantie", sagt er. "Es reicht nicht, eine kurze Ausbildung zu machen und sich dann auf dicke Muskeln und eine Waffe zu verlassen." Horst Pomplun kann es egal sein, wie gut die Berufsaussichten f?r seine Sch?ler tats?chlich sind. Er steht mit seiner Bodyguard-Schule auf jeden Fall auf der Gewinnerseite - denn die Nachfrage nach seinen teuren Blitzkursen ist gewaltig.
Quelle: BILD am SONNTAG, ..1996
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Kraftpakete sind nicht gefragt, sondern M?nner und Frauen mit Intelligenz
kraft.jpg#HORST POMPLUN vor dem Schlo? Cecilienhof.
Foto : Manfred Thomas
@Leibw?chter der K?nigsfamilie Arabiens er?ffnete Bodyguard-Schule am Neuen Garten Arabien ist ein ruhiges Land im ansonsten von mancherlei Krisen gebeutelten Nahost. Man h?rt nichts von Unruhen, die sich gegen das Herrscherhaus richten. Nur von Strafaktionen auf ?ffentlichen Pl?tzen erf?hrt man hierzulande. "Andere Br?uche, andere Sitten und vor allem eine andere Mentalit?t", so Horst Pomplun. K?nig XXX h?lt eben die F?den fest in der Hand. Er mu? es wissen, denn mehrere Jahre war Pomplun als Leibw?chter der K?nigsfamilie von Arabien engagiert. Nat?rlich ist in diesem Land das Sicherheitsrisiko f?r den K?nig und seine gro?e Familie viel h?her, als beispielsweise f?r einen f?hrenden Politiker in Deutschland. Der geb?rtige Berliner k?nnte so manches aus dem N?hk?stchen plaudern. Aber wie es sich f?r einen Bodyguard geh?rt, gibt er keinerlei "Geheimnisse" preis. Aus den verschiedensten L?ndern kommen die Leibw?chter. "Deutsche werden von den XXXX wegen ihrer Korrektheit und ihrem guten Ausbildungsstand besonders bevorzugt", meinte Pomplun. Der in Berlin als Polizist ausgebildete Bodyguard fuhr vor gut zwanzig Jahren nach Arabien, stellte sich im K?nigspalast vor und wurde nach mancherlei Tests genommen. Er begleitete die K?nigsfamilie auff?llig oder unauff?llig, so wie es gerade erw?nscht war, auf Reisen durch das arabische Land und ins Ausland. Im vergangenen Jahr sorgte er f?r die Sicherheit eines Prinzen in Potsdam. Obwohl Horst Pomplun wieder in Deutschland ist, wird er weiterhin von den XXX angefordert, wenn Mitglieder des Herrscherhauses sich in unserem Land aufhalten. Horst Pomplun hat sich in Potsdam ans?ssig gemacht. Unl?ngst geh?rte er zu den privaten Begleitern des Interimschefs der Hohenzollernfamilie im Schlo? Cecilienhof. Aber dieser ist von staatswegen wohl nicht gef?hrdet, und so hat Christian Sigismund den Personenschutz mit einem Schmunzeln registriert. In der ehemaligen "Verbotenen Stadt" im Neuen Garten hat sich Pomplun 1994 ein Haus gekauft. Derzeit wird es saniert und renoviert. Er wohnt dort nicht nur, er hat in den R?umen eine Schule f?r Bodyguards eingerichtet. "In unserer Zeit ist ein guter Personenschutz unumg?nglich. Nicht nur hochrangige Politiker sind auf ihn angewiesen, sondern auch Industrielle oder Bankiers", berichtete Pomplun. "Ein Lehrgang beginnt wieder Anfang August. Der Grundkurs betr?gt siebzig Stunden. "Kraftpakete sind nicht gefragt, sondern M?nner und Frauen mit Intelligenz. Nat?rlich m?ssen sie sportlich sein, nicht vorbestraft, auf alle F?lle einen guten Leumund besitzen", erz?hlte der erfahrene Bodyguard, dessen Frau ebenfalls in dieser Branche t?tig ist. "Achtzehn Jahre sollten die Bewerber sein, jedoch nicht ?ber f?nfzig. Wir m?ssen sehr gut ausw?hlen, denn der Job ist verantwortungsbewu?t und gef?hrlich."
Quelle: Potsdamer Nachrichten, ..1996 (Klaus B?strin)
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Potsdams " Villa Bodyguard"
villa.jpg#Bodyguard-Azubi Marcel Henninger sichert Horst und Ewa Pomplun. Training in Komplett-Ausstattung: Magnum, Funkger?t, Kugelweste, Dienstmarke.;villa2.jpg#Pomplun (li.) zeigt im Nahkampf-Saal, wo 's langgeht: 2 Faustschl?ge, ein Tritt in den R?cken und der Angreifer ist hin.

Da steht die Welt auf einmal Kopf: Ein kurzer Griff von Pomplun und mit BILD-Reporter Henninger geht es abw?rts.
Fotos: BERA
@Phil Collins, Melanie Griffith. Gabriela Sabatini. F?r ihr Leben w?rde Horst Pomplun (48) sterben... Potsdam, Gro?e Weinmeisterstra?e: Eine Limousine kommt gerollt. Neben ihr joggen 5 M?nner in Schlips und Anzug. St?psel im Ohr, 44er "Magnum" im Halfter. Bodyguards der VTP-Security. Sie ?ben den Ernstfall. Pomplun ist ihr Chef und Trainer. Traumberuf Personensch?tzer In Pompluns Potsdamer Villa (ehemalige KGB-Zentrale) kann er wahr werden. Preis der Grundausbildung: 1800 Mark. Pomplun: "Wir nehmen jeden, der keine Vorstrafen hat und k?rperlich topfit ist." In 70 Stunden lernen die Sch?ler Recht, Schie?en, Selbstverteidigung, Fahren in Extremsituationen. Bei Talent Spezialausbildung in Key Largo (Florida). Flugstunden, Tauchen, mit Maschinenpistolen aus fahrenden Limousinen feuern. BILD testete, was die Grundausbildung bringt. Schwei?, Muskelkater und drei ?berlebensregeln f?r den Anfang. Erstens: Beobachte dein Gegen?ber. Schon wer sich die Nase putzt, ist verd?chtig! Pomplun zeigt's. In seinem Taschentuch ist eine Messerklinge eingen?ht. Er geht an dir vorbei, schneuzt sich, und pl?tzlich sticht er zu. Zweite Regel: Jede Konservenb?chse ist ein m?gliches Bomben-Versteck! Pomplun dreht einer Erbsendose auf. Inhalt: Plastiksprengstoff, Z?nder. Dritte Regel: Wenn dein Kollege "links" br?llt, mu?t Du nach rechts gucken. Der Chef: "Der gr??te Fehler bei Anf?ngern. Der Partner ruft links, weil er dort sichert. Du mu?t dann die rechte Seite kontrollieren. Alles andere k?nnte t?dlich sein." Pomplun ist seit 25 Jahren im Gesch?ft. Wurde noch nie verletzt: "Ich bin immer schneller gewesen! Meine Beretta 92F lege ich nie ab. "Seine professionelle Arbeit wird von der Polizei gesch?tzt. Bei Gro?veranstaltungen mit hohen Politikern und Staatsg?sten sind seine Spezial-Agenten fast immer dabei: "Nicht jeder Botschafter bekommt Kripo-Beamte an die Hand. Das ?bernehmen wir." Der n?chste Kurs im Potsdamer Schulungszentrum startet am 6. Juli. Anmeldungen unter 0331/61 95 37.
Quelle: BILD, ..1996 (Marcel Henninger)
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Promi-Sch?tzer
h1.jpg@Melanie Griffith und Gabriela Sabatini, Phil Collins und Jack Nicholson ? es sind schon so einige Stars, die er auf ihren Trips durch die Welt begleiten durfte. Seit einem Vierteljahrhundert arbeitet Horst Pomplun als Bodyguard, war lange Jahre in Berlin und den USA t?tig und bezog als einer der Ersten den alten Familienbesitz im Postdamer "KGB-St?dtchen". Zusammen mit seiner Frau Ewa Maria, die ebenfalls Bodyguard ist, f?hrt er nun von hier aus die Gesch?fte mit den Promis, zu denen sich schon seit Jahren auch so manches arabische Herrscherhaus gesellt. "In Potsdam steht vor allem aber die Ausbildung des Nachwuchses an", verr?t der 48j?hrige, der sich um Mangel an jungen mutigen M?nnern keine Gedanken machen mu?. Vertrauen sei in seinem Job das wichtigste, und er selbst habe lange daf?r arbeiten m?ssen. Von der Pike auf habe er diesen Beruf gelernt, obwohl es f?r ihn noch immer keine einheitlichen Ausbildungsrichtlinien gibt. Seine Geheimnisse, so ist bei dem Neu-Potsdamer zu sp?ren, mu? ein Bodyguard einfach haben. Und so wird ?ber vergangene Zeiten dann auch nicht viel erz?hlt. Seit 30 Jahren ist er bei der Berliner Polizeireserve, bildete schon Leute in Arabien im Personenschutz aus und kann auf europaweite Eins?tze verweisen. "Ich selbst bin inzwischen nur noch f?r die ganz wichtigen Leute aktiv", so Horst Pomplun, der sich nebenbei im Potsdamer Sch?tzenverein fit h?lt. "Die Schulung der Jungen steht da eher im Vordergrund." Auf seinen Sohn f?rbte der Beruf des Vaters ab: Er fing bei der Kripo an. Seine beiden T?chter wollten vom Bodyguard-Leben nichts wissen
Quelle: Potsdamer Morgenpost, ..1996 (hm)
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Sie haben einen ernsten Blick
Quelle: Berliner Kurier, ..1996
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Sie ist hart im Nehmen und Austeilen
artikel1a.gif{seite}hart2.jpg#Ob Pistole oder Bogen - sie trifft auch aus gro?er Distanz sicher ins Ziel. Nahkampf?bungen geh?ren f?r Ewa-Maria zum Training. Sie schulen die Reflexe.;hart3.jpg;hart4.jpg#Aus der Kundenkartei: Ehepaar Pomplun mit einer arabischen Prinzessin, die sich von den beiden bestens besch?tzt f?hlte.@Ewa-Maria Pomplun ist eine der wenigen weiblichen Bodyguards Deutschlands Sie ist bildh?bsch, sehr zierlich und immer gepflegt gekleidet. Wenn Ewa-Maria Pomplun (37) an der Seite ber?hmter Pers?nlichkeiten aus Politik, Adel oder Showbusiness erscheint, wird sie meist f?r eine Bewunderin oder gar f?r ein "Groupie" gehalten, das die Gunst der Stars genie?t. Keiner ahnt, dass in Rock- oder Hosenbund der jungen Dame eine Pistole vom Typ Beretta - Kaliber neun Millimeter - steckt, und sie notfalls ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen w?rde, um das ihres prominenten Sch?tzlings zu retten. Ewa-Maria ist eine der wenigen weiblichen Bodyguards Deutschlands. Mit Ehemann Horst f?hrt sie die Firma "VTP Personenschutz", die seit 1994 ihren Sitz in einer imposanten Potsdamer Villa hat. "Dort f?hren wir auch Trainingsprogramme f?r den Nachwuchs durch", erz?hlt sie. "Ein guter Leibw?chter muss seelisch und k?rperlich sehr belastbar sein und in jeder Situation souver?n. Wir brauchen keine Typen, die nach John-Wayne-Manier mit der Hand an der Knarre cool durch die Gegend stolzieren. Je unauff?lliger ein Einsatz abl?uft, desto besser." Vor 25 Jahren begann Horst Pomplun seine ungew?hnliche Laufbahn mit der Ausbildung der Palastwache eines Sultans. Als Ewa-Maria ihren Mann vor zw?lf Jahren kennen- und liebenlernte, war sie auf Anhieb fasziniert von seinem Metier. Sie - eigentlich gelernte Goldschmiedin - meisterte ihre Schulung mit Bravour, ist seither topfit in Selbstverteidigung, im Nahkampf sowie im Gebrauch von Waffen aller Art. Aus Angst vor unliebsamen Zwischenf?llen, Attentaten oder Kidnapping werden Ewa-Maria und ihr Team regelm??ig engagiert. Zu den Kunden geh?ren unter anderen eine ganze Reihe arabischer Herrscherh?user, die ?ber die Dienste der 37j?hrigen besonders entz?ckt sind. "Die recht zahlreichen Frauen und Prinzessinnen finden es angenehmer, in weiblicher Begleitung ins Schwimmbad oder zum Einkaufen zu gehen", sagt Ewa-Maria. "Denn insgesamt wirken Frauen unauff?lliger. In unserem Job ist K?pfchen statt Kraftmeierei gefragt. Es gilt, im Vorfeld Gefahren abzuwehren: Hotelzimmer kontrollieren, Flurwachen postieren oder m?gliche Sprengstoffverstecke suchen ..." Nach der eisernen Regel "Konflikte immer ohne Waffengewalt bereinigen!" mussten weder Ewa-Maria noch ihr Mann jemals ihre Pistolen einsetzen. Die Erste Klasse Betreuung des Paares wissen Stars und Superreiche auf der ganzen Welt zu sch?tzen. So bummelte Ewa-Maria schon mit den US-Superstars Melanie Griffith und Phil Collins durch Berlin. Mit Tennis-Lady Gabriela Sabatini machte sie Shopping. Nordrhein-Westfalens Ministerpr?sident Johannes Rau f?hlte sich in der Spree-Metropole von Ewa-Maria Pomplun bestens besch?tzt. Orientalische Prinzessinnen engagieren sie auch schon mal als Gespr?chspartnerin oder Beraterin beim Kleiderkauf. "F?r eine solche Kundin musste ich vor einiger Zeit acht Paar Schuhe umtauschen gehen", berichtet Ewa-Maria schmunzelnd. Ernst f?gt sie hinzu. "Doch in der Regel bedeutet ein Einsatz sehr harte Arbeit. Mitunter sind wir eine Woche oder l?nger dauernd auf Trapp, denn Personenschutz bedeutet schlie?lich Bewachung rund um die Uhr. Unser Team kann bis zu 20 Mann stark sein. Nachts halten wir uns mit Kartenspielen wach. AM Ende der Auftr?ge, w?hrend derer man oft die unm?glichsten W?nsche erf?llt hat, ist man dann fix und fertig. Steigt der Auftraggeber dann ins Flugzeug, bin ich zufrieden dass wieder alles reibungslos geklappt hat. Und traurig dar?ber, dass alles vorbei ist." Ewa-Maria ist hart im Nehmen und im Austeilen. Ihren Job, den w?rde sie f?r nichts in der Welt aufgeben wollen.
Quelle: LAURA, ..1996
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Ein Berliner Personensch?tzer hat die Nase vorn
Quelle: Berliner Morgenpost, ..1995
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Ein Bodyguard folgt bis in den Privatbereich
privat2.jpg#HORST POMPLUN, ein sehr gefragter Personensch?tzer.;privat.jpg#KAMPFTRAINING geh?rt zur Ausbildung von Bodyguards@"Security Germany" bildet Personensch?tzer aus Als ich "Security Germany" besuche, und unvermittelt in die H?nde klatsche, setzt sich wie auf Knopfdruck folgendes in Gang: Personensch?tzer sind zur Stelle, um das Verhalten des Verd?chtigen auszukundschaften und Gefahren abzuwenden. Da es aber nur ein harmloser Journalist ist, der einmal in die Ausbildung hineinschnuppern will, entspannt sich die Situation. Von au?en sieht man es der sch?nen alten Villa in der Gro?en Weinmeisterstra?e ohnehin nicht an, da? in ihren Mauern hin und wieder K?mpfe stattfinden. Es sind ja auch keine blutemsten, aber auch keine Spielereien. Hier geht es um Sicherheit f?r andere. Im Arbeitszimmer von Horst Pomplun liegen Vordrucke von Zertifikaten, und die acht M?nner und Frauen, die sich gerade als Personensch?tzer ausbilden lassen, geben ihr Bestes, um solch ein Zeugnis zu erhalten. Ehe man es in den H?nden h?lt, mu? man erst einmal 70 Stunden Training, die nicht ganz leicht zu bew?ltigen sind, hinter sich bringen. Dazu geh?ren Sport- und Konditionstraining, Selbstverteidigung, Ausbildung an Waffen, aber auch die Bew?ltigung von heiklen Situationen. Horst Pomplun, der seit mehreren Jahren erfolgreich Personensch?tzer ausbildet, erz?hlt: "Es kommen zu uns eine ganze Reihe von M?nnern und Frauen, die meinen, man kann so zwei Wochen Ausbildung ganz nebenbei bew?ltigen. Doch da irren sie sich gewaltig. F?r die 1400 Mark, die jeder zu zahlen hat, m?ssen auch wir etwas bieten." Horst Pomplun besteht darauf, da? die Ausbildung professionell ist, da? Erfahrung vermittelt wird. "Wenn einem Gef?hrdeten oder einem Bodyguard etwas passiert, f?llt das auf uns zur?ck. Es wird immer auch nach der Ausbildungsst?tte gefragt", sagt der Co-Chef von "Security Germany". Wichtig bei der Auswahl von Interessenten, so Pomplun, ist nicht zuletzt die Pers?nlichkeit des Bewerbers. "Er mu? ja die zu Besch?tzenden oftmals bis in den Privatbereich begleiten. Ein vertrauensvolles Miteinander ist da unabdingbar, nat?rlich auch eine gesunde Distanz." Wer Bodyguard werden m?chte, sollte mindestens 18 Jahre alt, k?rperlich fit sein und er mu? ein polizeiliches F?hrungszeugnis vorweisen. Horst Pomplun ist seit gut 25 Jahren als Personensch?tzer t?tig, selbst sehr gefragt, und das nicht nur in Europa. Beispielsweise auch, wenn die Mitglieder des K?nighauses der Vereinigten Emirate in Deutschland zu Gast sind, ist er der unauff?llige Begleiter, der aber den Blick ?berall haben mu?. Einen Bodyguard ben?tigt man heutzutage h?ufiger als je zuvor. Nicht nur Politiker sind gef?hrdet, auch ber?hmte Sportler oder M?nner und Frauen, die an den Schaltstellen der Wirtschaft sitzen, ben?tigen Personenschutz. Leider m?ssen die Medien immer wieder davon berichten, da? Prominente Opfer von Anschl?gen geworden sind und diese sogar mit dem Leben bezahlt haben.
Quelle: Potsdamer Neueste Nachrichten, ..1995 (G?nter Br?ning)
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Leibw?chter der K?nigsfamilie er?ffnet Schule
Quelle: Berliner Morgenpost, ..1995
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Schildb?rgerstreiche um das KGB-St?dtchen
schild.jpg#Kein Zutritt f?r die ?ffentlichkeit. Das KGB-St?dtchen bleibt auch nach der ?bernahme durch die Stadt gesperrt.;schild2.jpg#Neu-Potsdamer und Villenbesitzer Horst Pomplun zieht zur Feier des Tages die deutsche Fahne hoch.@Historischer Augenblick "kleingekocht" / Nach ?bernahme in st?dtische Obhut gingen die Tore wieder zu Am historischen Augenblick ist der Oberb?rgermeister gestern vorbeigeschrammt. Er schickte einen stellvertretenden Amtsleiter als rangh?chsten Vertreter der Stadt. Der ?bernahm nach 50 Jahren russischer Geheimdienst-lerei und kurzer Verwaltung durch das Bundesverm?gensamt (BVA) das sogenannte KGB-St?dtchen am Neuen Garten wieder in die Obhut der Stadt. OB Horst Gr?mlich hatte sich zeitgleich 400 Meter Luftlinie entfernt einen anderen Termin gemacht: Offizielle Danksagung an die GWG "Vaterland" f?r die Sanierung der H?user Am Schr?gen. So anerkennenswert deren Leistung ist; einen zwingenden Grund, genau an diesem Tag Blumen zu ?berbringen, gab es nicht. Unter Journalistenkollegen munkelte man indes, mit diesem einzigen offiziell bekanntgegebenen Pressetermin habe man vom eigentlichen Tagesereignis ablenken wollen.
Ein Verwaltungsmitarbeiter best?tigte dann auch, da? man "die Sache kleinkochen" wolle. Den Grund hatte BVA-Vorsteher Wolfgang Puwalla erst am Vortag offiziell von der Stadt erfahren. Dutzende Schaulustige merkten es gestern, weil sie drau?en bleiben mu?ten: Das 20 Hektar gro?e Areal wurde sofort wieder abgesperrt. Baustelle.
Wachschutzmann Klaus-J?rgen Schwarz macht nun 500mal am Tag das Tor auf und zu. Die meisten Fahrzeuge geh?ren Baufirmen. An etwa 15 der Villen lassen die privaten Besitzer schon werkeln. Der Wasserbetrieb hat seine Rohre gesp?lt, die Mevag k?mmert sich um ihre Leitungen ... Nur die st?dtischen Tiefbauer gl?nzen seit Monaten durch Abwesenheit. G?nter Wojnar, der beim Bundesverm?gensamt f?r die ehemals russischen Liegenschaften in Potsdam zust?ndig ist, wundert sich: "Als die Russen im August das Gel?nde ?bergaben, war der Tiefbauamtsleiter hier und wei? seitdem, was zu machen ist. Getan hat die Stadt nichts." Bis heute fehlt die Stra?enbeleuchtung, und die Stra?e selbst bietet schon bei Tageslicht genug Gelegenheit, sich die Beine zu brechen. Es sind diese eigenen Vers?umnisse, mit denen das Rathaus die weitere Sperrung des Viertels begr?ndet. So wird nun die Sicherheitsfirma, f?r die Herr Schwarz arbeitet, nicht mehr vom Bundesverm?gensamt, sondern von der Stadt bezahlt. Mit 25 000 Mark monatlich. Der Wachmann schimpft: Er mu? jetzt alle dienstlich kommenden Passanten in eine Liste eintragen, jeder soll unterschreiben, da? er das Gel?nde wissentlich auf eigene Gefahr betritt. Wie gesagt - 500mal Unterschriften t?glich. Wolfgang Henze, der am abgeschnittenen Ende der Gro?en Weinmeisterstra?e wohnt, meint sarkastisch, man buddele wohl statt im milden Winter lieber bei Durchgangsverkehr. Gleich neben seinem Haus Nummer 28 stand der russischen MG-Turm am Tor. An dieser Stelle fehlen jetzt zehn Meter Stra?enpflaster, dann k?nnte der Bus durch die Gro?e Weinmeisterstra?e fahren. "Wenn die nicht bald was machen, pflanze ich da ein paar Alpenveilchen", schimpft Herr Henze. Gr??ere Bedenken, da? der Durchgangsverkehr zur Belastung werden k?nnte, hat er nicht. Klar, die Ruhe sei vorbei. Doch auch f?r seinen Nachbarn Bernd Salomo ?berwiegen die Vorteile: "Man ist schneller in der Stadt und wohnt gleich am Park." Doch vorerst darf der neue Stadtteil Schilda hei?en. Eine Rohrbaufirma schnitt gestern mit dem Schwei?brenner das hintere und ein seitliches Tor aus der Objektmauer. Es folgten Verbotsschilder, und die Arbeiter erkl?rten schulterzuckend, da? sie in den n?chsten Tagen neue Tore einsetzen sollen.
Lediglich die Besitzer der sch?nen Villen sind nicht b?se, da? hier noch nicht jeder herein darf. Die Angst vor Randale und Hausbesetzungen geht um, so lange die meisten der H?user noch leerstehen. 90 Prozent davon hat das Bundesverm?gensamt den Familien zur?ckgegeben, die 1945 von den sowjetischen Besatzern vertrieben worden waren. Die Angeh?rigen haben das symbolische des Tages verstanden. Horst Pomplun zog gestern vor seiner Villa die deutsche Fahne auf. Im ersten Haus links hinter dem einstigen KGB-Kontrollpunkt bildet der Chef von VTP German Security nun unter anderem Bodyguards f?r das saudische K?nigshaus aus.
Wie lange sich die Potsdamer noch gedulden m?ssen, bis sie die Estorff'schen Landh?user, die Villen Quandt, St?lpnagel, von Mirbach und L. Estoque sowie den einst okkupierten Teil des Parks zwischen Neuem Garten und Pfingstberg sehen k?nnen, ist ungewi?. Der Wachmann wei? nur: "Unser Dienstplan geht erstmal bis Ende M?rz."
Quelle: Potsdamer Stadtkurier, ..1995 (V. Kl.)
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Selfdefense? womit?
..1995
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Das KGB-St?dtchen
Quelle: ZDF, ..1994
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Deutschlands Bodyguard
Quelle: BILD am SONNTAG, ..1994
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Die "Elite"
Quelle: BILD, ..1994
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KGB-Gel?nde f?r eine Personenschutzfirma
Quelle: Potsdamer Kurier, ..1994
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Personenschutz statt KGB-Soldaten
Quelle: Holland TV, ..1994
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Potsdamer KGB
Quelle: ARD, ..1994
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Berliner als Leibwächter für Königsfamilie
Quelle: TV Hören und Sehen, ..1993
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Bodyguard retten Prinzessin
Quelle: D?sseldorfer Express, ..1993
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Feuer im Breidenbacher Hof
Quelle: ZDF, ..1993
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Feuer im Breidenbacher Hof
Quelle: D?sseldorfer Nachrichten, ..1993
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Feuer im Zimmer der Saudi-Prinzessin
Quelle: Die Welt, ..1993
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Gro?brand im Hotel
Quelle: RTL, ..1993
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Nobel-Hotel: Feuer bei Prinzessin Rima!
Quelle: BILD, ..1993
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Prinzessinen gerettet
Quelle: ARD, ..1993
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Sie retteten die Prinzessin
Quelle: SAT 1, ..1993
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Er schützt Schauspieler, Sportler und Scheiche

Pomplun vor seinem Kladower Haus.@

Das wußten Sie noch nicht von Horst Pomplun

Gef?hrlich ist er vor allem dann, wenn er seine Geheimwaffe am Handgelenk zuckt, eine Digitalarmbanduhr miteingebautem Feuerzeug und verbl?ffender Wirkung. Damit hat er sogar schon einen amerikanischen Konsularangestellten zu Boden gestreckt. "Er bat mich um Feuer, ich wollte ihm ganz selbstverst?ndlich meine Hand hinhalten", erz?hlt Horst Pomplun belustigt, "aber er sah eine Faust auf sich zukommen und schmi? sich sofort auf den Boden." Das ist aber nur Spa?. Die Waffe, die er im Ernstfall ziehen w?rde, ist mit richtiger Munition gef?ttert. Horst Pomplun ist Personensch?tzer, immer bewaffnet, und das seit zwanzig Jahren. Als Leibw?chter begleitet er gef?hrdete Pers?nlichkeiten wahrend ihres Aufenthalts in Deutschland und sch?tzt sie vor Gefahren wie Kidnapping oder Attentaten. Seit zwei Jahren unterh?lt er in Kladow, zusammen mit seiner Frau Ewa Maria Pomplun, den "Vip Security Service" mit acht festen Mitarbeitern. Sie ist zierlich, blond, gelernte Goldschmiedin. Sie konnte auch Titelfigur einer Modezeitschrift sein - aber sie ist Bodyguard wie ihr Mann. Sie ist zudem Kampfsportlerin, niemand sollte sich mit ihr anlegen - der konnte schnell auf dem R?cken landen. "Beim K?rper- und Schie?training ist sie besser als ich, h?ngt sie mich ab", meint Horst Pomplun trainieren m?ssen auch seine Mitarbeiter, die durchweg aus dem Polizeidienst kommen. Pomplun: "Meine Leute m?ssen phantastisch schie?en k?nnen, denn wir begleiten ja unsere Auftraggeber auch durch Hotels, laufen mit ihnen belebte Einkaufsstra?en entlang oder durch Kaufh?user. Wir d?rfen ja Unbeteiligte nicht gef?hrden, sollte es zu einem Zwischenfall kommen, schie?en meine Leute auf dem Schie?stand in zehn Tagen soviel Munition wie normale Polizeibeamte in zehn Jahren das nicht tun. ?bung macht den Meister." ?ber seine Auftraggeber und seine genauen Einsatzort h?llt der Chef sich in Schweigen. Namen will er partout nicht nennen, die sind top-secret. "Aus Sicherheitsgr?nden", betont er. Er sch?tze Tennisstars, da? er Japaner und Amerikaner zu seinen Kunden z?hlt, wie auch Mitglieder arabischer F?rsten- und K?nigsh?user, Prinzen, Scheiche und Emire mit ihren Familien. "Es haben sich zwischen mir und einigen Hoheiten aus den Emiraten schon regelrechte Freundschaften entwickelt", deutet Horst Pomplun an. Einfach ist sein Job gewi? nicht: ,,Wenn wir ohne Unterbrechung eine Woche oder auch langer im Einsatz waren, brauchen wir gut und gern l4 Tage Ruhe, denn ein solcher Einsatz schlaucht ganz schon." Personenschutz bedeutet schlie?lich Einsatz rund um die Uhr: Niemals weichen er oder seine Mitarbeiter von der Seite eines Klienten. Immer m?ssen die "Aufpasser" Anzug und Krawatte tragen, stets die Pistole im Schulterhalfter unsichtbar unter dem Jacket verborgen, das Funkger?t parat. Mitunter belegen Pomplun und seine M?nner zwei ganze Etagen in einem Hotel, schieben rund um die Uhr Wache, halten sich nachts mit Kartenspielen wach. Frau Pomplun ?bernimmt den Schutz weiblicher Personen. Mit ihnen mu? sie zur Toilette gehen, in die Sauna oder ins Schwimmbad. In solchen F?llen werden Waffe und Funkger?t in einem Badet?schchen. Wollen Kunden der Pompluns gar zum Tanzen gehen, nimmt er seine Frau als Partnerin mit, ,,denn ich kann ja nicht allein auf der Tanzfl?che stehen." Strapaziert werden nicht nur Horst Pompluns Nerven. Humorvoll meint er: "Schauen Sie mal meine Figur an. Man sitzt sehr viel, mu? auch fast immer mit den Klienten essen, und sei es aus H?flichkeit." Anstrengend kann es aber auch werden, wenn Klienten sehr sportlich sind. Pomplun: "Einmal hatten wir einen Kunden, der lief 30 Kilometer am Tag, weil ihm sein Arzt das verordnet hatte. Wir immer hinterher, in Schlips und Anzug bei 36 Grad." Den Besch?tzern wurde schlie?lich erlaubt, die Krawatte zu lockern. Nicht jedermann kann die Dienste des Leibw?chters f?r sich in Anspruch nehmen: Frauen, die um seinen Schutz bitten, weil sic den b?sen Ehemann f?rchten, wenn sie mit dem neuen Liebhaber ausgehen, haben zum Beispiel bei Pomplun keine Chance.
Quelle: Spandauer Volksblatt, ..1992 (Annette K?hler)
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Ich bin ein Personensch?tzer
..1992
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K?nigen aus Qatar in D?sseldorf
Quelle: BILD, ..1992
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Kranke K?nigstochter - Rettung in D?sseldorf
Quelle: D?sseldorfer Express, ..1992
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Die Reichen
Quelle: SFB, ..1991
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Eines der bekanntesten Deutschen Personenschutzunternehmen
Quelle: Deutsche Welle, ..1991
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Hoher Besuch in M?nchen
Quelle: M?nchener Tageszeitung, ..1991
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Personenschutz
Quelle: RTL, ..1991
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Personenschutz
Quelle: FPR Kurier, ..1991
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Bruder vom König in Deutschland mit Bodyguard
Quelle: BILD, ..1990
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"Was sie wirklich tun"
Quelle: Volksblatt, ..1990
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Es geschah in Berlin
..1990
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Prinz in Seide in der Spielbank
Quelle: BZ, ..1990
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Ihr Dienst bei der Polizei-Reserve ist Gold Wert

Die Ausgezeichneten - Horst und Ewa Pomplun: "Unser Sporttraining zahlt sich f?r Beruf und Hobby aus." In Judo und in Karate hat er den schwarzen G?rtel: "Beim Schie?en ist meine Frau aber besser." Sie: "Aus Liebe zu ihm ging ich zur Polizei-Reserve."@Berlin - Schutz mit Charme - ein Motto f?r Ewa (33) und Horst Pomplun (45) aus Spandau. Es gilt im Beruf und in der Freizeit. Beide besch?tzen Promis (z.B: Melanie Griffith), die Berlin besuchen. Das ist ihr Job. Und zum Hobby wurde der Dienst in der Freiweiligen Polizei-Reserve (FPR). Daf?r gab's jetzt das Ehrenzeichen in Gold vom Innensenator Dieter Heckelmann. Horst Pomplun, seit 26 Jahren dabei, gr?ndete den "FPR-Kurier", organisiert seit 1987 Weihnachtsfeiern f?r bed?rftige Kinder. Die Aufgaben der "Freiwilligen": Sie bewachen Objekte, regeln den verkehr, gehen auf Streife, unterst?tzen Gro?veranstaltungen und werden bei Katastrophen nachts sogar aus dem Bett geholt. 2500 freiwillige Polizei-Reservisten helfen seit 32 Jahren den sieben Berliner Polizeidirektionen. Berlin k?nnte gut 2000 Reserve-Polizisten mehr gebrauchen. Die Ausgezeichneten - Horst und Ewa Pomplun: "Unser Sporttraining zahlt sich f?r Beruf und Hobby aus." In Judo und in Karate hat er den schwarzen G?rtel: "Beim Schie?en ist meine Frau aber besser." Sie: "Aus Liebe zu ihm ging ich zur Polizei-Reserve."

Quelle: BZ /Berliner Zeitung, ..1989 (Ulrike Krieger)
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Aus dem Leben eines Scheichs
Quelle: D?sseldorfer Express, ..1989
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Grundwissen im Personenschutz
..1989
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Ihr Dienst bei der Polizei-Reserve ist Gold Wert
Quelle: Berliner Morgenpost, ..1989
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Prinz in Hamburg zu Besuch
Quelle: Berliner Morgenpost, ..1988
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BODYGUARD TRAINING
Quelle: PRO SIEBEN, 24.09.10
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"Angreifer von rechts - Deckung!"

SCHEISSE" flucht Horst Pomplun ?ber den Konvoi-Einsatz. Der Umgangston ist eben rau. Doch das ist Pompluns Ausbildungsprinzip: wenig vorher erkl?ren, damit viele Fehler gemacht werden, aus denen man nachher lernen kann.;

EIN KARDINALFEHLER F?R PERSONENSCH?TZER: Da sich die Vorhut um den fiktiven Angreifer k?mmerte, war der Konvoi blockiert.

Fotos: Conrad Radon

@Horst Pomplun bildet Bodyguards aus / "In jedem steckt ein Personensch?tzer", auch in Sachbearbeitern Verd?chtig ist zun?chst einmal jeder und alles. Journalisten, das kennt man, tarnen sich gerne als Feuerwehrm?nner, Kellner oder Putzfrauen, dringen in Hotelsuiten ein, um badewannentote Politiker oder Seitenspringende Schauspieler zu fotografieren. Dazu eignen sich hervorragend umgebaute Budweiser-Dosen. Es kann nat?rlich auch vorkommen, dass die Dose keine Kamera, sondern eine Bombe ist, und die Putzfrau eine Terroristin. Nichts ist so, wie es scheint, und wo eben noch Ruhe herrschte, kann jeden Moment der Sturm losbrechen. Horst Pomplun, Codename "Papa", ist praktischer Philosoph und Bodyguard, redet im Tempo von Dieter Thomas Heck - mit dem Unterschied, dass er nicht mehr aufh?rt - und sieht im Profil aus wie Nick Nolte. Er kennt den K?nig von Saudi-Arabien und den Pr?sidenten von Venezuela samt Familien. Seit vier Jahren zieht er in seiner Bodyguard-Schule auf dem ehemaligen Gel?nde des KGB in Potsdam den Nachwuchs heran, der einmal ihn, den Meister, ?bertreffen soll. Besucher empf?ngt Papa nach eingehender Kontrolle von Identit?t und Fototasche an seinem mit Intarsien verzierten Schreibtisch, neben sich die Flaggen von Deutschland, Berlin und - auf Wunsch von Manfred Stolpe - seit kurzem auch Brandenburg. Weil es irgendwie zu kalt ist, ziehen wir um in die Bibliothek mit den schweren englischen Ledersesseln, der vergoldeten Stuckdecke, dem Portrait vom Alten Fritz. "Alles Kopien", sagt Pomplun. Na klar, wieder der Schein. Im Zimmer nebenan ist eine Tafel gedeckt, stilvoll im Glanz der Kaiserzeit. Abends wird hier ein Empfang mit Damen simuliert. Das geh?rt zur Ausbildung. "Viele wissen doch nicht, wie man sich Frauen gegen?ber benimmt." Deshalb wird auch das Nicht-in-den-Ausschnitt-Gucken hier ge?bt. Solange, bis es sitzt. ?berhaupt sind sch?ne Frauen f?r Bodyguards ein st?ndiges Ablenkungsrisiko. Im Schulungsraum h?ngen frivole Pin-ups, an denen t?glich das Wegsehen trainiert wird. Das klappt schon recht gut. Schwieriger wird es sein, eine Schweizer Million?rstochter aus den H?nden ihrer Entf?hrer zu befreien und das Attentat auf eine nicht n?her benannte "Zielperson" (ZP) zu verhindern. Romeo Bravo ist heute DVT, das hei?t Diensthabender vom Tag. Seine M?nner hat er in dunklem Zwirn antreten lassen. Die Anz?ge passen nicht, aber das ist jetzt egal. Papa kommt, diesmal in Uniform: dunkelblauer Pullover ?ber wei?em Hemd, zwei goldene Barren auf dem Kragen und den Titel "Chief" auf der Schulter. Pomplun kann sich Namen schlecht merken, deshalb spricht er alle mit "Kollege" an. Letzte Anweisungen, dann wird auf dem Gr?n vor der Villa die Eskorte zusammengestellt: BMW vorneweg, Mercedes-Limousine in der Mitte, dahinter Golf. Acht M?nner schauen in acht Richtungen, dann kommt die ZP, heute von Papas Assistentin, Beate Donath, gespielt. Kaum ist sie im Wagen verstaut, n?hert sich der Attent?ter mit Strumpfmaske und Schie?eisen von rechts. Oskar Romeo bemerkt ihn als erster, sagt "Angreifer von rechts - Deckung". Alle gehen in Deckung. "Und, was jetzt?", schimpft Papa, "na. ran an den Kerl." Die Besatzung des BMW verfolgt den Attent?ter. Dann wird der Einsatz abgebrochen. "Wie war's?", fragt Papa den DVT. Gabriela Sabatini, Thomas Gottschalk, K?nigskinder und Staatspr?sidenten haben sich schon bei Pomplun bedankt. "Schei?e war's", sagt der DVT. "Genau, Schei?e", sagt Papa. Da die Vorhut sich um den Angreifer k?mmerte, war der Konvoi blockiert, die ZP weiter in Gefahr. Ein Kardinalfehler. Solche Fehler passieren st?ndig, weil Pompluns Ausbildungsprinzip ungef?hr so funktioniert: Vorher nichts erkl?ren, damit m?glichst viele Fehler gemacht werden, aus denen man nachher umso mehr lernen kann. Dieses Prinzip hat zur Folge, dass die Azubis fortlaufend R?ffel einstecken oder drei Strafrunden um die Villa laufen m?ssen. Der Umgangston ist rau. Papa macht st?ndig Druck, provoziert, l?sst seine Sch?ler ins Leere laufen, fordert in Minuten neue Einsatzpl?ne, die er in Sekunden wieder umschmei?t, wirft die Leute nachts mit einem Auftrag aus dem Bett. Neun Tage oder 120 Stunden dauert jede der sechs Ausbildungseinheiten. Kostenpunkt pro Kurs: knapp 2000 Mark. Gelernt werden Sprengstoffkunde, Einsatztaktik, Schie?en, Gesetzeskunde. Und das Wichtigste: st?ndig auf der Hut sein. "In jedem Menschen steckt ein Personensch?tzer", sagt Pomplun. Man m?sse nur die richtigen Instinkte f?rdern. Zu seinen Sch?lern geh?ren Dachdecker, Sachbearbeiter, Unternehmer oder Hausfrauen -Menschen, die ihrem Leben eine Wende geben wollen oder einfach nur einen neuen Job suchen. Polizisten k?men h?ufiger, aber seien nicht unbedingt brauchbarer. Nach jeder Ausbildungseinheit wird ausgesiebt, den letzten Feinschliff erhalten die angehenden Bodyguards in Florida. Die Besten k?nnen bleiben, bei Pomplun Karriere machen und viel Geld verdienen. Das hofft auch Romeo Alpha aus dem bayerischen Dingolfingern. Er geh?rt zu den Unauff?lligen, die keine Rasierklingen unter den Achseln tragen und die Traufh?he der Masse nicht ?berragen. Die seien jetzt durchaus im Trend, denn viele VIPs w?ssten gar nicht, dass sie besch?tzt werden, sagt Papa. Alpha ist 39 Jahre alt, macht seit 30 Jahren Kampfsport, und will von der maroden Baubranche in die boomende Sicherheitsbranche wechseln. Ihm gef?llt der "Adrenalin-Kick" bei Eins?tzen, das Risiko schreckt ihn nicht. Papa kann da auch beruhigen. Bodyguards lebten zumindest in Deutschland nur unwesentlich gef?hrlicher als Pfarrer. Horst Pomplun und seine Frau Ewa spielen mit ihrer Firma VTP (Very Top Persons) in der Bundesliga der deutschen Personensch?tzer ganz oben mit. Gabriela Sabatini, Thomas Gottschalk, diverse K?nigskinder und Staatspr?sidenten haben sich bei ihm per Gru?karte bedankt. Vor drei?ig Jahren fing Pomplun nach einem Intermezzo bei der Polizei als Personensch?tzer an und gr?ndete sp?ter in Kladow eine eigene Firma. Die Villa in N?he des Schlosses Cecilien-hof erhielt er 1994 zur?ckerstattet und baute sie zum Ausbildungszentrum um. Der Fahnenmast vor dem Portal verleiht ihr der Charakter einer Botschafterresidenz. Jeder Morgen wird Schwarz-Rot-Gold gehisst, und die Sch?ler treten zum Dauerlauf um der Heiligensee an. Mit Deutscht?melei habt das nichts zu tun, eher mit einer Art "Ehrenkodex", sagt Pomplun. "Statt der Deutschlandfahne k?nnte auch ein B?stenhalter vor dem Haus wehen."

Quelle: Tagesspiegel, .. (Thomas Loy)
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Aus innerbetriebliche Grüden wird zur Zeit keine Ausbildung für Fremdpersonal durchgeführt

wir bitten um Ihr Verständnis 

Nur noch in Berlin

Alles hat mal ein Ende...

Wir haben uns schweren Herzens von unserem Ausbildungszentrum in Potsdam aus gesundheitlichen und Altersgründen getrennt. 

Da die Gerüchteküche brodelt hier ein  Hinweis:

Es werden nur noch ausschließlich in Berlin, also weder in Potsdam noch München noch anderswo von VTP Pomplun Ausbildungen durchgeführt und auch keine Ausbildung mehr über das Amt. 

Das müssen wir uns nicht mehr antun!

Es gibt auch keinen Nachfolger, wie behauptet wird. Auch keinen Verwandten!

 

Horst und Ewa Maria Pomplun

Fragen bitte über 0303651078 

oder Mail:  HPomplun@aol.com